ANKÜNDIGUNG
Ab Sonntag, dem 13. Dezember folgt die Geschichte „Weihnachtslied“ (Cristmas Carroll) von Charles Dickens !
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... ich freue mich auf ein Wiederhören !
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ANKÜNDIGUNG
Ab Sonntag, dem 13. Dezember folgt die Geschichte „Weihnachtslied“ (Cristmas Carroll) von Charles Dickens !
Literaturfuxx.de – Weltliteratur eindrucksvoll vorgelesen!
... ich freue mich auf ein Wiederhören !
Ut de Wiehnachtsgeschicht
(na Carl Orff un Rudolf Muuß)
Verteller: Un in desülvige Gegend weren Harders op dat Feld. De höden ehr Veeh bi de Nacht.
Harders: 1. He, du, höör mal to, ik heff en Droom hatt, oder drööm ik noch?! Kiek doch den grootmächtigen Schien an Heven! Sull dat de Morgensteern sien? 2. Nee, dat is doch noch midden in de Nacht! 3. Oh, kiek mal, wat dat lüchten deit, un höör mal dat fine Klingen! 2. Dat sünd de Bimmelklocken vun de Schaap. 1. De Schaap ehr Klocken klingt nich so, de höört sik ganz anners an! So wat heff ik noch nie nich höört. 2. Kiek mal, wat de helle Schien blenden deit, un nu nu fallt he ganz vun den Heven daal, rünner op de Eer! 3. Dar mag ik gar nich henkieken, in all dat Licht. 4. Jung, holl mi fast, dat ik nich weglopen do. Ik heff Angst. 3. Tööv doch eerst mal af. Du Bangbüx büst doch nich alleen! 1. Süh mal, dar ist en wahrhaftigen Engel.
De Engel: Weest nicht bang! Höört to! Ik segg ju en grote Freud an, un de gellt för dat ganze Volk! – In David sien Stadt is vundaag juun Heiland to Welt kamen, de Messias, de Herr Christus! Un dit is dat Teken för ju: Ji findt dat Kind in Winneln inwickelt un in en Krüff liggen.
Harders:1. Mann! Kiek, de velen Engels dar achtern!2. Dat sünd woll hunnert.3. Mehr noch.2. Tweehunnert?3. Veel mehr!4. Ja, mi dücht, dat sünd över dusend!1. Wenn dat man henkümmt.2. Och, nu fleegt se all wedder weg. 3. Se warrt lütter un ümmer lütter. Un nu fleegt se na den Heven rin. 4. Un den hellen Schien hebbt se mitnahmen. 1. Nu sünd se all verswunnen. 2. Dat is en Wunner!3. Wat hett de groot Engel seggt?1. “Hüüt is de Heiland to Welt kamen”, hett he seggt. “Un ji kriegt en Teken”, hett he seggt. “Ji findt dat Kind in Winneln inwickelt”, hett he seggt. “Un dat liggt in en Krüff”, dat hett he ok noch seggt.3. Dat hett he uns allens vertellt? – Jungs, laat allens stahn un liggen, laat uns de Krüff söken!1. Dat Licht hett över Bethlehem stahn, dar mööt wi söken!4. Wi bruukt ok en ornlich Präsent för dat Kind. 2. Ja, wat Schööns: Melk, Botter, Kees.3. Wat Warms ton Antrecken!4. Villicht en beten Wull?2. Köönt wi nu los?3. Un wat is mit de Schaap?1. In so en Nacht paßt Gott ehr woll op.
(Die Zeichnung ist von der wundervoll talentierten @pyromaniacqueen) Zu bald ist Nikolausabend da von SarahWolverine auf Fanfiktion.de Advent – Die Zeit des Ankommens, in der man zu sich findet und innehält. Oder aber die stressigste Zeit des Jahres, wo man zwischen Geschenken und Weihnachtsfeiern gerne mal den Kopf verliert. Es wird nicht besser, wenn zu dem normalen Stress noch hinzukommt, dass das eigene Gehirn nicht so verknüpft ist, wie es die Gesellschaft gerne hätte. Charlie’s ADHS hält ihn jedoch nicht davon ab, ein Weihnachtsdate für ihn und seinen Freund zu planen. Ganz im Gegenteil, er hat schon große Visionen für den perfekten Abend mit der perfekten Deko, dem perfekten Geschenk und perfekten Essen. Die Sache hat nur einen Haken – die Umsetzung. Das hier ist eine ADHS Weihnachtsgeschichte, von einer ADHSlerin über einen ADHSler für ADHSler. Außerdem für jeden, der sich an chaotischen Geschichten erfreut und eine Ablenkung vom eigenen Stress braucht. Wenn euch die Geschichte gefällt und ihr mich unterstützen wollt, dann besucht doch auch meine Ko-Fi Seite :)
Lars
Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mit Lars zu reden. Zum einen, weil das sonst niemand tut, zum anderen, weil ich letztes Jahr ein so schlechtes Gewissen hatte, und das so kurz vor Weihnachten.
Nach dem Essen – Buffet mit Ente, Schellfisch und Wildragout – standen wir draußen zum Rauchen in kleiner Runde zusammen: Udo aus dem Vertrieb, der immer lacht und dabei seine großen, geraden Zähne zeigt; Hannah vom Empfang, die wie jedes Jahr schnell betrunken war und dann dem Udo wohl am liebsten am Hals gehangen hätte; und Jack, das IT-Genie aus San Francisco, ein ganz ruhiger Typ und darin unheimlich cool. Udo war es wohl, der Lars als erster wahrnahm. Sein großes, gerade Grinsen blieb unverändert, aber seinen Blick schweifte kurz in den leeren Raum ab. Eine Sekunde später verzog Hannah eine erstaunlich nüchterne Miene und rückte näher an Jack heran, um die Lücke zwischen ihnen zu schließen. Und dann sah auch ich aus dem Augenwinkel, dass Lars sich von hinten näherte. Und das in der Kälte, obwohl er gar nicht raucht. Da ich fürchtete, er könnte meinen Seitenblick bemerkt haben, sah ich ihn kurz offen an, sah seine etwas stupide Brille und ein an ihm völlig befremdliches Guns N’ Roses-Shirt, über dem er zuvor wohl einen Pullover getragen hatte. Ich weiß noch, dass meine Gedanken in dem Moment völlig leer waren, als ich die größere Lücke zwischen Hannah und mir schloß und mich wieder ganz meinen lustigen Kollegen zuwandte. Ich spürte Lars noch zwei drei Minuten in meinem Rücken, vielleicht hörte er uns zu, und als ich das nächste Mal wagte mich umzudrehen, war er verschwunden. Einige Stunden später lief ich von der Weihnachtsfeier nach Hause, stockbesoffen, und musste lachen: Lars in einem Guns N’ Roses-Shirt! Ich schüttelte den Kopf. Doch dann wurde mir sentimental zumute, wie das wohl vielen vor Weihnachten geht. Wie immer hatte keiner mit Lars geredet, wir hatten ihn sogar ausgeschlossen. Ich hatte ihn ausgeschlossen. Dabei mag ich Guns N’ Roses.
Über Lars wissen wir eigentlich so gut wie nichts. Auch was Lars in der Firma genau macht, kann niemand so wirklich sagen. Offiziell ist er Produkttester, was laut QM-Handbuch bedeutet, dass er „Prozesse und Schnittstellen generiert, um das reibungslose Funktionieren des Produkts zu gewährleisten.“ Es geht das Gerücht, Lars habe zwei Jahre an einem Excel-Formular zur Dateneingabe gebastelt bis jemandem auffiel, dass so ein Formular für die Abläufe in der Firma völlig unbrauchbar war. Es geht das Gerücht, Lars sei behindert, Autist, vielleicht sogar ein leichter Mongo – hinter seiner stupiden Brille stieren ein paar leicht verdrehte Augen – und die Firma habe ihn mehr aus Gutmütigkeit eingestellt. Und weil man sich von einem Autisten immer mal eine überraschende, geniale Idee erhoffen kann. Es geht das Gerücht, Lars lebe noch bei seiner Mutter, habe aber den ganzen Keller für sich und diesem zu einem mit grellbunten Neonröhren beleuchteten Computer-Museum ausgebaut. Man hätte Lars wohl so einiges andichten können, denn geredet hat mit ihm bisher kaum einer. Dass er aber ordentlich draußen ist im Kopf, das wissen wir alle.
Ich hatte mich davon überzeugen können, hatte tatsächlich selbst einmal mit Lars geredet oder besser ein Wort gewechselt. Das muss fünf Jahre her sein, es war Sommer, ich war noch recht neu in der Firma und stand nach Feierabend an der Bahnhaltestelle. Da hörte ich plötzlich neben mir eine Stimme, die sagte: „Na, auch mit der Bahn?“ Ich blickte zur Seite und sah Lars mit seinem schütteren Haar und der stupiden Brille, er trug ein etwas fleckiges weißes Shirt und lächelte irgendwie freundlich. „Äh, ja“, sagte ich. Weil mir mehr nicht einfiel und ich auch schon erste Geschichten über Lars gehört hatte, nickte ich mit leerem Blick vor mich hin, und dann fuhr zum Glück auch schon die Bahn vor. Wir stiegen ein, in unterschiedliche Wagen.
Am nächsten Tag erzählte ich Udo in der Kaffeeküche von der Begegnung mit Lars. Udo lachte lauthals und zeigte seine wuchtigen Zähne. „Ja klar, das ist ein Freak, du!“ Ich lachte auch. „Ich mein, was macht man bitte sonst an einer Bahnhaltestelle? Auf ein Flugzeug warten?“ „Hätteste mal sagen sollen, der hätte noch in die Luft geschaut, wo es bleibt!“ Unser Lachen ebbte langsam ab. „Nee, so ist der auch nicht“, sagte ich. „Der kommt mir wie son richtiger Psycho vor, etwas unberechenbar, kann vielleicht sogar aggro werden.“ Udo sah mich ernst an, aber seine Zähne lächelten weiter. „Meinste?“ „Jo, und er kriegt immer voll die Austicker, wenn der Flieger verspätet ist!“ Wir brüllten vor Lachen. Ein paar Wochen später hörte ich das Gerücht, Lars sei in der Kaffeeküche ausgerastet, völlig eskaliert, und habe gegen eine Schranktür geschlagen, weil jemand seine Tasse benutzt habe.
Ich glaube, seitdem fürchtet sich jeder in der Firma etwas vor Lars. Man begegnet ihm, wenn er mittags allein irgendwo essen geht – wo das ist, weiß niemand. Dann grüßt man sich durch ein kurzes Nicken oder ein ausdrucksloses „Mahlzeit!“. Wenn man ein Meeting hat, an dem Lars aus welchen Gründen auch immer teilnimmt, bleiben die beiden Plätze neben Lars frei und niemand beachtet ihn. Am schwierigsten wird es, wenn man Lars auf der Toilette begegnet. Dann grinst man sich hilflos an und murmelt irgendetwas, und immer ist neben der Peinlichkeit des Ortes und der Furcht, in ein Gespräch verwickelt zu werden, auch die Angst gegenwärtig, Lars könne nicht nur autistisch und aggressiv sein, sondern möglicherweise sogar schwul und pervers. Zum Glück behält jeder diese Gedanken, wenn sie außer mir noch jemand hat, für sich. Und zum Glück begegnet man Lars nur sehr selten auf der Toilette. Noch so ein Ding: Auch sein Stoffwechsel ist irgendwie anders.
Seltsamerweise scheut Lars selbst nie eine Begegnung, Versammlung oder ein Meeting. Auch am traditionellen Sommergrillen, an der Kohlfahrt der Firma und an Filmabenden nimmt er teil - wie es scheint mit Begeisterung. Beim Grillen etwa steht er stets neben dem Grill, hält sich die ganze Zeit über an einem Glas Bier fest und scheint darauf zu achten, dass nichts anbrennt. Wenn man sich ein Stück Fleisch nehmen will, zeigt er manchmal auf eines und sagte: „Nimm das da, das ist gut durch“, was man mit einem „ok, danke“ quittiert. Und auch bei jeder Weihnachtsfeier ist Lars dabei, sitzt dort zwar nicht alleine, da die Plätze abgezählt sind, hat jedoch meist zwei Rücken zu sich gewandt und mümmelt an einem Entenbein bei einem einzigen Glas Bier. Im allgemeinen Suff und Gerede verliert man ihn dann rasch aus den Augen – es sei denn, er schleicht sich so an wie im letzten Jahr, als ich mit Udo, Hannah und Jack zusammenstand und wir unseren Kreis vor ihm verschlossen.
Das soll dieses Jahr anders werden, habe ich mir vorgenommen. Vielleicht war es das Guns n’ Roses-Shirt, das etwas in mir ausgelöst hat, letztes Jahr auf meinem Heimweg, als ich diesen sentimentalen Anflug bekommen habe. Zum ersten Mal habe ich da gedacht: Vielleicht tun wir Lars ja unrecht. Immerhin hört er Guns n’ Roses! Und ein autistischer Mongo, der in seinem Computer-Museum Schwule foltert und dabei Guns n’ Roses hört, will nicht so recht in mein Weltbild passen. Darum habe ich mir vorgenommen ihn anzusprechen, sollte er in diesem Jahr wieder dieses Shirt tragen. Das sollte dann mein Aufhänger sein. Und in der Tat: Lars trägt – was für seinen Autismus spricht – auch in diesem Jahr wieder das Guns n Roses Shirt. Beim Essen fällt mir auf, dass auch sonst alles ist wie im letzten Jahr: das Essen, der Ablauf, die Gesprächsthemen, das Rauchen vor der Tür; und dass Lars bei allem nur daneben steht und Rücken sieht. Nach dem Essen sehe ich ihn, immer noch mit seinem ersten Bier, an der Theke stehen, wie er stupide vor sich hin grinst. Ich gehe auf ihn zu. „Cool, Guns n’ Roses“, sage ich und hebe einen Daumen. „Ja“, sagt Lars. Dann sagt er: „Und, schon wieder Weihnachten.“ Und ich sage: „Ja“.
Eine Weihnachtsgeschichte
Es musste ein Fehler unterlaufen sein. Er hatte noch zehn Jahre zu sitzen. Doch sie ließen ihn an Weihnachten frei. Ohne gutes Führungszeugnis. Einen Mörder.
Das Schwierigste war nichts zu sagen und nachzufragen. Zu gern hätte er gewusst was schief gelaufen ist. Er strengte sich aufs äußerste an höflich zu nicken und sich seine Verwunderung nicht anmerken zulassen. Ein solcher Fehler und das im Land, wo die Bürokratie Hochkultur ist! Er war darauf nicht eingestellt. Er sah sein Leben verwirkt. Zehn Jahre an einem Ort ohne Tragweite. Jeden Tag trug er den Hass in sich. Wohin damit nun? Sie gaben ihm sein weniges Hab und Gut und setzten ihn vor die Tür. Er war alleine und frei. Jegliche Verwandte und Freunde, die er jemals hatte, haben sich von ihm abgewandt. Seine Mutter hatte ihn einmal besucht, ertrug es dann aber doch nicht und ging weinend nach einer Minute. Der Himmel war so klar blau und die Welt erstreckte sich vor seinen Füßen. Was sollte er tun? Jemanden umbringen? Fliehen bevor sie den Fehler bemerken? Er ist schließlich ein zu Unrecht freigelassener Mörder. Wenn die Menschen ihm das ansehen könnten, keiner würde auf ihn zugehen. Sie würden rennen. Nun aber ist Weihnachten, also ging er in die Stadt auf den Weihnachtsmarkt.
Wie unbeschwert und heiter die Menschen dort waren. Es ließ sich nicht ertragen. Sie hatten kein Recht dazu eine solche Freiheit auf diese Art zu verjauchzen. Wussten sie denn nicht, dass jeder von ihnen schon morgen ein Gefangener sein kann. Es ist zu schwer frei von Sünde zu sein – sich nicht erwischen zu lassen ist einfacher. Das Einfachste ist, sich selbst nicht zur Anklage zu bringen. Selbst im Gefängnis behielt er das bei. War es seine Schuld? Der Mord wurde verlangt. Keiner von ihnen hätte sich diesem versagt! Er wurde hungrig und ging an den nächsten Stand um sich eine Wurst zu kaufen. Er kramte nach den Münzen und sah sich jede im trüben Licht genau an. ,,Na, der Herr. Soll ich Ihnen vielleicht helfen?“, fragte die Verkäufer mit einem schiefen Grinsen. “Blödsinn! Frechheit. Was soll die Frage. Ich … Es ist nur … Ich hab’s ja.” “Das war doch nur ein kleiner Spaß. Nicht gleich eingeschnappt sein.” “Jaja, nur ein kleiner Spaß. Den hatte ich auch mal.” Er gab ihr das Geld. Sie bedankte sich und wünschte ihm noch ein frohes Weihnachten. Er verließ den Markt und holte sich im nächsten Supermarkt eine Flasche Bier. Mit ihr ging er ihr die Einkaufsstraße hinab. In den Läden sah er den Menschen auf der Suche nach dem richtigem oder irgendeinem Geschenk zu. Das Gedränge und die Hast hatte etwas Belustigendes, wenn man davon befreit war. Noch viel besser, die meisten wussten ganz genau, dass das Beisammen sein wichtiger als jedes Geschenk war und trotzdem konnten sie sich den Gewohnheiten nicht entziehen.
Niemand beachtete ihn. Er war genauso bedeutungslos, wie alle andere um ihn herum. Trotz der inneren Angespanntheit blieben sie alle stets bemüht höfflich. Selbst die Verkäuferinnen, denen der Weihnachtsbonus nun doch zu wenig war. “Entschuldig, das ist jetzt aber nicht ihr Ernst?”, hörte er eine Frau zu einer anderen Frau sagen. “Bitte?”, in einem solchen Ton, sie bekamen seine volle Aufmerksamkeit. “Das hier ist meins. Das können Sie nicht nehmen.” “Das tut mir Leid, aber ich habe es nun Mal zuerst genommen. Also ist es jetzt meins.“ "Nun, haben sie sich nicht so.“, mischte er sich ein „Es ist für den kleinen Sohnemann. Und es ist ja Weihnachten. Seien Sie gütig.”, mischte er sich ein. Sie rang sichtlich mit sich, darauf einzugehen. Entschied aber doch, ein Fremder habe nichts zu sagen und schließlich ist sie im Recht. “Ich kaufe es selber als Geschenk!”, und sie stürmte davon. “Manche Menschen …”, murmelte er. “Wie Recht sie haben. Danke. Ich hoffe Sie haben ein schönes Weihnachtsfest.” “Das habe ich.”
Es wurde ihm zu langweilig und als er die Glocken der Kirche läuten hörte, ging er dorthin. Er versuchte in der Predigt des Pfarrers etwas Bedeutsames zu erkennen. Irgendeinen Sinn musste der Zufall doch haben. Der Tag als ein Geschenk Gottes zur Bekehrung, zur Bekenntnis, zur Vergebung. Doch das Geschwätz brachte ihn nur zum Lachen.
Als die Hostie verliehen wurde bekam er einen Schreck. Er überlegte noch, aber er war sich sicher. Seine Mutter hatte sich in der Schlange eingereiht. Es war ihm gar nicht in den Sinn gekommen, dass er jemanden Bekanntes treffen konnte. War sie früher jemals in die Kirche gegangen? Ob sie für ihn betete? Ob sie ihn noch erkannte? Er musste es wissen. Am Ende der Messe blieb er sitzen und wartete bis sie an ihm vorbeiging. Er starrte sie unabdingbar an, sie musste zurückblicken. Wie traurig sie dreinschaute. Zumindest in Gedanken, war sie bei ihrem Sohn. Nun war sie nahe bei ihm. Schau hoch, alte Frau. Und Sie tat es! Ein Geschenk der Weihnacht.
Ihr Blick, ihr Entsetzen war unmissverständlich. Sie erkannte ihn. Ein Mörder. Sie blieb nicht stehen und ging an ihm vorüber. Er war froh darüber.
Am Abend ging er wieder zum Gefängnis und meldete den Fehler. Es war ihnen ausgesprochen unangenehm. Als sie ihn zurück in seine Zelle gebracht hatten, welche zum Glück frei geblieben ist, wünschten sie ihm noch ein frohes Fest. Welch’ Geschenk der Tag war. Er schlief mit einem seligen Grinsen ein. Er hatte ja noch zehn Jahre.
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https://freiabos.de/weihnachten-im-gefaengnis/
De Wiehnachtsgeschicht
Dat weer in disse Tiet; do leet de Kaiser Augustus en Befehl utgahn: Jedereen in dat röömsche Riek sull sik in de Stüürlist indrägen laten. So’n Inschrieven in de Stüürlist harr dat fröher noch nich geven. In Syrien wörr dat maakt, as Kyrenios dar den Kaiser sien Stattholer weer. Un so güng jedereen hen un laat sik inschrieven; jedereen in sien Heimatstadt. Ok Joseph maak sik op den Weg – ut de Stadt Nazareth in Galiläa na de Davidstadt Bethlehem in Judäa. Denn he stamm ut David sien Huus un Familie. Dar müß he sik inschrieven laten, tosamen mit Maria. De weer em antruut, un se sull bald Mudder warrn. Un denn keem dat so: As se dar ankamen weern, do weer dat sowiet; ehr sware Stünn weer kamen. Un se kreeg dar ehren eersten Söhn. Un se wickel em in Winneln un legg em in en Krüff, denn anners harrn se kenen Platz in de Harbarg.
Nu weern da in de sülvige Gegend Harders buten op’t Feld. De harden ehr Veeh bi de Nacht. Un een vun Gott sien Engels treed vör se hen, un den Herrn sien Klaarheit strahl üm se rüm, un se verferen sik över de Maten. Do see de Engel to se: “Förcht ju nich! Höört to! Ik segg ju en grote Freud an! Disse Freud gellt för da ganze Volk! In David sien Stadt is vundaag ju Heiland to Welt kamen, de Messias, de Herr Christus! Un dat sall dat Teken för ju sien: Ju finnt dat Kind in Winneln inwickelt, un dat liggt in en Krüff!” Un denn weer miteens dat ganze Himmelsheer bi den Engel. De löövten Gott, un se sungen:
“Ehr wees Gott in de Hööchte! Un Freden op de Eer bi all de Minschen, de goden Willen hebbt!”
Un as de Engels denn wedder na’n Himmel torüchgahn weern, do see en Harder to de annern: “Laat uns gau na Bethlehem henlopen un nasehn, wat dar passeert is! Na dat Woort vun den Herrn!” Un denn lepen se, so gau as se man kunnen, un se funnen Maria un Joseph un dat Kind. Dat leeg dar in de Krüff. Un as se dat sehn harrn, do vertellen se, wat se vun dit Kind seggt worrn weer. Un all Lüüd, de dat to hören kregen, de wunnern sik över dat, wat de Harders se vertellen deen. Un Maria beheel all disse Wöör un leet se sik jümmer wedder dörch den Kopp gahn. As de Harders wedder torüch güngen na ehr Veeh, do löövten un priesen se Gott för allens, wat se to sehn un to hören kregen harrn. Dat weer jüst so ween, als de Engel dat anseggt harr.
Das Wunder von Silberpflug: Wie Luka das Weihnachtsfest rettete
Es war der 24. Dezember, und im kleinen Dorf Silberpflug herrschte eine ungewöhnliche Stille. Der Schnee lag so hoch, dass kein Auto mehr durch die Gassen kam. Die Räumfahrzeuge steckten fest, und ausgerechnet heute war die alte Tradition des Dorfes in Gefahr: Die Verteilung der „Lichtpakete“ an die Bewohner*innen im abgelegenen Bergviertel. Luka, eine leidenschaftliche Mountainbikerin, stand in…
»Weihnachten Humbug, Onkel? Das meinst du doch nicht ernst!« Doch Scrooge meint es ernst. Eine Weihnachtsgeschichte - Das Hörbuch - Kostenlos für alle auf dem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=RqUW2BAVQ58