Ich bin's meinem einen und einzigen Leben schuldig: mich nicht einschüchtern zu lassen von meiner Scham und meiner Angst.
Anke Stelling: “Schäfchen im Trockenen”, S.135
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Ich bin's meinem einen und einzigen Leben schuldig: mich nicht einschüchtern zu lassen von meiner Scham und meiner Angst.
Anke Stelling: “Schäfchen im Trockenen”, S.135
Die Anstrengung, die es kostet, ein Leben lang durchzuhalten, merkt man im Laufe der Zeit jedem an.
Anke Stelling: “Fürsorge”, S.47
Diese Welt ist nicht veränderbar, diese Welt ist ein Trauerspiel mit beschissener Besetzung, das immer wieder von vorne anfängt und immer beim gleichen Punkt rauskommt.
Anke Stelling: “Bodentiefe Fenster”, S.70
Frieden kehrt ein, wenn man sich auf eine Erzählung einigt, die Rollen festlegt und den Text. Solange sich alle um die Opferrolle streiten, wir das nichts.
Anke Stelling: “Schäfchen im Trockenen”, S.22
Mehr als ein gutes Buch
Im #TrilogieDezember habe ich drei- und vereinzelt auch mehrbändigen Reihen vorgestellt, die Literaturfans mehr als nur ein gutes Buch bieten. Wer ein größeres Leseprojekt starten möchte, findet hier Inspiration.
Im #TrilogieDezember habe ich drei- und vereinzelt auch mehrbändigen Reihen vorgestellt, die Literaturfans mehr als nur ein gutes Buch bieten. Mit dabei waren Literaturpreisträger:innen wie Toni Morrison oder Jon Fosse, Genre-Autoren wie Jeff Vandermeer oder Cixin Liu und viele deutschsprachige, preisgekrönte Autor:innen wie Anke Stelling, Ralf Rothmann oder Natascha Wodin. Continue reading Mehr…
Vielleicht lässt sich das Problem auf eine einfache Formel bringen: Entweder, man bewegt sich unter Menschen, dann ist man ständig in Gefahr, etwas falsch zu machen oder blöd zu finden, jemanden anzugreifen oder angegriffen zu werden - ist aber nicht allein. Oder aber, man entscheidet sich für ein Leben mit sich selbst, dann hat man recht und seine Ruhe, ist aber vielleicht auch sehr einsam.
Anke Stelling: “Bodentiefe Fenster”, S.77
So viel weiß ich inzwischen: dass ich zwar die Welt zu einem besseren Ort machen soll, aber allzu herrisch und schlecht gelaunt, allzu fordernd und vehement darf ich dabei nicht auftreten.
Anke Stelling: “Bodentiefe Fenster”, S.35
Ich muss die, die ich liebe, verlassen und darauf warten, dass sie sich zugrunde richten oder sich selbst helfen, dass sie freiwillig etwas ändern oder sterben.
Anke Stelling: “Bodentiefe Fenster”, S.8