Einfach mal ein bisschen weniger Fleisch?
Wenn es um das Thema Ernährung geht, verhärten sich oft die Fronten, da viele Menschen meinen, dass „ihre“ Ernährung die einzig richtige sei. So stehen sich oft Fleischesser, Vegetarier und Veganer im Streitgespräch gegenüber. Es gibt aber auch eine Gruppe Menschen, die über solche Diskussionen nur schmunzeln kann: Die Flexitarier.
Bei der Flexitarier-Bewegung handelt es sich um einen Trend aus den USA. Eigentlich könnte man diese Leute auch als Teilzeit-Vegetarier bezeichnen, da sie im wesentlichen nur darauf achten weniger Fleisch zu essen und dieses wenn möglich als Bio-Fleisch zu kaufen. In der Regel motivieren Massentierhaltung, der Klimawandel und die eigene Gesundheit diese Menschen dazu weniger als drei Mal in der Woche Fleisch zu essen.
Der Mensch benötigt pro Woche nur 300 bis 600 Gramm Fleisch für eine gesunde Lebensweise. Ein höherer Fleischkonsum kann zu einem höheren Risiko für Diabetes Typ-2, Herz-Kreislauferkrankungen oder Übergewicht führen. Typische Zivilisationskrankheiten also, die durch eine ungesunde Ernärung hervorgerufen werden. Durch den geringeren Fleischkonsum wird auch das Klima geschont, da ein Kilo Rindfleisch in seiner Herstellung 36 Kilogramm CO2 erzeugt, was einer Autofahrt von 250 Kilometern entspricht.
Von Vegetariern und Veganern wird oft kiritisiert, dass sich Flexitarier mit ihrem „außergewöhnlichen“ Lebensstil nur das eigene Gewissen beruhigen wollen. Letztendlich werden für die Fleischproduktion immer noch Tiere getötet und gequält. Immerhin ist die flexitarische Lebensweise trotzdem besser als der herkömmliche Konsum zu bewerten. Vor allem eröffnet sich hier die Chance, dass weniger Tiere geschlachtet werden müssen und durch ein erhöhtes Ernährungsbewusstsein mehr Menschen den Schritt zum Vegetarismus oder Veganismus wagen.