im Narzissenwald
Mein Traum bringt mich auf Waldboden zur Welt Ich finde mich wieder unter nickenden Narzissen Jeden Abend verabrede ich mich mit ihnen zum Weinen im Morgengrauen treffen wir uns im noch trocknen Flussbett sticheln wir, verletzen wir einander so dass unsere Augen vor Klagen bluten, dann zeigen wir Anteilnahme, damit die Bäche bloß nicht zu bald versiegen Tätscheln wir fleißig Rücken, klopfen uns die letzten Tropfen aus den Leibern Im Morgengrauen nutzen wir der anderen Tränen als Taschenspiegel Um unser Krönchen zu richten Ich finde mich selbst im Dickicht wieder, in gelber Gesellschaft, im Narzissenwald, dort unten am Teich, in Nachbarschaft zu den Sumpf-Dotterblumen glaube ich, der Sonne ins Gesicht zu sehen dabei sehe ich nur mich selbst












