Ein Plan ist keine Strategie
Planung kennt jeder, das gibt es gefühlt schon seit Anbeginn der Zeit.
Wir Menschen haben gelernt zu planen, in den Unternehmen werden wir verpflichtet, 1, 2, 3, 5, 10 Jahrespläne zu erstellen.
In jüngster Zeit findet eine neuere Disziplin ihren Weg: Die Strategie.
Die die Steigerung daraus nennt sich dann strategische Planung, beide Disziplinen werden schlicht zusammen geworfen. Achtung, Strategie und Planung sind nicht dieselben Dinge, beide zusammen zu packen ist kontraproduktiv. Die meisten strategischen Planungen in Unternehmen, haben rein gar nichts mit Strategie zu tun, es handelt sich dabei um eine reine aneinander Reihung von Aktivitäten. • „Wir steigern das Kundenerlebnis“ • „Wir eröffnen einen weiteren Produktionsstandort“ • „Wir integrieren ein neues Mitarbeiterförderungsprogramm“
Eine Liste gutklingender Vorhaben, welche das Unternehmen nicht erfolgreicher machen, warum?
Es fehlt die echte Strategie.
Ok, was ist eine Strategie?
Strategie ist eine integrative Reihe von Entscheidungen, die dich in die Lage versetzen, nachhaltig erfolgreich zu sein. Es gibt also eine Theorie. Eine Strategie beinhaltet demnach immer eine Theorie. Der Grund, warum wir auf diesem Spielfeld sein wollen und nicht auf einem anderen und wir auf diesem Spielfeld unsere Kunden besser bedienen, besser als jeder andere. Die Theorie muss kohärent, also nachvollziehbar sein.
Eine Strategie muss machbar sein, du brauchst die Fähigkeiten die Aktionen umzusetzen, damit es eine gute Strategie ist.
Planung dagegen braucht keine Kohärenz, es ist typischer weise das, was die Menschen in einer Produktionsumgebung fordern. Das sind die Dinge die benötigt werden um z.B. ein neues Werk zu errichten. Das Marketing will eine neue Marke oder ein neues Produkt einführen. Die Personalabteilung neue Mitarbeiter einstellen – in der Regel verwenden sie dazu eine Liste, die keine interne Kohärenz aufweist, keine Spezifikation in der Weise, wie das Unternehmen sein gesetztes Ziel erreicht.
Ein Plan ist ziemlich einfach zu erstellen. Pläne haben typischerweise etwas damit zu tun, wie Resources eingesetzt werden. • Wir werden ein paar Mitarbeiter einstellen • Wir werden ein Produkt auf den Markt bringen
Dass sind alles Dinge die auf der Kostenseite des Unternehmens zu finden sind. • Wer steuert die Kosten? • Wer ist für diese Kosten verantwortlich? Die Antwort dafür lautet: Du selbst, du entscheidest wie viel Quadratmeter gemietet wird, wie viele Rohstoffe eingekauft werden, wie viele Mitarbeiter du einstellst. Dies ist viel einfacher, warum?
Weil du es kontrollieren und steuern kannst.
Eine Strategie auf der anderen Seite, spezifiziert ein Ergebnis, ein Wettbewerbsvorteil, den du dir vorgenommen hast zu erreichen.
Wir können es im Voraus nicht prüfen, es gibt keine Garantie, aber wir glauben daran, dass es so ist, dass es so sein wird.
Es ist sehr viel simpler zu sagen, ich werde ein Gebäude bauen. Ich werde mehr Leute einstellen, usw. als zu sagen meine Kunden werden mein Angebot bevorzugen.
Das tückische an der Planung ist, dass in der Zeit in der du dich mit der Planung beschäftigst, mindestens ein Mitbewerber herausfindet, wie er es besser machen kann.
Gut, was ist zu tun?
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass eine Strategie, Ängste mit sich bringt. Du wirst dich irgendwie nervös fühlen, als Verantwortlicher hat man dir beigebracht, dass man die Dinge tut, die du im Voraus nachweisen kannst. Du kannst nicht beweisen, dass eine Strategie erfolgreich sein wird.
Du kannst dir einen Plan ansehen: „In Ordnung, alles was hier steht ist umsetzbar. Lass uns das einfach tun, weil wir das im Griff haben. Schade, dass wird dir nicht viel nützen.
Bei einer Strategie wirst du sagen, wenn meine Theorie richtig ist, was kann ich tun, und wie ist die Reaktion darauf.
Akzeptiere einfach die Tatsache, dass du nicht perfekt sein kannst. Das bedeutet nicht, dass du ein schlechter Manager bist. Du zeichnest dich dadurch als hervorragende Führungspersönlichkeit aus, und du gibst deiner Organisation die Möglichkeit, etwas Herausragendes zu tun.
Formuliere deine Strategie mit einfachen Worten. • Was ist die Wahrheit über uns selbst, über die Branche, den Mitbewerber, den Kunden, damit diese Strategie funktioniert? • Warum! Warum machst du das? Wenn du das formuliert hast, wirst du sehen, wie sich alles entfaltet. Wenn du feststellst, dass sich die Welt verändert hat und es nicht funktioniert, was funktionieren sollte, so kannst du reflektieren und deine Strategie anpassen.
Eine Strategie ist eine Reise, die dir als Werkzeug, zum Optimieren dient, zum Verfeinern, damit du stetig besser und besser wirst.
Halte dich mit der Strategie so kurz wie möglich: • Wo wollen wir das Spiel beginnen • Hier ist der Ort an dem wir erfolgreich sein wollen • Was sind unsere Management Systeme • Das ist mein Warum.
Formuliere die Logik, die hinter dem Ganzen steht
Starte und beobachte was passiert und optimiere wenn erforderlich.
Das paradoxe am erstellen einer Strategie ist, dass du vielleicht den Eindruck gewinnst, dir eher Sorgen zu machen oder Ängste zu schüren, bedenke dabei, ein Plan dagegen führt meist zum Scheitern, da er die Veränderung der (Um)Welt nicht berücksichtigt. Eine Strategie, gibt dir die bestmögliche Chance erfolgreich zu sein.














