Manchmal bricht nicht das Herz, sondern die Seele.

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Manchmal bricht nicht das Herz, sondern die Seele.
nothing withers the soul faster than solitude
ich verstehe nicht, warum man sich immer irgendwo unterordnen soll. das ist doch etwas, das von der gesellschaft gemacht wurde. ständig geht es darum, auf welches geschlecht man steht, wer zu wem passt, was man „sein“ soll. aber ich habe keinen schimmer und vielleicht ist genau dass das schöne daran und vielleicht ist das auch gar nicht wichtig. mein leben besteht nicht daraus, herauszufinden, “auf wen/was ich stehe”, mit den füssen stehe ich jedenfalls auf den boden
ich will einfach leben und dinge tun, die mich glücklich machen, kunst machen, musik hören, spazieren gehen, atmen. liebe darf passieren, wenn sie will, aber ich werde sie nicht suchen, nur weil man das so macht und erwartet.
und überhaupt, beziehungen. ich hab das gefühl, für viele menschen ist das die oberste priorität, als würde alles davon abhängen, ob man jemanden hat. ich sehe das anders. ich will keine halbe version von mir selbst sein, die erst vollständig wird, wenn jemand anderes da ist. ich will vollständig sein, auch allein. ich will lernen, mich zu lieben, so wie ich bin, jetzt, hier
„Ich bin ein stiller Schrei in einer lauten Welt, unfähig, gehört zu werden.“
Der Grund warum ich es mag so lange wach zu bleiben ist, weil zwischen 1:00 Uhr und 5:00 Uhr die Welt still ist und niemand etwas von dir erwartet. Ich genieße einfach das Alleinsein, die traurige Musik und das weinen.
ich mag Menschen nicht...
könnte man denken. Aber so ist es nicht, ich habe beispielsweise großes Mitgefühl mit Menschen denen es schlecht geht. Ich bin auch selten wütend auf jemand oder denke wirklich etwas schlechtes von irgend einem Menschen. Im schlimmsten Fall sind sie mir Leute einfach nur egal, die meisten langweilen mich. Sie laugen mich entweder aus, wenn ich länger als ein paar Sätze mit ihnen rede, oder meine Sozialphobie macht mir gleich einen Strich durch die Rechnung und ich will überhaupt nichts von jemandem wissen. Letzteres ist mir einerseits recht, da ich mir dann die Anstregung ersparen muß nicht gelangweilt auszusehen, andererseits ist es nicht gut allen ständig aus dem Weg zu gehen, weil die Ängste davon schließlich auch nicht gerade besser werden. Allerdings muß ich sagen das ich jahrelang versucht habe gegen diese Angst anzugehen, habe mich mit Leuten getroffen, versucht Freundschaften zu schließen, was dann auch für einige Zeit funktioniert hat. Bei den meisten Leuten hat es dann aber nur für ein paar seltene und oberflächliche Treffen gereicht, danach habe meistens ich wieder alles komplett versanden lassen.
Es ist nicht so das ich gar keine Kontakte habe, ein paar wenige die ich ab und zu mal sehe und bei denen ich mich einigermaßen wohl fühle sind dann doch übrig geblieben. Als richtig guten Freund würde ich aber keinen davon bezeichnen
2022 / 2023
jahreswechsel. das war für mich immer eine zeit, traurig zu sein. ob der dinge, die im vergangenen jahr verloren gegangen sind. ob der chancen, die ich nicht wahrnehmen konnte, weil ich... nicht konnte. ob der menschen, die gegangen und nun nicht mehr da sind. kein neues jahr hat mir jemals aufregende neue geschichten versprochen, sondern angst und unsicherheit und die erdrückende erkenntnis, das immer und immer mehr zeit hinter mir liegt und immer weniger vor mir.
und in diesem jahr, an diesem jahreswechsel 2022/ 2023, ist im RL zum ersten mal in meinem leben niemand mehr da, dem ich ein gutes neues jahr wünschen könnte. sie sind nun alle fort.
2023 ist das erste jahr, in dem es kein ‘uns’ mehr in meinem leben gibt.