lasst die Träume wieder wahr werden
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lasst die Träume wieder wahr werden
Ardagger - Frühstücksnews - Montag, 15.1.2024
Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger! Zunächst darf ich Dir heute am Montag einige Eindrücke vom Wochenende weitergeben: Zum Beispiel von der Versammlung der Wassergenossenschaft Kollmitzberg II. Da hat Obmann Christian Pfaffeneder nach 7 Jahren an der Spitze die Obmannschaft in die Hände von Stefan Lumper gelegt. Pfaffeneder wird aber weiterhin als Stellvertreter…
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80iger, 90iger Med-Club Revival-Party 23.09.2022
80iger, 90iger, Med-Club Classics am Sa. 23. September Med-Club
Med-Club in Drackendorf? Oder in den Baracken, wo jetzt ein Hockeyplatz steht? Wir drehen die Zeit zurück! Getreu dem Motto “Never gonna give you up“ feiern wir mit euch bei ausgelassener Stimmung zur Musik der 80iger & 90iger Jahre! ➤ Weitere Nachrichten aus Jena : 80iger, 90iger, Med-Club Classics : DJ Jörg & DJ Pumi Anzeige: Jena Fotokalender 2023 – Die Facetten einer Stadt auf 13 wunderschönen Motivseiten
Jenaer Fotomomente 2023 – Wundervolle Aufnahmen für deine Wand im Format A2 und A3 ✓ Euch erwarten Spaß, Tanz und gute Laune, sowie unser hochmotiviertes Med-Club Team. Überzeugt euch selbst von Atmosphäre, fairen Preisen und sympathischen Barleuten. Der Med-Club Jena e.V. sucht wieder Studentinnen und Studenten, die sich bei uns engagieren wollen. Wir bieten vor allem Spaß und gute Laune, Kontakte und ein super Team.
Med-Club Revival-Party : 8€ zzgl. Gebühr bei der Jena Tourist-Information & bei TixforGigs, Link: www.tixforgigs.com/Event/44349 : Abendkasse: 10 EUR : 21:00 Uhr : KuBa, Spitzweidenweg 28 : Med-Club-Ice-Tea ! Ansonsten wie immer: ⁃ Lichtbildausweis mitbringen ⁃ Keine Maskenpflicht; nur Barzahlung Veranstaltung und Gfx.-Banner Med-Club Jena e.V. Read the full article
… bitte nicht…! Oder doch?
Lange Telefongespräche kennen wir aus den 90igern. Damals, als wir den verkabelten Hörer strapaziert in die Länge zogen, bis der kolossale Apparat seinen Standort verlor und zu Boden fiel.
Ich habe Stunden am Telefon früher verbracht. Heute. Privat? Bitte nicht. Warum eigentlich? Was hat sich verändert?
Zeitalter Smartphone, der böse Übeltäter, dem wir schlechten Umgang attestieren. Sind es nicht wir, die das kleine, flache, intelligente Gerät steuern?
Den Schuldigen finden, ohne sich selbst zu reflektieren, ist ziemlich einfach. In jeder Lebenssituation.
Was sich verändert hat, ist schnell festzustellen: Die einfache Technik. Die Unzuverlässigkeit.
“Ich ruf dich nachher an…”, Sätze, aus den 90igern, die verbindlich waren.
Eine SMS, pardon WhatsApp, ist schnell geschrieben. Die Zeit, wann geantwortet werden soll, bleibt undefiniert. Vielleicht auch gar nicht, ist auch ziemlich trendy. “Hatte keine Zeit…”. Als lapidare Begründung, falls man sich persönlich irgendwann mal wieder sieht.
Wenn man Glück hat, kommt noch ein “Sooooryyy”.
Zeit. Die böse Zeit… Der Schuldige ist wieder gefunden. Und dabei definieren wir doch unsere Zeit selbst. Nein? “Hab doch soooo viel zu tuuuun!” Infantile Begründung. Klingt nur unheimlich wichtig.
Dabei kommt doch wichtig von Wicht (wie einst mein damaliger Chef zu mir sagte). Recht hat er.
Machen wir uns nicht zu oft einfach wichtig und versäumen dadurch die Substanz und Leichtigkeit des Lebens?
Mehr zum Telefon greifen und anrufen? Nein lieber doch nicht. Ich schreibe lieber.
“Du bist unhöflich.”, wurde mir einst gesagt, weil ich spartanisch auf Fragen antwortete. Spartanisch = unhöflich oder doch nur ein Kommunikations-missverständnis?
Sätze, die so gelesen werden wollen, anders als formuliert, können zu Streitgesprächen dann doch am Telefon führen….
Ruf doch mal wieder an…. ... bitte nicht...! Oder doch? Lange Telefongespräche kennen wir aus den 90igern. Damals, als wir den verkabelten Hörer strapaziert in die Länge zogen, bis der kolossale Apparat seinen Standort verlor und zu Boden fiel.
Das ist zu 99% richtig. Und irgendwie fühle ich mich jetzt alt.
I’m blue da ba dee da ba die…
Die großen Verlierer der Neunziger - Jeff Buckley und Elliott Smith
Der Beginn der Neunziger liegt nun fast schon ein Vierteljahrhundert zurück. Man mag es kaum glauben. Im Rückblick mausern sie sich als eine einzige Grunge-Nirvana Veranstaltung. Im Angesicht des Übergottes Kurt Cobain verblassen viele andere Sachen. So ist das nun mal im Rockjournalismus (und beim 1. FC Köln). Dabei muss sich das Jahrzehnt nicht hinter dem verstecken, was im neuen Jahrtausend um die Ecke gekommen und gebracht worden ist (ich liebe Wortspiele). Eher andersrum. Und ich rede nicht von Blur, Oasis und Gedöns. Sondern von Jeff Buckley und Elliott Smith.
Was haben beide gemeinsam? 1. Sie sind tot. Beide sind dafür selbst verantwortlich: Fahrlässig bzw. absichtlich. 2. Sie haben fantastische Musik gemacht. 3. Sie sind fast vergessen.
Jeff Buckley, Sohn des ebenso tragischen Tim Buckley, hat zu Lebzeiten nur ein Album veröffentlicht. Das Meisterwerk Grace, das Über-Album des Jahrzehnts. Posthum erschien noch ein Album, das irgendwie nicht schlecht war, aber keinen so wirklich interessiert hat. (Titel liegt meinem Gedächtnis gerade nicht vor.) Damals wie heute nur Insidern ein großer Grund zur Freude. Normalsterblichen dürfte er nur bekannt sein durch den Soundtrack zu Shrek mit dem Song “Hallelujah". Das ist zwar nicht er, aber Rufus Wainwright hat seine Version posthum unverschämterweise eins zu eins abgepinnt. Das unspannende Original stammt übrigens von Leonard Cohen. Tatsächlich.
Elliott Smith dagegen war schon zu Lebzeiten bekannt. Auch durch einen Soundtrack, “Good Will Hunting", und den Song “Miss Misery". Seine Musik packt einen noch heute durch ihre fundamentale Traurigkeit. Es mag zwar abgedroschen daher kommen, aber man kann ihn ohne Umschweife den Nick Drake der Neunziger nennen. Seine beiden Meisterwerke heißen Either/Or und XO.
Für Neugierige empfiehlt der Kaktus die beiden deutschen Wikipedia-Einträge. Die führen schon recht ordentlich in die Materie ein.
Lasst uns also alle zusammen schluchzen.
PS: Für Leser, die nicht wissen, wer Nick Drake ist, ist dieser Blog leider nicht geeignet.
Bleibt alles gleich
Anfänge können so verheißungsvoll sein. Nicht nur dieser hier, sondern auch dieser. Beim Lesen des Artikels muss man automatisch denken: "Was, das ist schon so lange her?" Danach ist nicht mehr so viel passiert, und das gilt nicht nur für Coldplay, sondern auch für das ganze Jahrzehnt. Wenn eine kleine interessierte Mehrheit sich vielleicht darauf einigen kann, dass die Strokes oder die Libertines das Aufregendste waren, was zwischen 2000 und 2010 passiert ist, werden alle anderen sagen: "Wer soll das denn sein?" Und das ist genau das Problem dieses Musikjahrzehnts: Nichts Ganzes, nichts Halbes, nichts Bekanntes. Alben der Neunziger und der Nuller Jahre kann man quer und rauf und runter hören, ohne dass man erkennen kann, wann sie produziert wurden. Zumindest was das weite Feld Rockmusik angeht. Beispiel: Dass zwischen Death cab for cutie und Sunny day real estate 10 Jahre liegen, kann man nicht hören und sich auch nicht vorstellen. Die Pixies sollen jetzt zwanzig Jahre alt sein? Unfassbar. Genauso unglaublich, dass eine Indieband wie Nirvana es schafft, massenkompatibel zu werden (und zu bleiben). Das soll nicht heißen, dass die letzten 10-13 Jahre schlecht waren. Sie stellen sich nur im Rückblick als die Verlängerung der Neunziger dar. (Und für dieses Jahrzehnt befürchte ich Ähnliches.) Gut, es gibt Schlimmeres. Wie zum Beispiel die komplette Discographie von Kiss. Oder von Bryan Adams. Aber das ist eine andere Geschichte.
PS: Das zweite Album von Coldplay (A rush of blood ...) ist natürlich auch ganz fantastisch, - das will ich nicht unterschlagen - steht aber einsam und verlassen da. Im Hintergrund kann man ganz leises Donnergrollen hören. Schnell umschalten.