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Hammer Meets Nail, 2024
IG
30 x 30 cm, acrylics on canvas
Die Arbeit wird auf Kosten der Libido verrichtet, wodurch der Körper desexualisiert wird, um am Ende nur noch ein Werkzeug sein zu können.
Harry Mulisch: "Das sexuelle Bollwerk", S.134
10. Juli 2023
Eine Dämpferpumpe ist leider doch kein unnötiges Spezialwerkzeug für Mountainbikemenschen mit zu lockerer Brieftasche
Zur Eindämmung meiner Midlife-Crisis probiere ich es einmal mit einem hierbei ebenso beliebtem, wie belächeltem Hausmittel: Konsum. Genauer: Jetzt dann doch einfach mal lang gehegte Wünsche erfüllen, um dem nagenden Gefühl der ewigen Aufopferung zu begegnen. Oder wie es mir pointiert schon häufiger gesagt wurde: Junge, Du brauchst ein Hobby. (Eigentlich bin ich zu alt für Junge und wir sagen noch Alter, aber so fühle ich mich weniger alternd.) Hobby hier im Sinne von etwas an sich unproduktives aus rein intrinsischer Motivation mit für Dritte nicht nachvollziehbaren Ressourceneinsatz und Herzblut betreiben. Ich war nämlich in die oft beschriebene und dennoch schwer zu vermeidende Elternfalle getappt, sich als Person bzw. die eigenen persönlichen Bedürfnisse zu sehr in den Hintergrund zu stellen, bis sich das Leben allzu sinnlos angefühlt hatte.
Also bestelle ich, aus einer Laune heraus während eines mich nicht betreffenden und lange ausgerollten Sitzungspunkts ein Mountainbike. Der Deal war schwer zu ignorieren und auch wesentlich günstiger als alles, was man in einschlägigen Zeitschriften so bewundern darf, der metallicgrüne Lack ist genau mein Ding und die Ausstattung entspricht ziemlich genau dem Minimum, was ich mir so wünsche. Ich möchte niemanden mit meiner latenten und immer wieder aufflammenden Leidenschaft für Fahrräder (außer Rennrädern!) langweilen, aber ein Aspekt scheint mir berichtenswert zu sein: Mein neues Fahrrad ist vorne wie hinten mit einer Luftfederung ausgestattet. In der Anleitung des Dämpferelements steht also, dass man den sogenannten Sag auf sein Gewicht einstellen muss, indem man den Luftdruck im Dämpfer (analog auch in der Gabel) mittels einer Dämpferpumpe so einstellt, dass je nach Einsatzzweck 20 bis 30 % des Federwegs durch einfaches statisches Sitzen auf dem Rad verwendet werden.
Eine Dämpferpumpe also. Was die wohl ausmacht? Sicher habe ich das vor 25 Jahren bereits interessiert gelesen, aber mangels Anwendung wieder komplett vergessen. Das werde ich dann ja sehen, denke ich und kümmere mich erstmal darum, mir Pedale auszusuchen, denn Pedale sind bei besseren Fahrrädern für die sportliche Nutzung in aller Regel nicht dabei, weil hier alle sehr wählerisch sind und sowieso die für sie passenden montieren. Für Außenstehende: Es gibt etliche verschiedene Clipsysteme zur festen Verbindung von Schuhwerk und Pedal und im Mountainbike-Bereich zusätzlich noch eine bemerkenswerte Auswahl an griffigen (= Waden und Schienbeine sehr blutig schrappenden) Plattformpedalen in allen Materialien und Farben und teilweise zu Preisen, für die andere Menschen ganze Fahrräder kaufen. Dieser Sport ist noch mehr einer für Menschen mit lockeren Brieftaschen geworden, als das vor 25 Jahren der Fall war. Eine Dämpferpumpe wird aber sicherlich mitgeliefert, denke ich, als ich den Laden mit einigermaßen eleganten, aber nicht ausufernd bepreisten Pedalen verlasse.
Eine Dämpferpumpe wird nicht mitgeliefert, stellt sich alsbald heraus und da ich leicht überdurchschnittlich viel wiege, wogegen Bewegung helfen soll, etwa auf einem solchen Fahrzeug, sinke ich auf dem Rad bereits im Stand bedenklich tief ein. Das ist mir sehr unangenehm, weil ich so gut sichtbar aussehe wie ein ahnungsloser Idiot, der a) seinen Sag nicht einzustellen weiß und b) auch viel zu gewichtig für das arme Rad ist. Ich schraube also naiv den Schlauch einer normalen Fahrradreifenpumpe auf das Ventil des Dämpfers (typischerweise ein Schrader-Ventil, besser bekannt als Autoventil) und sehe, dass sich der Zeiger des Manometers so gar nicht bewegt, wenn ich versuche zu pumpen. Wenige Sekunden später fällt mir auf, dass sich dieser sehr beherzt am oberen Anschlag der Skala festklammert. Alles klar, das macht also eine Dämpferpumpe zur Dämpferpumpe: Der Druckbereich endet nicht im einstelligen bar- bzw. zweistelligen psi-Bereich, sondern weit höher, zudem gibt es einen Knopf zum vorzugsweise feinfühligen Ablassen von Druck und der Ventilanschluss ist so gestaltet, dass beim Abschrauben kein Druck entweicht. Bessere Pumpen schaffen 600 psi (rund 41 bar), günstigere nur 300 psi (rund 21 bar). Der rudimentären Anleitung des Dämpfers ist weder der typische, noch der maximale Betriebsdruck zu entnehmen, also kaufe ich eine Pumpe mit 400 psi (rund 28 bar) und hoffe, dass die für meine Gewichtsklasse ausreicht. Als die Pumpe kommt, stellt sich heraus, dass selbst die 300-psi-Klasse ausgereicht hätte, an meinem Dämpfer stelle ich vorerst 220 psi ein und damit fühlt sich das alles gleich viel souveräner an.
Als kleine Pointe finde ich übrigens statt der Dämpferpumpe einen Satz billiger Notpedale beim mitgelieferten Zubehör, die das Handelshaus vermutlich beigelegt hat, um allzuvielen Reklamationen wegen fehlender Pedale zu entrinnen. Zudem finde ich eine Rolle Felgendichtband nebst Ventileinsätzen vor, um die Räder auf schlauchlosen Betrieb umzurüsten. Wie das funktioniert und was die vielversprechenden Vorteile davon sind, beschreibe ich bei einer anderen Gelegenheit mal, wenn ich genug Muße gefunden habe, um das mal auszuprobieren. Soviel vorab: Man spart Gewicht ein ohne Schlauch und Energieverschwendung durch Reibung zwischen Schlauch und Reifen und erhöht gleichzeitig den Pannenschutz immens, muss dafür aber um die 100 ml einer Löcher-verschließenden Dickflüssigkeit namens Dichtmilch im Reifen mitführen und regelmäßig nachfüllen.
(Gregor Meyer)
A nonprofit in Bridgeport, Illinois, is making their community more inclusive and accessible, one tool at a time.
Viele Geräte benötigt man nur hin und wieder. In Chicago gibt es deshalb eine Gerätothek eröffnet, in der man allerlei Werkzeuge für einen geringen Mitgliedsbeitrag ausleihen kann - ähnlich wie Bücher in einer Bibliothek.
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Die VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW) war die Vereinigung der Volkseigenen Betriebe der DDR aus der Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbranche. Sie bestand aus vier Kombinaten. . Der VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden wurde 1969 als volkseigenes Kombinat gegründet und war eines der vier Kombinate der VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW). Die Produkte wurde unter dem Markennamen Smalcalda vertrieben. Den Stammbetrieb bildeten zunächst die Firmen VEB Werkzeugunion Steinbach-Hallenberg und VEB Werkzeug- und Besteckfabriken Schmalkalden. Später kamen weitere hinzu, sodass das Kombinat den gesamten Produktbereich der Werkzeuge abdeckte und der bedeutendste Werkzeughersteller der DDR war. . 1968 wurde das VEB Werkzeugmaschinenkombinat „Fritz Heckert“ mit Sitz im Stadtteil Siegmar gegründet. Unter den 21 darin zusammengefassten Werkzeugmaschinenfabriken bildeten die ehemaligen Wanderer-Werke den Stammbetrieb. Dieser wuchs bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1989 auf 4300 Mitarbeiter und war somit die größte Werkzeugmaschinenfabrik im Ostblock. . 1952 wurden die Niles-Werke zum VEB Großdrehmaschinenbau „7. Oktober“ Berlin. Die Produkte wurden aber weiterhin unter dem Warenzeichen Niles vermarktet. Niles wurde in der Folge zum alleinigen Hersteller von Zahnflanken-Schleifmaschinen in der DDR und zum Hauptlieferant für die Staaten des RGW. 1969 wurde es dem VEB Werkzeugmaschinenkombinat „7. Oktober“ zugeordnet, einem von vier Werkzeugmaschinenkombinaten in der DDR. . 1954 wurde der Betrieb Volkseigener Betrieb „Pressen- und Scherenbau Henry Pels“, später firmierte sie als „VEB Umformtechnik Erfurt“. Mehrere Betriebe gliederte man dem Unternehmen an. 1970 wurde das Unternehmen Kernstück des neu gegründeten Kombinates „Umformtechnik Erfurt“, einem der vier Kombinate der VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW). Mit bis zu 19.000 Mitarbeitern, dazu etwa 5.000 Mitarbeiter im Stammbetrieb Erfurt, gehörte er zu den bedeutendsten Betrieben Thüringen und belieferte u.a. auch Automobilhersteller wie die VW-AG in Westdeutschland. (#Wikipedia) #Werus #Smalcalda #Werkzeug #VEB ##Schmalkalden #SteinbachHallenberg #Tools #DDR #GDR #Reklame #Ostalgie #EastGermany https://www.instagram.com/p/Bm2o0_pnfxH/?igshid=3mfaau2xqrm7
Denn die Einsamkeit ist des Teufels Werkzeug
Fard – Stamm Der Nazizis