Tun deine Füße nicht weh? Denn du gehst mir schon den ganzen Tag durch den Kopf.
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Hey du!
vor was sollte ich Angst haben
vor was sollte ich Angst haben? dem abnehmenden Licht, der Dunkelheit? vor dem Wetter? dem Wind? der Kälte, dem Regen? davor zu frieren? vor Regenwürmern? Schnecken, Wildschweinen? dass es heute Nacht Herbst wird - sollte ich davor Angst haben? dass diese Nacht das Laub schwarz färbt, asphaltig. aber weich. knisternd feucht. dass der Regen stärker wird, als dieses Nieseln, den wenigen Stoff an meinem Körper durchnässt? vor was sollte ich Angst haben? während ich in der Dämmerung alleine laufe, zwischen Waldrand und Straße, auf dem Radweg, die letzten Meter gehend, ja, schlendernd, nicht rennend, während ich mich an meine Wahrnehmung dieses Moments schmiege wie in eine Kuscheldecke, seufzig wohlend, Brausen und Gänsehaut. vor was sollte ich Angst haben? ich wollte eine neue Strecke erkunden und hab mich total verhauen, hatte keine Orientierung mehr, keine Nadelspitze, also rannte ich in Richtung Autolärm, fragte ein vorbeiflitzendes Paar in beräderten Schlitten und folgte ihren Beschreibungen. man kann nichts anderes tun, als in seinen Beine vertrauen. sie trugen mich noch immer heim. mitten im Wald, als es langsam dunkel wurde und ich keine Ahnung hatte, wo ich war, natürlich schlug mein Herz noch schneller. aber dieses Land ist zu dicht besiedelt, als dass du eine Stunde in eine Richtung gehen könntest, ohne auf menschliche Strukturen zu treffen. Hier gibt es keine Wüste, in der du erfrieren, keine Klapperschlange, auf die du treten, keine Nashörner, Grizzly- oder Kodiakbären, die du verärgern könntest. im Grunde ist es hier erschreckend ungefährlich. vor was sollte ich also Angst haben? ich verlief mich und fand mich wieder. ich bin erleichtert. glücklich. und ich fühle mich vorfreudig - bereit. ich fühle in mir eine Fähigkeit wachsen, in jedem Moment das Leben neu zu entdecken. ohne zu vergessen, verändern. es ist Ende September, aber nach Jahren komme ich auf einen grünen, einen immergrünen Zweig mit mir selbst. zur Zeit ist mein Leben so schön, dass ich weinen müsste und möchte. an diesem Abend in der Dämmerung kann ich die Welt umarmen. vor was also sollte ich Angst haben? Einsamkeit, Melancholie, der Stille? Straßenlaternen und Spritzwasser? ich sah die Gestalt auf dem Motorrad schon aus der Entfernung einiger zehn Meter, an der Abzweigung zum Wertstoffhof Luftlinie vielleicht einen Kilometer bis nachhause. Und die Wahrheit ist: ich hatte diesen Abend keine Angst, bis ich den Mann auf seinem Zweirad sah und sah, dass er zu mir blickte, abwartend. ich schluckte, ohne meinen Schritt zu verändern, fast betend denkend: bitte sprich mich nicht an, zugleich wissend, dass er es tun würde. In Konversationsnähe nicke ich, aber reserviert, distanziert, auf Abstand haltend. ein Lächeln, das man loslässt, wie etwas Beflecktes, Stinkendes, Ekliges - nur mit zwei Fingerkuppen angefasst, den Arm so lang gemacht, gestreckt, wie möglich und dann im selben Moment wird sich weggedreht, der Kopf, der Körper. Er schaute mich an und an mir herunter, musternd, gerade noch kurz genug, damit es mit gutem Willen noch als nicht-anstößig durchgeht. Ich bin mir plötzlich sehr meinem sehr kurzen, hautengen, Brustwarzen abzeichnenden Laufoutfit bewusst. Sag mal, hast du keine Angst? So alleine. im Dunkeln? Vielleicht will er tatsächlich nur aufmerksam sein. Aber er spricht die Frage seltsam aus, mit einem noch seltsameren Lächeln und einem Unterton, der mir nicht behagt. noch halte ich an dem Lächeln fest, aus Höflichkeit; weil er es vielleicht wirklich nur nett meint, schnaube ich nicht auf, sondern antworte mit einem Schulterzucken. Nein, warum auch? Ich schaue dem Weg entlang - außerdem bin ich in ein paar Metern zuhause. Er reagiert mit einem hämischen Okay, als missfiele ihm etwas an meiner Erwiderung. ich nickte ihm noch einmal zu, beziehungsweise: ich nickte mich von ihm weg, Zeigefinger und Daumen öffneten sich und ich ging weiter. Nein, vor was auch? dachte ich. Vor was sollte ich Angst haben? die einzigen Haie sind menschlich, männlich, die isolierte Weibchen fünfzig Meter gegen den Wind wittern, wie ein blutendes Stück Frischfleisch. Frauen haben keine Angst vor der Dunkelheit, sie haben keine Angst davor, nachts allein zu sein. Gäbe es die Männer in den Schatten nicht, hätten Frauen keinen Grund, Angst davor zu haben, abends draußen und allein für sich zu sein
Pick up line
Me: i'm sorry, I have a boyfriend
Him: That's cool, but I thought you might need a husband. Here's my number.
Best pick up line
Ever
…auf den Anmachspruch “Ich glaube, ich kenne dich!” ganz cool zu antworten: “Ja, wahrscheinlich aus ‘nem Porno…” 😉
Madeleine Gröper, 34
Ich bin neu in der Stadt, kannst du mir den Weg zu dir nach Hause zeigen?
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Wenn du eine Kartoffel wärst, wärst du eine Süsskartoffel.
Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Sonst geh ich raus und komm nochmal rein.
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