The Mighty Quest of Epic Loot – Eindrücke aus der Open Beta
Keine Lust zu lesen? Dann schaut euch das passende „Angespielt“-Video zu The Mighty Quest of Epic Loot auf meinem YouTube-Kanal an!
Ubisoft hat mit dem Free-2-Play Titel The Mighty Quest of Epic Loot eine Mischung aus Diablo und Dungeon Keeper (natürlich ist das Orginal gemeint) veröffentlicht. Das Spiel befindet sich zurzeit in der Open Beta und kann auf Steam von interessierten Spielern ausprobiert werden. Ich habe The Mighty Quest of Epic Loot mal angespielt und verrate euch in diesem Artikel ob der kostenlose Titel was taugt oder ob ihr ihn getrost ignorieren könnt.
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Bevor ihr in die Fantasy-Welt „Opulenzia“ von The Mighty Quest of Epic Loot eintauchen könnt, müsst ihr euch erstmal Ubisoft-typisch entweder ein Uplay-Konto erstellen oder mit eurem bereits bestehenden Uplay-Konto einloggen. Zu Beginn des Spiels erwartet euch erst einmal ein durchaus mit Humor gefülltes Tutorial. Humor ist übrigens ein gutes Stichwort, denn der kommt über die gesamte Spielzeit nicht zu kurz. Die Dialoge zwischen eurem Helden und anderen NPCs können einem des Öfteren zum schmunzeln bringen. Auch führt der Held ab und zu amüsante Selbstgespräche, aber nur auf Englisch – eine deutsche Sprachausgabe gibt es leider nicht, dafür deutsche Untertitel / Menüs. Apropos Held: Wählen könnt ihr aus 4 Helden-Klassen. Der Schütze und der Magier bestechen eher im Fernkampf auf größerer Distanz. Die Ausreißerin (nicht von Beginn an erhältlich) und der Ritter haben ihr Stärken im Nahkampf. Im Laufe der Zeit könnt ihr eurem Helden neue Fähigkeiten zuweisen und verbessern.
Wie bereits erwähnt ist The Mighty Quest of Epic Loot eine Mischung aus Hack ´n´ Slay ala Diablo und Strategietitel ala Dungeon Keeper. Der Titel besteht im Grunde aus zwei Spielmodi – Plündern und Verteidigung.
Beim Plündern begebt ihr euch mit eurem Helden in nächstgelegene Schlösser und versucht bis zur Schatzkammer vorzudringen. Dazu müsst ihr gegnerische Monster und sonstiges Getier ausschalten und euch gleichzeitig von aufgestellten Fallen in Acht nehmen. Seid ihr bis zur Schatzkammer vorgedrungen warten natürlich fette Beute in Form von Gold und Lebenskraft-Diamanten auf euch. Auch droppen die Gegner öfters nützliche Items für eure Ausrüstung. Die aufgesammelten Ausrüstungsgegenstände könnt ihr im Inventar verstauen, eurem Helden anlegen oder für Goldmünzen verkaufen. Hier merkt man deutlich, dass man sich bei Ubisoft an Action-Rollenspielen wie etwa Diablo, Torchlight oder Path of Exile ein Vorbild genommen hat, wenn auch in abgespeckter Form. Genau wie bei den gerade aufgezählten Titeln steuert ihr euren Helden auch bei The Mighty Quest of Epic Loot aus der isometrischen Kamerasicht. Mit der Maus navigiert ihr den Helden, markiert Gegner, Truhen, Fässer und Türen. Heldenfähigkeiten, Heilung und verschiedene Angriffsmodi sind auf der Tastatur belegt. Die Steuerung geht übrigens gut von der Hand. Auch das navigieren im Charaktermenü erinnert stark an jede Titel und ist übersichtlich gestaltet. Die jeweiligen Fähigkeiten der Helden hat man sich schnell eingeprägt und man kann recht schnelle Fortschritte beim Plündern machen. Die vom Computer generierten Schlösser sind besonders in den unteren Levels ziemlich anspruchslos und daher stellt sich schnell ein gewisses Erfolgsgefühl ein. Aber immer nur vom Computer erstellten Burgen ausnehmen ist doch langweilig oder? Der Clou: Ab einem bestimmten Level können wir nicht nur Schlösser plündern, die von der KI erstellt worden sind, sondern uns auch an Schlösser versuchen, die von anderen Spielern entworfen worden sind. Dies hat schon in der Closed Beta gezeigt, dass gerade dieser Aspekt eine große Vielfalt an monsterverseuchten und mit tödlichen Fallen gespickte Gebäude ins Spiel bringt. Dem Ideenreichtum der Community sind fast keine Grenzen gesetzt. Und sind wir doch mal ehrlich: Einen anderen Spieler die Goldvorräte unter dem Hintern zu stehlen macht deutlich mehr Spaß als der Raubzug beim Computer.
Quelle: Ingame-Screenshot – eigene Anfertigung
Schauen wir uns nun mal den Spielmodi Verteidigung an. Schon zu Beginn des Spieles kommt der Punkt, bei dem euch ein windiger Immobilienmakler ein eigenes Schloss ans Herz legt und ihr natürlich bedenkenlos zugreift. Nun haben wir zwar eine Unterkunft aber diese ist recht spartanisch ausgestattet und viel Gold für Einrichtungen, Fallen und Verteidigungs-erprobtes Personal haben wir nicht in der Tasche. Zumindest können wir uns schon mal entscheiden wo unser Goldvorrat aufbewahrt werden soll. Auch einen Schmied, eine Trankbrauerei und einen Architekten bekommen wir gestellt. Bis wir unser Schloss mit Fallen, Monstern und ähnlichen Kreaturen vor gegnerischen Langfingern absichern können, vergeht eine ganze Weile. Gerade am Anfang ist erstmal Plündern, Plündern und nochmal Plündern angesagt, bis sich genug Gold in der Kasse befindet. Solange wir unser Schloss noch nicht Raubzug-sicher ausgebaut haben, müssen wir es auch nicht freigeben und somit auch nicht befürchten, dass feindlich gesinnte Mitspieler unser sauer verdientes Gold abstauben. Haben wir genug Zahlungsmittel auf dem Konto können wir damit anfangen unsere Burg gegen Diebe sicherer zu machen. Dafür können wir frei entscheiden, in welchem Raum und wo dort eine Falle oder Hindernisse aufgestellt werden soll. Auch können wir entscheiden welche Gegner wir als Verteidigung aufstellen, bzw. ob einzelne Gegner oder gleich ganze Gegnerhorden sich dem zukünftigen Eindringling in den Weg stellen sollen. Viele dieser Fallen, Hindernisse und Verteidigungstruppen müssen wir mit Gold oder grünen Kristallen, so genannten „Blings“ erst einmal kaufen. Zwar ist die Idee des Verteidigungsmodus des eigenen Schlosses durchaus gut umgesetzt, trotzdem fehlt im Moment noch ein wenig die Abwechslung. Gerade beim Ausbau des Schlosses merkt man, dass es sich um ein Free-2-Play Titel handelt und man auch echtes Geld ausgeben könnte um Zeit zu sparen.
Quelle: Ingame-Screenshot – eigene Anfertigung
Und da sind wir auch schon bei dem Thema Free-2-Play und In-Game-Shop. Stellt sich natürlich die Frage: Muss ich irgendwann Echtgeld ausgeben um weiter zu kommen? Und wie sind die Preise? Kann ich es, auch ohne einen Pfenning in die Hand zu nehmen, durchspielen? Diese Fragen und alles rund um den Echtgeld-shop möchte ich im Folgenden klären.
The Mighty Quest of Epic Loot ist so ausgelegt, dass man es auch schafft, ohne Geld auszugeben, durch das Spiel zu kommen. Aber sollte man sich dann auf ein wenig Wartezeit und ständiges Plündern einstellen. Außerdem muss man zudem einige Abstriche im Spiel in Kauf nehmen. So hat man z.B. 21 Inventarplätze zur Verfügung, die relativ schnell voll sind. Wollt ihr mehr Platz im Inventar schaffen, müsst ihr für 300 „Blings“ 21 weitere Inventarslots kaufen. „Blings“ sind die Premiumwährung im Spiel. Auch steht euch die Heldenklasse der Ausreißerin nicht zu Beginn zur Verfügung. Im In-Game-Store gibt es zurzeit einige Zusatzpakete und „Blings“-Pakete für echtes Geld zu kaufen. So kosten 500 „Blings“ 4,99€. Die Ausreißerin und 1050 „Blings“ bekommt ihr im Angreifer-Pack für 14,99€. Auch ein Verteidiger-Pack ist für 19,99€ erhältlich. Wenn ihr richtig tief in die Tasche greift, bekommt ihr für 74,99€ das Ultimativ-Pack. Also man durchaus einiges an echtem Geld ausgeben, wenn man will. Wie oben bereits erwähnt, muss man zwar kein Geld ausgeben, muss aber dann ein wenig auf Komfort verzichten und mehr Wartezeit investieren. Die Preise im In-Game-Shop finde ich persönlich etwas zu hoch angesetzt bzw. zu überteuert.
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In Sachen Grafikqualität spielt The Mighty Quest of Epic Loot mit Sicherheit auch nicht in der höchsten Liga. Für ein Free-2-Play spiel ist die Grafik zwar in Ordnung aber gerade im Design der Schlösser hätte mehr drin sein können. Die Helden und Monster sind gut animiert und auch die Menüs sind übersichtlich gemacht. Mit dem comichaften Grafikstil orientiert sich Ubisoft mit The Mighty Quest of Epic Loot eher an Torchlight, aber hinkt vergleichbaren Titeln hinterher. Grafisch sollte man also nicht viel erwarten aber wird auch nicht enttäuscht sein. Auch im Bereich Ton und Sound bekommt man was man erwartet. Die Vertonung in den Zwischensequenzen ist ordentlich gemacht. Auch gegen die Hintergrundmusik und die Soundeffekte kann man nichts sagen. Alles im allen so wie man sich sowas bei einem Free-2-Play Titel von einem großen Publisher vorstellt.
Mit The Mighty Quest of Epic Loot bekommt man ein Action-Rollenspiele mit Strategieanleihen. Gerade der Aspekt, die Behausungen von anderen Spielern zu plündern, als auch sein eigenes Schloss mit Monstern und Fallen einbruchsicher zu machen, weiß zu gefallen. Sowohl das Plündern als auch der Schlösserausbau hat motivierende Elemente und hält einen bei Laune. Die Grafik und der Sound sind in Ordnung. Auch an der Steuerung kann man nicht wirklich meckern. Dennoch kann mich Ubisoft´s neues Free-2-Play Spiel nicht so recht überzeugen. Zum einem hat man die jeweiligen einzunehmenden Burgen schnell durch und zum anderen ärgert man sich aufgrund der Einschränkungen, die das Free-2-Play Modell mit sich bringt. 21 Inventarslots sind eindeutig zu wenig. Auch die Anpassungen, die man an der Ausrüstung des Helden vornehmen kann sind beschränkt. Für die ersten acht bis zehn Spielstunden kann man mit The Mighty Quest of Epic Loot seinen Spaß haben, danach wird man immer mehr verleitet sich doch das ein oder andere Zusatzpacket im In-Game-Shop für echtes Geld zu kaufen. Auch wenn ich kein Freund von Free-2-Play Titeln, kann man The Mighty Quest of Epic Loot auf jeden Fall mal ausprobieren und ein paar unterhaltsame Spielstunden in „Opulenzia“ verbringen. Ob man dann bereit ist Geld für In-Game-Shop Artikel auszugeben muss jeder für sich entscheiden.
Das passende „Angespielt“-Video zu The Mighty Quest of Epic Loot findet ihr auf meinem YouTube-Kanal oder folgt dem Link hier! The Mighty Quest op Epic Loot Angespielt-Video
Bilderquelle: Ingame-Schreenshots – eigene Anfertigung
The Mighty Quest of Epic Loot The Mighty Quest of Epic Loot – Eindrücke aus der Open Beta Keine Lust zu lesen? Dann schaut euch das passende „Angespielt“-Video zu The Mighty Quest of Epic Loot auf meinem…