5 günstige, bequeme und umweltschonende Alternativen zum eigenen Auto
Nach dem Motto: Mobil sparen!
Das eigene Auto - des Deutschen liebstes Kind. Kaum eine andere Nation sieht das eigene Auto so sehr als Statussymbol. Zwar wandeln neue Trends mittlerweile den Markt, jedoch verteilen sich immer noch 42 Millionen Autos auf 40 Millionen Haushalte im Bundesgebiet.
Doch steigende Anschaffungspreise, Unterhaltskosten, Benzinpreise und der Wertverlust regen die Deutschen nun zum Umdenken an. Kurz um: Autos sind zwarbequem, aber teuer. Zudem kostet der Unterhalt des eigenen Autos nicht nur Geldsondern auch Zeit. Und Zeit ist ja bekanntlich Geld. Ganz zu schweigen von dem Fakt, dass daseigene Auto dann doch die meiste Zeit geparkt herumsteht.
Nur was sind die Alternativen zum eigenen Auto, um beispielsweise in Münchenvon A nach B zu kommen?
Wir haben uns die besten Alternativen genauer angeschaut. Ausgehend voneiner FOCUS Studie nehmen wir die Kosten für das Standardauto der Deutschen alsReferenz: Ein VW Golf. Laut ADAC-Liste betragen die monatlichen Vollkosten 528Euro (Neuwagen, 15.000 Kilometer jährliche Fahrleistung). Das entspricht 6.336 Euro im Jahr und 0,42 Euro je Kilometer (Stand Mitte 2014).
Doch inwieweit lassen sich die Fortbewegungsalternativen nutzen und sind sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll? Was genau bekomme ich für 6.336€ im Jahr?
Etwa 6.000 Kilometer kann man mit 6.336 € im Jahr mit einem Carsharing-Auto zurücklegen. Ein exakter Kilometerpreis lässt sich beim Carsharing nur schwer beziffern, da meist auf Minutenbasis und nicht auf Kilometerbasis abgerechnet wird. Zudem könne sich der Kilometerpreis je nach Modell, Anbieter und Fahrzeit deutlich unterscheiden, erklärt der Bundesverband Carsharing. Für einen Kleinwagen lässt sich grob mit 1,00 € pro Kilometer rechnen.
Indem man Carsharing effizient nutzt, kann man zum gleichen Preis deutlich länger und weiter fahren als mit dem eigenen Auto. Die Fixkosten wie Steuern etc. werden auf alle Fahrer umgelegt. Zudem ist Carsharing auch ökologisch sinnvoll, da sich je nach Größe des Anbieters 15-20 Nutzer ein Auto teilen. Inzwischen gibt es in München etliche Anbieter. Die größten und bekanntesten sind sicherlich DriveNow und Car2Go.
Nachteil: Ein eigenes Auto ist meistens einfach noch schneller verfügbar. Obwohl über das gesamte Stadtgebiet gut verteilt, sollten sich gerade Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit nicht auf ein Auto eines Carsharing Anbieters verlassen.
Bild: Stecke nie das ganze Geld ins Auto
Mit dem Mietwagen lassen sich je nach Anbieter etwa 6.000 Kilometer zurücklegen (ca. 1€ pro Kilometer). Dies gilt wenn man jeweils mit Tagesmieten á 100 Kilometer Fahrleistung inklusive Sprit rechnet.
Für wen lohnt es sich? Für den täglichen Weg zur Arbeit ist der Leihwagen als einziges Verkehrsmittel sicherlich keine Alternative zum eigenen Auto. Hierfür ist ein Mietwagen einfach in der Tagesmiete zu teuer.
Kurz: Für Private Haushalte sind Mietwagen nur für Umzüge oder mehrtägige Ausflüge/Urlaubsreisen sinnvoll. Denn hier gilt: Je länger der Mietzeitraum, desto günstiger wird es.
3. Öffentliche Verkehrsmittel
Reichweite: Unbegrenzt! Für 6.336 Euro erhält man nicht nur eine Jahreskarte im Nahverkehr, sondern gleich etwa 12 Stück. In München zum Beispiel kostet ein Jahresticket der MVV für den Innenraum rund 500 Euro. Gegen einen Aufpreis ist eine Ausweitung auf den Großraum jederzeit möglich. Damit steht Ihnen der gesamte öffentliche Personennahverkehr von Bus über Tram und U-Bahn bis hin zur S-Bahn zur Verfügung. Sie erreichen alle wichtigen Anlaufstellen in und um München. Für den Innenraum ist nur noch das eigene Rad umweltfreundlicher und günstiger.
Für jeden Städter, der täglich zur Arbeit fährt, zahlt sich das Jahresticket im Vergleich zum Auto schnell aus. Auch Shopping-Touren oder Ausflüge ins Nachtleben verursachen dank Nachtlinien keine oder kaum Extra-Kosten. Falls mal keine Bahn mehr fährt oder ausfällt ist immer noch genug Geld für ein Taxi übrig.
Fakt ist: Es bleibt noch viel Geld für Urlaubsreisen oder ein neues Fahrrad übrig.
Ausgehend von den Münchner Taxipreisen kann man mit dem Geld für ein eigenes Auto in München bis zu 3.400 Kilometer Taxi fahren (Preise: Taxi München eG, Stand Feb. 2015).
Damit sind 340 Fahrten á zehn Kilometer oder 170 Fahrten á 20 Kilometer pro Jahr möglich.
Daher ist das Gerücht, sich mit dem Taxi durch die Gegend chauffieren zu lassen sei günstiger, als selbst zu fahren, nicht ganz falsch: Denn selbst in Taxikosten-Hochburgen wie München sind die etwa 340 Fahrten á zehn Kilometer in der Innenstadt schon einiges. Damit könnte man zum Beispiel ein halbes Jahr lang von der Arbeit und zurück nach Hause fahren – gerade in den Wintermonaten sicherlich eine sehr komfortable Variante. Im Sommer sollten zweimal zehn Kilometer täglich mit dem Nulltarif-Verkehrsmittel Fahrrad kein Problem sein.
Doch wie wäre es wenn man die Anzahl der Fahrten ganz einfach verdoppeln oder verdreifachen könnte? Noch günstiger und umweltfreundlicher ist Taxi fahren nämlich, wenn man sich ein Taxi mit anderen Personen teilt. Wer zum Beispiel auf dem täglichen Weg zur Arbeit, zum Shoppen oder ins Nachtleben seinen Geldbeutel schonen und auch noch neue Leute kennenlernen möchte, sollte sich in München ab sofort ein Taxi teilen. Wieso also nicht schon mal auf dem Weg zur Disco das Flirten starten und dabei noch die Umwelt schonen?!
Möglich wird das mit der App SHÄRE-a-Taxi, mit welcher man Taxis bestellt, sich einfach mit Mitfahrern teilt und seinen Fahrpreis dann ganz bequem anteilig über die App bezahlt. Das macht natürlich viel Sinn, weil gerade zu Stoßzeiten oder bei Großveranstaltungen viele Menschen in die gleiche Richtung möchten. Mit einem Mitfahrer spart man sich schon bis zu 50% des Taxipreises. Hierfür müssen eventuell ein paar Minuten Umweg in Kauf genommen werden, aber die netten Mitfahrer, die man so trifft, gleichen das sicherlich aus.
Abschließend lässt sich sagen, dass es immer mehr und sinnvolle Alternativen zu einem eigenen Auto gibt. Bei vielen – gerade jungen Menschen – verliert das Auto an Bedeutung. Das neue Statussymbol Nummer eins steht nicht in der Garage, sondern steckt in der Hosentasche: das Smartphone!
Also, nicht den Anschluss verpassen, dass neue Statussymbol aus der Tasche holen und Mobil von den neuen Angeboten profitieren.
Die aufgeführten Möglichkeiten, werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst und bewertet:
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