(ruf' mich an) ich bin in fünf minuten ready
summary: Als Björn sich darauf verlässt, dass er Sascha als Alibi für vergangene Nacht nutzen kann, überrascht ihn, was Peter dahinter vermutet.
pairings: Björn Diemel/Sascha Ivanov (kann auch platonisch gelesen werden)
warnings: uhhh referenzierter Mord (mehrfach)
notes: Spielt während des vierten Buches und enthält Spoiler!!
Manchmal fragt sich Björn, ob Peter Egmann eigentlich glücklich in seinem Beruf ist. Er erinnert sich an Gespräche während des Studiums, bei denen sie beide davon gefaselt hatten, die Welt verbessern zu wollen – wenn auch mit zwei unterschiedlichen Zielen vor Augen. Während für Björn festgestanden hatte, als Rechtsanwalt falsch Verdächtigten zu helfen, wollte Peter von Anfang an zur Polizei gehen. Quasi, um Björn erst Mandanten zu verschaffen.
Zwar musste Björn spätestens, seitdem ihm Dragan als Hauptmandant zugewiesen wurde, Abstand von seinem Traum nehmen, für ihn war aber schon vorher klar gewesen, dass auch Peter wahrscheinlich ziemlich desillusioniert sein musste. Während Björn Polizisten schon immer für Idioten gehalten hatte, die sich hinter leeren Worten versteckt hielten, war Peter voll und ganz überzeugt davon gewesen, der nächste James Bond zu werden.
Und während Björn sein Leben mittlerweile so angepasst hatte, dass er tatsächlich die Welt ein Stück weit besser machte – schließlich hatte der Mord an Dragan zum einen den schönen Effekt, dass Dragan nicht mehr lebte, aber auch, dass seine Geschäfte mit so wenig Schaden wie möglich abliefen –, eiert Peter immer noch genau so herum, wie in den Jahren zuvor.
Und dass er herumeiert , zeigt sich eindeutig an der Art, wie er mit dem Verschwinden von Dieter umgeht – und dem Verdacht, dass Björn etwas damit zu tun haben könnte. Immerhin musste Peter den Fall ja auch noch nicht ernst nehmen. Schließlich ist Dieter ein erwachsener Mann, sodass er erst nach Tagen als vermisst gilt. Tage, in denen auch schon die Verwesung einsetzt.
Dass Peter ihm trotzdem jetzt schon auf den Geist geht, zeugt wahrscheinlich von gähnender Leere im Arbeitsalltag eines Kommissars. Oder von einer nervigen, misstrauenden Ehefrau des Opfers.
„Jetzt sag’ schon, Björn“, fordert Peter ihn jetzt auf. „Wo warst du gestern Nacht?“