Unsere Heizelmännchen der Wege
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@pfunderer-berge
Unsere Heizelmännchen der Wege
Die Pfundra Hiatomadlan wurden im letzten Gemeindeboten vorgestellt!
Im August 2016 feierten die Schuhplattlergitschn aus Pfunders ihr fünfjähriges Bestehen! Wir gratulieren!
Mein erstes Abenteuer als Hütbub
Jedes Jahr, gegen Ende April, wurden die Ziegen des Bachgurtbauern in Pfunders gemeinsam mit anderen zum Weiden auf die Alm getrieben, aber abends musste sie die Hirte wieder ins Dorf bringen und bei den betreffenden Bauern abgeben.
Ich war sieben Jahre alt, als ich zum ersten Mal mit meinen Cousin Seppl den Sommerjob als Hirte antreten musste. Mit seinen zwölf Jahren war es schon ein erfahrener Hirte; deswegen begleitete er mich, zeigte mir den Weg und informierte mich über den Tagesablauf.
In aller Frühe sammelten wir die Ziegen und trieben sie auf die Eisbruggalm. Der Weg war aber für mich als Anfänger anstrengend. Zwei Stunden Fußmarsch und dabei auf die Tiere achten. „Da ich müde war, wollte ich rasten, doch Seppl macht mir ein vertrocknendes Angebot: Wenn wir noch ein Stück hochgehen, kommen wir zu einem schönen blauen See, dort kann man schwimmen, aber besser noch = Schiffleinfahren." Dieser Vorschlag gefiel mir und ich erklärte mich bereit mitzugehen. Doch zuvor suchten wir ein Schifflein – das war eine alte Tür- und schleppte Sie gemeinsam hoch. Am Ziel angelangt, bestaunte ich den See und die Edelrauthütte auf einer Anhöhe inmitten von Bergen. Die Ziegen weideten friedlich; also konnte unser Abendteuer beginnen. Seppl warf das „Floß“ in das Wasser, wir setzten und darauf. Ein leichter Wind trieb und langsam über die plätschernden Wellen. Zuerst war ich angespannt und spürte mein Herz klopfen, aber allmählich machte es mir Spaß. Wie schauten uns um, plauderten und schreien. Allmählich nährten wir uns dem anderen Ufer- ungefähr dreißig Meter waren wir entfernt, als unser Fahrzeug leicht hin- und herpendelte und zum Stillstand kam. Es war windstill. „Was jetzt“, fragte ich verzagt. „Wir müssen warten“ gab er zur Antwort. Das Warten dauerte eine Ewigkeit. Wir wurden unruhig, versuchten das Schifflein zu schubsen – umsonst. Ich suchte mit den Augen die Ziegen. Was würde geschehen, wenn es zu dunkeln anfinge?
Da wir keine Uhr besaßen, mussten wir uns am Sonnenstand orientieren. Als Hilfe wurde mir gesagt; wenn der Schatten zum „Duner Kofl“ kommt, dann ist es ca. 17:00 Uhr und darfst ins Tal; Noch wenn ein grauer Tag war, konnte es passieren, das man zu früh heimkam. Dann gab es meistens ein “Donnerwetter“ von der Bäuerin.
In unserer Not begann Seppl zu betten; ein Gebet, das er von der Großmutter gelernt hatte.
„Lieber Josef, Schutzpatron, steige herab vom Himmelsthron, lass mich leben gut und fromm, dass ich zu dir in den Himmel komm.“ Nach dieser geistigen Stärkung fassten wir wieder Mut. Und siehe – wie ein Wunder, brächte eine leichte Prise, von der Nordseite kommend, das Wasser in Bewegung. Langsam trieb das „Floß“ ans Ufer. Wir waren gerettet. Schnell brachen wir auf, lockten die Ziegen und stiegen ins Tal ab. Zum Glück konnten wir die Tiere rechtzeitig bei ihren Besitzern abgeben. Dieses Erlebnis genügte mir, um nie mehr eine „Schifffahrt“ zu planen und schon gar nicht zu machen.
Text von: Konrad Volgger
Wir wünschen allen frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und nur das Beste fürs kommende Jahr 2017!
Seid ihr auch schon inmitten der Weihnachtsvorbereitungen?
Kapelle zum Heiligen Herzen Jesu in Schaldern
Die Kapelle hat eine Apsis, flache Spitzbogenfenster mit Halbmond sowie ein Schindeldach. Der Türstock ist aus Granitbalken. Im Inneren befindet sich ein Tonnengewölbe mit einem Medaillon, das die Geburt Jesu darstellt. Der Altar entstand am Ende des 18. Jh. und zeigt Jesus neben den Heiligen Kassian und Sebastian.
Naturdenkmal: Dunschlucht
Der Pfundererbach säumt ungestüm den Weg, der zum Eisbruggsee führt. Er fließt durch eine eindrucksvolle Schlucht mit steilen Felswänden, an denen Lärchen und Grauerlen wachsen. Der Name “Dunschlucht” könnte auf die Anbetung der großen Mutter Erde (”Don”, “Dona”, “Danu”, oder “Anu”) bei keltischen Volksstämmen zurückgehen.
Naturdenkmal: Eisgruben beim Feurerhof
Die Eisgruben sind ein besonderes geologisches Phänomen. Aus der Erde tritt kalte Luft aus, die die Bauern in kleinen Steinhütten (hier im Ausmaß von zwei mal zwei Metern) einschlossen, um sie als natürlichen Kühlschrank zur Lagerung von Nahrungsmitteln zu verwenden. SIe sind ein Naturdenkmal.
Naturdenkmal Schmansner Wasserfall
Der Wasserfall ist bereits von der Talstraße aus zu sehen. Er weist mehrere Abstufungen auf. Der untere Bereich erreicht zehn Meter Höhe, während der höchste Abschnitt zwanzig Meter hoch ist. Er ist ein Naturdenkmal.
Sage: Der Streit um die Seefelder Almen
Die schönen Almen auf Seefeld hinter Meransen gehörten früher den Pfunderern. Da geschah es einst, dass ein Teil des ersten Sees ausbrach und Meransen überflutete, da er riesige Schuttmassen vor sich hertrieb. Da begannen die Meransner den Pfunderern die Alm streitig zu machen. Sie behaupteten, dass wenn sie schon die vom See verursachten Schäden zu tragen hätten, beanspruchten sie auch das Recht, den Nutzen der Seealm zu genießen. Die Pfunderer sollten ihre Alm behalten, wenn sie imstande wären, den Seeabfluss und die vielen Gissen in ihr Tal abzuleiten. Da solches unmöglich war, hatte der Streit sein Ende gefunden und Seefeld ging in den Besitz der Meransner über.
Wo kommt eigentlich Ihre Küchenplatte her?
Die schöne, schwarz-grüne Oberfläche der neuen Küchenplatte sieht nach etwas ganz Besonderem aus – das ist sie auch!
Der Stein, aus dem diese Platte besteht, kommt aus Pfunders und ist als „Pfundra Stoan“ bekannt, um genauer zu sein, handelt es sich hierbei um den Serpentin.
Aufgrund der Vorkommnisse vom Pfunderer Serpentin und den Kristallquarzitvorkommen auf dem Pfunderer Gaiskofel hat 1963 Dieter Grünig hier die Firma „Grünig Naturstein“ gegründet.
Über die Jahre kamen noch Werke in Sterzing und Pfitsch dazu. Seit 1984 führt Dr. Ekkehard Grünig das Unternehmen mit dem Geschäftsführer und den einzelnen Produktionsleitern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Sterzing. Weiters gibt es noch ein Werk in Pfitsch und in Pfunders.
In Pfunders arbeitet Silvester Weissteiner als Werksleiter. Er ist zustänidg für einen Sekretär, einen Außendienstmitarbeiter sowie vier Produktionsmitarbeiter. Nächstes Jahr tritt Werner Pichler aus Pfunders in seine Fußstapfen, denn Silvester tritt nach mehr als 30 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.
Werner Pichler, war immer schon im Bauwesen tätig und bringt damit die perfekten Voraussetzungen für die neue Stelle mit. Wenn er mal nicht beim Arbeiten ist, so steht er bei der Heimatbühne Pfunders auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Wir wünschen Silvester Weissteiner alles Gute und viel Glück für seine weitere Zukunft und Werner Pichler wünschen wir alles Gute viel Erfolg mit der neuen Aufgabe.
Friedhofskapelle
Sie wurde 1735 erbaut. An der Außenseite befindet sich eine rechteckige Tür, darüber ein Gemälde, auf dem die ewige Verdammnis dargestellt ist. Weiters ist ein Bogenfeld mit einer kleeblattförmigen Fensterrose zu sehen. Im Inneren ist ein Tonnengewölbe auf Pfeilern. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt.
Pfarrkirche St. Martin
Die Kirche wird 1397 erstmals erwähnt. Der heutige Bau geht auf die Jahre 1808 - 1810 zurück und besitzt noch einen Teil des plygonalen Presbyteriums und das Fundament des Glockenturms aus dem 14. Jh. Der rechteckige Glockenurm hat ein Zwiebeldach, das auf einem achteckigen Vierungsturm ruht. Auf der Nordseite befinden sich eine rechteckige Eingangstür mit halbmondförmiger Fensterrose und eine Uhr aus dem Jahre 1720. Im Inneren der Kirche ist das Tonnengewölbe mit Fresken von Plazidus Altmutter geschmückt. Im Chorgewölbe ist die Dreifaltigkeit dargestellt. Sie ist um 1808 entstanden. Im Chorraum steht eine Rosenkranz - Muttergottes. Eine Schmerzafte Maria, durchbohrt von Schwertern, ist unangeblich aus der Werkstatt con Michael Pacher. Den Altar schmückt ein Flachrelief des Hl. Martin in neugotischem Stil.
Die Entstehung von Pfunders
Pfunders war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, davon geben einige Funde Zeugnis. Urkundlich wird der Ort erstmals 1085 genannt.
In der Nähe der Eisbrugglöcher wurde ein Bronzeschwert und an einem nicht näher bezeichneten Ort eine Pfeilspitze gefunden. Es handelt sich um Zufallsfunde aus der Bronzezeit, die belegen, dass in diesem Gebiet gejagt wurde und Pfunders von Dun ab besiedelt war.
Pfunders ist für seinen Marmorsteinbruch bekannt. Schon im Jahre 1722 wurde auf der Hochgruppach Alm Marmor entdeckt und abgebaut. Es handelt sich um einen grünlich bis lichtgrauen Marmor, “Serpentin” genannt. Er wurde für die Innenverkleidung des Brixner Doms und die Ettaler Klosterkirche verwendet. In den sechziger Jahren nahm der deutsche Unternehmer Dieter Grünig, den Abbau wieder auf. Heute hat sich die Firma im Zuge der Globalisierung stark verkleinert.
Aus dem “Kulturführer” von Gitschberg Jochtal
Die Kirche zu Meransen
Urban Oberhofer, ein ehemaliger Bauer vom Kaufmannhof, hatte vor 180 Jahren einen Traum. Er sollte nach Bozen gehen, wo er auf der Talferbrücke von einer Person etwas Neues erfahren würde. Der Kaufmannbauer ging nach Bozen und stelle sich bei der Brücke hin. Bald kam ein Weibele aus dem Stadtteil Gries daher. Sie stellte sich zum Oberhofer und fragte ihn, ob er aus Pfunders käme, weil er eine graue Lodenkleidung und den hausgeflochtenen Strohhut an hatte, wie es zu jener Zeit in Meransen und in Pfunders üblich war. Der Oberhofer antwortete: “Nein!” Dann wollte das Weibele wissen, ob beim Kaufmannhof in Meransen unter dem Herd ein Schatz versteckt sei. Der Bauer behauptete, er wüsste davon nichts. Als er nach Hause kam, fing er an zu graben. Und tatsächlich, er fand den Schatz. Den Schatz gab er dem Pfarrer. Er sollte damit eine Kirche bauen. Ursprünglich fingen die Arbeiter unten beim Huber Grund an für den Kirchenbau auszuheben und das nötige Bauholz dafür zu hacken. Aber die Zimmerleute Verhackten sich und da sahen sie, wie Pranterlen und Rotschwänzchen kamen, welche die blutigen Holzspäne mitnahmen. Sie trugen sie dort hin, wo die heutige Kirche steht. Da verstanden sie, dass dies hier der richtige Platz für die Kirche war. 1252 wurde die Kirche fertiggestellt und am 25. Juli dem Hl. Jakobus geweiht. Die neue, vergrößerte Kirche von Meransen wurde am 5. Juni 1780 vom Brixner Bischhof und Reichsfürsten Graf Josef Spaur geweiht. Mit dem Geld vom Schatz des Kaufmannbauers Urban Oberhofer konnten nur die Grundmauern des Gotteshauses errichtet werden.
Aus dem Buch “Die Meronsna Sagenwege”
Südtiroler Berghütten
Hier ein interessanter Artikel über die Neubauten von Schutzhütten in Südtirol, unter anderem geht es auch um die Edelrauthütte in den Pfunderer Bergen.