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Informationen zu SchlĂŒsselbegriffen wie ISO 9000, QualitĂ€tsmanagement, TQM und Zertifizierung.
Was ist ein QM-System nach ISO 9001. Youtube-Veröffentlichung von Elke Meurer
QualitÀtsmanagement in der Automobilindustrie
Auf Grundlage der EN ISO 9001 Norm besteht speziell fĂŒr die Automobilindustrie eine gesonderte Norm, und zwar die ISO/TS 16949. Diese enthĂ€lt weiterreichende Anforderungen an die QualitĂ€tssicherung und damit zusammenhĂ€ngend an das QualitĂ€tsmanagement. Sie wurde von IATF-Mitgliedern ĂŒberwiegend aus der europĂ€ischen und nordamerikanischen Automobilindustrie entwickelt und ist mittlerweile von mehr als 30 Prozent aller Autohersteller akzeptiert und umgesetzt.
Die Norm-Ziele zur QualitĂ€tssicherung sind klar umrissen. Sie dient dazu, ProzessablĂ€ufe zu optimieren, die QualitĂ€t in der Produktion zu steigern und damit letztendlich die Kundenzufriedenheit zu steigern. Dabei ist der Vorgang prozessorientiert. Er beginnt bei der Anlieferung der Materialien, begleitet die komplette Fertigung und macht auch der Auslieferung der Fahrzeuge nicht halt. Nicht unĂŒblich ist dabei in Teilen die Ăbertragung der industriellen QualitĂ€tssicherung an externe zertifizierte Unternehmen. Die gesamte Autoindustrie besteht aus rund 100 Unternehmen aus aller Welt, die mehr oder minder eng miteinander vernetzt sind und in direkter Konkurrenz stehen. Umso wichtiger ist es da eine Norm zu schaffen, die der Orientierung und QualitĂ€tssicherung dient. Einzig in Asien bedienen sich die Produzenten eigenen Zertifizierungen und Richtlinien.
Die Hauptaufgabe der ISO/TS 16949 Norm
Inhaltlich besteht die ISO/TS 16949 Norm aus acht Hauptkapiteln, angefangen von allgemeinen Anforderungen des QualitĂ€tsmanagementsystems ĂŒber Aufgaben fĂŒr die Leitung bis hin zur Analyse und Verbesserung von Produktrealisierungen ist das Spektrum ausgesprochen breit gefĂ€chert. Hauptaufgabe der Managements ist es, Unternehmensprozesse zu realisieren, zu kontrollieren und auf Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen und den Kunden zu achten und diese entsprechend zu pflegen.
Letztendlich ist die Automobilindustrie, genau wie alle anderen Industriezweige auch, ein in sich geschlossenes System mit Wechselwirkungen im internen und externen Bereich. Diese auszubalancieren und bestmöglich auszunutzen, um sich optimale Arbeitsprozesse zu erhalten und die Kundenbindung und das Vertrauen in die eigenen Produkte zu stÀrken, das ist die wichtigste Aufgabe des QualitÀtsmanagements. Ohne entsprechende Zertifizierung ist das kaum zu schaffen. Zulieferer ohne ISO/TS 16949 Zertifizierung haben zudem keine Chance mehr, als Zulieferer von Serienteilen zu fungieren und sind so gezwungen, sich dem Standard zu unterwerfen.
Zukunft der industriellen QualitÀtssicherung
Industrielle QualitĂ€tssicherung ist ein wichtiger Faktor nicht nur fĂŒr das Bestehen eines Unternehmens auf dem deutschen Markt, sondern international. Ohne das Einhalten eines gewissen Standards und darauf basierend dem Bestreben auf stetige Verbesserung der Produkte, der Produktion, des Service und damit nicht zuletzt der Kundenzufriedenheit wird es auch in Zukunft schwer werden, sich langfristig ein Standbein aufzubauen, egal ob in der Industrie oder in anderen Berufszweigen.
LĂ€ngst reicht es nicht mehr aus, nur ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen. Ohne entsprechende Zertifikate vertraut kaum ein Kunde noch auf die QualitĂ€t. In Zeiten schnell wachsender Konkurrenz und zunehmender automatischer Fertigung braucht es erst Recht Kontrolle aller Prozesse und auch die immerwĂ€hrende RĂŒckversicherung in die eigenen Handlungs- und EntscheidungsansprĂŒche. âMade in Germanyâ gilt seit Jahrzehnten als Auszeichnung, die noch immer einen Anspruch an perfekte QualitĂ€t nach sich zieht. Doch Floskeln allein reichen lĂ€ngst nicht mehr aus, denn dieser Anspruch muss ja auch bestĂ€tigt werden. Die einzige Möglichkeit die es hier gibt sind Zertifizierungen in den Betrieben.
QualitÀtskosten im Blick
QualitĂ€t hat ihren Preis und der misst sich nicht nur an den Ausgaben fĂŒr ein entsprechend hochwertiges Produkt, sondern er beginnt im QualitĂ€tsmanagement. Hier setzen sich die Ausgaben aus drei Bereichen zusammen:
Ausgaben fĂŒr die VerhĂŒtung von Fehlern
PrĂŒfkosten
Fehlerkosten
Investitionen in diesem Sektor sind notwendig, um das QM-System am Laufen zu halten und so den eigenen Betrieb effektiver zu steuern und dabei die Produktion insgesamt und speziell bezĂŒglich der QualitĂ€t immer mehr zu steigern. In dieser Hinsicht gelten die Ausgaben als zukunftsweisend und damit als eine Investition, die sich bezahlt macht.
Ein Paradigmenwechsel ist angesagt
Jedes Jahr rechnet sich das nicht nur auf dem eigenen Abrechnungszettel, sondern auch im allgemeinen Wettbewerb. So wird zum Beispiel der Ludwig.Erhardt-Preis regelmĂ€Ăig an das Unternehmen verliehen, welches sich im Wettbewerb durch Spitzenleistungen hervorgetan hat.
Eine Auszeichnung nicht nur, um die Arbeit des vergangenen Jahres zu wĂŒrdigen, sondern auch, um ein Zeichen in Richtung Zukunft zu setzen. Neue Methoden, Techniken, Herangehensweisen und Kenntnisse erfordern ein flexibles Vorgehen in Sachen QualitĂ€tsmanagement, um dem dynamischen Markt mit dem Extra-Platz fĂŒr individuelle AnsprĂŒche gerecht zu werden. Experten wie Dr. Benedikt Sommerhoff von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr QualitĂ€t e.V. sprechen hier gar von einer âQualitĂ€tssicherung 4.0â.
Revision ISO 9001 â Praxisdialog QualitĂ€tsmanagement. Youtube-Veröffentlichung des TĂV Rheinland vom 18.11.2014
Aufbau und EinfĂŒhrung eines QualitĂ€tsmanagement-System
Ein QualitĂ€tsmanagement-System (kurz QM-System) neu einzufĂŒhren und an den Bedarf des jeweiligen Betriebes anzupassen benötigt Zeit und intensive Arbeit. Experten rechnen mit durchschnittlich einem Jahr von der Idee zur EinfĂŒhrung bis zum fertigen Ergebnis. Vorab kann es fĂŒr Manager diesbezĂŒglich sinnvoll sein, sich ĂŒber die betreffenden DIN Normen zu informieren.
SĂ€mtliche Informationen dazu finden sich im Normenwerk, welches ĂŒber den Beuth-Verlag angeboten wird. Auslegestelle sind viele Buchhandlungen und Bibliotheken. NatĂŒrlich lassen sich die Dokumente auch direkt kaufen, um mit Ihnen arbeiten zu können. GrundsĂ€tzlich gibt es viel zu recherchieren. Neben der Sichtung der DIN Normendokumente und weiterfĂŒhrender Fachliteratur fĂŒr die betreffende Brache kann es mitunter nicht schaden, einen externen Berater hinzu zu ziehen. Solcherlei Entscheidungen hĂ€ngen natĂŒrlich vom Einzelfall ab und können an dieser Stelle nicht pauschalisiert werden.
Erste Planungsschritte hin zu einem funktionierenden QM-System
Zusammenfassend sollten folgende Ăberlegungen und Handlungsschritte bei der EinfĂŒhrung eines neuen QualitĂ€tsmanagement-Systems berĂŒcksichtigt werden:
Beratung mit der GeschĂ€ftsleitung ĂŒber EinfĂŒhrung eines QM-Systems
Mitarbeiter informieren
Projektplan erstellen mit Handlungsschritten und Zeitvorgaben
QualitÀtsziele und Weg dorthin formulieren
Verantwortlichkeiten benennen und QualitÀtsbeauftragten bestimmen
Mitarbeiter schulen und Arbeitsanweisungen erstellen
QualitÀtshandbuch bereitstellen
Zertifizierer auswĂ€hlen und interne Audits durchfĂŒhren
Zertifikate verdienen
Fördergelder beantragen
Speziell die Beantragung von Fördergeldern ist ein Punkt, der hĂ€ufig bei all den anstehenden Aufgaben in den Hintergrund rĂŒckt, dabei kann sich der Mehraufwand durchaus lohnen. Berufseinsteiger zum Beispiel erhalten ZuschĂŒsse bis zu einer Höhe von 1.500 Euro, wenn sie sich extern entsprechend beraten lassen auf ihrem Weg hin zu einem funktionierenden QualitĂ€tsmanagement-System.
Die Auswahl eines geeigneten Zertifizierers
Die TrĂ€gergemeinschaft fĂŒr Akkreditierung GmbH (kurz TGA) und der Deutsche Akkreditierungs Rat (kurz DAR) sind gute Anlaufstellen auf der Suche nach einem akkreditierten Zertifizierer. Sie bieten eine Ăbersicht und sprechen auch Empfehlungen aus. So lĂ€sst sich das eigene QM-System sicher und verlĂ€sslich zertifizieren.
ISO 9001: Zertifizierungsaudits mit der DQS. Verschaffen Sie sich die Sicherheit, dass Ihr QualitÀtsmanagementsystem in einem Top-Zustand ist.
QualitÀtsmanagement nach ISO 9001
Zur Optimierung von GeschĂ€ftsprozessen ist es notwendig, ein Management-System zu entwickeln, welches sich universell einsetzen lĂ€sst und dabei sowohl branchen-, als auch produktunabhĂ€ngig funktioniert. Die DIN EN ISO 9000 ff Normreihe ist so ein System. Es legt nicht nicht nur den Standard fest, dem ein QualitĂ€tsmanagement genĂŒgen muss, es kann auch als Zertifizierungsstelle dienen, um die eigene QualitĂ€t nach AuĂen hin gegenĂŒber GeschĂ€ftspartnern und Kunden zu belegen beziehungsweise nachzuweisen. Kein Wunder also, dass die ISO Norm hohe Wellen im Industriesektor schlĂ€gt.
Dabei handelt es sich genau genommen nicht um eine einzelne Norm, sondern um eine BĂŒndelung von Richtlinien und Handlungsempfehlungen, die am Ende alle zu nur einem Ergebnis fĂŒhren sollen: Optimierung sĂ€mtlicher AblĂ€ufe und damit Sicherung und letztendlich Steigerung der QualitĂ€t und Leistung im jeweils individuellen Branchenzweig. Das stĂ€rkt das Image, sichert sich Ăberleben und stĂ€rkt das Ansehen nach AuĂen.
Standardisierung der QualitÀtsmanagementsysteme durch ISO 9001
Die ISO 9000 Reihe entstand bereits 1987 auf Basis der bisherigen BS 5750 Norm, einem ersten Standardisierungsversuch fĂŒr QualitĂ€tsmanagementsysteme. Die heute international am meisten anerkannte und akzeptierte Norm ist die EN ISO 9001. In Deutschland nutzen diese weit ĂŒber 50.000 Unternehmen und Organisationen. Grundlage zur Integration der Norm in die Einbettung des so genannten PDCA-Zyklus. Der besteht aus einem Kreislauf der sich wie folgt darstellt: Plan-Do-Check-Act. Damit ist nicht nur die Aufgabe des QualitĂ€tsmanagements klar umrissen, sondern auch gekennzeichnet, dass sich hierbei um einen immerwĂ€hrenden Prozess der Optimierung handelt, der sich immer neu in den Dienst der Kundenerwartungen zu stellen hat, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
Die Grundlage des Management-Systems
De komplette Norm besteht aus acht Hauptkapiteln, die als Anleitung und Kontrollinstanz dienen sollen. Am Wichtigsten hierin sind die allgemeinen Anforderungen zu sehen, denn diese bilden die Grundlage fĂŒr moderne Management-Systeme. Die Norm-Anforderungen sind gemÀà Richtblatt:
Prozessidentifikation
Prozessabfolge
Wechselwirkung
Prozesslenkung
Prozessressourcen
ProzessĂŒberwachung
Prozessverbesserung
Im September 2015 soll nun eine Revision der ISO 9001 veröffentlicht und eingefĂŒhrt werden. Diese behĂ€lt ihre Grundlagen, wird aber in einigen AbsĂ€tzen ĂŒberarbeitet und angepasst.
Was bedeutet QualitĂ€tsmanagement fĂŒr die Industrie?
Der Begriff QualitĂ€t galt in der Industrie lange Zeit als reiner Imagefaktor, doch lĂ€ngst haben sich die Zeiten geĂ€ndert und es ist eine reine Ăberlebensstrategie geworden. Dabei reicht es lĂ€ngst nicht mehr aus, die Produkte unter dem Label âqualitativ hochwertigâ auszuzeichnen. Die Kunden erwarten echte Nachweise in Form von Zertifikaten. Diese zu erlangen und zu behalten ist oft die gröĂte HĂŒrde, denn dazu Bedarf es einem effizienten QualitĂ€tsmanagements.
Dabei sind die Aufgaben im QualitĂ€tsmanagement sehr breit gefĂ€chert. Es genĂŒgt nicht mehr, eine QualitĂ€tskontrolle des Materials als EingangsprĂŒfung und eine abschlieĂende QualitĂ€tsprĂŒfung des fertigen Produkts als Endkontrolle durchzufĂŒhren. Auch die AblĂ€ufe wĂ€hrend der Produktion und der Warenausgang bis zum Zeitpunkt der Lieferung zum Endkunden sollten effizient kontrolliert, geprĂŒft und bewertet werden. Nur so lassen sich Schwachstellen entdecken, ArbeitsablĂ€ufe optimieren und neue Strategien zu entwickeln, den eigenen Betrieb nach vorn zu bringen und die Konkurrenz abzuhĂ€ngen. Es gibt kaum noch Monopolisierungen, deshalb drĂ€ngen neue Anbieter oft schneller auf den Markt, als Unternehmen reagieren können. Allein schon deshalb ist QualitĂ€tsmanagement auch eine Aufgabe, die sich flexibel und schnell an neue Anforderungen anpassen muss.
QualitÀtsmanagement im Wandel
Schon seit Beginn der Industrialisierung geht es darum, die QualitĂ€t zu steigern und das auf allen Sektoren. Die Materialeigenschaften mĂŒssen stetig verbessert, die Maschinen gewartet und die Angestellten gezielter eingesetzt werden. Je mehr die technischen Entwicklungen in der Industrie voranschreiten, umso wichtiger wird es, den Ăberblick zu behalten. QualitĂ€tsmanagement ist deshalb eine Aufgabe, die sich dem stĂ€ndigen Wandel und Fortschritt anpassen muss und das gilt heute im Computerzeitalter mehr denn je. Damit diese Aufgabe gut zu bewĂ€ltigen ist, gibt es allerdings Hilfe in Form von speziell entwickelten QualitĂ€tsmanagement-Systemen.
Die sollen helfen, die GeschĂ€ftsprozesse optimaler zu gestalten und die Aufgaben ĂŒbersichtlicher zu bĂŒndeln. Die besondere Herausforderung besteht darin, universell einsetzbare Lösungen zu finden, denn jeder Industriezweig und jedes Unternehmen stellt andere Anforderungen und BedĂŒrfnisse in die zu bewĂ€ltigenden Management-Aufgaben. Deshalb ist die QualitĂ€tskontrolle in allen Bereichen des Unternehmens ein Faktor, der sicherlich auch in Zukunft einen wachsenden Stellenwert einnehmen wird.
Weitere bestens aufbereitete Informationen finden Sie bei Interesse unter http://de.wikipedia.org/wiki/Qualit%C3%A4tsmanagement