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@mooncy17
Never accept an apology you have to ask for.
FrĂŒher dachte ich Kommunikation ist der SchlĂŒssel, bis mir klar wurde, dass es umâs VerstĂ€ndnis geht. Du kannst jemandem alles kommunizieren was du willst, aber wenn diese Person dich nicht versteht, herrscht stilles Gedankenchaos.
Ich weiĂ nicht, wie man wĂŒtend ist.
Ich bin meistens enttĂ€uscht. Auch wenn man mir Unrecht tut, mich ausnutzt oder anlĂŒgt. Dann versuche ich mir zu erklĂ€ren warum der andere Mensch sich so verhĂ€lt. Vielleicht verstehen wir uns auch nur falsch? Vielleicht hat er oder sie einen schlechten Tag, negative Erfahrungen in der Kindheit oder anderen Freund-/Partnerschaften gemacht, ein Trauma erlitten oder sowas. StĂ€ndig versuche ich die Taten anderer zu rechtfertigen oder suche die Schuld bei mir.. vielleicht war das auch nur Karma, was negativ auf mich zurĂŒck kam, weil ich in der Bahn nicht fĂŒr die Omi aufgestanden bin oder die TĂŒr nicht fĂŒr jemanden hinter mir aufgehalten habe?
Dabei erklĂ€rt das Wort âenttĂ€uschtâ sich schon von ganz allein. Derjenige hat mich ent-tĂ€uscht. Die TĂ€uschung ist aufgeflogen. Dieses Bild der Person in meinem Kopf war nur eine TĂ€uschung. Dadurch, dass ich einen Menschen idealisiert habe. Und an diesen Bildern möchte ich mich so gern festhalten. Ich möchte nicht glauben, dass diese Personen nur in meinem Kopf existieren. Aber manchmal ist es so. Manchmal muss man sich eingestehen, dass man sich selbst getĂ€uscht hat - dass man sich in jemandem getĂ€uscht hat. Und dann kann man weiter machen. DafĂŒr braucht es keinen Streit, kein Drama, man muss es nur schaffen loszulassen, wenn es soweit ist.
Ich wurde wieder enttĂ€uscht. Was ein Gewinn sein sollte, fĂŒhlt sich aber jedes Mal kalt wie Eis nach einem Verlust an, der sich ganz tief und spitz in mein Herz bohrt.
Ich darf nicht mehr suchen. Nach Antworten, nach Klarheit, nach irgendwas in der Art.
Aber es ist wie eine Droge, wie Wahnsinn dieses Gedankenkreisen um immer dieselbe Thematik, dieselbe Person. Verloren in einem Labyrinth aus Fragen. Aber ich darf nicht mehr. Es gibt genug zu betrauern, genug Schwere, genug Schmerz. Wenn ich weitermache, gehe ich kaputt und das darf nicht passieren. Disziplin kann auch eine Art der SelbstfĂŒrsorge sein. Das ist die gröĂte VerfĂŒhrung, die gröĂte PrĂŒfung fĂŒr Widerstand. Um meiner selbst willen. Muss ich mich verirren gehen, nicht mehr suchen, nicht mehr Klarheit versuchen. Denn es ist verdreht, je mehr ich suche, desto mehr verlauf ich mich. Je mehr ich aufgebe, desto mehr find ich mich.
Jemand hat mal zu mir gesagt: Du hast verloren, wenn du anfÀngst Dinge in deinem Kopf zu sammeln, die du einer Person sagen willst, wenn du sie das nÀchste Mal siehst.
Also habe ich scheinbar verloren.. und nun? Keines dieser Dinge wĂŒrde ich jemals aussprechen, das wĂŒrde auch gar nichts bringen. Ich hoffe, dass irgendwann der Tag kommt an welchem mir diese Gedanken nicht mehr im Kopf rumspuken..
Ich hatte nie das GefĂŒhl ich mĂŒsste alles was mir in meinem Leben, in dem ich ohne Vater erwachsen geworden bin, gefehlt hat durch einen anderen Mann ersetzen. Aber seitdem du weg bist merke ich, dass du mir vieles gegeben hast, was davor noch niemand konnte.
Aber was soll ich sagen.. Wir versuchen wohl alle jemanden zu vergessen. Und nun ist meine Liste noch etwas lÀnger.
Und hier steh ich,
leicht neben der Spur und abgefucked.
Dem Herz gehts nicht so gut,
der Rest ist fast intakt.
I miss you even though you werenât good to me, but you donât miss me even though I was so good to you. How wack is that?
Ist es nicht komisch, irgendwie nichts zu fĂŒhlen und doch so viel?