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祝日 / Permanent Vacation

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@robertklohe
Die Kerzen fangen zu brennen an...
Guten Morgen, ihr Lieben, und ein schööönes Fest! Erst einmal für die, die heute nochmal arbeiten müssen: Ihr habt es bald geschafft! Da isses nun. Was habt ihr heute vor? Geht ihr aus? Besinnlicher Abend zuhause? Video-Dröhnung? Für euch mit Kuscheldecke, Tee und Kuchen? Besucht ihr jemand? Wasimmer ihr vorhabt, ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit dafür. Diesmal waren die Türchenmails ein wenig holpriger, aber ich freue mich dennoch, euch fast jeden Tag einen Gruß geschickt zu haben. Ich hoffe, die Geschichten und Gedanken haben euch unterhalten, euch einen schönen Morgen beschert und vielleicht auch mal nachdenklich gemacht. Die Dinge können manchmal ganz schön überfahrend sein. Viele Dinge können auf einen einstürmen. Von einem selbst, von außen. Man hört von so vielen Wegen, die einem helfen sollen. Von "richtigen" Wegen und "falschen"... Ich sage es nochmal. Gönnt euch, wenn es zuviel wird, anzuhalten und durchzuatmen. Euch die Optionen anzuschauen. Seht euch die Wege an und wählt den euren. Wenn bei den Optionen keine für euch dabei ist, schafft eure eigene. Es ist genug Platz dafür in dieser Welt. Vielleicht braucht sie ja auch gerade genau die eure.
"Am Ende sind wir alle Geschichten. Mach es nur zu einer Guten", heißt es in einer Folge der Serie Dr. Who. Jeder von euch hat eine Geschichte. Vielleicht war sie nicht immer gut. Aber sie hat euch dorthin gebracht, wo ihr jetzt seid. Die Frage ist, zu welcher Geschichte ihr sie jetzt macht. Scheut euch nicht, eure Geschichte zu leben. Scheut euch auch nicht, sie festzuhalten. Etwas Neues daraus zu schaffen. Sie niederzuschreiben oder in welcher Form auch immer. Alan Rickman sagte "Und es ist ein menschliches Bedürfnis, Geschichten erzählt zu bekommen. Je mehr wir von Idioten regiert werden und keine Kontrolle über unsere Schicksale haben, desto mehr müssen wir einander Geschichten erzählen darüber, wer wir sind, warum wir sind, woher wir kommen, und was möglich sein kann." Und das alles ist so wunderbar viel. Ich wünsche euch alles Gute, Robert
(Bild von Foodfreak)
Fast daaaa! :)
Huhu,
hey, fast geschafft!
Alles erledigt oder noch die Vorweihnachtsstunden ausnutzen?
In den meisten Städten neigt sich auch der Weihnachtsmarkt dem Ende zu. Wer noch einen Glühwein dort genießen möchte oder ein paar Mutzen, langsam wirds Zeit. :)
Heute habe ich ein paar Fotos von einer Fahrt quer durch Deutschland, auf der ich gleich noch ein paar Geocaches eingesammelt habe, angehängt.
Aber erst einmal: Kennt ihr das auch? Da kennt man sein Handwerk, weiß, welche Umstände und Vorarbeit man dazu braucht, weiß, wie es geht... Dann will man es besonders gut machen und es ist einem besonders wichtig, ja... Und dann war es das mit der Konzentration auf "eigentlich", weil die Konzentration ja auf "richtig gut machen!" liegt. Ist mir lange nicht mehr passiert. Immerhin. Trotzdem ärgere ich mich darüber, wenn es mal wieder mit mir durchgegangen ist. Ich bin neugierig. Kennt ihr das auch?
Warum erzähle ich davon? Sollte ich nicht eigentlich ja mit meiner Arbeit vor solchen Dingen gefeit sein und ein leuchtendes Vorbild für wie es eigentlich geht? Es hat mich einige Zeit und Lehrgeld gekostet, bis mir klar wurde, daß mich genau diese "Fehler", meine Themen, Probleme und auch gesundheitlichen Sachen doch erst hier hin gebracht haben.
Durch die Schmerzen seit meiner Kindheit bin ich Reiki-Lehrer und Heilpraktiker geworden. Durch meine Themen habe ich Gesprächs-Therapien und schließlich auch schamanische Techniken gelernt, von dem ganzen Mentaltraining und so ganz zu schweigen. Und so weiter. Jetzt kann ich sagen, daß es mir viel seltener passiert. Wie könnte ich mich denn zu jemand setzenem und mit ihm erarbeiten, was ihm helfen könnte, wenn ich nicht im geringsten wüsste, kennen würde, daß es auch mal mies laufen kann?
Bei aller Empathie, die viele und gute Therapeuten, Coaches etc aufbringen können, ich fühle mich bei dem wohl, der mir sagt, ja, diese Schmerzen, das Gefühl, wie wenn (...), das kenne ich. Dem, der auch mal sich aufregt über etwas, der auch mal eine spitze Bemerkung machen kann, wenn die ruhigen Worte nicht mehr zu reichen scheinen, oder der gerade einen Riesenstapel Papier auf seinem Schreibtisch hat, weil es nunmal viel zu tun gibt. Bei dem, der echt ist. Und dabei ist es egal, ob es ein Therapeut, Dozent, sonstwas ist.
Der Schamane wird auch als der "Wounded Healer" bezeichnet, der verwundete Heiler. Es heißt, was er durchlebt - und überlebt - hat, kann er besonders gut heilen.
Überlegt doch einmal, was sind die kleinen oder großen Themen in eurem Leben? Was sind die kleinen Schwächen, die euch immer mal wieder nerven? Bei denen ihr eigentlich schon sagen könntet "Ach, Du schon wieder. Hast Dich wieder mal ausleben können? Jetzt reichts aber, pfürti."
Was ist es, das ihr durchlebt, erlebt habt? Selbst, wenn euch die Themen wieder begegnen, versucht, einen Schritt dahin zu machen, sie weiter zu heilen. Abzuarbeiten. Wenn es euch gelingt, wenn ihr auf sie trefft, super! Wenn nicht, dann ist das auch okay. Dann vielleicht beim nächsten Mal. Die Hauptsache ist, daß ihr gewillt bleibt, es weiter zu versuchen. Weiter anzugehen. Dann geht es auch weiter, Schrittchen für Schrittchen. Ihr glaubt gar nicht, wie weit ihr schon gekommen seid und wie weit ihr noch kommen werdet!
Das obere Thema: Weit kommen tut man auch mit Geocachen. Was ist das? Eine Art weltweites Spiel, bei dem Leute Mini-bis hüttengroße Behälter irgendeiner Form verstecken und dann deren Koordinaten auf einer Internetseite eintragen, damit Andere diese suchen und finden können. So ein bißchen Schnitzeljagd für Erwachsene mit möglichen Rätseln, Sehenswürdigkeiten und Entdeckungen. Oben auf den Fotos seht ihr, was ich zum Beispiel damit entdeckt habe. Erkennt ihr die Orte?
So, ihr Lieben. Seid echt. Gebt euch eine Chance. Und habt einen schönen Tag.
Robert
Photos from the Winter Solstice Celebration in Dublin, Ireland, in 2015
Happy Wintersonnenwende!
Hallo, ihr Lieben, gestern habe ich etwas Wunderschönes gesehen:
Einen Menschen, der von sehr vielen Menschen geliebt wurde.
Das war ein schöner Anblick.
Wie viele er berührt hatte, wieviele auch fremdere Leute ihre Gefühle zeigen konnten dank ihm. Wow.
Ich habe auch ein Lied gehört, daß ich seit langer Zeit nicht mehr gehört hatte. Zu der Zeit, als es raus kam, musste ich es auf der Orgel spielen. Sehr schade, mit welcher Abneigung es damals also belegt wurde. ;) "Fang das Licht" von Karel Gott. Kennt ihr es?
"Fang das Licht von einem Tag voll Sonnenschein. Halt es fest, schließ es in Deinem Herzen ein. Heb es auf, und wenn Du einmal traurig bist, dann vergiss nicht, daß irgendwo noch Sonne ist."
In gewisser Weise habe ich darüber schon in letzter Zeit geschrieben. Das Lied geht aber einen Schritt noch über "Gönne Dir mal ein Durchatmen" und "Da ist eine schöne Kleinigkeit, sieh hin!" hinaus.
Es ist eine Alternative zu etwas, das uns nur allzu leicht passiert. Menschen tendieren dazu, Dinge, die in der Vergangenheit waren, besser zu bewerten, als sie sich verhielten. Ein Schutz unserer Selbst, der auch nach hinten losgehen kann.Umgekehrt aber liegen da ja auch tatsächlich Schätze. Schöne Dinge, die wir erlebt haben. Menschen, die uns berührt haben. Wenn wir uns an so etwas erinnern, passiert es oft, daß wir dann traurig sind, weil es ja "Vergangenheit" ist. Ist das nicht schade? Statt dass es uns noch einmal wärmen darf?
Wenn ihr jetzt einen schönen Moment mit jemandem erlebt und würdet in genau diesem Moment dazu gefragt werden, würdet ihr diesen Menschen nicht anschauen und selbst sagen "Ja, ich will, daß dieser Moment Dich auch in 30 Jahren noch glücklich macht."
"Fang das Licht von einer Nacht voll Sternenschein. Halt es fest, schließ es in Deine Träume ein. Heb es auf, und wenn die Dunkelheit beginnt, dann vergiß nicht, daß irgendwo noch Sterne sind."
Das Gleiche gilt für kleine Momente, kleine Gesten. Kleine - oder große - Träume. Wann sieht man die meisten Sterne? Nicht in den Lichtern der Stadt. Je weiter ihr von allem Licht weg zu sein scheint, desto näher seid ihr den Sternen.
Und ich bleibe bei einem Satz, den ich einmal auf einem Live-Rollenspiel (Wer es nicht kennt, eine Art Stand-Up Theater.) gesagt habe. Unsere Charaktere gingen in einem düsteren Szenario durch eine Ebene mit nur schwarzem Himmel. Jemand kommentierte dazu, wie trostlos alles aussähe mit diesem schwarzen Himmel, der nicht einmal Sterne trüge. Mir fiel nur eines dazu ein: "Dann müssen wir die Sterne sein." Das geht manchmal - nicht immer - leichter, als man glaubt. Man kann es durch ein Ehrenamt tun, durch eine Essenseinladung im richtigen Moment, durch ein Tür aufhalten für die Mutter mit Kinderwagen oder jemandem die schwere Tasche aus dem Zug heben helfen. Es kann durch ein Lied sein, einen Text, eine kleine Geste, einen freundlichen Gruß für die fremde Seniorin, die einem auf der Straße entgegenkommt, ein freundliches Wort für die gestresste Person an der Supermarktkasse, die liebevolle Umarmung für das Wesen, das man liebt, oder ein Lächeln für einfach irgendjemanden.
Es kann auch das Geschenk an euch selbst sein, die wärmenden Socken, die Tasse guten Kees/ Kaffees/ Kakaos, den lange geplanten Spaziergang, den Gedanken "Vielleicht hat er/sie es ja anders gemeint" oder... das Lächeln für den besonderen Menschen im Spiegel. In der Nacht und dem Tag heute feiern wir die Wintersonnenwende. Dazu gab es sogar eine Mondfinsternis, auch wenn sie hier in Deutschland nur teilweise zu sehen war. Laut dem Internet war es damit - zumindest in den USA - die dunkelste längste Nacht des Jahres seit einem halben Jahrtausend. Die Nacht konnte noch einmal gebührend Hof halten. Ruhe schenken. Dunkel sein. Wir feiern mit der Sonnenwende diese Dunkelheit wegen dem, was sie ist, aber auch, weil ihre Anwesenheit bedeutet, daß von nun an das Licht zurückkehren wird. Der kürzeste Tag geht. Jeder weitere Tag wird nun wieder länger werden. Heller. Lichter. Obwohl es in unseren Breitengraden im Allgemeinen noch einmal kalt wird im Januar, Februar wird doch das Licht immer mehr und wir wissen, es wird heller, wärmer. Ich wünsche euch, daß die Erinnerung an dieses Wissen und an jenen schönen Moment der Vergangenheit euch euer Leben lang begleitet und wärmt.
Die Fotos zeigen die Feier zur Wintersonnenwende 2015 in Dublin, bei der auf einem öffentlichen Platz ein Feuer entfacht und herumgetragen wird, begleitet von Feier, Trommeln, Fahnen, Musik und Tanz.
Alles Liebe, Robert
Noch ein Tag bis zur Sonnenwende :)
Guten Morgen, schon gesehen, wie schön die Sonne scheint? Wie, nicht bei euch? Doch, sicher, mein Wort darauf.Sind höchstens ein paar Wolken oder ein Horizont davor.Aber da ist sie. 'Wie philosophisch.' Ja? Vielleicht ist es einfach nur... Leben. Was macht ihr, wenn es wolkig ist? Wenn es regnet? Soll ich euch sagen, was ich mache? Je nach Laune, Temperatur, Tagesfassung oder wasauchimmer... eventuell erstmal richtig meckern. Ey, nass werden kann doch richtig doof sein! Wenn es dann auch noch so schüttet und in die Strümpfe rinnt, oder gar in den Kragen hinein! Brr. Oder wenn es so diesig ist, daß man nur langsam fahren kann und die Feuchte der Luft einen irgendwie insgesamt brr fühlen läßt...
Ne?
Wisst ihr, was ich auch manchmal dann mache?
An der Ampel stehen und dem Zauberschleier zuschauen, der sich da zwischen die Bäume gelegt hat. Der das versteckte Tageslicht in weißem Hauch widerspiegelt. Manchmal bleibe ich stehen und schaue zu den Regentropfen, wie sie in wildem Muster auf Asphalt und Pfützen tanzen. Wie die Wolken immer neue Wesen zeigen und neue Geschichten erzählen. Und dann, manchmal, lugt ein Sonnenstrahl in all dem hervor oder zeichnen tausend Tropfen all die Farben dieser Erde an den Himmel. Es geht doch gar nicht darum, jeden Tag nur Sonnenschein und Tralala zu haben. Es geht nicht darum, immer nur "das Gute" zu sehen und jeden Tag jeden knuddeln zu wollen. Buchstäblich, um Himmels Willen.
Nein. Es geht nur darum zu leben. Jede Tag, jede Stunde Deines Lebens. Nur ein bißchen leben.
Und dazu gehört zu lachen und zu weinen, dazu gehört wütend sein und herzlich, dazu gehört auch mal über den Regen zu meckern ebenso wie den Regenbogen umarmen zu wollen.
Egal, wie lange, und egal, wie lange es dauert. Das ist doch letztlich sogar einerlei. Hauptsache, Du gönnst es Dir. Hauptsache, Du ergreifst diese Chance, und sei es nur für ein paar Sekunden, nur für eine Sekunde und fühlst... siehst... schmeckst.. riechst... bist. Was könnte es Göttlicheres geben. Als das Leben. Als Dich. Ich bin froh, euch zu kennen. Seid ihr es für euch auch. Die Fotos heute zeigen eine schöne Blume, die seit zwei Tagen auf meiner Fensterbank blüht. Ich habe die Knolle durch Zufall bekommen und in Ermangelung von Erde direkt in Wasser getan. (Ich hoffe, ihr morgen noch etwas Boden unter die Wurzelfüße besorgen zu können.) Aber wie schön sie aufgeblüht ist.
Ihr seht außerdem den Ausblick von der Landstraße, äh, ich wollte sagen der Hauptstraße durch die Ortschaft "Leap" in Irland. Der Name, "Sprung" hängt mit einer Legende zusammen, die so und ähnlich an manchen Orten in Irland erzählt wird. Allgemein gesagt rettet sich ein ehrbarer Mann durch einen riesigen Sprung vor seinen Häschern. - Bei Assassin's Creed nennt man es wohl "Leap of Faith", "Sprung des Glaubens/ Vertrauens".
Manchmal braucht es den.
Im Deutschen ist es das etwas rüdere "Ins kalte Wasser springen". Aber vielleicht zeigt das dann, wie viel angenehmer und wärmer das Aufgefangenwerden sein kann.
Ihr seht außerdem einen bemerkenswerten Sonnenaufgang über Weinheim sowie einen überwachsenen Wandelgang im Schloß Schwetzingen. Vor dem Gang ist ein Gatter, man kann/soll nicht entlang gehen. Stattdessen sieht man in der Ferne, am Ende des Ganges, ein erleuchtetes, lichtes Gemälde.
Eine schöne Idee, wie ich finde. Mir war zwar heute nach anderen Gedichten, aber da ich gestern eine Audio-Datei angehängt habe, die die Meisten von euch wahrscheinlich nicht öffnen konnten, heute die richtige MP3-Version. Unsere heutige Spende geht an das DRK. Alles Gute, Robert
Auf zum Endspurt! :)
Einen schönen guten Morgen, ihr Lieben, da ist sie tatsächlich schon, die Weihnachtswoche.
*g* Stelle ich die falsche Frage, wenn ich sage, ob ihr schon alles habt, was ihr braucht? :)
Ich denke schon. Schaut mal in den Spiegel.
Na gut. Vielleicht könnt ihr ja noch ein bißchen Feiern, Ausruhen und ein paar Kekse dazu tun.
Ich schicke euch heute wieder ein paar Weihnachtslichter. Diesmal größtenteils aufgenommen auf einem abendlichen Spaziergang durch die Stadt; soweit die Handykamera mitgemacht hat. (Ist ja klar, daß man für einen Fotospaziergang seine Kamera vergisst, oder?)
In Bezug auf alte Fachwerkhäuser ist Weinheim ein ganz schönes Städtchen. Es hat zum Beispiel laut Beschilderung eines der best erhaltensten Gerberviertel (Deutschlands? Das haben sie nicht dazu geschrieben. ;) ). Da werde ich auch nochmal bei Tag hindurchwandern. Dann gibt es bessere Bilder. Hoffe ich. Auf jeden Fall ging es durch die nächtlichen Straßen, bis ich tatsächlich auf den Weihnachtsmarkt stieß. Gut, ich gebe zu, auf den letzten Metern haben die Biergartengeräusche ihn verraten. Bis dahin war ich so Pi mal Daumen und mal schauen gewandert. Das bringt ja meist spannende An- und Einsichten.Der Weihnachtsmarkt ist doch um einiges größer, als ich erwartet hatte, muß ich zugeben, und hatte neben Essen auch Charity und schöne Kunsthandwerkstände zu bieten. Bei Essen irritierte mich die große Auswahl an Hirsch- und Wildschweinsachen. Nicht unbedingt etwas, das ich von Weihnachtsmärkten kenne, auch wenn die Zeit an sich einen gewissen Sinn machen mag.
Mir war zuvor angeraten worden, unter Menschen zu gehen und einen Glühwein zu trinken. Well... Menschen waren da, den Glühwein gönn ich ihnen. Auf jeden Fall war es schön, den Markt hier mal kennenzulernen. Auf dem Weg habe ich noch eine coole Event Location entdeckt, die "Ulner Kapelle". Von außen nur 2 Meter Eingangsbreite und nach Kapelle sieht es auch nicht aus, eher nach einem alten Handelshaus. Aber drinnen erstreckt es sich noch ein Stück und es gibt sogar ein eingerichtete Bar. Obwohl ein Rock-Christmas-Konzert anstand, erlaubte man mir, mal kurz hindurch zu gehen und sie mir anzuschauen. Zugegebenermaßen reizt es mich noch mehr zu hören, wie es klingt, wenn man dort drinnen chantet. Der Ort selbst machte den Eindruck, als sei er noch etwas verwirrt ob der Nutzung, doch das gesellige Beisammensein dort drinnen und die kleine Kunstausstellung geben ihm eine ganz besondere Form der Andacht.
Ich bin noch ein Stück weiter gewandert und durfte einer kleinen Straßenmusiker-Gruppe lauschen. Hach, kennt ihr diesen Unterschied zwischen Musikern, die wissen, wie man ein Instrument spielt, und jenen, die sich in es hineinfühlen und deren Finger darüber tanzen. Zu jener seltenen Sorte gehörten diese Drei. Wundervoll.
Ich machte mich auf den Heimweg, wenn man so will, und nahm noch ein paar Fotos auf von Weihnachtsbäumen und leuchtenden Häusern. Eine mutige Frau hielt 20 Meter von mir entfernt und rief nach mir, was ich denn da tue. Ich bin noch immer unentschlossen, ob ich das Ansprechen couragiert finde oder den Argwohn bedenklich. Interessant war es auf jeden Fall.
In dieser Jahreszeit spazieren gehen und die geschmückten Fenster sehen gefällt mir sehr. Es erinnert ich immer an ein Gedicht, welches ich in der Schule einmal aus meiner üblichen Langeweile im Deutschunterricht gelernt habe, welches sich aber immer wieder toll anfühlt. "Weihnachten" von Joseph von Eichendorff. Kennt ihr es? Fehlen nur noch schneebedeckte Felder, um es komplett zu machen.Mir war so danach, ich habe es euch gerade aufgenommen. Ohne Vorarbeit und ohne doppelten Boden (und mit Hessisch, meine Sprechdozentin möge mir vergeben), ich bitte um Nachsicht. Hach, ich liebe Gedichte. Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche und dass ihr jeden Tag einer Kleinigkeit begegnet, die euer Herz belebend berührt.
Robert
Huiui, der Adventskalender wird langsam leerer... :)
Einen schöönen guten Morgen! Wow, wir bewegen us mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Kekse schon alle leer? *g* Ich habe euch heute drei Fotos angehängt, welche ich auf meinen Reisen gemacht habe:
"NebelLand", ihr werdet es erraten, ist in Irland aufgenommen, auf der schon erwähnten Reise für Seminarorte, Rituale und... Iiiirland. :) Auf dem Weg nach Kealkill, also dem kleinen Örtchen in der Nähe von Glengariff, dem kleinen Mein-Lieblingsörtchen, war mit einem Mal die Straße gesperrt. Ein kleiner Tip, und ich bin mir sicher, er gilt nicht nur für Irland und Wales: Wenn ihr sicher sein wollt, daß auf einer Ausweichstraße mehr als nur euer Auto mit angeklappten Spiegeln durchpasst, hört nicht auf euer Navi.
Glücklicherweise bin ich da schon ein bißchen was gewohnt und so wurde ich nur ansatzweise nervös, als die.. Straße.. immer schmaler und bewachsener wurde. Wie gewohnt passte es auch, als mir einer entgegenkam: Rechtzeitig gebremst, ganz an die Seite gefahren, er ist ein Stücken zurück bis an die nächste Delle in den Büschen und dann passte es perfekt mit sich gerade nicht berührenden Außenspiegeln aneinander vorbei. Also alles im grünen Bereich- Wortwörtlich. :D
Dank der Gewohnheit war ich mir auch ziemlich sicher, nicht irgendwo auf einer Waldlichtung gleich zu landen, sondern tatsächlich mich noch irgendwie Richtung Kealkill zu bewegen. Naja. Sehr ziemlich. Das Gute dann, und das ist der zweite Tip: Wenn ihr Anblicke und Erlebnisse haben wollt, die sich einem nur selten bieten, probiert vielleicht doch mal einen der Wege, die nicht nach einem Weg aussehen. Es könnte sich lohnen. Siehe Foto. Der "Alte Baum" ist in der Nähe der Externsteine aufgenommen, wo ich mit meiner Gruppe von "Krisen- und Trauertherapeuten" hinreisen durfte. Wer dort noch nicht war, ich kann es nur empfehlen. Eine wirklich magische Gegend mit ganz wunderbarer Landschaft.
Wen es wundert, daß wir im Grünen waren: Zu der Ausbildung gehörten Naturcoaching und -Rituale als Themen. Wir sind jedenfalls zu tollen Orten gewandert. Nicht nur den Externsteinen selbst, sondern auch einem "Opferstein" (klingt martialischer als er gedacht war), zu einer Quelle mitten im Wald usw usw. Nach einem.. leichten Reinfall mit der ersten Unterkunft hatte ich eine gemütliche günstigere Pension in der Nähe gefunden, die gleich noch mehr Anschauungsmaterial bot: Sie hatten in ihrem sehr hübsch angelegten Garten mit Grün und Blumen und Deko.. tatsächlich zwei alte Grabsteine stehen, die ansonsten wohl einer Umsiedlung zum Opfer gefallen wären. Ich war erst überrascht, dann dachte ich mir, ja, warum eigentlich nicht.
Am Montag nach dem Seminar blieb ich noch etwas und besah mir noch einmal die Gegend. Ein Gasthaus, das mir aufgefallen war, entpuppte sich leider als hübscher im Aussehen als in der Leitung, sodass es wohl meiner Liste an möglichen Hochzeitorten eher fern bleiben wird. Aber kein Grund, nicht noch etwas die Gegend zu bewandern, Geocaches zu suchen und dabei noch einen sehr coolen "Heilstein", der auch heute noch von der örtlichen Beölkerung verwendet wird (blank poliert :) )anzuschauen. Dank eines Caches fand ich schließlich noch eine sehr spezielle Höhle. Hach, ihr merkt es so wie ich gerade, oder? Ich muß da wieder hin. :) Falls ihr übrigens glaubt, das ist ein Bildfehler: Nein, die nette Geomantin steht tatsächlich direkt am Baum und ich bin nur am Ende des Astes. Der war tatsächlich so riesig! Die "Perlenblume" schließlich ist in Stuttgart aufgenommen. So schräg es klingt, aus Recherchegründen (ehrlich!) besuchte ich da die ComiCon, eine Veranstaltung, ja, für alle möglichen Comicsachen, mit Kostümen, Dekoartikeln, spannenden Aufbauten, Zeichnern und Stargästen aus Film und TV. Nun, was in der Branche so als Star gilt. Wer die Serie "Castle" noch kennt, yess, Nathan Filion (Castle) und seine beiden Kollegen durfte ich mir live ansehen und -hören und den Serien-Highlander Adrian Paul habe ich nicht nur auf der Bühne gesehen; das war nämlich mein zweiter Grund zum Aufenthalt in Stuttgart: Den Tag vorher gab er ein Schwerrtkampfseminar, die "Sword Experience". War eh mal wieder Zeit, ziemlich cool, anderes Schulungskonzept, als ich es bisher kannte, und, hey! Ich stand mit dem Highlander im Duell! :D Ich durfte für die Zeit bei einer lieben Bekannten unterkommen. Auf dem Weg zum Auto bei meiner Abreise stieß ich dann auf dieses schöne Schmuckstück am Wegesrand. So, jetzt habt ihr endlich mal wieder einiges von meinen Reisen gehört. Unsere heutige Spende geht an Gaming-Aid e.V., einem Verein, der Spielefans und Vertreter der Branche zusammenbringt, um gemeinsam soziale Projekte und Ideen zu unterstützen. In Großbritannien gibt es ein ähnliches Gegenstück namens GamesAid, aber ich habe diesmal die deutsche Version gewählt. Ich wünsche euch einen wunder-vollen Tag! Robert
Film-Gedanken...
Einen schönen guten Morgen! Wie gehts euch? Schon gefrühstückt? War was? Irgendwas aufgefallen? *flötend zur Decke guck* Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Start in die Woche? Bei mir war sie ein bißchen vollgepackt, aber wem sage ich das. Am Sonntag habe ich "XMen-Zukunft ist Vergangenheit" angeschaut. Wer das Genre mag, übrigens ein durchaus schöner Film. Eine der Hauptfiguren nennt darin die seiner Ansicht nach menschlichste Eigenschaft: Hoffnung. Das blieb mir im Kopf. Ein interessanter Gedanke. Die verschiedenen Wissenschaften, Religionen, Dichter und Andere haben sehr viele Eigenschaften als jene genannt, die "die menschlichste" oder diejenige sein soll, die Menschen als besonders ausmacht. Wir sind glücklicherweise über Descartes Ansicht von Tieren als Maschinen zumindest teilweise hinweg. Die Empfindungsfähigkeit von Mitgefühl und Trauer werden selbst für Zweifler immer weniger ignorierbar und zuletzt verglichen Anthropologen den intellektuellen Stand von Gorillas mit dem menschlichen Mittelalter. Nicht gerade weit entfernt, was?
Was ist das also mit der Hoffnung? Ich habe hier gerade einen Absatz gelöscht, der sich mit Hypothesen dazu beschäftigt hat. Aber letztlich.. solange wir ihre Sprache nicht sprechen, können wir bei all unseren Mit-Spezies nur Annahmen aufstellen. Wie ist es also mit uns? Liebe wird oft als die stärkste Macht genannt. Aber Hoffnung? "Dr. Who" ist begeistert von der Fähigkeit der Menschen zur Hoffnung. Zum Weitermachen, solange es noch einen Funken Hoffnung gibt. Zum Erkunden, einfach 'weil'. Neil Gaiman Fans mögen mir die Ungenauigkeit verzeihen. In einem seiner Comics kommt "Traum" (Ja, 'Der' Personifizierte) in die Hölle. Er hat ein Wortgefecht im alten Sinne mit einem Dämonen. Sie starten quasi bei einem "Ich bin ein Samenkorn." - "Ich bin das Huhn, das das Korn aufpickt." - "Ich bin der Fuchs, welcher das Huhn erjagt." So in der Art, immer weiter. Schließlich brüllt der Dämon (etwas wie) "Ich bin das Ende des Universums, die endgültige Vernichtung von allem, und was, WAS bist DU?" Traum sieht ihn ruhig an. "Ich bin die Hoffnung." Damit hat er das Gefecht gewonnen. Was denkt ihr darüber? Ich merke es immer wieder, ich kann nicht anders: Ich bin mit Star Trek aufgewachsen. Meine Stimmungen sind zugegebenermaßen nicht immer die besten. Aber letztlich muß ich doch wieder weitermachen. Ich bin ein Schüler von Captain Kirk. Ich 'glaube gern an die Möglichkeit einer Chance.' - Sagt mal ehrlich: Warum denn eigentlich auch nicht? Ich wünsche euch einen schönen Tag und daß sich immer ein neuer Funken für euer Herz findet. Robert Unsere heutige Spende geht an Ärzte ohne Grenzen.
Einen schöööönen Sonntag! :)
Wah! Was ist das? Noch keine Adventsmail!? Ganz ehrlich? Ich habe geschlafen. :D Ich schreibe die Emails ja immer am Abend vorher und da ist es einfach zu spät geworden.Daher aber jetzt:Einen schönen guten Mittag! Da hatte das Wetter gestern ja doch irgendwie mir gelauscht, oder? Hier war strahlender Sonnenschein. Ich hoffe, bei euch auch?
Das habe ich jedenfalls mal gleich benutzt, um euch mitzunehmen "ums Eck" und davon ein paar Fotos zu machen.
Wir sind am späten Nachmittag unterwegs. Könnt ihr den Mond über den Bäumen entdecken? Sah toll aus. Auf der anderen Seite die roter werdende Sonne. Hach. Die Kirche an der nahen Weschnitz, dem Flüßchen, das durch Weinheim fließt, war ganz goldrot beschienen.
Wir gehen weiter, an der Weschnitz entlang, und dann einen hoch, vorbei an einem stillgelegten Bahnübergang. Da sind eigentlich nur noch Schienen zu sehen. Wobei, einen Mini-Überrest eines Gebäudes gibt es da noch (Da ist auch ein Geocache). Den könnte ich das nächste Mal noch fotografieren. :) Jedenfalls geht es weiter den Berg hoch, um dann von oben, halb oben auf dem Berg, die Dämmerung anzuschauen. Und wie toll die Sonne da als leuchtend orangene Kugel sich an den Häusern vorbei in Richtung Hügel drückte, nur um dort mit einem wunderbaren Spiel roter Farben langsam sich zur Ruhe zu begeben. Die Wolken über ihr und die Linie entlang des Horizontes glänzten noch eine Weile metallisch rotgold.
Ist euch schonmal aufgefallen, wie schnell das eigentlich geht, daß die Sonne hinter dem Horizont verschwindert, oder darüber aufsteigt? Wir sehen meistens nur die Ausläufer in Form der Dämmerung und sie scheinen viel länger. Sind sie ja auch. Aber die Sonne ist ganz schön schnell.
Habt ihr schonmal auf Google "Good news" eingegeben? "Schlechte Neuigkeiten" bekommen wir tagtäglich kostenlos und in Massen serviert. Die meisten Medien haben gelernt, womit sich Geld verdienen läßt. "Kostenlos" ist es dabei nur bedingt. Wir bezahlen dafür nicht nur in GEZ und Werbegeldern, sondern auch mit unserer Energie. Natürlich, es ist wichtig, sich zu informieren. Ich liebe es selbst zu hinterfragen und bin ein Verfechter des "Hinsehen!". Ich mag es, Dingen auf den Grund zu gehen und Weltbilder aufzurütteln.
Aber dabei ist wichtig, daß wir auf uns aufpassen. Früher waren die Dinge, die passierten, auf einen selbst und auf den Stamm begrenzt. Dann kamen die schlechten Nachrichten vielleicht noch aus den Nachbardörfern. Dann weitete sich der Kreis immer mehr. In einer rasanten Geschwindigkeit. Nun kann man sich hindrehen, wohin man will, überall sind Nachrichten. Schlechte Nachrichten in den großen Buchstaben, die guten irgendwo vielleicht klein auf der dritten Seite. Und wir wollen ja _wissen_. Was eigentlich gut ist, bombardiert uns gleichzeitig mit Dutzenden, Hunderten, Tausenden von Toten, von Greueltaten und Dingen, die man einfach nicht verstehen kann. Anders als früher, oder der Zeit zwischendurch, hätten wir jetzt wieder die Möglichkeiten, damit umzugehen. Es gibt Leute, mit denen wir reden können, Therapeuten, Priester, Hexen, Schamanen oder einfach der beste Freund. Aber wir nehmen uns kaum die Zeit dazu und sie wird uns auch kaum gelassen. Denn irgendwo auf der Welt ist ja wieder etwas los und wer will das nicht erfahren... Das alles häuft sich an, wenn wir nicht aufpassen, und dann kann man nur noch weiterklicken und endlich an einem Katzenvideo hängen bleiben. Bis die so oft zu sehen sind, daß sie einem vielleicht auf die Nerven gehen und es das Igelchen-Video sein muß. Aber das ist doch auch verständlich. Es ist doch in Ordnung... Bei all den Dingen, die jeden Tag geschehen, wir brauchen doch wenigstens kleine Hinweise auf eine heile Welt. Erinnerungen, daß es diese heile Welt gibt. Mit großen Kulleraugen oder auch kleinen Gesten. Sie ist überall um uns herum. Sie macht nur wenige große Schlagzeilen.
Dabei ist sie so heilsam im wahrsten Sinne. Sie tut uns gut. Es ist kein Augenverschließen, kein Schönreden. Es ist feststellen, was ist. Uns klar machen, wie die Welt wirklich ist.
Dazu gehören schöne Bilder, gute Worte, kleine Gesten, in großer Not oder auch einfach, weil. Weil... Du ein Mensch bist. Es richtig ist. Man es sich auch so wünschen würde. Oder einfach Weil. Möget ihr jeden Tag einen kleinen Grund zum Lächeln erkennen. Alles Liebe, euer Robert Unsere heutige Spende geht an die Pay It Forward Organization, eine Organisation der Autorin von "Pay it forward". Pay it forward ist der Gedanke, Menschen etwas Gutes zu tun, ohne dafür etwas zu bekommen. Man bittet nur darum, daß sie einmal jemand Anderem etwas Gutes tun. "Güte erzeugt Güte". Menschen, die Güte erfahren haben, tendieren dazu, Güte zu zeigen. Eine wunderbare Lawine.