Ich wirke ruhig. Strukturiert. Klar. Ich denke voraus, merke mir Details, bin da, wenn andere mich brauchen. Viele bewundern mich für meine Stärke. Für mein Mitdenken. Für meinen Überblick. Aber was sie nicht sehen: Dass all das Kraft kostet. Dass meine Stärke oft aus Angst geboren ist. Aus dem Wunsch, nichts falsch zu machen. Aus dem Gefühl, verantwortlich zu sein - für alles, immer, irgendwie. Ich funktioniere, auch wenn es in mir tobt. Ich lächle, auch wenn ich innerlich überfordert bin. Ich gebe Halt, auch wenn ich selbst keinen habe. Und vielleicht frage ich mich heute: Wer hält eigentlich mich?











