sie verleugnen die wahrheit, verstoßen ihr eigen fleisch und blut.
und all das nur für ein bisschen ruhm.
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sie verleugnen die wahrheit, verstoßen ihr eigen fleisch und blut.
und all das nur für ein bisschen ruhm.
„Du hast immer irgendetwas!“
Mit diesen vier Worten hast du so unglaublich viel gesagt, ohne viel zu sagen. Mit diesem Satz hast du bewirkt, dass ich plötzlich an allem zweifle. An dir. An mir. An uns.
Der Anblick deines schlaffen Körpers geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Er hat sich fest gebrannt. Das Gefühl deiner kalten Pfoten an meinem Bein, als ich viel zu schnell durch die Straßen jagte um dich vielleicht doch irgendwie zu retten. Wir wussten du würdest es nicht schaffen. Und trotzdem haben wir alles gegeben. Weinend, schreiend und zitternd im Auto gesessen. Irgendwie luft in deinen kleinen leblosen Körper pustend.
Ich war so stolz auf. Jedes mal wenn du deine Angst überwunden hast. Uns ein Stück näher gekommen bist. Doch mehr getraut hast. Ich war soo stolz auf dich wie du es geschafft hast unseren alten Stern sturen Kater ein bisschen weich zu machen.
Ich denke selbst er hat dich geliebt. Als er dich mit nach Hause gebracht hat warst du schon in unseren Herzen. Ich bin dankbar für jedes einzelnen Tag der letzten 1.5 Jahre, die du mit uns verbracht hast.
Und jetzt war es doch deine Angst. Deine Angst und ein schwaches Herz. Dein Herz das so misstrauisch und doch auf der Suche nach Liebe war. In deinem viel zu kurzen Leben einmal zu viel gebrochen.
Du hast unsere kleine Familie für den Moment komplett gemacht kleine Holly. Du bist zu früh gestorben. Und wir müssen erst mal verstehen was da passiert ist.
Es bleiben Fragen. Ob es zu viel für dich war. Dass du kurz woanders leben musstest? Damit wir unser/dein neues Zuhause fertig machen konnten. Das neue Haus. Das zwar noch nicht fertig aber dennoch mit viel Liebe für dich eingerichtet wurde. Du hast nur einen Raum gesehen. Wobei ich nicht weiß was du tatsächlich gesehen hast in den letzten Minuten deines Lebens.
Liebe Holly. Bitte komm gut über die Regenbogenbrücke. Ich hoffe, dass du wo auch immer du jetzt bist keine Angst mehr haben musst. Keine Angst vor Menschen. Keine Angst vor dem alleine sein. Keine Angst davor jemals wieder zu wenig Futter zu bekommen. Ich hoffe du verzeihst uns, dass wir dir in deinen letzten Minuten nicht mehr Sicherheit geben konnten. Ich habe dich geliebt. Und liebe dich immer noch kleine ängstliche Katze.
Hätte es lassen sollen.
Habe es geschafft, dir diesen Text zu schicken:
"Ich habe sehr viel hin und her überlegt, ob ich dir schreibe oder nicht. Aber ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich dir jetzt einfach einmal alles sage.
Ich ignoriere dich nicht, ich gehe auf Abstand weil ich mich schützen muss. Denn, dass was du in mir angerichtet hast, ist nicht mal so eben mit dem Finger weg zu Schnipsen. Das mit uns zerstört mich richtig. Das mit uns wird mich auf ewig zerstören. Warum ich dir nicht antworte, liegt daran, dass ich dir zwar am liebsten jede freie Minute schreiben möchte, aber ich mich damit nur noch mehr zerstören würde. Denn unsere Trennung, dein Verlust macht mich kaputt.. Ich liebe dich nach wie vor, vielleicht sogar noch mehr, aber ich muss auf mich achten. Ich komme null mit all' dem klar. Wirklich null. Ich versteh all' das einfach nicht. Werd es vielleicht auch nie verstehen, vielleicht ist das auch besser so.
Ich habe dich am Mittwoch gesehen, du saßt mit deinem Hund bei Mc Donald. Ich war auch dort. Ich bin nur kurz auf Toilette. Als ich dich sah habe ich dir in deine Augen geschaut und spürte, wie meine Mauer wieder eingerissen ist. Du warst zum greifen nah, ich stand ungefähr 6 Meter von dir entfernt. In dem Moment habe ich wieder gemerkt, wie kaputt mich das mit uns wirklich macht.
Wie gesagt, ich ignoriere dich nicht, denn dir nicht zu schreiben ist die Hölle. Aber anders geht es nicht. Ich muss es akzeptieren, ich hab keine andere Möglichkeit.
Kein Kontakt mit dir zu haben lässt mich innerlich ersticken, aber es ist wirklich zur Zeit das beste, weil ich sonst an all dem krepier.
Ich hab so viel im Kopf und finde kaum Worte. Ich möchte, dass du verstehst das ich dich liebe und brauche und genau deswegen muss ich mich schützen.
In ewiger Liebe"
Und was antwortest du, so gut wie nichts. Du gehst null auf den Text ein. Ich explodiere.
Da nehme ich all meine Kraft und erzähle dir wie es mir geht und zeige dir wie zerbrechlich ich innerlich bin. Und du hast mal wieder nichts besseres zu tun, als es zu ignorieren.
Danke für nichts!
Warum reden Menschen nach einer Beziehung, immer schlecht über die andere Person? Nur weil sie verletzt sind oder weil sie die andere Person verletzten wollen?
Macht es das denn besser?
fassungslos
der Rahmen bricht und langsam falle ich dem Boden entgegen du hast mich fest gehalten bis jetzt Angesicht zu Angesicht ich ringe um Fassung als ich im freien Flug fassungslos aufpralle.
Manchmal blutet das Herz so stark, dass man einfach nur noch schlafen möchte...