erschienen 2025 als taschenbuch
donald nimmt ein paar sabbatmonate in seiner firma und nutzt diese, um den von ihm immer herbeigesehnten langen segeltörn zu machen. auch seine frau hagar gönnt ihm diese zeit. die letzte etappe allerdings, von dänemark zurück in die niederländische heimat möchte er mit seiner 7-jährigen tochter maria machen. es sind etwa 48 stunden auf der nordsee. nach längeren diskussionen willigt seine frau wohl ein und so treffen sich alle in dänemark, wo maria mit ihrem vater an bord geht, um das abenteuer nordsee zu erleben. hagar fliegt zurück in die heimat, um ihre lieben dort zu erwarten. alles scheint absolut glatt zu laufen auf dieser überfahrt, auf der sich der verantwortungsvolle vater allerdings entschlossen hatte nicht ein auge zuzutun, nicht zu schlafen, damit seiner wertvollsten fracht, seiner tochter, nichts passiert. als offensichtlich ein unwetter aufzieht trifft er alle nötigen vorsichtsmaßnahmen, während seine tochter unter deck wohl in träumen schwelgt. als er nach ihr sieht ist sie allerdings verschwunden. ihre koje ist leer. doch wo soll sie sein? sie kann nur über bord gegangen sein - doch wie? er war doch die ganze zeit wach und aufmerksam. als er zwar seine tochter nicht findet, dafür aber eine fehlende stunde in seinen aufzeichnungen, überkommt ihn die Panik. er könnte nicht ohne seine geliebte maria nach hause kommen... was tun?
es ist leider irgendwie alles etwas vorhersehbar, zumal der protagonist zuvor wohl über monate hinweg allein die meere durchquert hat, dennoch ist es ein rührendes buch, das ganz klar die bedeutung der eltern-kind-beziehung hervorhebt und wie bedingungslos diese ist. alles würde man für das kind tun und es, wie hier möglicherweise, das eigene ende bedeuten würde. der roman liest sich leicht und schnell und obwohl man schon irgendwelche vorahnungen hat, hofft man, dass donald seine tochter noch findet und retten kann und beide wohlbehalten am ziel eintrudeln. menschen lieben das meer, doch der mensch ist dem meer egal, denn es kennt keine barmherzigkeit, das ist eine der schlussfolgerungen des protagonisten, der ein meerfanatiker ist und sich doch darauf nicht wirklich zurechtfindet.