Seit etwa 2016
WLAN frisst Datenvolumen
Wenn ich gerade keine Akkusorgen habe, lasse ich das WLAN an meinen mobilen Endgeräten dauerhaft eingeschaltet. Es gibt zwei Situationen, in denen ich das ändere, und meistens ärgere ich mich im Nachhinein darüber.
Irgendwann im Jahr 2016, als ich gerade einen nicht so tollen Datentarif für mein Handy hatte, habe ich mich mit einem Freifunk-Router an einer Straßenbahnhaltestelle verbunden. Der Freifunk war langsam, aber nützlich, zumindest während des Wartens.
Ich bin dann umgezogen. Jetzt warte ich an dieser Haltestelle nicht mehr, sondern fahre einfach durch. Mein Handy entdeckt das Freifunk-WLAN, freut sich total, verbindet sich, versucht, Inhalte über das WLAN zu laden, ist aber schon wieder außerhalb der Reichweite des Netzes, ohne das zu merken. Der Effekt ist, dass ich beim Passieren der Freifunkhaltestelle einige Minuten lang praktisch offline bin.
Gelegentlich entferne ich das Freifunk-Netz aus meiner Liste, damit das Handy sich nicht automatisch damit verbindet. Aber manchmal stehe ich dann eben doch wieder an dieser Haltestelle, und dann verbinde ich mich absichtlich mit dem Freifunk, und dann geht das ganze von vorne los. Einfacher ist es, beim Anfahren der Haltestelle das WLAN auszuschalten und es später wieder zu aktivieren.
Die zweite WLAN-aus-Situation entsteht, wenn ich mich in sehr restriktiven oder instabilen WLANs befinde. In meiner Stammkletterhalle bin ich manchmal hervorragend versorgt, an anderen Tagen kann ich nur Nachrichten empfangen, aber keine absenden... Wenn das zu nervig wird, deaktiviere ich eben das WLAN am Handy.
Weil das beides solche Ausnahmefälle sind, denke ich meistens nicht daran, das WLAN später wieder anzuschalten. Ich sitze dann abends zuhause auf dem Sofa, schaue Youtubevideos und denke mir irgendwann “huch”. Mein aktueller Datentarif hat einen Umfang, der bei nur-unterwegs-Nutzung hervorragend auf meinen Verbrauch abgestimmt ist, aber wenn ich einmal “huch” gedacht habe, heißt das normalerweise, dass ich am Ende des Monats ein paar Tage offline bin.
Notiz zum Sprachgebrauch: Ich sage im Alltag tatsächlich “das WLAN an-/ausschalten”, obwohl ich in dieser Situation kein WLAN zur Verfügung stelle, sondern nur mein eigenes Gerät zum Empfangen von WLAN-Daten befähige. Leute, die mir in Datennotlagen mit Tethering ausgeholfen haben, bitte ich aber auch, ihr WLAN für mich an-/auszuschalten.
(Esther Seyffarth)











