
oozey mess

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One Nice Bug Per Day
Peter Solarz

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we're not kids anymore.

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ojovivo
Sade Olutola
Alisa U Zemlji Chuda
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"I'm Dorothy Gale from Kansas"
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@palmeta
Eierwärmer selbstgemacht, gehäkelt
Brillenetui selbstgemacht aus zuvor gefilztem Einzelstück
Tasche selbstgemacht aus zuvor gefilztem Einzelstück und einem Probestück aus Schneiderausbildung zur eingesetzten schrägen Leistentasche
Die Einhorn-Wandteppiche
eine Bildfolge von 7 Bildwirkereien
hergestellt von 1495 - 1505
wahrscheinlich in Frankreich entworfen von anonymen Künstler, gewebt in Belgien/südliche Niederlande → um Jahrhundertwende 15./16.Jhd bekannt für hochqualitative Bildwirkerei
Material: Wolle, Metallfäden (Silber & Bronze) und Seide, gefärbt mit Naturfarbstoffen Wau (gelb), Krapp (rot) und Waid (/Ingigo = blau)
Empfänger der Wandteppiche unbekannt
evtl in Auftrag gegeben von Anne de Bretagne, um ihre Hochzeit mit Ludwig XII, König von Frankreich zu zelebrieren → Initialien A und ein umgedrehtes E, die Insignien von Anne de Bretagne
oder: adlige La Rochefoucauld-Familie = ursprüngliche Besitzer → im dritten Wandteppich sind die Initialien F und R in den Himmel gestickt, und die Initialien A und E könnten für Antoinette of Ambroise, die Frau von Francois La Rochefoucauld, stehen; verliebtes Paar im 6. Wandbehang könnte Anne + Ludwig darstellen
1620 erstmals dokumentiert im Besitz von der Familie La Rochefoucauld
geraubt während frz. Revolution, 1850 wiederhergestellt, später restauriert
keine Dokumente über Empfänger und Hängungsordnung erhalten → Unklarheiten über Originalgröße + ob sie eine Serie bilden oder teilweise Teil anderer Serien sind
heute im Metropolitan Museum of Art
Thema: Jagd nach dem Einhorn
die Geschichte um die Bildwirkerei ist umstritten, es gibt viele Theorien über die eigentliche Absicht/Bedeutung
1) „Der Start der Jagd“ oder „Die Jäger betreten den Wald“ (368.3 x 315cm): Die Jäger werden vorgestellt, das Einhorn ist noch nicht zu sehen; Die Jäger sind nicht in Jagdkleidung gekleidet, sondern in Kleidung, die reich an Farben und Texturen ist.
2) „Das Einhorn wird gefunden“ oder „Das Einhorn an dem Springbrunnen“ (368.3 x 378.5cm): Die Jäger beraten über Entdeckung des Einhorns. Dieses benutzt sein magisches Horn, um das Gift der Schlange aus dem Bach zu entfernen. Dem Horn eines Einhorns wurde die Fähigkeit zugeschrieben, Gift entdecken und neutralisieren zu können. Hier beginnt die Theorie, dass das Einhorn ein Symbol Jesus Cristus sei, welcher alle vor dem Gift der Schlange rettet, also vor Satan. Selbst die Menschen, die das Einhorn jagten, zeigen sich tief beeindruckt von diesem Akt.
3) „Das Einhorn wird attackiert“ oder „Das Einhorn springt über den Fluss“ (368.3 x 426.7cm): Der Tradition zufolge darf Einhorn während der Ausübung eines magischen Aktes nicht gestört werden, was Attacke erleichtert. Die Heiterkeit des vorangegangenen Bildteppichs hat sich in eine aktionsgeladene Szenerie voller Aufregung, Chaos und Tumult verwandelt: Die Gesichter der Jäger sind verzerrt und grausam, sie symbolisieren die Verfolger Jesu Christi. Der Gebrauch von Hunden zum Auskundschaften, Verfolgen und Attackieren der Beute war eine gängige Praxis im Mittelalter auf Hirschjagden und das palastartige Gebäude im Hintergrund könnte ein Hinweis auf einen königlichen oder aristokratischen Zeitvertreib sein. Im Gegensatz zu vorangegangenen Bildteppich ist hier eine realistische Landschaft dargestellt, um das Drama der Jagd hervorzuheben.
4) „Das Einhorn verteidigt sich“ (368.3 x 401.3cm): Das Einhorn wird wild, tritt und stößt mit seinem Horn um sich. Eine neue Figur betritt die Szene: ein Jäger, der in ein Horn bläst. Er trägt eine Schwertscheide mit der Aufschrift AVE REGINA C[OELI] (dt. „Ein Hoch auf die Königin des Himmels“), weswegen er als Representant für den Erzengel Gabriel gilt, welcher die Geburt des Christkindes durch die Junfrau Maria ankündigt. Die Figuren der Szene sind mit Textilien und Frisuren um die Jahrhundertwende des 15. und 16.Jhd. ausgestattet und durch die präzise Darstellung der Materialien und Texturen von bspw Samt, Leder und Fell wird die hohe Handwerkskunst der Weber deutlich.
5) „Das Einhorn wird von einer Jungfrau gefangen“ oder „Die geheimnisvolle Gefangennahme des Einhorns“ (198.1 x 64.8 cm): Laut Tradition galt das Einhorn als ein wildes und freies, jedoch nicht angriffslustiges Tier, das nur von einer Jungfrau gezähmt werden kann. Von ihrer Reinheit und Bescheidenheit ins Herz getroffen, hält das Einhorn bewegungslos inne. Der geschlossene Garten, in dem sich beide befinden (hortus conclosus), ist ein mittelalterliches Symbol der Keuschheit. Christliche Gelehrte übersetzten das in eine Allegorie für Christus Beziehung mit der Jungfrau Maria. Auch der Apfelbaum in der Mitte hat viele religiöse Bedeutungen, am offensichtlichsten ist die Erinnerung an Adam und Eva. Das Einhorn als Christus symbolisiert die Erlösung nach dem Fall. Jungfrau könnte dem Jäger außerhalb des Gartens Bescheid geben, der mit seinem Horn die anderen informiert;
6) „Das Einhorn wird getötet und zum Schloss gebracht“ (368.3 x 388.6cm): Zwei Episoden der Jagd zeigen sich in in diesem Wandbehang. Links wird das Einhorn durch 3 Lanzenstöße getötet. Dies könnte eine Allegorie für den sterbenden Christus am Kreuz sein. Der große Stechpalme im Hintergrund, oft ein Symbol der Leidenschaft, verstärkt diese Vermutung. Im Vordergrund des Bildes hängt das tote Tier auf dem Rücken eines Pferdes, sein Horn ist bereits abgeschnitten, aber immernoch in dornige Eichenzweige verwickelt – wahrscheinlich als Symbol des Dornenkranzes Jesu Christi. In den Gesichtern der Figuren zeichnet sich Ehrfurcht beim Anblick des getöteten blutenden Tieres ab, welches ihnen entgegengebracht wird.
7) „Das Einhorn in Gefangenschaft“ (368 x 251.5 cm): Die berühmteste Bildwirkerei der Serie. Wie durch ein Wunder lebt das Einhorn wieder und ruht sich angekettet an einen Baum und umzäunt von einem runden Holzzaun, aus. Hier werden zwei Haupttheorien aufgestellt: zum einen die Interpretation nach heidnischen Gesichtspunkten und zum anderen die nach christlicher Ansicht. Die heidnische Theorie sieht in dem Einhorn die Darstellung des Liebhabers im Banne der Geliebten. Die Kette des Einhorns ist nicht gesichert und der Zaun in niedrig genug, um herüber zu springen. Die Gefangenschaft ist eine akzeptierte Einschränkung, was die reifen samenbeladenen Granatäpfel des Baumes als Symbol der Fruchbarkeit und Ehe unterstreichen. Die roten Flecken auf dem Fell des Einhorns erscheinen nicht wie Blut, da auch keine sichtbaren Wunden wie in den Jagdszenen zu erkennen sind. Sie repräsentieren eher heruntergetropften Saft der überladenen Granatäpfel. Viele weitere dargestellte Pflanzen wie die wilde Orchidee, der Wiesenknöterich oder die Distel geben ebenfalls das Thema der Ehe wieder, sie galten im Mittelalter als Fruchtbarkeitshilfe für Mann und Frau. Sogar der Frosch rechts unten zwischen den Veilchen wurde von mittelalterlichen Gelehrten als Symbol für geräuschvolles Paaren zitiert. Die mystische Natur des Einhorn-Fangens wird zu einer Metapher des Liebenden, der von der Zuneigung zu seiner Geliebten bis zur Selbstaufgabe überwältigt wird. Man kann auch sagen, die Frau zähmt das wilde ungezügelte Verlangen im Mann und kultiviert es in der Ehe. Ein Fakt, der auch dafür spricht, dass das Werk für eine Hochzeit in angefertigt wurde, da durch die Ehe der Bräutigam ebenfalls an seine Frau gebunden wird. Christliche Gelehrte interpretieren das Einhorn und sein Tod als die Passion Christi; Die Auferstehung des Einhorn symbolisiert die Auferstehung Christi, auch wenn der Fakt des angeketteten Einhorn verwirrt. Eine Theorie besagt, dass das Einhorn als Jesus Christi für immer mit dem Leben und/oder der Menschheit verbunden ist.
felted flowers