Die große Steingesichter-Invasion: Wenn Europa plötzlich zurückstarrt
Während Influencer um die perfekte Instagram-Story kämpfen, erobern kleine bemalte Steingesichter still und heimlich die schönsten Urlaubsorte Europas – und sorgen für mehr authentische Lächeln als jeder Selfie-Stick.
Was einst als "Kindness Rocks Projekt" in den USA begann, hat sich längst zu einem europäischen Phänomen entwickelt, das Wanderwege, Strände und Aussichtspunkte in wahre Freiluft-Galerien verwandelt. Diese charmanten Wandersteine mit ihren großen Kulleraugen und verspielten Gesichtern sind die wohl sympathischsten Botschafter einer neuen Art des Reisens geworden.
Der Clou an diesen bemalten Glücksbringern: Sie funktionieren nach dem simplen Prinzip "Finden, Freuen, Fotografieren – und optional weiterreisen lassen". Was zunächst wie ein harmloses Familienhobby aussieht, entpuppt sich als geniale Strategie gegen digitale Reizüberflutung. Statt ständig aufs Smartphone zu starren, suchen Urlauber plötzlich wieder aktiv ihre Umgebung ab – und entdecken dabei Orte, die sie sonst übersehen hätten.
Von der Nordsee bis zur Adria haben sich mittlerweile unzählige regionale Gruppen gebildet, die ihre eigenen Steinkunstwerke kreieren und verstecken. Ob "Weserstones", "Elbstones" oder "Bentheimer Glückssteine" – jede Region hat ihren eigenen Stil entwickelt und sorgt damit für eine dezente, aber wirkungsvolle Tourismusförderung der besonderen Art.
Besonders faszinierend ist die Demokratisierung der Kunst: Während traditionelle Street Art oft Können und Equipment erfordert, kann buchstäblich jeder einen Stein bemalen und zum improvisierten Kulturschaffenden werden. Das spontane Lächeln beim Fund eines liebevoll gestalteten Steingesichts ist dabei authentischer als jede professionelle Marketingkampagne.
Die Steingesichter-Bewegung zeigt auch, wie sich Tourismus neu erfinden kann. Statt auf teure Attraktionen zu setzen, entstehen durch diese kleinen Kunstwerke kostenlose Erlebnisse, die Familien zusammenbringen und selbst den gewöhnlichsten Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer machen. Kinder entwickeln dabei ganz nebenbei einen geschärften Blick für Details in der Natur.
Doch die bemalten Steine sind mehr als nur Deko: Sie fungieren als stille Kommunikation zwischen Fremden, als Mutmacher in schwierigen Zeiten und als Beweis dafür, dass kleine Gesten große Wirkung haben können. In einer zunehmend digitalen Welt schaffen sie überraschende analoge Verbindungen zwischen Menschen, die sich nie begegnen werden.
Die Regeln sind bewusst einfach gehalten: Umweltfreundliche Farben verwenden, sichere Versteckplätze wählen und die Natur respektieren. Was bleibt, ist ein europaweites Netzwerk kleiner Kunstwerke, die Reisenden zeigen, dass die schönsten Entdeckungen oft die unerwarteten sind – und dass manchmal ein einfaches gemaltes Lächeln mehr bewirkt als die spektakulärste Sehenswürdigkeit.
Einst ging ein junger Wandersmann
und klopfte an der Wahrheit an.
Er sah, erkannte und verstand,
doch da kam er ins fremde Land.
Dort traf er eine Königin,
die hielt sich für ne‘ Herrscherin.
Sie gab dem Wandersmann, ‘s wahr,
eine sehr schwere Aufgabe dar.
Doch, siehe, er löst sie geschwind
mit Herz und Mut und sie gelingt.
Stolz tritt er vor die Königin
Und beugt das Haupt leicht vor ihr hin.
Doch da sie aufsteht und beklagt:
„Hab ich’s nicht deutlich g’nug gesagt?
Du tust und handelst hier herum,
doch deine Lösung, die ist dumm.“
Da hebt sich Wandersmann empor
und sagt: „‘s dumm zu hören auf ‘nen Thor.“
Dann dreht er sich stolz aufrecht um,
die Königin, die schaut nur dumm.
Der Wandersmann, zutiefst gekränkt:
„Ich nur meine Kraft verschwend.
Da will ich helfen in der Welt,
und siehe wie man’s mir vergelt.“
Da trifft er auf die Zauberin,
die weist ihn auf die Wunden hin.
Erinnerungen sie nun teilen,
sodass die Wunden können heilen.
Dann zieht er los mit neu Elan
und in ihm reift ein neuer Plan.
Er zieht mit Gottes Hilfe los
und Gott trägt ihn so wie ein Floß.
So wandert er, von Ort zu Ort
und hilft den Menschen immerfort.
Der Wandersmann jetzt endlich frei,
denn Fluch und Schwur sind nun vorbei.
Und fröhlich singt er neue Lieder
und gibt sie allen Menschen wieder.
Er ist jetzt frei, zurück der Friede,
verbreitet auf der Welt nun Liebe.
Und ich bin Malamute, die den Weg gefunden hat...
Ein Hoch auf Gott
Angst!
Panik!
Alles kracht
Wut!
Hass!
Die Erde erwacht
Keiner und Niemand müssen gehen,
Einer und Jeder greifen ein ins Geschehen,
Gott hat die Welt sich neu erdacht,
Gott hat dem Bösen ein Ende gemacht.
Gut und Böse tanzen im Reim,
Gut lässt die Wolken im Himmel neu schein‘,
Keiner und Niemand können’s nicht sehen,
Keiner und Niemand müssen nun gehen.
Eine Parabel
„Männer, es ist soweit! Der Wind hört auf zu wehen, wir müssen uns in die Riemen legen, wenn wir ans Ziel kommen wollen“, rief der Käpt’n. „Rudert!!! Und eins… und zwei…“
Ein großes Murren ging durch die Mannschaft: „Kann man das Ziel nicht anders erreichen, ohne so eine große Anstrengung? Wieso müssen wir uns jetzt dermaßen verausgaben und alles selbst in die Hand nehmen?!“ Aber der Käpt’n hatte kein Erbarmen. Er hatte sich ein Ziel gesetzt, was es galt, auf jeden Fall so schnell wie möglich zu erreichen.
„Lasst nicht nach! Strengt euch mehr an! Wir müssen Fahrt aufnehmen! Rudert! Rudert! Schneller! Weiter! Nicht schlapp machen! Strengt euch mehr an!“, schallte es immer wieder über Bord. Die Mannschaft gab ihr Bestes. Sie ruderte was das Zeug hielt. Über viele Jahre ging es so. Die Mannschaft laugte langsam aus. Konnte das noch lange gut gehen? Wird der Käpt’n sein Ziel erreichen?
Immer wieder gab es Unruhen in der Mannschaft. Einige unter ihnen schrien und bekamen Angst. Andere wollten meutern und wandten sich an Gott, ihren eigentlichen Herrn, und riefen um Hilfe: „Bleibe bei uns, Herr, und hilf uns, wir gehen unter!“ Aber der Käpt’n veränderte nichts zugunsten der Mannschaft. Ganz im Gegenteil. Er erhöhte sogar noch die Schlagzahl des Ruderns und hoffte, so die Querulanten endlich mundtot zu machen. Und wenn dies dann doch nicht gelang, ließ er sie einfach plötzlich und unerwartet über Bord fallen. Einige aus der Mannschaft riefen: „Mann über Bord, Mann über Bord!“ Aber der Käpt’n rief laut und unüberhörbar: „Egal! Zieht an! Gut, dass sie weg sind, so können sie uns nicht mehr aufhalten, wir haben an Gewicht verloren und kommen somit schneller voran!“ Er trieb seine Mannschaft weiter an, Höchstleistungen zu bringen. Ihm war es egal, was mit den anderen Wenigen war, die sich trauten, den Mund aufzumachen, und murmelte leise in seinen Bart: „Vielleicht nehme ich sie ja auf der Rückfahrt mit … vielleicht aber auch nicht.“
Der Käpt’n sonnte sich in Erinnerung an seine ach so schöne Zeit als hochangesehener Mann. Er wollte noch mehr Ansehen haben, um dadurch mehr Kontrolle über die Fahrten zu bekommen, die er noch unternehmen wollte. Die Mannschaft unterlag weiter seinem Kommando und wog sich dadurch zumindest in Sicherheit, versorgt zu sein. Dabei verlor sie immer mehr das große Ziel aus den Augen. Aber was war das große Ziel?
„Mach, dass du an die Seite kommst, das ist meine Schlafkoje, ich habe hier das Sagen!“, rief der Steuermann einem anderen Offizier entgegen. „Aber du bist hier nicht der Alleinherrscher, auch ich habe ein Anrecht darauf. Also geh mir aus dem Weg!“, entgegnete der Offizier. Immer wieder gab es mehr und mehr Rangeleien um die besten Positionen und auch um die Schlafkojen. Denn je näher man dem Käpt’n kam, desto eher hatte man die Chance, die Fahrt gut zu überleben. Allerdings hatte das Ganze auch seinen Preis: Stiefellecken, Druck, Erpressung und Verrat waren angesagt. Nicht nur bei den Offizieren, nein, auch beim Rest der Mannschaft, die sich einerseits um des Überlebens willen und andererseits um der Macht willen bei den Offizieren einschleimte. Ja, man kann es kaum glauben, so entstand tatsächlich eine Art Gemeinschaft, wenn auch eine sehr kranke Art der Gemeinschaft.
„Ihr könnt doch so nicht weitermachen! Das ist nicht gut für uns und unsere Fahrt, wir gehen dabei drauf. Hört doch endlich auf, euch selbst so zu verraten!“ Ein angeekeltes Schweigen ging unter Deck von Mann zu Mann. Böse Blicke trafen den Einen, der es wagte, sie alle in Frage zu stellen. Und wieder dröhnte die leise Stimme, die aber lauter und lauter wurde, durch die Stille: „Kehrt um, hört auf, sonst gehen wir alle unter!“
Plötzlich durchbrach eine dunkle Gestalt aus dem Hintergrund mit ernstem Blick das eisige Schweigen der Mannschaft. Es war der Käpt’n: „Was willst du hier, du Unruhestifter?! Was fällt dir eigentlich ein, auf meinem Schiff so einen Unsinn zu reden?! Pass dich gefälligst an oder du wirst dein blaues Wunder erleben!“
Der Eine aber, der es wagte, sich gegen diese Strukturen zu erheben, wartete ab, wurde ruhiger und ruhiger und fragte dann plötzlich laut und unvermittelt: „Was ist eigentlich das große Ziel, von dem hier an Bord immer gesprochen wird? Was ist diese Ewigkeit, die hier so hochgehalten wird? Stimmt die mit Gottes Ewigkeit überhaupt überein?“
Der ernstblickende Mann aus dem Hintergrund kam auf den Einen zu und zog inzwischen eine wütende Grimasse. Er knurrte fast und presste ein paar Worte aus dem Mund, die sich anhörten wie: „Runter von meinem Schiff, du hast hier nichts mehr zu suchen!“
Aber der Eine dachte gar nicht daran und fragte unbeirrt und eindringlicher weiter: „Und was ist das für eine Gemeinschaft? Kann man überhaupt von Gemeinschaft sprechen, wenn jeder jeden bekämpft? Was, wenn wir in Not geraten? Rettet sich jeder nur selbst? Ist das das große Ziel?“
Die Mannschaft reagierte nicht, blieb wie versteinert, aber doch kochend vor Wut unter Deck stehen und blieb ihm die Antworten schuldig. Selbst dem Käpt’n blieb die Spucke weg. „So eine Dreistheit ist ihm noch nie untergekommen“, dachte er bei sich und überlegte, wie er den Einen am besten ausschalten könnte ohne seinen Ruf zu verlieren. Er spielte viele Möglichkeiten durch.
Unterdessen schaute der Eine in die Runde, blickte jedem Einzelnen tief in die Augen und stimmte dann mit fester und lauter Stimme ein Lied an. Dieses Lied drang in jede einzelne Zelle eines jeden Körpers. Er sang so laut, dass es auch die Offiziere und den Käpt’n wie ein Schlag traf, und sie fingen alle an zu zittern.
Was macht dieser Eine da? Glaubte er wirklich an die Ewigkeit Gottes? Wie konnte er es wagen, immer wieder erneut dieses Lied zu singen, lauter und lauter, inbrünstiger und inbrünstiger, dann ruhiger und ruhiger, leiser und leiser. Dann sagte er: „Du bist dran.“ Und dann wartete er. Er wartete, bis eine Entscheidung des Käpt’n gefallen war.
Während dessen sang er dieses Lied immer und immer wieder vor sich her, mal laut, mal leise und nach einiger Zeit – fast eine kleine Ewigkeit – brannte sich der Text immer mehr in die Köpfe der Besatzung ein. Dieser Text! Diese Melodie! Ganz allmählich stimmten mehr und mehr Stimmen in diese Melodie mit ein. Mal laut und dann wieder leiser. Mal mit voller Überzeugung und mal etwas zurückhaltender. Aber es war ansteckend, diese Melodie. Sie verebbte niemals ganz. Immer wieder kam sie unmerklich zum Vorschein und wurde lauter. Immer wieder wurde dieses Lied voller Hoffnung, Glaube und voller Liebe gesungen. Dieser Text, diese Melodie. Es war das Lied: „Ein Schiff, dass sich Gemeinde nennt“.
Übrigens sehr zum Verdruss des Käpt’ns, der dadurch seinem Ziel einfach nicht näherkam, aber das Ziel Gottes, Ewigkeit, kam immer mehr in Sichtweite.
Hast Du Lust, mehr zu erfahren? Dann bleib dabei und lies weiter.
Hier findest du regelmäßig Inspirierendes und Kritisches über Gott und die Welt in Form von Parabeln, Geschichten, Gedichten und Input für Smallgroups mit Arbeitsfragen.
Den Liedtext zur Parabel und die dazugehörigen Arbeitsfragen findet Ihr hier:
1.In welcher Rolle findest Du Dich am ehesten wieder? Bist Du ein Mannschaftsmitglied, Offizier, Käpt’n oder der Eine? Oder sind das vielleicht alles auch nur Anteile in uns, die wir zu unterschiedlichen Zeiten alle einmal leben?
2. Welche Muster oder Strukturen erkennst Du in der Parabel?
3. Was heißt für Dich Gemeinde, Gemeinschaft, Smallgroup?
4. Wie sieht Deine Gemeinde, Gemeinschaft, Smallgroup aus, welche Strukturen sind vorhanden? Gibt es dort solche Strukturen, wie sie hier in der Parabel zu finden sind? Sind Dir diese bewusst und inwieweit werden sie von anderen oder auch von Dir bedient? Möchtest Du vielleicht etwas daran ändern?
5. Wieso ist es so schwer, der Eine zu sein?
6. Wie sehen unsere Gesellschaftsstrukturen aus? Bestehen sie auch eher aus „höher, schneller, weiter“, Geld, Macht und Ansehen? Bringt uns das vom großen Ziel ab?
7. Was sollte unser Ziel sein?
8. Was bedeutet Gottes Ewigkeit? Ist sie wirklich erst dann vorhanden, wenn wir sterben? Oder gibt es Gottes Ewigkeit auch schon zu Lebzeiten auf Erden? Und wie würde sie aussehen können?
9. Singen wir das Lied auch voller Inbrunst, Liebe, Hoffnung und Glaube? Oder plätschern wir einfach nur so dahin?
10. Wie magst Du deinen Kaffee? Heiß oder lieber lauwarm? Brennst Du für Jesus oder reicht es Dir, Dich anzupassen, vielleicht sonntags in die Kirche zu gehen?
11. Wo und wie rufst Du: „Wacht auf! Wollt Ihr denn ewig so weitermachen?“
12. Wo schaust Du weg und greifst nicht ein, nur weil es für Dich bequemer und leichter ist (z.B. bei Rassismus, Populismus, Antisemitismus)?
13. Wie verhältst Du Dich, wenn Unrecht geschieht? Traust Du Dich, für Gerechtigkeit einzutreten? Oder ist das alles eine Identifikationssache mit dem einen oder anderen (Täter/Opfer)?
14. Gibt es Opfer, gibt es Täter? Wodurch wird jemand zum Täter?
15. Hast Du einer ranghöheren Person schon einmal Deine Meinung gesagt? Wie hast Du Dich dabei gefühlt? Hat es etwas verändert? Hast DU Dich dadurch vielleicht verändert?
16. An wen richtet sich die Aufforderung: „Du bist dran.“?
Liedtext:
Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr,
Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr.
Und immer wieder fragt man sich: Wird denn das Schiff bestehn?
Erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn?
(REF)
Bleibe bei uns, Herr!
Bleibe bei uns, Herr,
denn sonst sind wir allein
auf der Fahrt durch das Meer.
O bleibe bei uns, Herr!
Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, liegt oft im Hafen fest,
weil sich’s in Sicherheit und Ruh bequemer leben lässt.
Man sonnt sich gern im alten Glanz vergangner Herrlichkeit,
und ist doch heute für den Ruf zur Ausfahrt nicht bereit.
Doch wer Gefahr und Leiden scheut, erlebt von Gott nicht viel.
Nur wer das Wagnis auf sich nimmt, erreicht das große Ziel!
Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, muss eine Mannschaft sein,
sonst ist man auf der weiten Fahrt verloren und allein.
Ein jeder stehe, wo er steht, und tue seine Pflicht,
wenn er sein Teil nicht treu erfüllt, gelingt das Ganze nicht.
Und was die Mannschaft auf dem Schiff ganz fest zusammenschweißt
in Glaube, Hoffnung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist.
Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich hin und her:
Wie finden wir den rechten Kurs zur Fahrt im weiten Meer?
Der rät wohl dies, der andre das, man redet lang und viel
und kommt – kurzsichtig, wie man ist – nur weiter weg vom Ziel.
Doch da, wo man das Laute flieht und lieber horcht und schweigt,
bekommt von Gott man ganz gewiss den rechten Weg gezeigt!
Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Und wenn uns Einsamkeit bedroht, wenn Angst uns überfällt:
Viel Freunde sind mit unterwegs auf gleichen Kurs gestellt.
Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein.
So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein!
Text und Melodie: Martin Gotthard Schneider, 1960.
Quelle: Botho-Lucas-Chor - Liedtext: Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt - DE (lyricstranslate.com).
Welche Hunde wirklich zu einem Alltag mit ME/CFS passen – und wie man sie liebevoll beschäftigt, ohne den eigenen Körper zu überfordern
Ein Hund im ME/CFS-Alltag kann Wärme, Struktur und Geborgenheit schenken. Für viele Betroffene ist er ein stiller Begleiter durch Tage, die körperlich kaum zu bewältigen sind, und ein Grund, abends noch einmal vorsichtig hinauszugehen.
Damit ein Hund in diesem Rhythmus glücklich bleibt, braucht es zwei Dinge:
Eine passende Rasse und eine ehrliche Einschätzung dessen, was man selbst leisten kann und wo andere verlässlich übernehmen sollten.
Gleichzeitig brauchen viele Hunde geistige Anregung. Nicht hektisch, nicht körperlich fordernd, sondern sanfte, kleine Beschäftigungen, die ihre kluge und feinfühlige Art ansprechen. Genau solche Aufgaben lassen sich mit ME/CFS hervorragend umsetzen, weil sie im Sitzen, im Liegen oder mit sehr wenig Bewegung möglich sind.
Warum ruhige Familienhunde bei ME/CFS so gut funktionieren
Hunde wie Zwergpudel, Bolonka Zwetna, Havaneser, Cavalier King Charles Spaniel oder ruhige Kleinhund-Mischlinge aus Pudel- oder Begleithundlinien sind Herzhunde. Sie lieben Nähe, schlafen viel, sind tagsüber ausgeglichen und brauchen keinen Dauerlauf.
Für sie bedeutet Glück pur nur dazugehören, einen sicheren Rhythmus haben, im Garten schnuppern und am Abend gemeinsam hinausgehen. Sie sind feinfühlig genug, die Tagesform ihrer Menschen zu spüren, und flexibel genug, sich an ruhige Tage anzupassen.
Viele dieser Hunde empfinden ein stilles Zuhause sogar als wohltuend. Sie wollen kein hektisches Leben, keine Dauerbeschäftigung, keine kilometerlangen Wege. Sie wollen Verbindung.
Was man selbst schaffen kann – liebevoll und realistisch
Mit ME/CFS ist der Tag oft geteilt in lange Phasen der Erschöpfung und eine kurze, leichte Abendphase. Genau daran orientiert sich ein guter Hundelebensplan:
Du kannst selbst:
Einmal täglich einen ruhigen Abendspaziergang machen, so weit wie es an dem Tag geht oder mit Rollstuhl. Für ruhige Hunde reicht ein kurzer Weg, wenn er regelmäßig stattfindet.
Mehrere kleine Gartenrunden ermöglichen, damit der Hund zwischendurch Pipi machen kann. Zwei Minuten draußen genügen – der Hund schnuppert, du bewegst dich minimal.
Nähe, Kuscheln und ruhige Zuwendung schenken. Für diese Hunde ist das ein Lebensgeschenk.
Füttern und Wasser geben, weil das körperlich wenig Kraft benötigt.
Kleine Pflegeroutinen im Sitzen durchführen, zum Beispiel leichtes, sanftes Bürsten, Augenpflege.
Ruhige Mini-Spiele machen, die kaum Energie brauchen. Ball rollen, eine einfache Suchaufgabe oder ein kleiner Trick im Sitzen reichen völlig.
Beobachten, wie es dem Hund geht. Deine Aufmerksamkeit ist wertvoller als jede lange Wege.
Was andere zuverlässig übernehmen müssen
Damit weder du noch der Hund überfordert werdet, braucht es ein stabiles Netz von Menschen, die verlässlich einspringen. Das ist keine Schwäche, sondern kluge Organisation in einer schweren Erkrankung.
Andere müssen übernehmen:
Größere Spaziergänge an Crash-Tagen oder generell einmal am Tag. Super passend hier für Menschen, die Hunde und Spaziergänge lieben, aber keine Hunde wegen Zeitmangel am Tag oder wegen Haltungsverbot in der Wohnung mit Betroffenen „teilen“ können auf diese Art.
Zur Not vielleicht auch die erste Pipi-Runde am Morgen, wenn dein Kreislauf nicht tragfähig ist oder das Tür öffnen in den sicheren Garten nicht möglich ist für Dich.
Menschen finden, die auch mal schwere Dinge besorgen und tragen, wie Futterpakete oder Decken.
Tierarztfahrten, wenn Heben, Tragen oder langes Sitzen und Stehen nötig ist.
Anstrengende Fellpflege wie Baden, Abtrocknen, Scheren oder Krallenschneiden. Oder Fahrten Übernahme zu Fellpflege Terminen.
Reinigungsarbeiten, saugen, wischen, Körbchen und Näpfe frisch machen, wenn das PEM auslösen könnte.
Den kompletten Hundetag an schweren Krankheitstagen, an denen du gar nicht kannst.
Wunderbar selbst und von anderen zu handhaben:
Sanfte Beschäftigung, die für den Hund klug ist und trotzdem ME/CFS-freundlich bleibt
Kluge, ruhige Hunde wollen etwas tun – aber sie brauchen keine langen Sportprogramme. Sie lieben kleine Denkaufgaben, Schnüffelspiele und ruhige Interaktionen. Diese Tätigkeiten kannst du im Sitzen oder sogar im Liegen machen:
Suchspiele mit ein paar Leckerchen hinter einem Tischbein, unter einer Decke oder in kleinen Filztaschen.
Geruchssuche im Garten. Ein Leckerchen im Gras oder unter einem kleinen Blumentopf reicht für wahre Freude.
Ball rollen statt werfen. Der Hund bringt ihn zurück, du brauchst nur deine Hand.
Ziehen mit einem leichten Seil im Sitzen. Nähe statt Kraft.
Rinderhautknochen, gefüllte Kongs oder Kauspielzeuge für ruhige Selbstbeschäftigung.
Mini-Tricks wie Pfote geben, Nase auf die Hand legen, ein kleines Target, ein sanftes „Schau“, „Such“, Bring“, „Komm“ feeeeeeeeiiiiiin! – all das stärkt die Bindung und fordert den Kopf.
Gegenstände bringen, zum Beispiel eine Socke, einen Hausschuh, einen Löffel oder eine leichte Tasche. Das stärkt Selbstbewusstsein und fördert Denkvermögen.
Türen oder kleine Schubladen mit der Pfote zuschieben, wenn der Hund Freude an solchen Aufgaben hat.
Es sind alles winzige Tricks, aber große geistige Herausforderungen.
Intelligenzspiele, die du im Sitzen befüllen kannst, während der Hund sie selbstständig oder mit Lob und Motivations-Worten (ja/nein, feiiiiin!) löst.
Diese sanften Beschäftigungen machen Hunde glücklich, weil sie arbeiten, ohne überdreht zu werden. Du gibst ihnen damit Aufgaben, für die sie geschaffen sind – ohne deinen Körper aufzubrauchen.
Warum ein Hund bei ME/CFS keine Last ist, sondern eine Form von Liebe
Ein Hund verlangt nicht das, was du nicht leisten kannst. Ein Hund verlangt dich – in deiner Langsamkeit, in deinen Pausen, in deinem Abendrhythmus. Ein Hund ist nicht enttäuscht, wenn du liegst. Er legt sich einfach dazu. Ein Hund bewertet dich nicht nach Leistung. Er misst Glück nicht in Kilometern, sondern in gemeinsamen Momenten.
Ruhige Hunde finden genau darin ihr Zuhause:
In Wärme, Nähe, Gartenrunden und einem Abendspaziergang. Sie brauchen keinen Marathon, sondern Bindung. Und diese Bindung, die du trotz ME/CFS geben kannst, ist für viele dieser Hunde das größte Geschenk ihres Lebens.
Jedoch solltest Du jemanden oder mehrere Bezugspersonen finden, die Dich mit dem Hund unterstützen!
Ein Hund passt in den ME/CFS-Alltag, wenn du den richtigen Hund wählst, deine Grenzen kennst und ein verlässliches Unterstützungssystem hast. Dann entsteht kein Mangel – sondern ein gemeinsames, liebevolles Leben.
Dieser Text dient der Information und persönlichen Orientierung. Er ersetzt keine medizinische oder veterinärmedizinische Beratung und stellt keine Empfehlung für eine bestimmte Therapie, Diagnose oder Behandlung dar. Es liegt keine Kooperation oder Werbung vor.
Rechtsgrundlage: Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz (GG) schützt die Freiheit der Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild.
Ja, ich flirte gerne. Doch, ich halt auch wirklich gerne deine Hand. Schau gerne mit dir in die Sterne. Doch, bin auch gerne unbekannt. Ich kann mich nicht entscheiden, schrei mal leise, flüster laut. Ich kann nicht aus meiner Haut. Nein. Ich kann es dir nicht sagen. Kann den großen Schritt nicht wagen. Kann dir wirklich. Nein. Nicht sagen.
Ich mag dich.
Also ich mag dich wirklich. So wie manch einer Marmelade auf seinem Käse mag. Ich mag diese salzige süße die du ausstrahlst, mit deinem Lachen dass seit neuestem nahtlos in mich über geht.
Ich mag dass du die Natur liebst, so sehr wie ich aktuell den Club. Ich mag dass du meinen Körper durchfließt, mit dir habe ich keinen Druck. Nur Bass. Wo du bist, ist tiefer Bass in mir und in dir, bin ich. Also das hoffe ich, denn es darf nicht sein, dass ich, - nein! Das darf nicht sein, deswegen darf ich's nicht. Kann dir wirklich. Nein. Nicht sagen.
Ich mag dich.
Also ich mag dich wirklich. So wie manch einer den Geruch von Büchern mag. Von alten wie von neuen Seiten weil die alten, wie die neuen, stets die Türen offen halten. Türen zu magischmalerischen Welten. Du riechst nach alten Bücherseiten. Ich mag den Geruch von alten Bücherseiten. Also ich mag dich wirklich. Wie manch einer den Geruch von Kaffee oder Tee oder den Geruch von Wanderungen im Schnee, den Geruch von Meer und Bergesluft.
Warte, ich - mag davon jeden Duft.
Ich mag dich.
Ich mag dich, wie manche die Buchstaben lieben. Wie sie es lieben jede Silbe zu genießen und aus Buchstaben Wörter zu machen. Die Wörter zusammenfügen zu Sätzen, die die Augen oder Ohren benetzen und aus einfachen Buchstaben Geschichten, Gedichte oder anderes machen. Ja ich mag all solche Sachen.
Ich mag, dass ich mit dir, all diese Sachen und doch niemand anderen mag.
Ich meine doch, ich mag Menschen, ich bin etwas das man einen People pleaser nennt, in der heutigen Welt. Ich bin eine Kümmerin, ein Rave Mom, vielleicht manchmal eine Glucke wie ich stetig danach strebe dass es allen gut und besser geht, und ich, mich manchmal dabei selbst vergesse.
Doch ich mag dich.
Und ich mag andre fremde Männer. Ich mag Stärke, ich mag Muskeln und, ähm, ja ich mag Gewalt. Die Gewalt die seidig weich, aus meiner Seele wiederhallt.
Ich mag Schönheit. Ich mag Grübchen die sich Gruben grabend, in mein Herz gegraben haben, die nur dann zu sehen waren, - als ich, mich selbst begraben habe. Begraben unter Witz und Wort. Begraben an dem einen Ort, den Herz man nennt, ich weiß sofort, ich liebe ihn, den einen Ort.
Ich mag das Leben. Denn, es hat so viel zu geben. Es hat mir dich gegeben.
Ich denke ich wage es in meinen Texten zu sagen, dass ich dich mag da Worte auf Papier und im Displaylicht leichter zu sagen sind, als alle Worte in dein Gesicht.
Also schreien meine Worte es heraus. Ich mag dich, schreien sie laut.
Und damit hört mein Text nun auf.
Ich mag dich.