Montag, 16:00 Uhr: Wir erfahren, dass wir morgen auf eine Exkursion gehen werden, anstatt die Schulbank zu drücken.
Dienstag, 07:15 Uhr: Ausgerüstet mit Zelten, Decken, vollen Rucksäcken und Proviant fahren wir aufgeregt auf der Küstenstraße Richtung Sur los. Saleh Al Shuqairi wir unser Begleiter und Guide sein. Die karge, felsige Wüstenlandschaft zieht am Auto vorbei.
09:05 Uhr: Wir kommen am Staudamm im Wadi Dayqah an. Durch einen Park mit Gras und Bäumen – es lässt sich durchaus fragen, ob das Wasser im Stausee die Grünanlage rechtfertigt – gelangen wir an den großen, klaren See. Vom Staudamm sehen wir ein Dorf umgeben von Palmenhainen.
12:02 Uhr: Vor einem kleinen Laden machten wir Halt. Herzlich werden wir begrüßt, setzen uns um einen Tisch und probieren alle Halwa-Sorten, die der Laden hergibt aus. Uns wird Halwa für umsonst auf ewig versprochen. Naschflash – fast zu satt zum Mittagessen, jedoch nicht Grund genug, es ausfallen zu lassen.
13:16 Uhr: Bimmah Sinkhole, Fische, die uns ein Open-Air-Spa ermöglichen.
14:59 Uhr: Ankunft im Wadi Shab, Bootsfahrt, wandern los, Schlucht, rechts und links ragen die Felswände empor, dazwischen das Tal mit Palmen und anderen Pflanzen, Falaj und Steine. Auf einem Weg schlängeln wir uns durchs Tal. Unwirklich, einzigartig, ergriffen von der Natur, staunend stehend, nach 30 Minuten Wander-Klettertour erreichen wir das Wasser. Ab jetzt heißt es schwimmen. Höhle, Klettern, Springen, Mut aufbringen. Freundschaftlichkeit unter den Omanis. Saleh quatscht seine Landsleute an und plötzlich ergibt sich einfach alles.
18:09 Uhr: Nach Sonnenuntergang kommen wir wieder an unserem Auto an.
21:08 Uhr: In Sur erstehen wir einen FISCH (Dorade und Thunfisch), und SAFT, mit GEWÜRZEN, er liegt im AUTO, auf dem BODEN, scharf (wie sich erst später herausstellen sollte (Das ist also eine Prolepse)). Außerdem besorgen wir uns Brot und Wasser, fürn Geschmack. Ein neuer Freund von Saleh wird uns einen Ort zum Schlafen zeigen.
22:35 Uhr: Wir kommen an unserem Übernachtungsstrand an. Im Scheinwerferlicht unseres Busses bauen wir unsere Zelte auf und entfachen das Grillfeuer, um den Fisch zu garen.
Mittwoch, 00:00 Uhr: Der ANRUF!!! Es wurden Schildkröten gesichtet.
01:00 Uhr: Am Strand beobachten wir zwei riesige Meeresschildkröten, die dort jedes Jahr ankommen, um ihre Eier abzulegen und in großen Löchern am Strand vergraben. Sehr faszinierende, dialogfreudige Tiere! Sternenhimmel!
01:45 Uhr: Wir liegen am Strand in und vor unseren Zelten, lauschen der Brandung und den Katzenkämpfen. Eine mehr oder weniger erholsame Nacht erwartet uns.
04:44 Uhr: Katze aus – Moschee an.
07:45 Uhr: In den Zelten wird es zu heiß und wir packen schnell alles zusammen, um im nächsten Dorf ein Frühstück besorgen zu können. Omani Bread (eine Art Crêpes mit diversen Füllungen: Ei und Honig, Honig und Käse, Käse und Ei oder alle drei zusammen, also Ei, Honig und Käse) und Omani Tea (Schwarztee mit viel Milch, Zucker und Kardamom).
10:57 Uhr: Schau schau, eine Dhau im Bau! Wir besichtigen eine omanische Werft und unterhalten uns auf Deck über Frauenrechte im Islam.
12:30 Uhr: Wir kommen an ein weiteres Wadi, das Wadi Bani Khalid und verbringen unseren Nachmittag wieder im Wasser mit knabbernden Fischen und Gesprächen über züchtige Kleidung im Wasser.
15:21 Uhr: Wir essen vegetarische Burger irgendwo auf dem Rückweg.
17:30 Uhr: Wir verabschieden Saleh in Ibra bei seiner Familie, da er dort Eid (Opferfest: morgen mehr dazu) feiern wird.
19:01 Uhr: Ankunft in Ghala bei unserm Haus
22:35 Uhr: Die einzige Fassung diese Blogeintrages ist fertig.
Dieser Artikel wurde im Zustand völliger Übermüdung und zerebraler Disfunktion verfasst. Die Uhrzeiten sind frei erfunden. Wir haben uns an das Zeitverständnis der Omanis angepasst und schauen schon lange nicht mehr auf die Uhr.
22:49 Uhr: Und jetzt, ab ins Internet!