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indigène by moxx
Portraits - the colonized countess (hugo x tibiriçá, Jakob Klaffs, 2022)
photography
Indigene & Münchner
Indigene & Münchner
München hat seit 25 Jahren eine lebendige Klimapartnerschaft mit dem Volk der Asháninka in Peru. Aus der lebendigen Zusammenarbeit haben beide Seiten gelernt. Aus unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven beleuchten wir, worin die Bereicherung von internationaler Zusammenarbeit wächst Nicht alle alten Münchener waren indigene, meistens waren sie – wir – Zugezogene.
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Woche 33
Montag:
Erster Tag im neuen Projekt.
Wir mussten alle früher aufstehen als sonst und bevor ich überhaupt für das Frühstück in die Küche kam, war Selina schon aus der Tür. Alex und ich sind dann zusammen los, da wir mit dem gleichen Bus fahren mussten und unsere Communities nicht sehr weit voneinander entfernt sind. Jedenfalls eines seiner Projekte, das in Pijal.
Als ich dann kurz nach Alex aus dem Bus ausgestiegen bin und auf dem Weg zur Schule war, kam die Aufregung schon sehr. Es waren ein paar Eltern du Kinder und auch Lehrerinnen da und eine hat kurz mit mir geredet und mich gefragt, ob ich die Freiwillige sei und ob ich schon eine Familie habe. Dann kamen immer mehr Lehrer und Kinder und alle haben sich aufgestellt. Die Kinder in eine Reihe vor Ihren Lehrerinnen. Dann wurde die Nationalhymne gespielt, wie in den USA, alle stehe mit Hand überm Herz und singen mit. Und dann wurden die Lehrer vorgestellt und zum Schluss auch ich. Leider hat das mit meinem Namen nicht so ganz geklappt, obwohl „cara“ ja als Wort auf Spanisch existiert, fällt es den Ecuadorianern trotzdem irgendwie schwer meinen Namen auszusprechen. Möglicherweise werde ich im Projekt von nun an mit Alexandra (meinem Zweitnamen) angesprochen werden.
Die Directora war nicht da, aber ich wurde zusammen mit der Lehrerin zu den jüngsten Kindern geschickt. Es waren sechs Kinder und anfangs kamen die Mütter noch mit zum Klassenraum und haben auch Listen für Materialien bekommen. Eines der Mädchen wollte aber nicht bleiben und war sehr traurig. Sie hat doll geweint und wollte nicht gehen und so haben ihre Eltern sie wieder mitgenommen. Ich konnte das sehr nachvollziehen.
Dann hat die Lehrerin mit den Kindern die Namen der anderen gelernt, damit sie sich kennenlernen. Ich stand einfach daneben und habe zugehört und so wenigstens auch die Namen gelernt. Dann haben wir eine kleine Tanzrunde gemacht und anschließend eine Geschichte geschaut. Also ein Video von Rotkäppchen. Die Kinder waren sehr ruhig und niedlich. Nach dem Video konnten sie spielen und wir haben Puzzle rausgeholt, die alle durcheinander waren und wo Teile fehlten. Ich habe die nächste Zeit damit verbracht, sie zu organisieren, bis Pause war, bzw. die Kleinen schon abgeholt wurde. Um sie an den Schulalltag zu gewöhnen, bleibe sie nämlich nur bis um 10:00 Uhr. In der Pause sind dann alle zur Tienda um die Ecke gegangen, um sich essen zu besorgen und ich habe mich ein bisschen mit den Lehrerinnen unterhalten.
Eines der jüngsten Kinder ist geblieben, da er mit seiner Schwester gehen würde, die erst um eins, wie alle anderen, Schluss haben würde. Was ich also vorher verstanden hatte, dass alle schon um zehn gehen, stimmte nicht.
Die Zeit war ein bisschen komisch, denn das Kind hat gepuzzelt und gespielt und die Lehrerin hat ab und zu nach Farben gefragt, aber ansonsten saß ich eben im Raum und habe nichts gemacht, außer zu frieren, da es sehr kalt war.
Irgendwann hat die Lehrerin angefangen zu basteln und hat dem Jungen Videos auf dem Handy zum Ansehen gegeben. Ich habe mit ihm ein bisschen die Videos geschaut, die er anscheinend schon kannte, denn er hat mir immer erzählt, was als Nächstes passieren würde.
Dann wurde es 13:00 Uhr und alle sind gegangen. Ich habe noch ein bisschen gewartet und umgeguckt, ob die Directora da ist, da ich vielleicht eine Familie hatte, der ich mich vorstellen könnte, aber ich hatte gefragt und die Directora war nicht da. Dann habe ich also nochmal nachgefragt, ob es in Ordnung ist zu gehen und ich bin los zum Bus. Im Bus habe ich dann natürlich eine Nachricht von Mona bekommen, ob ich denn noch in der Schule sei, da meine Familie da wäre, aber es war leider zu spät. Am nächsten Tag würde ich allerdings zu ihnen können und auch schon dort übernachten.
Insgesamt waren aber alle Eltern, die ich kennengelernt habe, sehr nett, also sollte die Familie auch lieb sein.
Zuhause angekommen waren auch Marvin, Lukas und Bridgette da, die an dem Tag ja alle in Otavalo gearbeitet hatten. Ich habe mich mit einem Tee aufgewärmt, da mir immer noch sehr kalt war, und Essen gemacht, während auch langsam die anderen eintrudelten. Außerdem habe ich Mama nagerufen und dann auch mit meinem Bruder geredet, der gerade bei meinen Eltern zuhause war.
Bald sind Anna und ich dann nochmal raus gegangen, um nach etwas für Emily zu suchen. Alles war voll von Schülern, die Materialien besorgten. Es ging auch nochmal zum Markt, wo allerdings nichts erworben wurde. Dann haben wir den Döner Laden geöffnet gesehen. Er heißt jedenfalls „Döner Kebab“, das Menü sah aber nicht vielversprechend aus, und sowieso alles nur mit Hühnchen. Trotzdem hat Anna sich einen „Dürüm“ bestellt. Als wir dort warteten, hat uns eine deutsche mit Reiserucksack angesprochen. Sie hatte ein Problem, und zwar, dass ihre Kreditkarte gesperrt wurde. Sie hat uns gebeten nach Hostels zu schauen und ihr Geld zu geben, was sie zurück überweisen würde. Wir haben uns mit ihr unterhalten und natürlich Hilfe angeboten. Sie kam mit zu uns, um sich in das WLAN einzuloggen und nach Hostels zu schauen. Ich habe dann Geld abgehoben, um ihr das zu geben. Es gab kurz Komplikationen, aber sie konnte es mir dann auch direkt über PayPal überweisen. Sie schien sehr fertig, da das mit dem Geld natürlich sehr stressig ist.
Sie konnte aber ja dann in ein Hostel gehen.
Den Rest des Nachmittags habe ich dann noch entspannt während Marvin und Selina entschlossen vegane Lasagne gekocht haben.
Zum Essen waren dann alle zuhause und es war richtig lecker, auch ohne veganen Käse oder so. Da alle aber ziemlich fertig waren, ging es dann ins Bett.
Dienstag:
Am Morgen musste ich noch meine Sachen fertig packen, um in die Gastfamilie zu fahren.
Ich habe auch meinen Schlafsack mitgenommen. Sicher ist sicher, denn dort ist es wirklich kalt. Als ich am Frühstücken war, hat Selina sich schon mit all ihren Sachen für die Familie auf den Weg gemacht, und auch Anna und Alex waren vor mir weg. Ich bin dann gegangen, während Marvin und Lukas sich Frühstück gemacht haben. Dann ging es diesmal alleine zum Bus und dann zur Schule. Diesmal war die Directora da und ich konnte meine Sachen im Büro abstellen. Den Tag haben ich dann bei den Zweit-, Dritt-, und Viertklässlern verbracht.
Am Anfang haben sich alle vorgestellt und ich bin jetzt dort auch eher Alexandra als Kara. Dann haben sie Arbeitsblätter bekommen und ich habe den älteren geholfen, während die Lehrerin mit den Kleinen gearbeitet hat, die noch nicht lesen konnten. Es hat Spaß gemacht und ich hatte viel zu tun, weil die Kinder auch viel Hilfe benötigten.
Nur leider ist irgendwann die Lehrerin gegangen und ich war alleine. Sie wollte nur die Milch holen, aber kam nie zurück. Irgendwann wurden die Kinder dann unruhig und fragten, wann Pause ist, aber ich war nicht sicher. Dann bin ich zu der Lehrerin vom Vortag gegangen, und habe gefragt, ob die Kinder schon Pause haben und sie meinte ja und dass sie spielen können.
Da war ich dann erleichtert. Die Pausensirene kam dann auch nach ein paar Minuten. Nur leider ist anschließend die Lehrerin auch wieder nicht zurückgekommen und ich wusste nicht was ich machen soll. Die Kinder waren zwar noch nicht fertig mit ihren Aufgaben, aber sie haben auch nicht auf mich gehört und dann noch den Kleinen zu helfen war ein bisschen viel. Ich habe also wieder die andere Lehrerin gefragt, die meinte ich soll sie spielen lassen und warten, bis die Lehrerin zurückkommt. Die Lehrerin kam dann und hat die Kinder auf die andere Seite von der Oberschule geschickt und dann haben sie dort gespielt und ich habe aufgepasst und beim Schaukeln angeschubst.
Anschließend kam die Lehrerin dann doch noch für die letzten zwanzig Minuten und es war wieder wie am Anfang des Tages. Dann kam die Directora rein und sagte, dass der Junge, mit dem ich wohnen werde, schon geht, also habe ich schnell meine Sachen geholt. Dann bin ich mit Sayd in ein Auto gestiegen, denn ein Nachbar hat uns mitgenommen.
Direkt als wir ankamen wurden wir von einem mähenden Lamm und Hunden, darunter ein sehr niedlicher Welpe, begrüßt. Das Haus war größer als erwartet, aber die obere Etage ist noch im Rohbau, bedeutet, sie wohnen nur unten. Dort ist es aber geräumig. Es gibt drei Schlafzimmer und einen vollgestellten Wohnbereich und auch die Küche ist sehr groß mit richtigem Herd und allem. Es war niemand anderes da und Sayd war noch etwas schüchtern, aber ich habe versucht mit ihm zu reden und ihn zu fragen, was er so mag. Dann saßen wir bald einfach still im Wohnbereich, bis jemand laut geklopft hat. Wir haben nichts gemacht, da Sayd sagte wir sollten leise bleiben und warten bis seine Schwester kommt. Sie war dann aber bald auch da und es stellte sich heraus, dass sie eine kleine Tienda habe und die klopfende Person etwas kaufen wollte. Die Schwester hat dann angefangen Reis warm zu machen und bald gab es Mittagessen. Mir hat sie richtig viel Reis aufgetan, aber mit den Bohnen dazu war es lecker. Außerdem wurde mir gesagt, dass ich im Zimmer von Sayd schlafen werde und da meine Sachen abstellen kann. Danach habe ich nach WLAN gefragt, da sie WlAN haben und konnte mit meiner Mama reden, was super war.
Bald kamen dann die Eltern nachhause und haben sich vorgestellt. Der Papa ist bald schon wieder gegangen und wird erst in ein paar Wochen wieder kommen, da er in Guayaquil arbeiten würde. Sie sind aber beide sehr nett. Ich habe dann Sayd mit den Hausaufgaben geholfen und wir haben zusammen „Mulan“ auf dem vorhandenen Computer geschaut und noch Spiele auf dem Handy seiner Mama gespielt. Dann habe ich gesagt, dass es mir mit dem Spielen reicht und kurz darauf gab es auch schon Abendessen. In Ecuador und vor allem in den Communities ist es üblich mehr zum Frühstück und Mittag zu essen und abends nicht viel. Es gab also ein Hafergetränk und ein Brötchen, aber es war sehr lecker und ich war sehr zufrieden. Danach habe ich mich bettfertig gemacht. Das Bad ist außerhalb vom Haus, also muss man aus der Tür raus in ein anderes kleines Häuschen und das Waschbecken ist ein Auffangbecken draußen. Es war zwar sehr kalt, aber unter den ganzen Decken wurde es dann doch wärmer und ich konnte schlafen.
Mittwoch:
Morgens bin ich super früh aufgewacht, konnte aber noch ein bisschen dösen, bevor ich dann wirklich aufstehen musste. Gladys, die Mama, hatte mir gesagt, dass Sayd so um sechs aufsteht und sich fertig macht, um dann um halb Sieben zu frühstücken und um sieben los zur Schule. Also habe ich mich fertig gemacht, aber als ich fragte, ob ich beim Frühstück helfen könnte, war es schon fertig. Es gab noch mehr Reis und dazu Tee und ich hätte auch noch Obst und Brot essen können. Aber der Reis war schon genug.
Dann ging es los zur Schule zusammen mit der Nachbarin, von der ich am Tag zuvor im Klassenzimmer geholfen habe. Ich habe diesen Tag auch gleich bei Sayd im Klassenzimmer verbracht, wo die Fünft-, Sechst-, und Siebtklässler unterrichtet werden. Sie haben größtenteils Mathe gemacht und ich habe eben zugesehen. Generell ist die Woche noch eine Phase, wo die Lehrer schauen, auf welchem Stand die Kinder sind.
Nach der Pause wurde von den Kindern eine Gruppe gewählt, die ein paar Sachen, wie zum Beispiel Aktivität für Weihnachten, planen sollte. Dafür sind sie raus gegangen und ich habe ein bisschen auf sie geachtet und geholfen.
Als die Schule dann vorbei war, sind Sayd, seine Nachbarin und ich nachhause gelaufen. Am Anfang ging es einen Berg hoch, aber der Weg ist sehr schön. Die Berge um einen herum sind einfach atemberaubend schön. Zuhause angekommen, habe ich Ihnen die Geschenke gegeben, die ich von zuhause mitgebracht hate. Das waren aber nur Kleinigkeiten. Ein paar magische Handtücher, die sich im Wasser entfalten und Pappflugzeuge zum Zusammenstecken. Die hat sich Sayd dann gleich geschnappt und wir haben sie zusammengebaut und damit gespielt, bevor es Mittagessen gab. Das war Nudelsuppe mit etwas Möhre, Erbsen und Kartoffeln und hat einen gut aufgewärmt, da es schon sehr kalt war. Vor dem Essen hatten wir eine Konversation über Religion und Gott, da Gladys mich gefragt hat, ob ich an Gott glaube. Danach hat sie erklärt, warum sie an Gott glauben, und wie sie beten, also haben wir gebetet. Nach dem Essen habe ich meinen Teller abgespült und meine Mama angerufen, bevor ich weiter mit Sayd gespielt habe und wir dann Hausaufgaben gemacht haben. Schriftliche Division, die sie auch in der Schule gemacht hatten. So konnte ich das auch nochmal üben….
Anschließend kam etwas die Sonne raus, weswegen ich mich auf der Treppe aufgewärmt habe. Dann kam auch der kleine Welpe und hat sich zusammen mit mir in die Sonne gelegt.
Nach einer Weile ist die Sonne allerdings untergegangen und ich kam wieder rein. Dort haben Sayd und seine Mutter gerade die Sachen der Materialienliste zusammengestellt.
Ich habe also in meinem Zimmer ein bisschen gelesen und dann gab es bald schon Abendessen. Wieder Suppe, aber Brot hätte ich auch nehmen können, und wieder das Hafergetränk. Dann hat Gladys angefangen davon zu sprechen, dass es in letzter Zeit zum Beispiel in Chile Erdbeben gegeben hätte und dass Ecuador eine Tsunami Gefahr habe, was mich schockiert hat. Dann hat jemand geklingelt und sie musste zum Laden. Währenddessen hat Sayd davon gesprochen, dass er so weit von er Erde weg will wie möglich, also habe ich natürlich gefragt, ob er das Universum meint. Er war überrascht und fragte „Ja, das Universum das existiert wirklich?“ Nach dem Religionsgespräch vorher wusste ich nicht ganz, wie ich damit umgehen sollte, und sagte nur, „Ja vielleicht, also da wo halt der Mond und die Sterne sind“. Zum Glück hatte sich das dann erledigt. Anschließend ging es ins Bett, denn die Kälte macht einen echt müde.
Donnertag:
Der Morgen verlief ähnlich wie am Vortag, allerdings hat Sayd sehr lange gebraucht und deswegen waren wir etwas spät dran. Außerdem hatte er in der Schule nicht alle Aufgaben gemacht und deshalb musste er sie noch nach dem Frühstück machen. Ich habe meine Sachen gepackt, da ich erst wieder am Montag bei der Familie schlafen würde. Dann ging es los und Gladys hat mir noch die Sachen von der Liste in die Hand gedrückt, also bin ich voll bepackt zur Schule gelaufen. Dort kam dann die Directora, ich habe wieder meine Sachen abgelegt und war dann wieder bei den Jüngsten. Das war aber gut, denn mir wurde gesagt, dass gegen 10:00 Uhr Noemí da sein würde, um die ganzen Nahrungsmittel zu bringen. Anna und Alex würden auch mitkommen und ich wollte mich dann einfach anschließen, um zu sehen, wie das ganze abläuft. Nachdem ich eine Weile bei den Kleinen aufgepasst habe, waren sie schon früher da als erwartet, und so ging es in den Laster. Es war schön Alex und Anna zu sehen. Unser nächster Halt war bei einem Mann mit einem schönen Innenhof mit vielen coolen Pflanzen. Er hat uns dann auch noch ins Haus eingeladen und uns Choclo und Kartoffeln gegeben. Dann ging es weiter zu Topo, der großen Schule.
Und so war der Arbeitstag viel schneller um als gedacht. Zuhause war dann kurz Mona da, um uns lieberweise noch etwas Geld zu geben und auch schon das Geld des nächsten Montas. Außerdem hat sie nochmal das Thema mit der Katze angesprochen. Es waren aber ja nur Anna, Alex und ich da, weswegen sie am Freitag nochmal kommen wollte.
Anna und ich waren kurz draußen, um noch Deko für Emilys Geburtstag zu besorgen und als dann auch Bridgette zuhause war haben alle etwas gegessen. Ich habe mich dann auf den Weg zum Tanzen gemacht. Dort war ich zuerst die einzige und habe ein bisschen mit dem Lehrer gequatscht. Am Ende waren wir dann drei. Das Tanzen ist deutlich weniger anspruchsvoll als in Quito, aber ich wollte mal schauen. Ich werde sehen. Potenziell gibt es in Ibarra coole Tanzschulen, wo man auch hinkönnte.
Die Sonne war den ganzen Tag draußen, was sehr schön war und ich bin glücklich nachhause gelaufen. Dort habe ich dann geduscht und geschrieben. Anschließend ging es nochmal zu Tia, um Toilettenpapier zu besorgen und dann haben wir mit kochen angefangen.
Freitag:
Am Morgen ging es dann wieder mit dem Bus zur Arbeit. Ich war bei den Zweit-, Dritt-, und Viertklässlern. Zuerst haben sie von der Lehrerin ein paar Aufgaben bekommen. Zuerst Früchte malen und dann das kleine Ein-Mal-Eins aufschreiben, wobei ich viel helfen konnte.
Dann war schon Pause. Ich habe in der Sonne meinen Apfel gegessen, bis es wieder los ging. Die Lehrerin hat dann gleich gesagt, dass sie auf der anderen Seite spielen sollen, da sie noch ein paar Daten aufschreiben musste. Ich hatte aber davor gesehen, wie sie mit anderen Lehrern über den Stundenplan geredet hatte, und habe gleich mal gefragt.
Dienstags haben die Kinder Englisch und dann kann ich danach auch ein bisschen was mit ihnen machen. Anschließend habe ich den Rest des Tages damit verbracht, den Kindern beim Spielen zuzusehen, aber leider haben sie nicht nur an einem Ort gespielt und sind sogar zur Tienda gelaufen, obwohl sie nicht um Erlaubnis gebeten haben. Irgendwann habe ich es dann aber zum Glück geschafft alle zurück in den Raum zu holen, als noch ungefähr eine Stunde bis zum Schulschluss fehlte. Dann habe ich ihnen ein Beispiel vorgezeichnet, und sie sollten alle ihre Namen malen und Dinge, die sie mögen. Die Kleinen haben gespielt.
Ich weiß nicht wie toll alle die Idee fanden, aber sie waren jedenfalls ruhig und sind im Raum geblieben. Dann war es kurz vor Ende und die Lehrerin kam, um noch Hausaufgaben anzuschreiben. Ich konnte dann schon zusammenpacken und gehen.
Zuhause gab es Essen und dann mussten wir noch warten, um Verträge für Mona zu unterschreiben. Dann ist uns allerdings aufgefallen, dass Mona die ganze Zeit schon im Office war und wir schon früher hätten kommen können. Nach dem Unterschreiben ging es dann los zum Terminal, um für Emilys Geburtstag nach Quito zu fahren. Die Fahrt hat sich sehr lang angefühlt.
Als wir endlich da waren, war Maxim auch schon da und dann haben wir uns alle schick angezogen und sind zu einem Sushi Restaurant gegangen, dass „all you can eat“ und „all you can drink“ hatte. Das haben wir dann gemacht und ganz viel leckeres Sushi gegessen und ein paar Cocktails getrunken. Es war sehr lustig. Danach ging es dann nachhause, wo ich direkt ins Bett gefallen bin, denn ich bin ja um 5:30 Uhr aufgestanden.
Samstag:
Für den Tag war geplant zum Park zu gehen und dort Kindergeburtstagspiele zu spielen. Ich bin als eine der Ersten wach geworden, habe mich aber nicht getraut rauszugehen, denn Emilio war jetzt da und schlief auf der Couch im Eingang. Er ist der Besitzer der Wohnung, der das letzte Jahr für seinen Freiwilligendienst in Deutschland verbracht hat und auch schon bei meinen Eltern zu Besuch war.
Irgendwann sind Emily und ich dann aber aufgestanden, um zur Frutería zu gehen. Emilio war wach und ich habe ihn gegrüßt.
Die Frau bei der Frutería hat mich wiedererkannt und wir haben gequatscht, was sehr schön war. Dann ging es wieder zurück und wir haben gefrühstückt. Die anderen waren dann auch wach. Trotzdem dauerte es eine Weile bis dann alle fertig waren, da wir auch noch die Spiele vorbereiten mussten. Wir sind dann mit dem Bus in Richtung Carolina Park gefahren, aber vorher zum Quicentro gegangen, um dort zu Burger King zu gehen und Mittag zu essen.
Es gibt hier ja tatsächlich den Veggie Burger. Er war sehr lecker und ich bin auch noch zu dem einen coolen Laden gegangen, um mir einen Metallstrohhalm zu kaufen.
Dann ging es in den Park, wo sich erstmal alle nochmal hingelegt haben. Maxim, Anna und ich sind dann aber auch noch kurz zum Office gegangen, um dort unsere Checks für den Transport abzuholen. Nachdem dann alle im Park ein bisschen Schlaf nachgeholt haben, gingen die Spiele los. Als erstes haben wir das Schoko-Auspack Spiel gespielt. Dafür hatten wir eine Tafel Schokolade sehr gut in Folie und Schnur eingepackt, und dann hat jeder gewürfelt, bis eine sechs kam. Wer eine sechs hatte, musste sich so schnell wie möglich Mütze, Handschuhe, Schal und Sonnenbrille anziehen und dann mit Messer und Gabel versuchen die Schoki von der Verpackung zu befreien. Es war sehr lustig und sah wahrscheinlich für Außenstehende auch so aus. Danach haben wir Pantomime mit deutschen Sprichwörtern gespielt. Als letztes haben wir dann ein Wassermelonen-wettessen gemacht, was sehr sehr lustig war. Bald haben wir dann aufgeräumt und uns auf den Rückweg nachhause gemacht. Vorher ging es noch kurz zum Supermaxi für ein paar Einkäufe.
Zuhause haben wir dann Nudeln mit Tomatensoße gekocht.
Den Abend lang haben wir dann Trinkspiele gespielt, Emilio war auch die ganze Zeit dabei. Nur war irgendwie von allen das Ziel mich abzufüllen, weswegen es mir sehr schnell sehr gut ging. Nach einer Weile sind wir dann zu einem Club gefahren, der hatte aber leider nur Eintritt mit Reservierung und so ging es doch zum Casino. Das war sehr lustig und um null Uhr ging es raus um Emily zu gratulieren. Danach haben wir noch weiter getanzt, bis Sebas und Raul irgendwann draußen waren. Sie konnten vorher nicht dabei sein, da sie schon auf einem anderen Geburtstag waren. Sie wollten aber auch keinen Eintritt mehr bezahlen, also sind wir alle zusammen nachhause gefahren. Viel Erinnerung habe ich nicht mehr, aber es war auf jeden Fall ein lustiger, ereignisreicher Abend.
Sonntag:
Dem Vorabend geschuldet bin ich ziemlich spät aufgewacht und es ging mir entsprechend.
Die anderen haben den Vormittag aber auch sehr zum Ausruhen genutzt. Ich habe versucht etwas aufzuräumen und für Emily und Maxim Spiegelei gemacht. Nach vielen Stunden gab es dann Geschenke für Emily und auch wenn es eigentlich schon eine Uhrzeit war, bei welcher ich gerne schon wieder in Otavalo gewesen wäre, sind wir dann noch zu Republica del Cacao gegangen. Dort haben Anna und Luana etwas getrunken und wir haben vom Laden gegenüber Sandwiches geholt. Anna und ich haben uns dann direkt auf den Weg zum Terminal gemacht. Mir ging es immer noch nicht sehr gut, und habe deswegen entschieden, mich für den nächsten Tag krank zu melden. Auch, da ich noch Dinge erledigen musste, um richtig in die erste reguläre Woche starten zu können. Ein bisschen schlecht habe ich mich gefühlt mich direkt in der zweiten Woche krank zu melden, aber im Nachhinein ist es so besser.
Wir sind sehr spät zuhause angekommen, die anderen saßen aber im Esszimmer und haben gerade angefangen „House of the dragon“ zu schauen, und so haben wir uns dazu gesetzt. Danach ging es aber für mich direkt ins Bett, um mich zu erholen.
#MotivationMonday 24.01.2022 #AFRICA #Repost @emadrashidi —— “in Africa, we all work for our daily food” It was almost 2 years ago when i had the idea...to create something that would allow myself and others to learn about certain parts of the world in an authentic and real way, and from the voice of the people themselves. I started this journey in one of the most remote places in the world. This is rural Guinea, West Africa - home to some of Earth’s most precious stones and metals. After a year-long wait, I’m back to continuing this project in other pockets of the world, where similar stories exist. Stay tuned. #indigene (em West Africa) https://www.instagram.com/lubashivaya/p/CZHe6ajBus6/?utm_medium=tumblr
Estatua envuelta de un indígena en la base del monumento a Cristóbal Colón - Estàtua embolicada d’un indígena a la base del monument a Cristòfor Colom, Barcelona, 2019.
Symbolic entrappment!
“It’s not the despair — I can handle
the despair. It’s the hope I can’t handle.”
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