Digitalrat und Kanzleramt sollen die Digitalisierung voranbringen - Fraktionschef Kauder springt nicht weit genug #GroKo #CIODebatte #BundesCIO @GescheJoost
Digitalrat und Kanzleramt sollen die Digitalisierung voranbringen – Fraktionschef Kauder springt nicht weit genug #GroKo #CIODebatte #BundesCIO @GescheJoost
Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, macht sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands. Auch wenn die Wirtschaft derzeitig boomt, müsse man sich viel mehr mit der Digitalisierung beschäftigen:
“Die Digitalisierung ist für mich das Megathema der kommenden Jahre”, bekundet Kauder.
Der Digitale Fortschritt kann in Deutschland nicht gedeihen
Industrie 4.0 in Bild und Text - oder Digitale "Wissenstransferoptimation"
Industrie 4.0 in Bild und Text – oder Digitale “Wissenstransferoptimation”
Gemeinsam in die digitale Zukunft, so hieß die Veranstaltung von Niedersachsen Metall und dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium, bei der ich Wissenstransferoptimation gemacht habe. Oder wie der Volksmund sagt: Graphic recording mittels Tablet, das zeitgleiche Visualisieren, dessen, was Menschen sagen und meinen. Und dann”Zack” in den Beamer, auf die Leinwand und in die Köpfe. So:
Lifestyle, ich kann es schon nicht mehr hören. Haben wir nicht genug Konzerne die sich bereits mit Lifestyle befassen? Die Einkaufsstraßen der Städte sind voll von Klamottenläden und jetzt sollen die Telekomläden auch dazu mutieren, so der Technikvorstand, Claudia Nemat, übrigens eine ehemalige MacKinsey: …
In der Nachricht zum Abtreten von Hartmut Mehdorn ist die eigentliche Nachricht nahezu untergegangen, nämlich die zu seinem designierten Nachfolger im Aufsichtsrat von SAP: …
Zeit Konferenz: Teilen und Teilhaben im digitalen Zeitalter
"Prinzipiell ist es richtig, dass Urheberrecht neu zu denken. Die Frage ist, ob es einfacher oder komplizierter wird", erklärt Tim Renner. Für ihn gilt wie eh und je das Prinzip "Vergüten statt verbieten", denn es muss zwar grundsätzlich die Nutzung ermöglicht werden, dabei aber auch die kreative Struktur vergütet werden. Eine Kulturflatrate ist für Gesche Joost aber nicht das "digitale Kassenhäuschen" für dieses Modell, sondern vor allem neue Geschäftsmodelle, aber auch Lizenzierungsmodelle wie Creative Commons, die sie als etwas ganz großartiges bezeichnete. Joost setzt auf offene Lizenzen, die international gelten, anstatt auf unnötige Beschränkungen durch das Urheberrecht.
Die Musikindustrie hat diesen Prozess schon hinter sich, gerade in Berlin stecken das Hotel- und Taxi-Gewerbe mittendrin. Renners Rat ist, "nicht machen, was die Musikindustrie gemacht hat, nämlich verhindern", denn dieser Wandel ist nicht aufzuhalten. Die Taxi-Branche und die Hoteliers müssen überlegen, wie sie besser sein können als die neuen Anbieter, auch wenn diese zum Teil noch im rechtlichen Graubereich agieren. Das ist natürlich besonders für die schwer, die etwas zu verlieren haben, wie Renner ergänzt. "Gefährdet sind wirtschaftliche Systeme, nicht aber die Menschen". Das Beherbergen von Menschen wird, genau wie die Musik, nicht durch den digitalen Wandel verschwinden. Wichtig für den "bekennenden Marxisten" (Wegner über Renner) ist, dass die Wertschöpfung breit genug entsteht und auch bei denen ankommt, die bisher nicht die Möglichkeit hatten, ein eigenes Hotel zu führen.
Zum Stichpunkt "German Angst" führte vor allem Gesche Joost einen vom Tagesgeschäft der Bundesregierung losgelöstes Plädoyer für mehr Offenheit gegenüber dem Wandel aus. "Der Sack ist aufgemacht", erklärt Joost. "Jetzt müssen wir vernünftiger und strukturierter diskutieren", was wir als Gesellschaft wollen. Dabei müssen Chancen aufgezeigt werden und wir definieren, wo wir Grenzen ziehen wollen. Ein wie zu erwarten sehr harmonisches Gespräch zwischen den zwei SPD-Politikern, aber auch sehr unterhaltsam.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich in einem Gespräch mit der Rheinischen Post (RP) mal versucht als fortschrittlich darzustellen, in dem er Programmiersprachen zu den Sprachen des 21. Jahrhunderts erklärt. ''Programmiersprachen gehören zu den Sprachen des 21. Jahrhunderts'', sagte Gabriel unserer Zeitung. Es gebe viele Wege, wie man Kinder und Jugendliche für das Programmieren begeistern könne – der Schulunterricht sei nur einer davon. ''Für mich wäre eine der Möglichkeiten, …
Große Worte sind etwas, dass man von Politikern oft hört, aber selten habe ich eine Politikerin, wenn auch ohne Amt und Würden, so begeistert über die visionären Möglichkeiten der Maker-Bewegung reden hören, wie Gesche Joost dies in ihrer Session auf dem Reeperbahn Festival tat. Sie kann den Gedankenspielen über diese Graswurzel-Bewegung, die mit ihrem revolutionären Potenzial vielleicht unser aktuelles kapitalistisches System durch eine neue Gesellschaftsform ersetzen könnte, viel Positives abgewinnen.
Joost zeigte zu Beginn ihres Vortrages auf, dass in der Maker-Bewegung die DNA der DIY-Bewegung schlummert, welche bereits seit den 70er Jahren die Emanzipationsdiskurse mitvoranbrachte. Ähnliches erwartet sie von den neuen Makern, die nicht mehr nur Wolle stricken, sondern mithilfe des Prinzips Open Source neue Technologien und Geräte entwickeln, die die Mensch-Technik-Interaktion neu definiert und zu einer noch nie gesehenen Demokratisierung der Technologie-Entwicklung führt.
Orte dieser Demokratisierung sind u.a. Coworking Spaces, die auch in Deutchland bereits in den Großstädten immer öfters anzutreffen sind. Hier geht es nicht nur um das Teilen von Ressourcen, sondern auch um den Austausch von Wissen. In diesem Gemeinschaften spielen andere Werte eine Rolle, denn sie beruhen nicht auf dem Prinzip von Besitz, sondern von Sharing. Collaborative Commons (kollaboratives Gemeingut) nennt Jeremy Rifkin, Autor des Buches "Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft", diese Politik der Maker-Kultur genannt, in der Werteorientierung und soziale Relevanz wichtig sind und so unsere Gesellschaft grundlegend verändern könnten.
In ihrem Fazit ging sie darauf ein, dass wir eine digitale Elite in Deutschland haben, die die neuen Veränderungen voranbringen kann, dass die Share Economy nicht mehr unbekannt ist und dass es einen politischen Willen gegen Überprodultion gibt. Doch bei der schnellen Eruption von "normalen Arbeistverhältnisses" braucht es auch neue politische Konsequenzen, damit nicht bestimmte gesellschaftliche Gruppen ausgegrenzt werden und der Fokus nicht nur auf Technologien gerichtet wird. Wir brauchen eine neue gesellschaftliche Debatte mit und über Maker.
Unter den vielen, vielen spannenden Talks gibts es einen, den ich hier empfehlen möchte: Designforschung für die vernetzte Gesellschaft von Gesche Joost. Die Designforscherin ist seit 2011 Professorin an der UdK und leitet dort das Design Research Lab. 2014 wurde sie zudem zur Internetbotschafterin für Deutschland ernannt.