Ich will kein leiser Gedanke sein,
kein flüchtiges Gefühl, das kommt und wieder geht.
Ich will eine Geschichte sein,
die jemand weitererzählt – nicht, weil sie spektakulär war,
sondern weil sie wahr war.
Weil sie berührt hat.
Weil man sie gespürt hat.
Weil sie wehgetan hat.
Weil man sich selbst darin erkannt hat.
Weil sie etwas in Bewegung gesetzt hat.
Ich will nicht einfach „jemand“ gewesen sein.
Nicht verschwinden in einem Nebensatz.
Nicht enden in einem Achselzucken.
Ich will, dass jemand innehält, wenn mein Name fällt.
Nicht laut – aber spürbar.
So, dass sich etwas zusammenzieht im Innern.
Ein kleines Zucken im Herzen.
Ein Echo.
Vielleicht werde ich nie die große Liebe für irgendwen gewesen sein.
Aber vielleicht war ich der, der geliebt hätte – und auch geliebt hat.
Bedingungslos.
Vielleicht war ich der, der blieb, als es nichts mehr zu holen gab.
Der tröstete, weil er fühlte.
Der verstand, weil er selbst nie frei wurde von seinem Schmerz.
Und wenn ich eines Tages gehe,
dann will ich nicht spurlos gehen –
sondern Spuren hinterlassen.
In Herzen. In manchen Seelen.
Dann sollen irgendwo noch Sätze von mir liegen:
in Gedanken, in Nachrichten, in alten Beiträgen.
Dann soll irgendwo jemand dasitzen
und ganz leise flüstern:
„Er war da. Und er hätte nicht gehen dürfen.
Weil die Welt solche Menschen braucht.
Er war echt.
Er war empfindsam.
Er war nicht perfekt.
Aber er hat geliebt – mit ganzem Herzen.
Und ich habe ihn gespürt.
Und ich spüre ihn immer noch.“