Nein nein, keine Aufregung jetzt. Ich habe mit „Gift im Wasser!“ nur aufgegriffen, was ich an anderer Stelle schon einmal beschrieben habe.
Es ging dabei um die Thematik, wie man einen Betreff so formuliert, daß die Wahrscheinlichkeit, daß der Empfänger die Email auch öffnet, sich dramatisch erhöht. Und in diesem Zusammenhang wies ich darauf hin, daß es sinnvoll ist, einen eher reißerischen als einen zurückhaltenden Betreff auszuwählen.
Klar, man kann jetzt anmerken, daß ein Betreff auch so gut sein muß, wie der Inhalt, den er versprechen soll. Bei gleichem Content habe ich aber mit einem gut aufgemachten und knapp und treffend formulierten Betreff sicher wesentlich höhere Chancen, daß der Empfänger meine Email auch wirklich öffnet. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob ich dabei (ein wenig) übertrieben habe: Klappern gehört zum Handwerk, heißt es so schön. Wer schon einmal beim Hamburger Fischmarkt oder anderen derartigen Verkaufsveranstaltungen war – und sei es nur eine miserable Kaffeefahrt mit „freiwilliger“ Verkaufsveranstaltung, der wird wissen, wovon ich spreche: Erst bekommt man das Blaue und Weiße vom Himmel versprochen, und wenn man dann gekauft hat, kann sich plötzlich niemand mehr erinnern, diese oder jene Produkteigenschaft überhaupt genannt zu haben.
Beim Email Marketing verhält es sich dagegen anders: Der Empfänger, natürlich rechtssicher durch das Double-Opt in Verfahren gewonnen, erhält ja schwarz auf weiß, was Sie ihm anpreisen: Richtig, in der Email! Und was für einen Sinn macht es da, Unwahrheiten oder vollkommene Übertreibungen zu benutzen? Keine. Denn im einfachsten Fall meldet sich der Empfänger einfach aus Ihrem Verteiler ab. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Anzeige und empfindlichen Strafen kommen. Je nachdem, was in einer Email so alles drin stand.
Daher sollte man ein Angebot, auch als Affiliate Marketer, nach Möglichkeit genauer prüfen, insbesondere dann, wenn man in einer Email bestimmte Produkteigenschaften und –vorzüge hervorheben will. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen.
Daher gilt hier wie auch im „realen“ Leben: Ehrlich währt am längsten! Es ist keine Schande, wenn das Produkt keine eierlegende Wollmilchsau mit Blumenduft ist. Es muß schlicht und einfach nur das Problem des Kunden lösen. Für alles andere sind Sie gar nicht zuständig.
Aber wenn der Kunde durch Sie sein Problem, in welcher Nische auch immer, gelöst bekommen hat, wird er Ihnen das so schnell nicht vergessen und sicher noch lange ein zufriedener Leser Ihrer Newsletter oder Ihrer Email Marketing Kampagnen sein. Und damit Sie bei Ihren Kunden, oder im Moment noch besser: Interessenten, auch das gestellte Problem lösen können, ist es wichtig, daß Ihr Leser die Email, die Sie an ihn verschicken nicht nur erhält, sondern auch wirklich liest. Und dabei, und so bekommen wir auch den Bogen zu meinen Eingangssätzen, ist es wirklich immens wichtig, daß der Betreff Ihrer Email auch in der richtigen Art und Weise „reißerisch dosiert“ ist. Denn die Email soll den Kunden ja auch nicht so sehr erschrecken, daß er aus Versehen doch auf den Papierkorb klickt.
Probieren Sie einfach aus, was bei Ihren Kunden am besten ankommt. Es ist oft erstaunlich, auf was die Kunden am besten reagieren. Da kommt man aber nur mit Testen drauf!
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrer Nische, die Sie sich ausgesucht haben und die Ihnen Spaßt macht! Ihr Christoph Gruhn