Gefährliche Illusionen
Da, wo Frau Baerbock die Atomwaffen abschaffen will, werden sie sonst eher nicht eingesetzt. Soll man sie dann Nordkorea oder dem Iran überlassen?
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Gefährliche Illusionen
Da, wo Frau Baerbock die Atomwaffen abschaffen will, werden sie sonst eher nicht eingesetzt. Soll man sie dann Nordkorea oder dem Iran überlassen?
Dass fünf Friedensaktivisten in den Sicherheitsbereich des Fliegerhorstes Büchel eindringen und sich eine Stunde lang völlig unbehelligt dort aufhalten konnten, wo die letzten US-Atombomben auf deutschem Boden lagern, zeigt für DIE LINKE, dass die Atomwaffen unzureichend gesichert sind und aus Deutschland abgezogen werden müssen. Oskar Lafontaine: „Die atomare Abrüstung bleibt eine vorrangige Aufgabe der internationalen Politik.“ Lafontaine erinnert an die Entschließung des Bundestages aus dem Jahr 2010 („Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“) in der die Bundesregierung aufgefordert wurde, sich „gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen“. „Die Bundesregierung muss sich stärker als bislang für diesen Abzug und für atomare Abrüstung einsetzen. Auf den Gipfelkonferenzen der G8 oder auch der G20 sollte dieses seit Jahrzehnten vernachlässigte Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Atomwaffensperrvertrag von 1970 verpflichtet die Atommächte, abzurüsten, was diese ignorieren („Jede Vertragspartei verpflichtet sich, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen über wirksame Maßnahmen zur Beendigung des nuklearen Wettrüstens in naher Zukunft und zur nuklearen Abrüstung sowie über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle.“). Gerade weil sich die Atommächte weigern, ihre Atomwaffen-Arsenale abzurüsten, trachten immer mehr Staaten danach, selbst Atomwaffen zu besitzen. Die Welt wird nicht sicherer, wenn ein paar Staaten derartige Massenvernichtungswaffen besitzen, anderen den Besitz aber untersagen. Deshalb muss die atomare Abrüstung endlich vorangetrieben werden.“
Obama in Hiroshima: Forderung nach einer Welt ohne Atomwaffen
Contra-Mag.:Es ist ein Affront gegenüber den Hinterbliebenen, der durch Atombomben umgekommenen Menschen, wenn der Führer jener Weltmacht, die gerade das Atombombenarsenal in Europa modernisiert, eine atomwaffenfreie Welt fordert. Ist das Zynismus, Sarkasmus oder gar Dummheit? Obama, sie sind doch Friedensnobelpreisträger – sie haben es in der Hand! Von Redaktion/dts Barack Obama hat am Freitag als erster US-Präsident die japanische Stadt Hiroshima ... http://dlvr.it/LQ8mrL