Wenn alle sagen, dir brennt der Hintern, aber du bist ein Turborabe und die Welt ist einfach noch nicht bereit für dich
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Wenn alle sagen, dir brennt der Hintern, aber du bist ein Turborabe und die Welt ist einfach noch nicht bereit für dich
21. Türchen: Schneemann-Weihnachtskarte basteln
Ihr braucht:
Buntpapier (Schwarz, weiß und orange für die Karottennase)
Wattebällchen
Schwarze Knöpfe
Sonstige Verziehrungen (z.B. roten Glitter oder Schneeflocken)
Das weiße Papier einmal in der Mitte falten und einen Kreis darauf malen. Er muss auf dem unteren Rand gemalt werden, sodass beim Ausschneiden ein Doppelkreis entsteht, den man auffalten kann.
Aus dem schwarzen Papier einen Hut für den Schneemann ausschneiden
Den Hut auf eine Seite des Doppelkreises kleben. Die flache Seite des Kreises ist die Oberseite des Schneemann-Kopfes, sodass die Karte unten aufgeklappt werden kann.
Den Schneemann mit Wattebällchen und den Schwarzen Knöpfen und einer Karottennase verzieren
Auf die Innenseite der Karte können jetzt Weihnachtswünsche geschrieben werden!
4. Advent: Gottfried und der Nussknacker
Frei nach Tschaikowsky
Enno und Kira blicken gespannt auf die kleine, verzierte Kiste, die Gottfried ihnen präsentiert. „Kira, als ich du neulich zu Ennos und meinem Weihnachtsrap getanzt hast, ist mir etwas eingefallen. Vor ein paar Jahren war ich über Weihnachten in Russland, bei meiner Freundin Mascha. Sie hat mir diese Dose hier geschenkt. Und jetzt passt mal auf!“ Gottfried dreht an einem kleinen, silbernen Rädchen am hinteren Ende der Dose. Die Geschwister staunen nicht schlecht, als plötzlich der Deckel der Dose aufspringt und Musik zu spielen beginnt. Besonders Kira ist wie verzaubert von der kleinen Ballerina, die unter dem Deckel der Spieldose immer und immer wieder im Takt der Melodie Pirouetten dreht. „Das,“ erklärt Gottfried, „ist die Zuckerfee, die über ein Königreich voller Süßigkeiten herrscht. Dort gibt es karamellisierte Schneckenhäuser und in Puderzucker gewälzte Regenwürmer ohne Ende!“ Wären die beiden Kinder nicht so fasziniert vom Tanz der winzigen Ballerina gewesen, hätten sie sich bestimmt über Gottfrieds kulinarischen Geschmack empört. „Das ist wirklich wunderschön,“ meint Kira. Als Gottfried ihr die Spieluhr entgegen hält, streckt sie erst nur sehr vorsichtig die Hand danach aus, nimmt sie dann aber glücklich lächelnd entgegen. „Was war denn mit der Zuckerfee?“ fragt Enno neugierig. Gottfried lässt sich entspannt auf seine Regenwurm-Luftmatratze sinken. „Wollt ihr die Geschichte hören? Mascha hat sie mir mehr als einmal erzählt.“ Enno und Kira nicken eifrig. „Also gut,“ meint der Turborabe zwischen zwei Bissen Schlagsahnen-Regenwurm, „Märchenerzählmodus AN. Ho, ho, ho.“
„Die Geschichte fängt eigentlich gar nicht mit der Zuckerfee an, sondern mit einem kleinen Mädchen namens Clara, aus der wohlhabenden Familie Stahlbaum. Als zum ersten Mal seit langer Zeit ihr Patenonkel mit der Familie Bescherung feiert, hat er eine ganz besondere Überraschung für Clara und ihren großen Bruder Fritz dabei. Der Patenonkel ist nicht nur Uhrmacher, sondern auch Erfinder und hat es nun endlich geschafft, diese beiden Fähigkeiten zu vereinen. Seine aufziehbaren Figuren funktionieren fast genauso wie die kleine Ballerina in dieser Spieldose,“ Gottfried deutet auf die Dose in Kiras Hand, „Er hat seinen Figuren aus Holz das Tanzen beigebracht. Der Star des Puppenspiels ist ein prächtiger Nussknacker, in einer Uniform die so scharlachrot wie mein Turborabenschnabel ist. Aber Clara und Fritz, müsst ihr wissen, haben nicht so gern geteilt wie ihr beiden. Sie streiten sich um den Nussknacker, so lange, bis Fritz ihm schlussendlich den Kopf abreißt. Obwohl der Onkel den Nussknacker im Handumdrehen wieder zusammenflickt, hat Clara in der Nacht schlechte Träume.
Sie fühlt sich schuldig und träumt von einem unerbittlichen Kampf zwischen den vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten und einem gegnerischen Heer, das von eine Mäusekönig angeführt wird. Clara schreit laut auf – und bemerkt plötzlich, dass die kämpfenden Adeligen sie hören können! Jetzt, wo sie weiß, dass sie ihren Traum beeinflussen kann, gibt es für Clara kein Halten mehr. Obwohl sie gelernt hat, dass man sich in die Kämpfe von anderen Leuten nicht einmischt, kann Clara sich in der Nacht nicht zurückhalten. Sie wirft dem Mäusekönig ihren Hausschuh an den Kopf und entscheidet so den Kampf für den Nussknacker. Der turborabenrot gekleidete Soldat bleibt mit Clara allein zurück, um ihr zu danken. Doch sobald die beiden allein sind, passiert etwas Unglaubliches.“
Enno und Kira sehen Gottfried mit großen Augen an, der es genießt, die Spannung ein bisschen auszureizen. „Nun sag schon, Gottfried! Was ist passiert?“ Kiras bittender Blick erweicht schließlich den Turboraben. Er fährt fort:
„Der Nussknacker verwandelt sich auf einmal in einen jungen, hübschen Prinzen aus Fleisch und Blut! Er erzählt Clara, dass die Mutter des Mäusekönigs ihn vor langer, langer Zeit in eine Hässliche Holzpuppe verwandelt hat, um seiner Mutter eins auszuwischen. Allein das Mitgefühl eines unschuldigen Kindes sollte ihn wieder zurückverwandeln und ihm die Kraft geben, den Mäusekönig zu bezwingen. Um Clara zu danken, lädt der Nussknackerprinz sie in das Reich seiner Mutter, der Zuckerfee ein, die vor Freude, ihren Prinzen endlich wiederzusehen, in Tränen ausbricht. Die Zuckerfee veranstaltet ein fantastisches Fest, zu dem die verschiedensten Tänzer und Akrobaten aus allen Ländern der Welt eingeladen sind. Russische Tänzer führen zum Beispiel den Trepak auf, arabische Tänzerinnen glänzen beim Bauchtanz, Rohrflöten erscheinen und eine Gruppe chinesischer Akrobaten verblüfft alle Anwesenden.
Ganz in der Tradition des Reichs der Süßigkeiten bekommt Clara traditionelle Leckereien aus jedem Land. Der krönende Abschluss des Festes ist der Walzer des Nussknackers und der Zuckerfee, bei dem sie zu genau diesem Lied, das ihr gerade hört,“ Gottfried zeigt auf die Spieluhr in Kiras Hand, „ihre Pirouetten drehen. Nach dem Fest schicken die Zuckerfee und ihr Prinz die kleine Clara in ihrer schönsten Kutsche nach Hause. Das hat bestimmt ewig gedauert, so ganz ohne Turbodüsenmotor! Clara kommt jedoch trotz bloßer Rentiergeschwindigkeit zu Hause an, bevor die anderen Mitglieder ihres Haushaltes aufgewacht sind. Sie schleicht sich so heimlich und leise zurück in ihr Zimmer, dass keiner jemals merkt, dass sie weg war.“
Enno lächelt, während Kira noch immer fasziniert auf die Pirouetten drehende Ballerina blickt. „Und die Zuckerfee?“ fragt sie den Turboraben. „Die tanzt natürlich jeden Abend mit ihrem Nussknackerprinzen einen wilden Tango zwischen Karamellkäferbäumen und Rosinenregenwurmbüschen im Königreich der Süßigkeiten! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.“
18. Türchen: Regenwurm-Vanillekipferl
300 g Mehl
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g enthäutete, gemahlene Mandeln
250 g weiche Butter
3 Eigelb
100g Puderzucker, mit 1 Päckchen Vanillezucker vermischt
Das Mehl in Rührschüssel, übrige Zutaten hinzufügen. Mit Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den Teig zu zwei dünnen Rollen formen, jede Rolle in Folien oder Backpapier wickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen.
Von den Rollen kleine, gleichmäßige Stücke abschneiden und diese zu Kipferl (bzw. zu kleinen Regenwürmern) formen. Auf das Backblech legen und kaltstellen
Die Regenwurm-Kipferl im vorgeheizten Ofen nach Sicht hell backen. Noch heiß mit Puderzucker bestreuen. VORSICHT: sie brechen leicht.
11. Türchen
Für ca. 20 Stück
250 g Toastbroat-Scheiben
1 Eiweiß
1 Prise Salz
40g Sesamsamen
40g Mohn
150 ml Rapsöl
Herzausstecher
Toastbroat auf ein Brett legen und mit dem Ausstecher Herzen austechen. Eiweiß, 2 EL Wasser und1 Prise Salz in einen tiefen Teller geben und verquirlen. Sesam und Mohn auf je einen kleinen Teller schütten.
Brotherzen nacheinander mit einer Seite in Eiweiß tauchen. Dann in Sesam oder Mohn legen und überschüssige Samen abschütteln.
Croutons in heißen Öl in einer Pfanne goldbraun braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
7. Türchen: Amaretto-Mandel Makronen
Für ca. 20 Stück
2 Eiweiß
1 Prise Salz
70g feiner Kristallzucker
150g gemahlene, geschälte Mandeln
20g Mehl (Type 405)
1 Prise Zimt
2 EL Amarettolikör
20 g ganze Mandeln
Außerdem Spritzbeutel mit Lochtülle, (ca. 8cm Durchmesser), Backpapier, Puderzucker
Eiweiß, Salz und 1TL Zucker mit dem Rührgerät sehr steif schlagen. Zucker teelöffelweise nach und nach unter ständigem Rühren zugeben. So lange schlagen, bis ein fester Schaum entsteht.
Gemahlene Mandeln, Mehl und Zimt mischen. Amaretto mit einem Teigschaber unter die Eischneemasse heben. Die Masse in den Spritzbeutel geben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech walnussgroße Tupfen spritzen. Auf jeden Tupfen 1 Mandel drücken.
Die Makronen mindestens 6 Std. bei Zimmertemperatur trocknen lassen.
Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Gebäck im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 14 Min. hellbraun backen. Das Blech herausnehmen und erkalten lassen. Makronen mit Puderzucker bestäubt servieren.
6. Türchen: Gottfried und der Nikolaus
„Pah!“ ruft Gottfried lautstark und springt dabei fast von dem Kuschelkissen-Thron, den Enno und Kira ihm auf ihrem Stockbett gebaut haben. Wild gestikuliert er in Richtung des altmodischen Fernsehers, den die beiden Geschwister heute Morgen vom Nikolaus geschenkt bekommen haben. Dort läuft gerade ein vorweihnachtlicherCocaCola Werbespot, über den Gottfried offensichtlich sehr empört ist.
„Wo haben die denn diesen Hochstaplerher! Wenn DAS der Nikolaus sein soll, dann bin ich der Regenwurmpapst von Rom!“ Enno kichert. „Bist du vielleicht nicht, wärst du aber gern!“ neckt er seinen Turboraben. Kira ist sofort etwas kritischer. „Das ist ja auch nicht der Nikolaus, sondern der Weihnachtsmann. Oder Santa. Soweit ich weiß, sind das mindestens zwei verschiedene Jobs, Gottfried.“ „Na das will ich doch hoffen,“ erwidert der Turborabe sofort, „denn der echte Nikolaus sieht ganz anders aus alsdieser Grinsebartmit seiner möchtegern-Idealfigur!“
Kira und Enno kichern über Gottfrieds Wortwahl, doch jetzt sind sie neugierig geworden. „Der echte Nikolaus?“ fragt Kira ungläubig, und Enno fügt hinzu: „Sag bloß du kennst den, Gottfried?“ „Aber natürlich! Großes Turborabenehrenwort!“ Als ihm zwei sehr skeptische Augenpaare begegnen, beginnt Gottfried, sich zu erklären. „Ihr wisst ja, dass ich vor einigen Jahren eine Zeit lang in der Türkei gelebt habe, richtig?“ Die beiden Geschwister nicken.
„Da kommt der wahre Nikolaus nämlich her! Und natürlich war er nicht immer ein Bischof. Trotzdem hatte er aber schon von klein aufein ziemlichschönes Leben, denn seine Eltern waren reich. Und die kleine Gemeinschaft, in der er aufgewachsen ist, ist viel großzügigerals unsere. In den heißen Sommermonaten spielt sich dort alles Leben auf der Straße ab, die Menschen sind ständig draußen, sprechen miteinander und helfen sich gegenseitig. Das hat der Nikolaus sein ganzes Leben lang mit angesehen und auch als Erwachsenernicht vergessen.“
Beide Geschwister sehen ihren Turboraben fasziniert an. Vorher waren sie schonein bisschen skeptisch, aber mittlerweile ist Gottfrieds Geschichte so spannend, dass jegliche Zweifel in den Hintergrund rücken. „Eines Tages hört er hinter einer der zahlreichen Sandsteinmauern des Dorfes eine sehr traurige Stimme,“ fährt Gottfried fort,„Es ist ein Vater, der sich gerade von seinen beiden Töchtern verabschiedet. Die sollen ab dem kommenden Tag die Elternverlassen und in einem anderen Haushalt arbeiten, da die Familie sonst verhungert. Das kann der Nikolaus auf keinen Fall zulassen! Also läufter schnell nach Hause, füllt einen Sack mit Goldstücken und wirftihnheimlich durch das Fenster der armen Familie. So kommter auf die Idee mit diesen Säcken, versteht ihr?“
Gottfried wartet Enno und Kiras nicken kaum ab, bevor er fortfährt. „Die Familie stauntnicht schlecht, als sie so plötzlich und unverhofft zu Reichtum kommen. Sie vermuten sofort den Nikolaus, den reichsten Mann des Dorfes, als ihren Wohltäter und danken ihm herzlich. Die Freude, die der Nikolaus dabei empfunden hat, anderen zu helfen, lässtihn in den folgenden Jahren seines Lebens nicht mehr los. Er unternimmt Reisen, möchte auch an anderen Orten der Welt Menschen glücklich machen. So kommt esauch, dass erirgendwannden Bitten der Menschen von Myra nachkommt und ihr Bischof wird. Sein Ruf hattesich herumgesprochen. Auch bei mir. Ich hatte nämlich gehört, dass der Bischofgroßartige Schlagsahne macht.“
„Also gibt es beim Nikolaus Regenwürmer mit Schlagsahne zum Frühstück-Mittag-und Abendessen?“ kichert Enno. Sein Turborabe schnaubt frustriert. „Na eben nicht! Das warvielleicht enttäuschend. Als ich in Myra ankam, haben mir alle erzählt, wie der Nikolaus mal ein leeres Frachtschiff wieder komplett mit Korn befüllt hat. Nixda Regenwürmer, Pustekuchen Schlagsahne!Gar nicht großartig.“ „Aber Säcke hatte er, oder?“ fragt Kira.
„Ho, ho, ho!“
Jetzt wissen Kira und Enno endlich, woher Gottfried sein tiefes Lachen hat: Vom Nikolaus natürlich! „Ganz, ganz viele“, fährt ihr Turborabe fort. „Die verteilen er und die Bewohner von Myra an brave Kinder auf der ganzen Welt. Vor allem an solche, die noch ein bisschen Hilfe dabei brauchen, glücklich zu sein.“ Kira lächelt sanft und schmiegt sich an ihren Turboraben. Enno blickt auf ihren Fernseher, wo der CocaCola Weihnachtsmann gerade breit grinsend eine Glasflasche in die Kamera hält.
„Egal, wer er ist, oder wo er herkommt, ich finde, der Mann mit dem Sack hat heute einen ganz tollen Job gemacht!“ Weder Kira noch Gottfried können ihm da widersprechen.
23. Türchen: Notfallplätzchen
Enno und Kira waren heute Morgen ganz schön geschockt, als sie die Plätzchen für den Weihnachtsabend aus dem Regal holen wollten und die Dose plötzlich leer war. Vielleicht oder vielleicht auch nicht ist ein Turborabe in der Nacht aufgewacht, hatte Hunger und konnte sich bei all den Leckereien nicht mehr beherrschen. Jetzt musste also ein Notfallplan her, wenn an Weihnachten noch Kekse da sein sollten. Zum Glück hat Kira dieses super schnelle, leckere Kokosmakronenrezept gefunden. Probiert es doch auch mal aus!
4 Eiweiß
2 TL Zitronensaft
150g brauner Zucker
250g Kokosraspeln
Ofen auf 130 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zitronensaft steif schlagen, Zucker einrieseln lassen, bis die Masse schnittfest wird. Kokosflocken unterheben. Mit zwei Löffeln oder einer Spritztüte kleine Spitzen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ungefähr 30 Minuten hellbraun backen. Mit dem Backpapier vom Blech ziehen und auf dem Papier auskühlen lassen, da die Makronen sonst auseinander fallen. Guten Appetit!