Anlässlich der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit hier eine Beschreibung der Uhren unseres Haushalts. Weder meine Frau noch ich tragen Armbanduhren. Wenn wir nach der Uhrzeit gefragt werden und nicht eh gerade auf ein Laptop-Display schauen, zücken wir ganz selbstverständlich unsere Smartphones. An den Stellen unserer Wohnung, an denen das manchmal unpraktisch ist, gibt es einige stationäre Uhren.
Badezimmer – an der Wand hängt eine batteriebetriebene Funkuhr mit Zifferblatt. Diese Uhr empfängt auch die Information über die Zeitumstellung per Funk und richtet sich automatisch danach. Es hat sich bisher nicht ergeben, dass ich mitten in der Nacht wach war und zuschauen konnte, wie genau das abläuft. Das Internetradio im Bad verfügt ebenfalls über eine digitale Zeitanzeige. Es empfängt offenbar ein Zeitsignal über das WLAN, keine Ahnung wie das genau funktioniert.
Küche – die Küchenuhr hängt beim Herd an der Wand ist ebenfalls batteriebetrieben. Sie hing bereits in der Küche meiner Eltern und ist ungefähr so alt wie ich. Um diese Uhr zu stellen, muss man den Glasdeckel über dem Zifferblatt aufklappen und den Minutenzeiger mit dem Finger drehen.
Kinderzimmer – hier steht ein alter Radiowecker meiner Frau. Die Zeit wird in grünen 7-Segment-LED-Ziffern angezeigt. Radio- und Weckfunktion werden seit Langem nicht mehr benutzt. Zum Stellen dreht man einen Metallring, der die Zeitanzeige umschließt nach links für die Stunden und nach rechts für die Minuten.
Wohnzimmer – ebenfalls mittels grüner 7-Segment-LEDs zeigt der DVB-T-Empfänger im Wohnzimmer die Zeit, solange er nicht zum Fernsehen eingeschaltet ist (dann zeigt er die Nummer des gewählten Kanals). Eigentlich ist diese Uhr überflüssig, aber auch sie aktualisiert sich freundlicherweise automatisch durch das empfangene Funksignal.
Zwei weitere Uhren gibt es in unserem Auto – die des Autos selbst und die des Autoradios, beide digital. Neben der LCD-Autouhr in der Mittelkonsole gibt es zwei kleine Knöpfe, um sie zu stellen.
Das Autoradio ist leider eine ziemliche Usability-Katastrophe. Es hat viele Funktionen und wenige Knöpfe. Diese Situation ist aber weit weniger elegant gelöst, als bei den alten iPods. Während der Fahrt kann deswegen alles außer der Lautstärke eigentlich nur vom Beifahrer bedient werden.
Kurz nach der Zeitumstellung gerate ich auf meinen Irrwegen durch die Untermenüs dieses Radios dorthin, wo die Uhrzeit eingestellt wird, erkennbar am universellen Signal der blinkenden Ziffern. Ich ergreife diese Gelegenheit augenblicklich und bis zum Frühjahr gehen jetzt ausnahmsweise beide Uhren im Auto richtig.