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Teheran vermutet einen mutwilligen Terrorakt Israels auf Atomanlage in Natanz
Teheran vermutet einen mutwilligen Terrorakt Israels auf Atomanlage in Natanz
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Sa’eed Khatibzadeh, sagte, der Vorfall am Sonntag in Natanz, bei dem eine Atomanlage Strom verlor, sei “ein mutigwilliger Akt des nuklearen Terrorismus auf iranischem Boden” gewesen. Laut dem iranischen Sender Press TV sagte Khatibzadeh auf einer Pressekonferenz am Montag, der Iran werde sich zu gegebener Zeit am israelischen Regime rächen. “Israel…
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@ausgestrahlt:Heute hat die #Atomwirtschaft Grund zum Feiern aber die größten #Klagen laufen weiter!
.ausgestrahlt-Newsletter 15. Dezember 2016 es schreibt: Jochen Stay
Lesen, handeln und weiterschicken!
Lieber Freund,
intensive Tage in der Atompolitik: Letzte Woche Dienstag verkündet das Bundesverfassungsgericht ein von der Presse reihenweise falsch verstandenes, in großen Teilen wegweisendes Urteil zur AKW-Laufzeitverkürzung 2011. Dann am Freitag die Meldung, die Stromkonzerne würden 20 Klagen zurückziehen (ohne dazu zu sagen, dass damit nur etwa fünf bis sieben Prozent des Streitwertes vom Tisch ist, weil die größten Klagen weiterlaufen). Am Montag erstattet .ausgestrahlt Strafanzeige gegen die AKW-Betreiber wegen Verstoßes gegen die Strahlenschutzverordnung. Und am heutigen Donnerstag schließlich der – negative – Abschluss von mehr als zwei Jahren Kampf um die Atom-Finanzen.
Der Bundestag wird heute beschließen, dass in Zukunft die Allgemeinheit für den Atommüll zahlen muss und nicht mehr diejenigen, die jahrzehntelang Milliarden mit ihren AKW verdient haben. Die Stromkonzerne können sich mit einer Einmalzahlung freikaufen. Gleichzeitig wird das Parlament aller Voraussicht nach einen Antrag auf Verlängerung der Brennelementesteuer abschmettern. .ausgestrahlt wird heute gemeinsam mit Bündnispartner*innen und Aktiven aus Berlin vor dem Reichstagsgebäude protestieren.
Damit geht für .ausgestrahlt eine Auseinandersetzung zu Ende, die vor mehr als zwei Jahren begann und bei der sich unzählige Atomkraftgegner*innen aktiv eingemischt haben. Ein Resümee im Blog.
Wer genauer verstehen will, was der Bundestag heute beschließt / beschlossen hat, kann unsere Fragen und Antworten „… und wer zahlt für den Müll?“ nachlesen (aus redaktionellen Gründen schon aus der Perspektive „nach der Entscheidung“ geschrieben).
Die .ausgestrahlt-Presseerklärung zum minimalen Klage-Rückzug der Stromkonzerne fand am Wochenende große Verbreitung, etwa auf tagesschau.de, bild.de und zahlreichen anderen Online-Medien und in Agentur-Meldungen.
Die .ausgestrahlt-Presseerklärung zur Strafanzeige gegen die AKW-Betreiber wegen des Verstoßes gegen das Minimierungsgebot der Strahlenschutzverordnung.
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Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter: 1. .ausgestrahlt sucht Verstärkung: Zwei Stellenausschreibungen 2. Last-Minute-Weihnachtsgeschenke 3. Dein Gorleben-Moment 4. Neuer .ausgestrahlt-Podcast zum Thema „Atomausstieg“
Wir wünschen Dir schöne Feiertage Jochen Stay und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. .ausgestrahlt sucht Verstärkung: Zwei Stellenausschreibungen Das .ausgestrahlt-Team sucht eine*n Redakteur*in für Print und Web und eine*n Campaigner*in. Du hast Interesse oder kennst jemand Geeignetes? Hier gibt es mehr Infos.
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3. Dein Gorleben-Moment Schon über 70 Rückmeldungen sind auf unseren Aufruf im vorletzten Newsletter eingegangen, uns Euren Gorleben-Moment aus 40 Jahren Widerstand im Wendland zu schreiben. Noch bis zum Jahresende kannst Du uns Deine Geschichte schicken, ob kurios, ermutigend, typisch, bewegend. .ausgestrahlt wird eine Auswahl veröffentlichen. Deshalb fasse Dich bitte möglichst kurz, höchstens 1.000 Zeichen Text. Schicke Deinen Gorleben-Moment unter dem Betreff „Gorleben“ an [email protected]
4. Neuer .ausgestrahlt-Podcast zum Thema „Atomausstieg“ .ausgestrahlt-Argumente zum Anhören: der dritte Podcast handelt von Etikett „Atomausstieg“, das auf dem Weiterbetrieb der AKW klebt.
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Strahlende Momente
Deutsche Kernkraftwerke seien sicher - und nicht nur das, sie gingen sogar über internationale Standarts hinaus, liest man immer wieder. Zu diesem Ergebnis kommen nicht nur deutsche Kontroll- und Aufsichtsgremien, sonder auch die IAEA - das jedenfalls behauptet das deutsche Atomforum, per definitionem die Atomlobby aus Unternehmen und Organisationen, Zulieferern und Forschungsinstituten der Kernenergie. Was also will man von einer solchen Organisation erwarten, die die die Interessen der Kernenergie vertritt? Aufklärung? Kritik? Zweifel? Warum sollte das Atomforum gegen die eigenen Interessen arbeiten? Warum sich selbst den Ast absägen, auf dem es sitzt? Auf weitere hunderte strahlende Momente der deutschen Atompolitik. Jährlich werden hunderte Störfalle in deutschen Kernkraftwerken gemeldet. Werden sich auch noch von Restrisiko, dem Rest eines Risikos, dem Unsicheren im Sicheren, sprechen, wenn Gundremmingen das eigene Machtgebiet sowie sämtliche Nachbarländer unter einer Wolke des Todes begräbt? Nein. Dann werden die Opportunisten eine andere Politik verkaufen, und wir werden erneut glauben gemacht, niemand hätte je etwas davon gewusst. Oder davon wissen wollen. Vom Restrisiko. Philipsburg versinkt im Oberrheingraben - zwar nciht schnell, aber schnell genug. Da das Verschwinden des Kraftwerks in einem sich plötzlich auftuenden Erdloch trotz der seismischen Aktivitäten dieser Region eher unwahrscheinlich bleibt, werden wir mit den Konsequenzen des fragwürdigen Bauplatzes leben müssen: Risse im Baugerüst. Auch Biblis befindet sich nicht unbedingt auf sicherem Terrain. Ein inaktiver Vulkan in der Nachbarschaft zeugt nicht unbedingt von absoluter Sicherheit, sondern von überzogenem Alkoholkonsum im Planungsunternehmen. Denn wie lange dieser Vulkan noch inaktiv bleiben wird, ist unklar. Wenn das kein gesundes Maß an Verstand war, jahrtausende lang strahlendes Material an derartigen Orten anzureichern, dann weiß ich es auch nicht. Eigentlich weiß niemand außerhalb des innersten Vertrauenskreises der Regierung tatsächlich, wie ernst die Lage mancherorts ist. In Brunsbüttel beispielsweise gebären Mütter fröhlich krebskranke Krabbler, während hinter verschlossenen Türen und unter dem Siegel des Schweigens Akten zur Freisetzung radioaktiven Materials im Grundwasser in den Archiven verstauben. Top secret, versteht sich. Die Atompolitik darf nicht gefährdet werden. Doch wollen wir es überhaupt wissen? In der Stilistik eines Kleinkindes, welches mit den Händen vor den Augen die Inxistenz der Außenwelt statuiert, stört sich der Bürger bzw die Bürgerin nicht an der anstehenden Apokalypse - hypnotisiert vom nichtssagenden Geschwafel derer, die an die Front der Medien geschickt wurden, wo sie ein GEfühl der Geborgenheit heraufbeschwören. Ruhe bewahren - Dann werden ihre Kinder eben wortwörtlich grün vor Neid, wenn das Nachbarskind ein neues Fahrrad bekommt. Außerdem sind die deutschen Reaktoren sowieso unfehlbar. Achja? Fukushima war einer der sichersten Reaktoren der Welt, hochtechnisiert, nur gibt es andere Faktoren, da die Gebäude der umstrittenen Energiegewinnungsanlagen nicht in einem Vakuum aus Raum und Zeit festgehalten werden, sondern dieselbe teils unberechenbare Erde bevölkern wie wir. "Errare humanum est - Irren ist menschlich." - das sagte schon Ovid. Heute wird jedoch die gesamte Weltbevölkerung unter Lebensgefahr gesetzt, mit der Legitimierung, dass von Menschen gemachte Maschinen nicht irren. Nicht ausfallen. Unzerstörbar sind. Das Krypton unserer Zeit liegt wohl nciht in den Zellen der Superhelden, sondern im Beton der Atomkraftwerke. Eine bittere Wendung. Der Kindergarten dankt im Voraus.
Wieso wird Atommüll transportiert?
Es gibt zwar weltweit keine Endlager, in das man ihn bringen könnte. Aber wenn Atommüll zu lange an einem Ort herumsteht, wird er muffig, und die Anwohner beschweren sich. Um den Atommüll stets frisch zu halten, wird er zum Durchlüften immer mal wieder hin- und hergefahren.