Anfang Dezember 2019
Google schickt mir einen Brief. Per Post. Auf Papier.
Im Sommer sind wir mit der Firma umgezogen. Das sollte auch besser Google wissen. Ich gehe auf den Eintrag in Google Maps und versuche, die Adresse zu ändern. Google bedankt sich, man prüfe das jetzt und fertig. Aber nix da, fertig. Das mache ich immer mal wieder, weil Googles Prüfung entweder nicht stattfindet, oder das falsche Ergebnis ergibt.
Irgendwann fällt mir ein Knopf ins Auge: “Google My Business.” Da hatte ich mich vor Jahren mal angemeldet, um auf eine unflätige Bewertung zu reagieren, fällt mir dann wieder ein. Damit komme ich nun weiter bis zu dem Punkt, an dem ich meinen Augen nicht traute:
Ok, nach kurzem Nachdenken bin ich dann auch dahinter gekommen, dass das natürlich ein einigermaßen zuverlässiger Weg der Adressprüfung ist. Aber trotzdem: Post von Google? Was von Google zum Anfassen? Ich fordere also die Postkarte an und denke als nächstes: Oh, wenn die Postkarte ankommt, muss ich wohl ein paar Leute zum Tragenhelfen holen. So 4x3 m wird die groß sein:
Wenige Tage später liegt dann aber doch nur ein profaner Brief (zugeklebter Umschlag, keine Postkarte) im Briefkasten. Ich tippe einen Code ein, den ich darin finde, und fertig.
Vom internettesten Unternehmen der Welt einen Brief bekommen ansonsten bestimmt nur Leute, die Stress mit deren Rechtsabteilung haben.
(Markus Winninghoff)










