Ich funktioniere. Aber ich lebe nicht.
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from Netherlands
seen from China
seen from United States
seen from United States

seen from United States

seen from Malaysia
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from New Zealand
seen from Spain

seen from United States
Ich funktioniere. Aber ich lebe nicht.
Ich habe nie angefangen, weil’s cool war. Ich habe angefangen, weil ich allein war.
Es gibt Tage, an denen ich schreie – und niemand hört mich. Tage, an denen ich schweige – und auch das bemerkt niemand. Ich laufe durch die Welt, ein Gesicht unter Millionen, und frage mich, ob irgendjemand je wirklich sehen will, was hinter meiner Haut lebt. Vielleicht ist Unsichtbarkeit schlimmer als Ablehnung. Denn wer abgelehnt wird, wird wenigstens noch wahrgenommen.
Es gibt diese stillen, dunklen Momente, in denen du einfach nur traurig bist. Allein. Überfordert. Hilflos. Du starrst auf dein Handy, scrollst durch deine Kontakte, hoffst, irgendjemandem schreiben zu können, aber es fühlt sich an, als würde es sowieso niemanden interessieren. Als wärst du nur eine Last. Als würdest du einfach nur nerven.
Also schweigst du. Frisst alles in dich hinein, weil du gelernt hast, dass du dich auf niemanden verlassen kannst, wenn es wirklich zählt. Weil du genau in den Momenten, in denen du am meisten jemanden brauchst, am einsamsten bist.
Die härtesten Stunden durchlebst du allein und genau das bricht dich. Es frisst sich durch Herz und Seele, Stück für Stück. Es macht dich kalt. Hart. Bitter. Weil du immer für andere da bist, aber selbst nie gesehen wirst. Weil niemand da ist, der dich auffängt.
Also ziehst du dich zurück. Redest weniger. Fühlst weniger. Und irgendwann beginnst du, dich selbst zu hassen, für das, was aus dir geworden ist. Für das Monster, das sich aus all dem Schmerz, der Enttäuschung und dem Alleinsein geformt hat.
Verzweiflung ist der Moment, in dem selbst die Stille schreit.
Ich trage so viel in mir, doch niemand fragt danach.
Es gibt Momente, in denen ich das Gefühl habe, nicht aus dieser Welt zu stammen. Als hätte man mich hier vergessen, inmitten von Menschen, die laut lachen, schnell urteilen, weiterziehen, während ich noch auf der Stelle bleibe. Vielleicht bin ich zu langsam für ihre Geschwindigkeit. Vielleicht bin ich zu tief für ihre Oberflächen.
Natürlich ist lieben schwer. Du triffst auf eine andere Person, die genauso kompliziert und vielschichtig ist wie du. Und genau das macht es nie einfach. Sie sind genauso menschlich wie du, mit eigenen Gedanken und Gefühlen, schlechten Tagen und Momenten, in denen sie schwer zu verstehen sind. Manchmal fühlt es sich an, als ob du sie überhaupt nicht erreichst. Doch gerade darin liegt die wahre Bedeutung der Liebe. Es geht nicht nur um die leichten, schönen Momente. Es geht darum, auch in den schweren Phasen füreinander da zu sein, immer wieder zu versuchen, zu verstehen und zu geben, selbst wenn es alles andere als einfach ist. Denn Liebe bedeutet, sich für die Reise des anderen zu entscheiden, auch wenn diese Reise nicht immer geradeaus verläuft.