Das "Buch der Namen", in welchem die Namen von 4 der 6 Millionen ermordeten Juden niedergeschrieben sind. #auschwitzprojekt #auschwitz (hier: Auschwitz Memorial / Muzeum Auschwitz)
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@polenfahrtadolfinum
Das "Buch der Namen", in welchem die Namen von 4 der 6 Millionen ermordeten Juden niedergeschrieben sind. #auschwitzprojekt #auschwitz (hier: Auschwitz Memorial / Muzeum Auschwitz)
Besichtigung des Vernichtungslagers Auschwitz Birkenau. #auschwitzprojekt (hier: Auschwitz-Birkenau Nazi Concentration Camp Museum)
#auschwitzprojekt (hier: Auschwitz Memorial / Muzeum Auschwitz)
#auschwitzprojekt
Der erste Film der Polenfahrt 2014 ist online: Zusammen mit der Gruppe A (Auschwitz-Krakau), war Arne Pauly (Nerayl cameraction) unterwegs und hat die Eindrücke der Teilnehmer, Teamer und Lehrer festgehalten. Für eine Schulveranstaltung hat er dann diese erste Dokumentation produziert, die einen ersten Einblick in die Fahrt geben, oder aber die Teilnehmer an die Fahrt erinnern soll, auch wenn noch eine überarbeite Version folgen wird.
Interview zu der Situation vor der Ankunft in Auschwitz:
Vom 27.06. bis zum 03.07.14 fand die alljährliche Stufenfahrt der Einführungsphase des Gymnasium Adolfinum nach Polen statt. Bevor es am 30.06. zu der zweiten Station unserer Reise ging, haben wir uns ein paar Tage in Krakau aufgehalten. Dort befragten wir einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu ihren Erwartungen an unsere nächste Station Auschwitz, wo sich mehrere große Konzentrationslager befinden.
Die meisten Befragten glaubten, dass die Eindrücke, die sie schon vorher gesammelt hatten, bestätigt beziehungsweise verschärft würden. Außerdem erzählten sie, dass sie sich keine genaue Vorstellung über das organisierte Verbrechen von damals machen könnten. Eine Schülerin sagte uns, dass die Erlebnisse extremer sind als die Tatsachen nur aus Büchern zu erfahren. Und in einer Sache sind sich alle Befragten einig, dass der Besuch in Auschwitz definitiv eine prägende Wirkung haben würde, weil man direkt mit den Geschehnissen konfrontiert wird und man sich mit der Situation auseinandersetzen muss.
Interview zu der Situation nach den Besuchen in den Konzentrationslagern in Auschwitz:
Nach den Besuchen im Stammlager Auschwitz und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befragten wir die selben Schüler, um eine Art Resümee ziehen zu können, wie die Teilnehmer die schwierigen Erlebnisse aufnahmen.
Hierbei sagten die Befragten einstimmig, dass das Erlebte schlimmer war als sie es sich vorgestellt hatten. „Es war viel schlimmer, weil einem die Grausamkeiten durch die ausgestellten Gegenstände, wie die abgeschnittenen Haare der Häftlinge, so klar vor Augen geführt wurde.“, erzählte uns ein Teilnehmer. Eine andere Teilnehmerin sagte uns, dass sie noch nicht richtig weiß, wie sie mit dieser Art Wissen umgehen soll. Dass ein solcher Besuch auf ewig im Gedächtnis bleiben wird, da er eine ziemlich negativ beeindruckende Wirkung auf ihn hatte, verriet uns ein weiterer Teilnehmer. Die Konfrontationen lösten bei einer Teilnehmerin Trauer und Entsetzen aus, eine andere Teilnehmerin sagte, dass sie sehr berührt ist.
Entschlossen, dass eine derartige Ausgrenzungen, sei es rassenbezogen oder Mobbing in der Schule, zeigte sich ein Teilnehmer und sagte, dass die Erlebnisse nicht konkret den Alltag beeinflussen, aber definitiv dazu bewegt haben, dass er sich in Zukunft energisch gegen Ausgrenzungen aller Art stark macht.
Vielen Dank an Herrn Tendera, dass er seine Geschichte mit uns geteilt hat!
Die stärkste Frau und Persönlichkeit, die ich jemals habe kennenlernen dürfen.
Eva Mozes Kor, von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Birkenau transportiert, von Mutter und Vater getrennt und zusammen mit ihrer Zwillingsschwester für medizinische Versuche missbraucht, hält heute unsere Hände und rät uns, stets mit einem Lächeln durch das Leben zu gehen, niemals aufzugeben und Unrecht zu bekämpfen. All das rät sie uns dort, wo man sie als Untermensch behandelt und missbraucht hat. Von einem Menschen, dessen Familie in den Konzentrationslagern ermordet wurde, zu hören, dass sie sowohl den Nationalsozialisten, als auch Adolf Hitler verziehen hat und die Nationalsozialisten in ihren Augen durch ihr Überleben besiegt hat, war wohl das beeindruckendste und emotionalste Erlebnis, das ich nur hätte erleben können. Von einer solchen Frau zu hören, dass sie uns keinerlei Schuld gibt und UNS als stark bezeichnet, da wir uns mit diesem dunklen Kapitel auseinandersetzen, ist ein Gefühl, das ich nicht in Worte fassen kann. Ich danke dieser Frau dafür, dass sie uns ein Lächeln in einem Moment in unsere Gesichter zauberte, in welchem keiner Lächeln konnte. Durch Zufall durfte ich eine solch einzigartige Persönlichkeit kennenlernen und das will und werde ich auch niemals vergessen. GEDENKEN SCHAFFT ZUKUNFT!
Ein Text von Insa B.
Unsere letzte Nacht in Krakòw. #krakòwbynight #Krakau #markthalle #Marktplatz #auschwitzprojekt
Die ersten, die verschwanden, waren die Kinder.
In den Konzentrationslagern in Auschwitz wurden etwa 1,5 mio. Menschen im Namen des nationalsozialistischen Rassenwahns vernichtet. Hierbei erfuhren nicht nur Erwachsene sondern auch besonders die Kinder im Konzentrationslager ein schreckliches Leid. 232.000 Kinder wurden ihrem Alltag, ihrer Kindheit und der Familie auf unmenschliche Art und Weise entrissen und ihrem Leben beraubt.
"The first to perish were the children, adopted orphans, The world’s best, the bleak’s brightest. These children from the orphanages might have been our comfort. From these sad, mute, bleak faces our new dawn might have risen.” (Gedenktafel aus Ausschwitz Birkenau)
Die ersten, die verschwanden, waren die Kinder, die adoptierten Waisen, die besten der Welt, die hellsten in der Trist. Diese Kinder der Waisenhäuser hätten uns Wärme schenken können. Von diesen armen, stillen, tristen Gesichtern hätte unsere Zukunft entstehen können. (Eigene Übersetzung)
Dieses Gedicht bringt unsere Gefühle über das Schicksal der Kinder in besonderer Weise zum Ausdruck. Kinder sind die Zukunft der Welt, doch der Rassenwahn machte auch vor ihnen nicht halt. Erschreckend fanden wir, dass der selbst bei Tieren vorhandene Instinkt des “Welpenschutzes” und besondere Stellenwert der Kinder ausgeblendet wurde. Als wir Zimmer voll von Kinderschuhen, Spielsachen und Kleidung betrachteten, kam die Frage auf wie man so weit über menschliche Werte schreiten kann und Kinder nur noch als Nummern anstatt als Individuum sehen kann. Im Gegensatz dazu gaben uns Hilfeleistungen unter den Häftlingen, wie das Teilen von Essen oder die Bemalung von Wänden, um den Kindern das Leben erträglicher zu machen, Zuversicht. Für uns ist dies ein klares Zeichen, dass die Menschlichkeit selbst an die schlimmsten Orte der Welt gelangt und es nicht geschafft wurde sie zu vertreiben.
Ein Text von Jonas S. Dominik M. Torben A. Carl P. (Gruppe B 2)
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