Paradisische Strände und Regenwald - Vancouver Island // TEIL 1
Hello Headbangers and other Friends!
Am Morgen vom 07.07.18 wurde es sehr schwierig nach einer sehr kurzen Nacht aufzustehen. Wir hatten uns mit Teina, Lilly und Ken so lange unterhalten und uns ja bereits verabredet mit Tatjana, um recht früh zur Fähre, die nach Vancouver Island führt, zu fahren. Teina brachte uns morgens noch in Chinatown zu einem typischen Bäcker und gab uns ein Frühstück mit leckeren gefüllten dampfgegarten Brötchen aus! Vielen Dank für eure Gastfreundschaft! Wir wissen das alles wirklich sehr zu schätzen. :)
Wir holten Tatjana bei ihrem Hostel ab und lernten sie auf der Fahrt zur Fähre etwas kennen. Auch sie ist schon seit einer Weile in Kanada und erkundet das Land auf eigene Faust. Sie hat hier zwar nicht gearbeitet, aber bereits den Osten des Landes erkundet und war seit ein paar Tagen schon in Vancouver. Gemeinsames Reisen mit anderen Travellern ist unserer Meinung nach abwechslungsreich und man kann seine Erfahrungen und Tipps teilen. Außerdem kann man Kosten für Essen, Eintritte, Fähre und Camping teilen.
Zu Dritt bezahlten wir für die Fähre vom Tsawwassen Ferry Terminal mit unserem Auto zum Swartz Bay Terminal auf Vancouver Island ca. 105$ und hatten eine wunderschöne 1,5-stündige Fahrt mit BC Ferries.
Wir freuten uns so sehr endlich nach Vancouver Island zu kommen. Schon von Beginn unserer Reise an hatten wir allen Leuten gesagt: „Ja, wir werden von Montréal bis gaaaanz rüber nach Vancouver Island fahren“. Für uns war das wirklich ein großer Moment! Wer kann schon von sich behaupten, dass er solch ein großes Land mit dem Auto durchquert hat. :)
Swartz Bay liegt noch etwa 30 Kilometer von Victoria entfernt. So kamen wir am frühen Nachmittag in der Hauptstadt von British Columbia an. Da wir nur eine vage Idee davon hatten, was Victoria eigentlich zu bieten hat, fuhren wir wie immer erst einmal zum Visitor Center.
Im Anschluss entschieden wir uns das Sightseeing erst einmal nach hinten zu verschieben und uns auf die Suche nach einem Campingplatz zu machen, da Tatjana ein Zelt dabei hatte und nicht mit uns im Auto schlief.
Leider gestaltete sich die Suche als schwierig, da gerade Hauptsaison auf Vancouver Island war und alle möglichen Campingplätze restlos ausgebucht waren. Nach einer längeren Suche fanden wir endlich noch einen Platz ca. 30 Minuten außerhalb von Victoria. Dort hatten wir alles, was wir brauchten. Perfekt! :)
Sogar ein paar Haustiere. :D
Am selben Abend lernten wir noch einen US-Amerikaner kennen, der in der Bierbranche arbeitet und lokales Craft-Beer, welches er gekauft hatte, gerne mit uns teilte! :D Darunter war ein überaus leckeres Gose ISA mit Seesalz aus der Umgebung. Da schlägt Romas Herz höher! Ein gelungener Abend.
Morgens fuhren wir recht früh nach Victoria, um bei der großen Pride Parade dabei zu sein! :) Immer wieder sind wir überwältigt davon, wie offen und herzlich Kanada mit verschiedensten sexuellen Orientierungen umgeht. Happy Pride allerseits! #LoveIsLove
Unglaublich wie viele Organisationen und Gruppierungen (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Juristen, Firmen, Parteien, diverse Kirchengemeinden, etc.) bei der Parade mitmachten! Sogar einige First Nations und DEADPOOL!
Der beste Hund xD
Sogar ein Sturmtruppler lief uns über den Weg:
Die Parade ging über eine Stunde lang und war klasse! :) Wir liefen im Anschluss noch eine Weile mit der Menge hinter dem letzten Wagen her und machten dann mit unserem Sightseeing weiter.
Neben dem Regierungsgebäude (Legislative) von British Columbia,
sahen wir uns erst einmal die Innenstadt an:
und unterhielten uns eine ganze Weile mit einem Lederwarenverkäufer auf einem Markt. :D
Außerdem hatte der Verkäufer einen verdammt coolen Anhänger am Gürtel, extra für den Pride-Day:
Das Legislative bietet, wie in all den anderen Provinzen auch, kostenlose Führungen durch das Gebäude an, was wir natürlich in Anspruch nahmen!
Die Führungen kann man empfehlen! An sich fanden wir die in Edmonton zwar etwas interessanter, aber auch diese war sehenswert. :) Auf alle Fälle mitnehmen! Direkt im Anschluss sahen wir uns weiter die Highlights der Stadt mit ihren historischen Märkten und schönen Vierteln an:
Unser Weg führte uns durch eine der engsten Straßen Kanadas! Die Fan Tan Street:
Wir sahen uns in Chinatown (das älteste Chinatown Kanadas):
Und der näheren Umgebung um:
Im Viertel direkt daneben gab es an diesem Wochenende ein Festival der Kulturen: Folktoria!
Hier wurden kulturelle Tänze aus aller Welt vorgestellt. Auch kulinarisch wurde man versorgt. ;) Wir schauten eine ganze Weile den verschiedenen Tanzgruppen zu, was uns wirklich sehr gefiel.
Leider meldete sich unser Magen irgendwann doch, weshalb wir uns ein günstiges und gutes Restaurant in Chinatown zum Abendessen aussuchten. Yummi!
Der Lederwarenhändler, mit dem wir uns mittags unterhalten hatten, empfahl uns ein ganz besonderes Pub. Das Bard & Banker war, wie der Name schon vermuten lässt, einmal eine Bank und wurde nun vollständig zu einem Restaurant und Lokal umfunktioniert! Nice! :)
Tatjana kannte durch ihre Reisen einen weiteren Deutschen, der zu dem Zeitpunkt auch in Victoria war. So trafen wir uns mit Fabian und Melanie im Bard & Banker auf ein Bier und hatten einen wunderbaren Abend! Danke Leute, es hat echt Spaß gemacht!
Nachts liefen wir dann noch am wunderschön beleuchteten Hafenviertel entlang bis hin zum Legislative, welches ebenfalls beleuchtet ist. Es sieht fast schon nach Weihnachten aus. :D
Morgens ging es bei uns schon früh los! Wir hatten uns am Vortag nämlich entschieden eine Whale Watching Tour zu machen! Wir waren tagelang am Überlegen, ob wir auf unserem Trip nach Vancouver Island eine solche Tour nicht lieber im Norden der Insel machen sollten, da dort die Artenvielfalt etwas größer ist und die Chance auf Orcas recht hoch ist. Allerdings wäre dies ein Umweg von über 500 Kilometern gewesen und uns wurde im Visitor Center versichert, dass wir auch in Vicotoria zu diesem Zeitpunkt recht gute Chancen auf Walsichtungen hatten. Über das Visitor Center bekamen wir im Endeffekt sogar noch einen Rabatt auf eine Tour mit „Five Stars“ (Name der Firma). Da alle Touren sich sowieso absprechen würden, wo zu welchem Zeitpunkt Wale zu sehen sind, macht es scheinbar selten einen großen Unterschied mit welcher Organisation man eine Tour bucht. Wir haben allerdings durch den Rabatt „nur“ 89$ pro Person für eine dreistündige Tour bezahlt, was für Vancouver Island Verhältnisse sehr günstig ist! :)
Früh am Morgen ging es dann endlich los! Wir waren alle richtig aufgeregt und hofften natürlich auf Wale. Das Gute ist, dass die meisten Waltouren in Victoria mindestens eine Sichtung garantieren, ansonsten bekommt man einen Gutschein für eine weitere Tour gratis. Nach einer kurzen Sicherheitseinführung auf dem Schiff, gingen wir gleich auf das oberste Außendeck. Die Tour war im Endeffekt ein richtiger Erfolg! Wir hatten wunderbares Wetter und fuhren sehr weit auf den Pazifik hinaus. Wir hatten die ganze Zeit einen wunderschönen Ausblick auf die Olympic Mountains in den USA und die Küste von Vancouver Island. Man fühlte sich wie auf einer Safari.
Das absolute Highlight waren aber natürlich die Tiere! Zwar bekamen wir keine Orcas zu Gesicht, dafür aber 4 Buckelwale! Davon sogar eine Familie (zwei Ausgewachsene und ein Kalb)! Durch das wackelige Schiff war es nicht leicht gute Fotos oder Videos zu machen… aber seht selbst:
Diese Wale sind die größten Säugetiere, die es in diesen Gewässern gibt und waren wirklich beeindruckend schön! Wir waren so wahnsinnig glücklich über die Möglichkeit diese wunderschönen Tiere live zu sehen. :) Einmalig!
Es blieb nicht nur bei Walen. Bei dieser Forschungsstation (Naturschutzgebiet) sahen wir unzählige Robben, einen Seelöwen und sogar Ollie den Seeotter. Der Otter hat einen Namen, da er leider der einzig gesichtete Seeotter seit 7 Jahren in dieser Gegend ist… Verdammt schade! Trotzdem war es soooo süß wie er, so typisch für Seeotter, auf dem Rücken im Wasser lag und an der Pflanze nascht. :D #GoOllie!
Nach der absolut erfolgreichen Waltour liefen wir zum beliebten Hafenviertel Fisherman's Wharf mit seinen vielen Hausbooten. Sehenswert!
Da wir langsam wirklich Hunger hatten, gönnten wir uns das uns empfohlene Fish 'n' Chips von Barb’s, was wirklich lecker war! Wir lernten beim Essen eine Gruppe Frauen aus den Philippinen kennen, die mega cool waren! Wir unterhielten uns eine ganze Weile und tauschten Kontaktdaten aus. Man weiß ja nie. ;)
Wir schlenderten am frühen Nachmittag den langen Steg bis zum Breakwater Leuchtturm entlang und guckten uns etwas am Beacon Hill Park um, wobei es wieder regnete und wir dort keine Fotos machten.
An diesem Abend gingen wir noch einmal einkaufen, kochten und bereiteten uns für die weitere Reise vor. :)
Da es sonst ein wenig zu lang wird, machen wir mit dem Rest von Vancouver Island im nächsten Post weiter.
Bis dahin,
Stay Trve \m/
Romanov und Evilein














