Wie du deine Angst zu versagen los wirst - Schritt für Schritt!
Hast du schon mal etwas nicht getan, weil du dich nicht blamieren wolltest?
Hast du dir vielleicht schon mal eine wirklich gute Chance entgehen lassen, weil du Angst hattest zu versagen?
Hast du dich schon mal vor etwas gedrückt, weil du dachtest, du wärst der Aufgabe nicht gewachsen?
Vielleicht bei einer Prüfung, einem Fußballturnier ... vielleicht bei einem anstehenden Date oder einer Reise, zu der niemand sonst Lust oder Zeit hatte...?
Wenn dir diese Situationen bekannt vorkommen, gibst du der Angst die Kontrolle über deine Entscheidungen. In der Regel tust du dann etwas NICHT …. Denn: Es könnte ja schiefgehen.
Ich sag dir was: Die Angst existiert nur in deinem Kopf und deshalb trägst du bereits alles in dir, um diese Angst auch wieder loszuwerden.
Man kann grob in zwei Formen von Angst unterscheiden: reelle und fiktive Angst.
Reell ist die Angst nur dann, wenn du tatsächlich bedroht wirst oder dich in Lebensgefahr befindest. Zum Glück gibt es dann dieses Gefühl der Angst, denn sonst wüssten wir schließlich nicht, dass wir uns in Sicherheit bringen müssen. Während unsere Vorfahren wirklich auf diese Angst angewiesen waren um zu überleben, ist sie für uns in der Regel nur hinderlich.
Und das bringt uns schon zur fiktiven Angst. Die Angstsymptome gleichen zwar der Überlebensangst, dabei ist das Leben gar nicht in Gefahr, sondern das Schlimmste, das passieren kann, ist oft nur Zurückweisung oder ein Mangel an Anerkennung – also Statusverlust.
3 Mal darfst du raten, was die Wahrscheinlichkeit auf mangelnde Anerkennung und Zurückweisung erhöht… ;-)
Richtig, diese absolut UNNÖTIGE Angst zu versagen.
Wenn wir uns diese Angst und die Ursache für diese Angst genauer anschauen, wird deutlich, dass es sich eigentlich um eine reine Verlustangst handelt. Nämlich der Verlust des jetzigen Status. Wenn du dich beim Meeting verhaspelst oder dir die Worte fehlen, wenn du eine süße Frau oder einen süßen Typen ansprechen möchtest, KÖNNTEST du ja deinen Status verlieren.
Stattdessen überkommt dich dann die Angst, die wiederum die ganze Situation kontrolliert und dich handlungsunfähig werden lässt. Statt im Meeting einen Scherz zu machen und ein zwei gute Ideen einzuwerfen oder jemanden auf der Straße nach der Nummer zu fragen wirst du dich in deinem Panzer verstecken und die Situation meiden, um nicht negativ aufzufallen.
Aber, keine Sorge. Ich habe einige Tipps für dich, wie du aus diesem Modus rauskommst – Schritt für Schritt.
Visualisiere deinen Erfolg
Visualisieren ist eine unfassbar wirkungsvolle Taktik, um dich unangenehmen Situationen zu stellen. Wenn du am kommenden Tag beispielsweise ein Vorstellungsgespräch hast oder ein Treffen oder Gespräch ansteht, das dir Bauchschmerzen bereitet, versuche einfach mal bereits abends vorm schlafen gehen den nächsten Tag zu visualisieren – und zwar in der bestmöglichen Version!
Stelle dir ganz genau vor, wie du aufstehst, dir ein köstliches Frühstück machst, dir Zeit für dich nimmst. Wie du deine Lieblingsmusik anmachst, während du unter der Dusche stehst und so weiter. Stelle dir vor, wie du dein Outfit anziehst, in dem du unfassbar gut aussiehst.. Wie du selbstbewusst in das Gespräch gehst und wie sich alles zu deinen Gunsten entwickelt. Visualisiere wie du dich für den Erfolg belohnst und wie du dich danach fühlen wirst: Stark, positiv, glücklich, vollständig, unaufhaltbar!
Versuche dir alle Bilder so realistisch und genau wie möglich vorzustellen – Dein Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen dem, was du dir vorstellst und dem was du erlebst.
Niemand ist perfekt – auch du nicht. Hör auf, Unmögliches von dir zu erwarten und immer das Beste abliefern zu müssen. Diese hohen Erwartungen an dich selbst bremsen dich nur und verstärken die Angst umso mehr.
Überleg auch mal ganz genau, welche Menschen dir am sympathischsten sind. Sind es wirklich die Menschen, die keine Fehler haben? Die verbissen sind und sich ärgern, wenn ihnen etwas nicht gelingt? Oder sind es die Menschen, die locker und charmant mit Fehlern und Missgeschicken umgehen? Sind es vielleicht die Leute, die Selbstbewusstsein ausstrahlen, obwohl sie nicht perfekt sind?
Mach dir also auch bewusst, dass selbst WENN du „scheitern“ solltest die Welt nicht untergeht! Stell dir vor, wie das Leben ganz normal weitergeht und es nach ein paar Tagen bereits vergessen ist.
Versagen ist nämlich keine Schwäche, das solltest du dir immer bewusstmachen. Überleg dir lieber, wie du aus der Situation lernen und daran wachsen kannst. Welche positiven Dinge kannst du aus dieser Erfahrung ziehen und was kannst du nächstes Mal optimieren?
Bist du schon mal Fallschirm gesprungen oder hast Bunge Jumping gemacht? Dann weißt du sicher, dass es kurz vor dem Sprung nicht unbedingt hilft zu überlegen, dass das Seil reißen könnte oder der Fallschirm sich nicht aufspannen könnte.
Nein, wichtig ist der erste Schritt- bzw. Sprung :-)
Versuchen wir die Situation einmal zu übertragen. Stell dir vor, du siehst eine hübsche Frau oder einen attraktiven Mann und willst sie oder ihn in ein lockeres Gespräch verwickeln um im Anschluss eventuell Nummern auszutauschen.
In solchen Momenten zählt in der Regel jede Sekunde – denn vllt läuft sie/er gerade an dir vorbei oder ihr wartet auf die Bahn.
Deshalb ist das SCHLECHTESTE das du machen kannst, nun über den Verlauf des Gesprächs nachzudenken. Zum Beispiel, dass du eine Ablehnung bekommst, dass dir nichts einfällt und so weiter. Das EINZIG richtige, das du machen kannst ist, dich auf deine Füße konzentieren und einen Fuß vor den anderen zu setzen und die Person anzuschauen.
Dann bist du schon in der Situation und der Rest ergibt sich sowieso von allein. Du kannst dir deine Sätze noch so genau zurechtlegen und dir die Situation in den schlimmsten Varianten ausmalen – es kommt eh anders!
Deshalb mach den ersten Schritt – und glaub mir, du wirst es nicht bereuen!
Wenn du jetzt denkst: Das ist nicht mein Stil.. Wieso sollte ich jemanden einfach so ansprechen? Sowas ergibt sich doch von ganz allein.. Ich könnte denjenigen ja stören. Und wahrscheinlich bekomme ich eh eine Abfuhr.
Dann sehe ich schon die Ausreden-Sirenen rot leuchten.
Tja.. Das liegt außerhalb deiner Komfortzone, ganz klar. Wenn etwas außerhalb unserer Komfortzone liegt, erfinden wir lieber erstmal Ausreden, als tatsächlich über den ersten Schritt nachzudenken.
Aber auch hier hilft der vorherige Tipp: Ausreden und Zweifeln keinen Platz in deinem Kopf geben! Nach der 3 Sekunden Regel solltest du spätestens drei Sekunden nachdem du den Entschluss gefasst hast handeln. Also mach den ersten Schritt.
Einen Fuß vor den anderen setzen. Das ist die halbe Miete :-)
Wie du dir denken kannst, ist die Ursache für deine Versagensangst mangelnder Selbstwert. Vielleicht wirst du jetzt denken: Quatsch, ich bin doch selbstbewusst.
Mag sein. Aber es gibt immer Luft nach oben und wenn dir auch nur eine der Situationen bisher bekannt vorkam, wird dich das was folgt noch interessieren.
Mein Tipp für mehr Selbstwert und folglich auch mehr Mut für unangenehme Situationen: Affirmationen. Das sind einzelne Aussagen, die du über dich selbst triffst und laut aussprichst. Diese Aussagen müssen so noch nicht zutreffen – sie beschreiben dein Wunsch-Ich. Du könntest dir zum Beispiel sagen:
„Ich bin attraktiv und begehrt.“
„Es fällt mir leicht, auf Menschen zuzugehen.“
„Ich bin ein begabter Redner.“
„Ich bin witzig und spontan.“
„Ich strahle Selbstsicherheit aus“
„Ich habe eine positive Ausstrahlung“
Am Anfang mag es dir vielleicht komisch vorkommen.
1. Bist du es nicht gewohnt, mit dir selbst zu sprechen.
2. Fühlt es sich komisch an, nur positive Dinge über sich selbst zu sagen.
3. Fühlt es sich falsch an, da du denkst, dass die Aussagen nicht auf dich zutreffen.
All das ist vollkommen NORMAL! Keine Panik. Wichtig ist, dass du die Affirmationen regelmäßig, am besten jeden Morgen nach dem Aufstehen (am besten vorm Spiegel) und abends vorm Schlafen gehen sprichst. Morgens können dir die Affirmationen unglaublich viel Kraft geben. Irgendwann wirst du ein Repertoire an Affirmationen haben, die zu dir passen. Du wirst nicht lange nachdenken müssen.
Wenn du also mitten am Tag in eine Situation kommst, in der dich die Versagensangst überrascht: Schließe kurz deine Augen und sprich in Gedanken deine Affirmationen durch. Du glaubst nicht, welche Wirkung das auf dich und dein Auftreten haben wird.
Befolge alle diese Tipps und es wird sich was ändern, das verspreche ich dir.
Aber eines darfst du dabei nicht vergessen: Es gibt keinen Zauberspruch, der deine Angst vom einen Tag auf den anderen ablegt. Es ist ein Training, das Kontinuität verlangt. Bekämpfe die Angst indem du das tust, wovor du Angst hast. Ganz einfach.
Du wirst dich an das Gefühl gewöhnen und sie wird verschwinden.
Komm noch heute ins HANDELN und stelle dich deiner Angst!