Zeit wird so kurz geschrieben, doch nichts trägt eine längere Bedeutung.
Niemand warnte mich davor, dass sie eines Tages vor mir stehen würde – schweigend, geduldig, unbestechlich. Nicht als Feind, sondern als etwas weitaus Gefährlicheres: Als die Wahrheit.
Ich wusste, dass sie mit mir spielen würde. Dass sie mir Menschen nehmen, Erinnerungen verblassen und Wunden reifen lassen würde. Und dennoch legte ich meine Hand in die ihre – hoffnungsvoll und hoffnungslos zugleich.
Es war kein Handschlag. Es war ein stiller Handel.
Für jeden Augenblick, den sie mir schenkte, verlangte sie etwas zurück. Ein Lächeln gegen eine Träne. Eine Begegnung gegen einen Abschied. Eine Erinnerung gegen einen Teil von mir selbst.
So gab ich meine Hand dem ältesten und giftigsten Spiel des Lebens:
Der Zeit.
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