Cinn Trolla Iron Age Broch, Sutherland, Scotland

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Cinn Trolla Iron Age Broch, Sutherland, Scotland
Jarlshof nennen sich die Überreste menschlicher Siedlung in einer Bucht nahe dem Sumburgh-Flughafen auf Shetland.
4.000 Jahre lang war der Jarlshof von Menschen bewohnt. Dabei bauten die Bewohner häufig neue Behausungen auf und in die älteren Strukturen, und manches ist auch schon durch Erosion ins Meer gerutscht. Da ist es nicht ganz so einfach, auf Anhieb Ausmaße und Zweck der Häuser zu erkennen.
Die Anlage wird von Historic Scotland verwaltet. Dazu gehört eine kleine Ausstellung mit Alltagsgegenständen, und man erhält einen Audioguide, der einen über das Gelände führt, damit man die sichtbaren Gebäude einordnen kann. Stare nisten in den Ruinen und maulen jeden an, der in der Nähe eines Nestes herumlungert, sind aber nicht so vorsichtig wie andere Vögel; wahrscheinlich haben sie sich mittlerweile an die vielen Gäste gewöhnt.
Die ersten Häuser entstanden hier wohl 2.000 v. Chr. Es waren einfache ovale Häuser aus Stein, die Dächer vermutlich aus Holz und Grassoden.
Um 800 v. Chr., in der Brozezeit, stand hier auch eine Schmiedewerkstatt. Bronze wird aus Kupfer und Zinn hergestellt. Die nächstgelegene Zinnmine lag weit weg in Cornwall, also ganz im Südwesten Großbritanniens, das Zinn fand aber schon damals seinen Weg in den hohen Norden.
In der Eisenzeit bauten die Bewohner dann einen Broch an dieser Stelle, von dessen Grundmauern nur noch etwa die Hälfte zu sehen ist - der Rest wurde ins Meer gewaschen. Brochs sind runde, bis zu 10 Meter hohe Wohntürme, die es nur im Norden und Westen Schottlands gibt. Wahrscheinlich gehörten sie jeweils den Anführern der Gemeinschaften und hatten auch eine repräsentative Funktion. Sie waren intelligent konstruiert, denn sie hatten eine doppelte Außenwand, die gegen das rauhe Wetter isolierte und deren Zwischenraum als Treppenhaus diente. Brochs hatten wahrscheinlich mehrere Stockwerke. Noch ist aber unklar, womit das Dach gedeckt war und welchen Zweck sie genau erfüllten. Der besterhaltene Broch steht auf der Shetland-Insel Mousa - mit etwas Glück werden wir die in den nächsten Tagen besuchen können.
Eine andere Bauweise, die es nur in Schottland gab, waren die Wheelhouses. Die heißen so, weil ihr Grundriss, von oben gesehen, wie ein Rad mit Speichen aussieht. Durch Mauervorsprünge entstanden kleine Erker rund um eine zentrale Feuerstelle, in denen die Bewohner wohl schliefen oder einem Handwerk nachgingen. Auch diese Wheelhouses findet man im Jarlshof.
Immer wieder sieht man auch viereckige Vertiefungen in Wänden und im Boden, in denen wohl Gegenstände oder Nahrung gelagert wurden. Die Steine mit Vertiefungen wurden zum Mahlen z.B. von Getreide verwendet.
Um 850 n. Chr. siedelten die ersten Norweger hier, Wikinger, die in ihrer Tradition rechteckige Langhäuser bauten. Da Holz auf Shetland schon damals Mangelware war, nahmen sie stattdessen Stein. Holz wurde, wenn benötigt, wahrscheinlich von Norwegen importiert - für die Nordmänner und -frauen war die zweitägige Reise nach Norwegen ein Klacks.
Diese Langhäuser wurden mindestens 12 Generationen lang genutzt und immer wieder wurde um- oder angebaut. Und auch wenn die Anlage recht groß wirkt, war sie wahrscheinlich nie ein ganzes Dorf, sondern eher ein Bauernhof mit mehreren Gebäuden.
Shetland und Orkney gingen Ende des 15. Jahrhunderts als Mitgift an die schottische Krone. Daraufhin wanderten auch Schotten auf die Inseln und bauten wiederum in ihrer Bauweise. Nun wurde im Jarlshof eine große Halle gebaut, mit Scheune, Außengebäuden und Küchen. Das Gelände gehörte nun den Stewarts, die damals als Earls und Lords die Inseln für den König verwalteten. Sie selbst lebten hier nicht, sondern setzten wiederum Verwalter ein, in diesem Fall William Bruce. Noch heute steht hier ein Grabmal für verschiedene Mitglieder der Bruce-Familie. 1608 ließ Patrick Stewart (nein, nicht der Captain der Enterprise!) das Anwesen nach einer Auseinandersetzung mit William Bruce zerstören. Es waren die Ruinen des Laird's House, die der Schriftsteller Sir Walter Scott im 19. Jahrhundert besuchte und die man noch heute als höchstes Mauerwerk sehen kann. Er taufte sie "Jarlshof" und machte sie zu einem Schauplatz in seinem Roman "The Pirate".
Ein Sturm legte dann in den 1880er Jahren die frühen Häuser frei, die unter Sanddünen versteckt gelegen hatten. Erst seitdem ist die große archäologische Bedeutung der Anlage bekannt.
Today's Flickr photo with the most hits: Clickimin Broch, Lerwick, Shetland.
Isle of Lewis (2) (3) (4) by GRAHAM DICKINSON
Via Flickr:
(1) Seilibost Beach. (3) Dun Carloway Broch. (4) Looking at a Reconstruction of an Iron age Hut at Traigh Beach.
Sutherland, Scotland
I'm currently in the middle of the Atlantic Ocean heading towards Iceland. Here is a watercolor of the Broch on Lewis, Scotland.
Winter Allt Dearg and Glamaig by John Howie Via Flickr: It's all cold and blue, till the sun gets lower than the clouds, then there's a short but vivid blast of reflected orange.....