Born to run – Mit Jump'n'Run gegen Doping
Ein neues Handy-Game macht auf das Doping-Problem aufmerksam. Bei "Born to Run" kann man dopen – man darf sich nur nicht erwischen lassen.
"Born to Run", erstellt von der Zürcher Agentur Feinheit im Auftrag von Antidoping Schweiz, NADA Deutschland und NADA Austria, den drei Antidoping-Organisationen der jeweiligen Länder, fordert eine ernsthafte und doch spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Doping.
Jugendliche, die das Spiel anspricht, sind jetzt nicht direkt von der Doping-Problematik betroffen, möchte man sagen. Dennoch setzt Prävention hier an, wohl auch im Hinblick auf sportliche Betätigung in der Jugend. Darüber hinaus findet Doping (Stichwort Ritalin) ja längst auch ausserhalb des Leistungssports im Alltag statt. Ob die Spieler dies abstrahieren, sei mal dahin gestellt.
Fakt ist: "Born to Run" macht Spass. In klassischer Jump'n'Run-Manier und mit einem an alte 8-Bit-Ästhetik angelehntem Look müssen die Spieler einen Parcours meistern, auf dem sie auch illegale Dopingmittel – EPO, Narkotika, Anabolika und Amphetamine – sammeln. Die können dann nach eigenem Gutdünken eingesetzt werden. Die Leistungssteigerung bringt neue High-Scores, aber am Ende steht vielleicht ein Dopingtest. Wird man erwischt, droht eine Sperre.
Nebenher kann man sich im recht einfachen Quiz zu Dopingfragen testen lassen und seine Fähigkeiten auch ohne leistungssteigernde Mittelchen verbessern.
Das Spiel gibt's kostenlos für iPhone und iPad, zum Daddlen langt es allemal. Ob so Doping wirkungsvoll vorgebeugt werden kann, sei mal dahin gestellt. Aber zumindest wird drüber geredet!