Die ersten, die verschwanden, waren die Kinder.
In den Konzentrationslagern in Auschwitz wurden etwa 1,5 mio. Menschen im Namen des nationalsozialistischen Rassenwahns vernichtet. Hierbei erfuhren nicht nur Erwachsene sondern auch besonders die Kinder im Konzentrationslager ein schreckliches Leid. 232.000 Kinder wurden ihrem Alltag, ihrer Kindheit und der Familie auf unmenschliche Art und Weise entrissen und ihrem Leben beraubt.
"The first to perish were the children, adopted orphans, The world’s best, the bleak’s brightest. These children from the orphanages might have been our comfort. From these sad, mute, bleak faces our new dawn might have risen.” (Gedenktafel aus Ausschwitz Birkenau)
Die ersten, die verschwanden, waren die Kinder, die adoptierten Waisen, die besten der Welt, die hellsten in der Trist. Diese Kinder der Waisenhäuser hätten uns Wärme schenken können. Von diesen armen, stillen, tristen Gesichtern hätte unsere Zukunft entstehen können. (Eigene Übersetzung)
Dieses Gedicht bringt unsere Gefühle über das Schicksal der Kinder in besonderer Weise zum Ausdruck. Kinder sind die Zukunft der Welt, doch der Rassenwahn machte auch vor ihnen nicht halt. Erschreckend fanden wir, dass der selbst bei Tieren vorhandene Instinkt des “Welpenschutzes” und besondere Stellenwert der Kinder ausgeblendet wurde. Als wir Zimmer voll von Kinderschuhen, Spielsachen und Kleidung betrachteten, kam die Frage auf wie man so weit über menschliche Werte schreiten kann und Kinder nur noch als Nummern anstatt als Individuum sehen kann. Im Gegensatz dazu gaben uns Hilfeleistungen unter den Häftlingen, wie das Teilen von Essen oder die Bemalung von Wänden, um den Kindern das Leben erträglicher zu machen, Zuversicht. Für uns ist dies ein klares Zeichen, dass die Menschlichkeit selbst an die schlimmsten Orte der Welt gelangt und es nicht geschafft wurde sie zu vertreiben.
Ein Text von Jonas S. Dominik M. Torben A. Carl P. (Gruppe B 2)








