Ich beschäftige mich jetzt schon seit ein paar Jahren mit dem Thema Veganismus. Und ich stelle fest: so schwer ist das gar nicht. Ein bisschen Wissen aneignen und schon kann es losgehen!
Jetzt, wo das Thema immer attraktiver wird, die Regale im alltäglichen Supermarkt voll mit vegetarischen und veganen Alternativen sind und auch die Beweggründe immer mehr verstanden, diskutiert oder überhaupt auch erst wahrgenommen werden merke ich immer wieder wie viel Gesprächsbedarf in die Richtung herrscht. Insbesondere junge Menschen, die sich ohnehin abheben wollen finden vegan sein „cool“ und beschäftigen sich mehr und mehr dafür und ich stelle trotzdem fest: vielen dieser dann Halbzeit Vegetarier-Veganer fehlt trotzdem häufig einfach das ausreichende Wissen darüber um es einfach zu machen oder auch „durchzuhalten“. Es geht los mit Vorurteilen wie „Es ist viel zu teuer für mein Schüler/Studenten Geld, zu teuer, zu schwer oder „Man kann ja nur noch im Biomarkt einkaufen“ und „...es ist ja glaube ich auch ungesund“, „außerdem darf ich das nicht machen, weil ich so Eisenmangel habe..“ etc. werden ständig als „Ausrede“ für das schlechte Gewissen genommen oder auch, weil man vielleicht doch kein Bock mehr drauf hatte. Oder man fängt an vegetarisch zu essen aber vegan... das ist ja dann aber ja eine Nummer „zu krass“.
„Warum nicht einfach mal ne Tiefkühlpizza holen?“ Die Antwort ist ganz einfach, selbst kochen ist viel günstiger, macht mehr Spaß und ist auch viel gesünder. Und mal ganz im Ernst, wer von euch der nicht vegetarisch oder vegan lebt, achtet auf die Tageszufuhr an Vitaminen oder Eisen beim alltäglichen Essen oder beschäftigt sich mal wirklich damit, was euer Körper für Mangelerscheinungen hat?
Ein weiterer Beweggrund dieser Seite sind die vielen Kontakte, die ich in den letzten Monaten mit ahnungslosen Menschen, Bekannten und Freunden hatte, die einfach nur mal ein Rezept brauchten oder irgendwo mal gehört haben, dass Veganismus für sie interessant geworden ist und das sie überfordert mit der Umsetzung sind.
Das fängt damit an, dass man als nicht-vegetarier oder nicht-veganer einfach nicht weiß, was „das“ für Zutaten sind mit denen diese Veganer da kochen“. Der Wille ist vielleicht da aber bei den Wörtern Tofu, Seitan, Sojasahne und Bulgur hat man schon kein Bock mehr auf das Rezept, weil es das bei Penny eben nicht gibt und ja auch bestimmt sau kompliziert ist und das Tofu nach nichts schmeckt und voll eklig sein soll hat man ja auch schon mal gehört. Jep, ich verstehe das. Und dann hat man ne Woche durchgehalten und Sonntag hat Oma Geburtstag und die macht natürlich einen Kuchen und wie soll man Oma das nur erklären?
Zu spät aufgestanden und in der Schule beim Kiosk und beim Bäcker unterwegs zur Uni gibt es auch nichts Veganes. Dann sitzt man da hat Hunger und es kommt einem vor als könne man nichts mehr essen. Zuhause angekommen, Geld ist knapp, Zeit ist knapp und dann will man nicht extra das teure vegane Essen holen und kauft sich stattdessen dann doch einfach eben ne Pizza.
Und ja, genau das sind die Probleme die man ständig hat. Dann muss man sich auch noch ständig rechtfertigen, weil man beim stummen Essen eines veganen Schokoriegels scheinbar alle sofort provoziert und ihnen unter die Nase reibt wie toll man doch ist, weil man vegan ist. Und nochmal jep ich verstehe das.
Naja, jedenfalls hoffe ich mit dieser Seite dazu zu motivieren noch einmal darüber nachzudenken euch zu bestärken und zu zeigen wie einfach es eigentlich ist mit kleiner Geldbörse ganz einfache Gerichte zu kochen. Ihr könnt mir gerne auch Wunsch Themen schreiben und ich versuche mich dann mal damit auseinander zu setzen und einen informativen Beitrag dazu zu gestalten.
Viel Spaß mit den Beiträgen!
Eure mrsveganello ♥