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Vientiane, Laos, 30. Dezember 2012
Auf der Karte stehen etwa ein Dutzend Gerichte zur Auswahl. Wir bestellen „Fresh Springrolls“, frisch deshalb, weil nicht frittiert, sondern in Reispapier eingewickelte Rohkost, weiße Nudeln, Karotten, Sojasprossen, Zwiebeln und Koriander. Das Beste ist der Dip, ein Schälchen mit süß-sauer-scharfer Erdnusssoße – lecker. Im Anschluss versuchen wir es mit einer Art Fondue. Die Bedienung stellt einen Topf mit Sud auf den Tisch, zu der ein Teller mit Blattsalat und Kräutern gereicht wird, eine Schale mit Knoblauch, Ingwer und Zitronengras, weiße Nudeln und zwei Dips. Hinzu kommt ein Teller mit wahlweise Fleisch (Rind, Schwein, Huhn), Mekong-Fisch, Shrimps oder Tintenfisch. Darüber wird ein Ei geschlagen. Wären wir vorsichtig, würden wir alles gut abkochen. So aber machen wir es wie die Laoten um uns herum. Wir nehmen die Gewürze für den Sud, garen den Fisch darin und wickeln ihn zusammen mit den kalten Nudeln in ein Salatblatt. Der Dip sorgt für die notwendige Schärfe. Gegessen wird mit den Händen, die stets mit mehr Bakterien aus laotischen Toiletten herauskommen als sie hereingebracht haben.
Zugegeben, nach sechs Wochen unterwegs hat sich jeder von uns mindestens einmal übergeben. Wir finden aber, dass die Garküchen Thailands und Laos‘ das Risiko wert sind. Und so essen wir weiterhin fröhlich unsere gegrillten Bananen, grüne Mango, Papaya-Salat und einmal sogar Eier am Spieß.