Julia Wertz gehört seit dem Tag, an dem ich vor vielleicht drei Jahren bei Grober Unfug ihre ersten beiden Büchern „The Fartparty“ und „The Fartparty Volume 2“ käuflich erworben habe, zu meinen Lieblingsautor_innen im Bereich autobiographischer Comics. Dass ich auch ihr neues Buch mag, ist daher wenig verwunderlich. Wirklich interessant ist, dass das neue Buch quasi die Backstory zu den ersten dreieinhalb gibt, denn Wertz erzählt darin, wie sie buchstäblich von einer Tellerwäscherin zur Buchautorin geworden ist, aber auch wie ihr kurzer Ausflug ins Mainstream-Buchbusiness ein eher enttäuschender war, wie sie lernen musste, damit umzugehen, eine unheilbare, wenn auch nicht tödliche Krankheit zu haben, und wie sie zunehmend Probleme mit ihrem Alkoholkonsum bekam. All das im bewehrten Junlia Wertz-Stil, wobei so im direkten Vergleich zu ihren ersten Strips ihre Zeichnungen wirklich unglaublich viel besser sind. Glücklicherweise ist der Charme, den ihre Bücher immer hatten, erhalten geblieben. Warum niemand ihre auf Deutsch übersetzt, erschließt sich mir dagegen nicht. Das ist durchaus als Wink mit dem Zaunpfahl gemeint...