Prophetenworte, die im Geschrei einer neuen Barbarei untergingen!
Kleine Nachlese aus Wiesbaden über das, was man nirgendwo nachlesen kann
Seit meiner Jugend haben mich die alten Propheten, griechische und chinesische Philosophen und die Weisheitsreden des Buddha in ihren Bann gezogen. Seit zwei Tagen weiß ich, warum ich mich mit dem christlichen spätantiken Boetius so eng verbunden fühle. Nach ihm versank Europa in Dunkelheit.
Hier noch einmal zum Nachlesen Ausschnitte aus dem Buch Jeremia Jer. 8. 19-23 – Zur feierlichen Eröffnung mit anschließender Schweigeminute für die Opfer von Migrantengewalt auf dem Dernschen Gelände.
Sieh horch, der Hilferuf der Tochter meines Volkes
Aus dem hintersten Winkel des Landes
Und die Sommerente zu Ende
Und wir sind nicht gerettet worden
Über dem Zusammenbruch der Tochter meines Volkes
Ich trauere – Entsetzen hat mich ergriffen
Gibt es in Gilead keinen Balsam?
Und gibt es dort keinen Arzt?
Warum ist die Heilung meiner Tochter nicht vorangeschritten?
Dass doch mein Haupt zerflösse
Und mein Haupt zur Tränenquelle würde
Dann wollte ich Tag und Nacht weinen
Um die erschlagene Tochter meines Volkes!
Zweite Kerze für Nikola aus Neustadt
Unsere Hände sind erschlafft
Schmerzen wie bei einer Geburt
Geht nicht hinaus auf das Feld
Und geht nicht auf den Weg
Denn da ist das Schwert des Feindes
Dritte Kerze für Mia aus Kandel
Wehe der Stadt des vergossenen Bluts
Dem Kessel an dem Rost ist
Und dessen Rost sich nicht abgelöst hat
Denn ihr Blut war in ihrer Mitte
Auf nackten Fels hat sie es gegossen
Nicht auf die Erde hat sie es gegossen,
Wehe der Stadt des vergossenen Bluts
Wie es deinen Wegen und Taten entspricht
(Worte des Propheten Ezechiel 24fl)
Und hier die „Weherufe“ des Propheten Jesaja, die nicht ausgesprochen wurden, aber im raum standen und die auch meine nirgendwo abgedruckte Rede in 2500 Jahre alten anderen, ähnlichen Worten wiedergeben:
Wehe denen, die Schuld herbeiziehen mit den Stricken der Nichtigkeit
Und die Sünde wie mit Wagenseilen
Wehe denen, die das Böse gut nennen
Die Finsternis zu Licht machen
Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind
Und sich selbst für Verständig halten
Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken
Und tüchtige Kerle im Brauen von Bier
Die aus einem Schuldigen einen Gerechten machen gegen Bestechung
Und Gerechten ihre Gerechtigkeit absprechen
Darum – wie die Zunge des Feuers Stroh verzehrt
Und wie dürres Gras in der Flamme zusammensinkt
Ihre Wurzel wird wie Moder sein
Und ihre Blüte wird zerstieben wie Staub