Teil‘ dein Leben mit jemandem, bei dem dein Herz zur Ruhe kommt

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Teil‘ dein Leben mit jemandem, bei dem dein Herz zur Ruhe kommt
Wir Königstöchter sollten für Friedensversprechen stehen und Bündnisse sorgen. Doch ist weder Frieden noch Bund eine stille Tatsache, die man einander überreicht wie eine hübsch anzusehende Büste. Auch wir Königstöchter, vor allem wir, wollen mit der Faust auf den Tisch schlagen, daß das feine Porzellan klirrt und klingelt und uns Gehör verschafft: Frieden und Bund, sagen wir, sind zeitweise anstrengende Tischgesellschaft. Die sich jedoch die wunderbarsten Menus einfallen lassen und die wildesten Geschichten zwischen den Gängen erzählen, bis sich jeder zufrieden auf sein Zimmer zurückzieht, erschöpft vom Diskurs während des Desserts und dennoch kaum weiß wohin mit all der Dankbarkeit.
Ich brech' Rekorde meiner Bildschirmzeit,
weil ich bis morgens immer mit dir schreib'
Endorphine - Civo
denkst du manchmal auch an mich und vermisst die Gefühle, die wir miteinander beieinander hatten?
Husky & Malamute
willensstark
ausdauernd
richtungsweisend
kälteresistent
freundlich
sanftmütig
aufmerksam
kontaktfreudig
intelligent
willig
stark
mutig
widerstandsfähig
treu
verspielt
würdevoll
eigenständig
herausfordernd
Und Du?
Wer bist Du?
Übrigens, ich bin Husky, der Wanderer...
Der Wanderer
Einst ging ein junger Wandersmann und klopfte an der Wahrheit an. Er sah, erkannte und verstand, doch da kam er ins fremde Land. Dort traf er eine Königin, die hielt sich für ne‘ Herrscherin. Sie gab dem Wandersmann, ‘s wahr, eine sehr schwere Aufgabe dar. Doch, siehe, er löst sie geschwind mit Herz und Mut und sie gelingt. Stolz tritt er vor die Königin Und beugt das Haupt leicht vor ihr hin. Doch da sie aufsteht und beklagt: „Hab ich’s nicht deutlich g’nug gesagt? Du tust und handelst hier herum, doch deine Lösung, die ist dumm.“ Da hebt sich Wandersmann empor und sagt: „‘s dumm zu hören auf ‘nen Thor.“ Dann dreht er sich stolz aufrecht um, die Königin, die schaut nur dumm. Der Wandersmann, zutiefst gekränkt: „Ich nur meine Kraft verschwend. Da will ich helfen in der Welt, und siehe wie man’s mir vergelt.“ Da trifft er auf die Zauberin, die weist ihn auf die Wunden hin. Erinnerungen sie nun teilen, sodass die Wunden können heilen. Dann zieht er los mit neu Elan und in ihm reift ein neuer Plan. Er zieht mit Gottes Hilfe los und Gott trägt ihn so wie ein Floß. So wandert er, von Ort zu Ort und hilft den Menschen immerfort. Der Wandersmann jetzt endlich frei, denn Fluch und Schwur sind nun vorbei. Und fröhlich singt er neue Lieder und gibt sie allen Menschen wieder. Er ist jetzt frei, zurück der Friede, verbreitet auf der Welt nun Liebe.
Und ich bin Malamute, die den Weg gefunden hat...
Ein Hoch auf Gott
Angst! Panik! Alles kracht Wut! Hass! Die Erde erwacht Keiner und Niemand müssen gehen, Einer und Jeder greifen ein ins Geschehen, Gott hat die Welt sich neu erdacht, Gott hat dem Bösen ein Ende gemacht. Gut und Böse tanzen im Reim, Gut lässt die Wolken im Himmel neu schein‘, Keiner und Niemand können’s nicht sehen, Keiner und Niemand müssen nun gehen.
Eine Parabel
„Männer, es ist soweit! Der Wind hört auf zu wehen, wir müssen uns in die Riemen legen, wenn wir ans Ziel kommen wollen“, rief der Käpt’n. „Rudert!!! Und eins… und zwei…“
Ein großes Murren ging durch die Mannschaft: „Kann man das Ziel nicht anders erreichen, ohne so eine große Anstrengung? Wieso müssen wir uns jetzt dermaßen verausgaben und alles selbst in die Hand nehmen?!“ Aber der Käpt’n hatte kein Erbarmen. Er hatte sich ein Ziel gesetzt, was es galt, auf jeden Fall so schnell wie möglich zu erreichen.
„Lasst nicht nach! Strengt euch mehr an! Wir müssen Fahrt aufnehmen! Rudert! Rudert! Schneller! Weiter! Nicht schlapp machen! Strengt euch mehr an!“, schallte es immer wieder über Bord. Die Mannschaft gab ihr Bestes. Sie ruderte was das Zeug hielt. Über viele Jahre ging es so. Die Mannschaft laugte langsam aus. Konnte das noch lange gut gehen? Wird der Käpt’n sein Ziel erreichen?
Immer wieder gab es Unruhen in der Mannschaft. Einige unter ihnen schrien und bekamen Angst. Andere wollten meutern und wandten sich an Gott, ihren eigentlichen Herrn, und riefen um Hilfe: „Bleibe bei uns, Herr, und hilf uns, wir gehen unter!“ Aber der Käpt’n veränderte nichts zugunsten der Mannschaft. Ganz im Gegenteil. Er erhöhte sogar noch die Schlagzahl des Ruderns und hoffte, so die Querulanten endlich mundtot zu machen. Und wenn dies dann doch nicht gelang, ließ er sie einfach plötzlich und unerwartet über Bord fallen. Einige aus der Mannschaft riefen: „Mann über Bord, Mann über Bord!“ Aber der Käpt’n rief laut und unüberhörbar: „Egal! Zieht an! Gut, dass sie weg sind, so können sie uns nicht mehr aufhalten, wir haben an Gewicht verloren und kommen somit schneller voran!“ Er trieb seine Mannschaft weiter an, Höchstleistungen zu bringen. Ihm war es egal, was mit den anderen Wenigen war, die sich trauten, den Mund aufzumachen, und murmelte leise in seinen Bart: „Vielleicht nehme ich sie ja auf der Rückfahrt mit … vielleicht aber auch nicht.“
Der Käpt’n sonnte sich in Erinnerung an seine ach so schöne Zeit als hochangesehener Mann. Er wollte noch mehr Ansehen haben, um dadurch mehr Kontrolle über die Fahrten zu bekommen, die er noch unternehmen wollte. Die Mannschaft unterlag weiter seinem Kommando und wog sich dadurch zumindest in Sicherheit, versorgt zu sein. Dabei verlor sie immer mehr das große Ziel aus den Augen. Aber was war das große Ziel?
„Mach, dass du an die Seite kommst, das ist meine Schlafkoje, ich habe hier das Sagen!“, rief der Steuermann einem anderen Offizier entgegen. „Aber du bist hier nicht der Alleinherrscher, auch ich habe ein Anrecht darauf. Also geh mir aus dem Weg!“, entgegnete der Offizier. Immer wieder gab es mehr und mehr Rangeleien um die besten Positionen und auch um die Schlafkojen. Denn je näher man dem Käpt’n kam, desto eher hatte man die Chance, die Fahrt gut zu überleben. Allerdings hatte das Ganze auch seinen Preis: Stiefellecken, Druck, Erpressung und Verrat waren angesagt. Nicht nur bei den Offizieren, nein, auch beim Rest der Mannschaft, die sich einerseits um des Überlebens willen und andererseits um der Macht willen bei den Offizieren einschleimte. Ja, man kann es kaum glauben, so entstand tatsächlich eine Art Gemeinschaft, wenn auch eine sehr kranke Art der Gemeinschaft.
„Ihr könnt doch so nicht weitermachen! Das ist nicht gut für uns und unsere Fahrt, wir gehen dabei drauf. Hört doch endlich auf, euch selbst so zu verraten!“ Ein angeekeltes Schweigen ging unter Deck von Mann zu Mann. Böse Blicke trafen den Einen, der es wagte, sie alle in Frage zu stellen. Und wieder dröhnte die leise Stimme, die aber lauter und lauter wurde, durch die Stille: „Kehrt um, hört auf, sonst gehen wir alle unter!“
Plötzlich durchbrach eine dunkle Gestalt aus dem Hintergrund mit ernstem Blick das eisige Schweigen der Mannschaft. Es war der Käpt’n: „Was willst du hier, du Unruhestifter?! Was fällt dir eigentlich ein, auf meinem Schiff so einen Unsinn zu reden?! Pass dich gefälligst an oder du wirst dein blaues Wunder erleben!“
Der Eine aber, der es wagte, sich gegen diese Strukturen zu erheben, wartete ab, wurde ruhiger und ruhiger und fragte dann plötzlich laut und unvermittelt: „Was ist eigentlich das große Ziel, von dem hier an Bord immer gesprochen wird? Was ist diese Ewigkeit, die hier so hochgehalten wird? Stimmt die mit Gottes Ewigkeit überhaupt überein?“
Der ernstblickende Mann aus dem Hintergrund kam auf den Einen zu und zog inzwischen eine wütende Grimasse. Er knurrte fast und presste ein paar Worte aus dem Mund, die sich anhörten wie: „Runter von meinem Schiff, du hast hier nichts mehr zu suchen!“
Aber der Eine dachte gar nicht daran und fragte unbeirrt und eindringlicher weiter: „Und was ist das für eine Gemeinschaft? Kann man überhaupt von Gemeinschaft sprechen, wenn jeder jeden bekämpft? Was, wenn wir in Not geraten? Rettet sich jeder nur selbst? Ist das das große Ziel?“
Die Mannschaft reagierte nicht, blieb wie versteinert, aber doch kochend vor Wut unter Deck stehen und blieb ihm die Antworten schuldig. Selbst dem Käpt’n blieb die Spucke weg. „So eine Dreistheit ist ihm noch nie untergekommen“, dachte er bei sich und überlegte, wie er den Einen am besten ausschalten könnte ohne seinen Ruf zu verlieren. Er spielte viele Möglichkeiten durch.
Unterdessen schaute der Eine in die Runde, blickte jedem Einzelnen tief in die Augen und stimmte dann mit fester und lauter Stimme ein Lied an. Dieses Lied drang in jede einzelne Zelle eines jeden Körpers. Er sang so laut, dass es auch die Offiziere und den Käpt’n wie ein Schlag traf, und sie fingen alle an zu zittern.
Was macht dieser Eine da? Glaubte er wirklich an die Ewigkeit Gottes? Wie konnte er es wagen, immer wieder erneut dieses Lied zu singen, lauter und lauter, inbrünstiger und inbrünstiger, dann ruhiger und ruhiger, leiser und leiser. Dann sagte er: „Du bist dran.“ Und dann wartete er. Er wartete, bis eine Entscheidung des Käpt’n gefallen war.
Während dessen sang er dieses Lied immer und immer wieder vor sich her, mal laut, mal leise und nach einiger Zeit – fast eine kleine Ewigkeit – brannte sich der Text immer mehr in die Köpfe der Besatzung ein. Dieser Text! Diese Melodie! Ganz allmählich stimmten mehr und mehr Stimmen in diese Melodie mit ein. Mal laut und dann wieder leiser. Mal mit voller Überzeugung und mal etwas zurückhaltender. Aber es war ansteckend, diese Melodie. Sie verebbte niemals ganz. Immer wieder kam sie unmerklich zum Vorschein und wurde lauter. Immer wieder wurde dieses Lied voller Hoffnung, Glaube und voller Liebe gesungen. Dieser Text, diese Melodie. Es war das Lied: „Ein Schiff, dass sich Gemeinde nennt“.
Übrigens sehr zum Verdruss des Käpt’ns, der dadurch seinem Ziel einfach nicht näherkam, aber das Ziel Gottes, Ewigkeit, kam immer mehr in Sichtweite.
Hast Du Lust, mehr zu erfahren? Dann bleib dabei und lies weiter.
Hier findest du regelmäßig Inspirierendes und Kritisches über Gott und die Welt in Form von Parabeln, Geschichten, Gedichten und Input für Smallgroups mit Arbeitsfragen.
Den Liedtext zur Parabel und die dazugehörigen Arbeitsfragen findet Ihr hier:
1.In welcher Rolle findest Du Dich am ehesten wieder? Bist Du ein Mannschaftsmitglied, Offizier, Käpt’n oder der Eine? Oder sind das vielleicht alles auch nur Anteile in uns, die wir zu unterschiedlichen Zeiten alle einmal leben?
2. Welche Muster oder Strukturen erkennst Du in der Parabel?
3. Was heißt für Dich Gemeinde, Gemeinschaft, Smallgroup?
4. Wie sieht Deine Gemeinde, Gemeinschaft, Smallgroup aus, welche Strukturen sind vorhanden? Gibt es dort solche Strukturen, wie sie hier in der Parabel zu finden sind? Sind Dir diese bewusst und inwieweit werden sie von anderen oder auch von Dir bedient? Möchtest Du vielleicht etwas daran ändern?
5. Wieso ist es so schwer, der Eine zu sein?
6. Wie sehen unsere Gesellschaftsstrukturen aus? Bestehen sie auch eher aus „höher, schneller, weiter“, Geld, Macht und Ansehen? Bringt uns das vom großen Ziel ab?
7. Was sollte unser Ziel sein?
8. Was bedeutet Gottes Ewigkeit? Ist sie wirklich erst dann vorhanden, wenn wir sterben? Oder gibt es Gottes Ewigkeit auch schon zu Lebzeiten auf Erden? Und wie würde sie aussehen können?
9. Singen wir das Lied auch voller Inbrunst, Liebe, Hoffnung und Glaube? Oder plätschern wir einfach nur so dahin?
10. Wie magst Du deinen Kaffee? Heiß oder lieber lauwarm? Brennst Du für Jesus oder reicht es Dir, Dich anzupassen, vielleicht sonntags in die Kirche zu gehen?
11. Wo und wie rufst Du: „Wacht auf! Wollt Ihr denn ewig so weitermachen?“
12. Wo schaust Du weg und greifst nicht ein, nur weil es für Dich bequemer und leichter ist (z.B. bei Rassismus, Populismus, Antisemitismus)?
13. Wie verhältst Du Dich, wenn Unrecht geschieht? Traust Du Dich, für Gerechtigkeit einzutreten? Oder ist das alles eine Identifikationssache mit dem einen oder anderen (Täter/Opfer)?
14. Gibt es Opfer, gibt es Täter? Wodurch wird jemand zum Täter?
15. Hast Du einer ranghöheren Person schon einmal Deine Meinung gesagt? Wie hast Du Dich dabei gefühlt? Hat es etwas verändert? Hast DU Dich dadurch vielleicht verändert?
16. An wen richtet sich die Aufforderung: „Du bist dran.“?
Jeder braucht Menschen im Leben die keine Fragen stellen sondern einfach mitkommen.