Immer wieder denken wir, dass wir uns irgendwie anpassen müssen, dass es Regeln gibt, wie man zu sein hat, was man zu tun hat und wie man zu denken hat. Wir leben schließlich in einer Welt, die nur so vor Regeln und Normen trieft. In einer Gesellschaft, in der es so viele und so enge Vorstellungen davon gibt, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Wir leben in einer Welt, in der es doch angeblich so unglaublich viele, wenn nicht sogar unendlich viele Möglichkeiten geben soll, aber warum fühlen wir uns dennoch so gefangen? Die Antwort ist ganz leicht, weil uns all diese Konventionen im Kopf herumspuken, die Erwartungen der Gesellschaft an einen als Individuum, aber auch die Erwartungen der eigenen Familie, die man nicht enttäuschen möchte und vielleicht auch irgendwo die eigenen Erwartungen, nicht negativ aufzufallen, nicht der Sonderling zu sein, denn in den vielen Randgruppen, mit Menschen, die sich trauen anders zu sein, aufzufallen und sich nicht an übliche Lebensweisen ketten, sehen wir oft Ausgestoßene und Abgestempelte. Fragt man aber diese Menschen, diese Punks, Hippies und viele mehr, die vor allem durch ihre optische Erscheinung, aber auch durch ihre Lebensweise herausstechen, dann finden wir unter ihnen die wahrscheinlich glücklichsten Menschen, da sie sich nicht von ungeschriebenen Gesetzen beschränken lassen. Und schaut man einmal auf all die Menschen, von denen wir hören und lesen, denjenigen, die einen Unterschied in der Welt gemacht haben, sticht eine Gemeinsamkeit unter ihnen heraus: Sie heben sich ab von der grauen Masse, sie trauen sich, sich zu unterscheiden, neue Ideen zu haben und etwas zu verändern. Und genau das ist der Grund, weshalb wir uns nicht immer anpassen wollen sollten, weshalb wir unsere Individualität und Einzigartigkeit akzeptieren und sogar feiern sollten, denn wir sind genau so richtig, wie wir sind. Und ich habe mir diesen Satz mehrere Male vorgesprochen „Ich bin richtig, so wie ich bin“ und in mir haben diese Worte eine unbeschreibliche Erleichterung ausgelöst, denn immer wieder will ich etwas an mir verändern, denke, dass etwas mit mir falsch ist und dieser Leitsatz nimmt so viele Sorgen und solch einen inneren Stress von den Schultern. Er löscht den Drang nach angeblicher Perfektion, das Gefühl der Unvollkommenheit und noch viel wichtiger: Er gibt das Gefühl, dass jeder von uns gewollt ist, genau so, wie er ist. Und wenn wir wissen, dass wir genau so richtig sind, wie wir sind, dann wird uns das auch den Mut geben, aufzustehen und uns mit der Art, die wir sind, der Welt zu zeigen und sie zu bereichern.