Wenn alle sagen, dir brennt der Hintern, aber du bist ein Turborabe und die Welt ist einfach noch nicht bereit für dich

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Wenn alle sagen, dir brennt der Hintern, aber du bist ein Turborabe und die Welt ist einfach noch nicht bereit für dich
24. Türchen: Eine Weihnachtsgeschichte
Frei nach Charles Dickens
„Das kann doch nicht sein, Gottfried!“ ruft Enno ungläubig, „Jetzt hast du uns jeden Sonntag so tolle Geschichten erzählt und heute fällt dir keine Einzige ein?“ Enno, Kira und ihr Turborabe sitzen auf dem Wohnzimmerboden von Frau Winter, vor einem wunderschön geschmückten Weihnachtsbaum. Erst in ein paar Stunden, wenn es richtig dunkel ist, dürfen Enno und Kira ihre Geschenke auspacken. Um sich die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, wollen die Geschwister noch eine letzte Weihnachtsgeschichte von ihrem Turboraben hören.
„Ja Gottfried,“ fügt Kira hinzu, „du hast doch so viele Freunde auf der ganzen Welt. Habt ihr euch am Weihnachtsabend denn nie Geschichten erzählt?“ Gottfried überlegt. „Wenn du so fragst, Kira, fällt mir doch etwas ein. Meine Freundin Annie, eine sehr elegante Flamingodame aus dem schönen London, hat mir in einer Schneesturmwinternacht mal eine großartigee Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber ich muss euch warnen, wenn ihr sie wirklich hören wollt, wird es gespenstisch!“ Enno ist begeistert. Er springt auf, rennt zum Lichtschalter und drückt ihn nach unten. „Hohoho,“ruft Gottfried und bringt Kira zum Kichern, da er schon etwas verfrüht in seine Märchenerzählstimme verfallen ist, „Na dann mal los!“
„Viele, viele Jahre bevor Annie überhaupt geboren war, hat in ihrem hübschen Reihenhaus in der Doughty Street ein grummeliger alter Mann gewohnt. Kennt ihr diesen Weihnachtsfilm mit dem Grinch?“ Enno und Kira nicken. „Ungefähr so könnt ihr euch den Mann vorstellen, nur nicht ganz so grün. Jedenfalls war er auch ein totaler Weihnachtshasser! Seine Laune wurde immer schlimmer, je näher der Weihnachtsabend kam. Seine Angestellten bekamen das auch zu spüren, die waren nicht nur unterbezahlt und völlig überarbeitet. Scrooge, so hieß der alte Grießgram, gab kein einziges Goldstück zu viel aus. In seinem Haus wurde nie zu viel geheizt oder gekocht und auch in der Vorweihnachtszeit spendete Scrooge, als einziger in der Nachbarschaft, keinen Cent für Arme und Bedürftige. Doch all das sollte sich eines Weihnachtsabends ändern.“
Gottfried fügt eine dramatisch Pause ein und, wie gerufen, lässt ein kurzer Windhauch genau in diesem Moment die Flammen der Adventskerzen ein wenig flackern. Ennos und Kiras Augen werden weiter, als Gottfried mit seiner Geschichte fortfährt.
„Als Scrooge sich in dieser Nacht zum ersten Weihnachtstag schlafen legt und sein Licht ausschaltet, staunt er nicht schlecht. In der Ecke seines Zimmers sieht er einen Schatten, der sich immer mehr nähert. Schnell dreht Scrooge am Regler der Gaslampe auf seinem Nachttisch, doch auch das Licht ändert nichts an den Tatsachen. Dort, in der Ecke des Zimmers, steht ein Mann in einer blau, rot, goldenen Uniform. Es ist ein Zinnsoldat, einer der Brüder unseres einbeinigen Freundes, doch dieser Zinnsoldat ist für eine Nacht nicht in seiner hölzernen Form erstarrt, sondern aus Fleisch und Blut! Scrooge will gerade nach seinem Diener schreien und diesen Eindringling in hohem Bogen hinauswerfen lassen, als er das Gesicht des Fremden erkennt. Er traut seinen Augen nicht. Der Zinnsoldat ist sein ehemaliger Geschäftspartner. Doch der kann unmöglich in seinem Zimmer stehen. Nicht nur ist er vor sieben Jahren ans andere Ende der Welt gezogen, er ist auch noch im letzten Jahr gestorben! Doch er ist es, unverkennbar, und sieht noch genauso jung aus, wie an dem Tag, als Scrooge ihn zum letzten Mal gesehen hat. Und dann ist da auch noch dieses Geräusch. Ein dumpfes Rasseln, das jedem Schritt des schaurigen Geschäftspartners folgt. An seine Beine ist eine dicke, rostige Eisenkette gebunden. „Mein Gott, was ist dir passiert?“ fragt Scrooge. „Das hier ist die Konsequenz eines Lebens wie des Unseren. Mit Gier, Hartherzigkeit und Geiz legt man sich selbst in Ketten. Und die wird man nie mehr los.“ Scrooge bekommt Panik. „Gier? Geiz? Das bin doch nicht ich,“ erwidert der alte Mann. „Das dachte ich auch. Aber schau, was aus mir geworden ist. Dies ist auch dein Schicksal!“ warnt der jenseitige Besucher. „Nein! Nein! Das darf nicht passieren!“ ruft Scrooge und vergräbt panisch das Gesicht in seinem Kopfkissen. „Aber, aber, Schicksale sind nie in Stein gemeißelt,“ antwortet der geisterhafte Geschäftspartner weise, „willst du deines ändern?“ Scrooge bettelt um eine zweite Chance, aber sein ehemaliger Freund gibt keine weitere Antwort. Er löst sich genauso schnell in Luft auf, wie er gekommen ist.
Am nächsten Abend, als sich Scrooge ins Bett legt, wird er von einer lieblichen Melodie geweckt. Er hat sie noch nie vorher gehört, aber sie zieht ihn geradezu magisch an. Er folgt den Tönen nach unten in das Wohnzimmer des Reihenhauses. Dort sieht er eine kleine, schmale Gestalt, die im spärlichen Licht einer einzigen, brennenden Kerze Pirouetten dreht. Als Scrooge in der Tür erscheint, hält sie inne. „Bist du bereit, deine Vergangenheit zu erleben?“ fragt die Zuckerfee. „Habe ich das nicht schon?“ erwidert Scrooge griesgrämig, aber in dem Moment setzt die kleiner Ballerina zu einer weiteren Drehung an. Diesmal entwickelt ihre Bewegung aber einen Sog, der, wie ein Strudel, den alten Scrooge, das Wohnzimmer und schließlich sogar das ganze Reihenhaus mitreißt. Als Scrooges Sicht wieder klar wird, steht er an exakt derselben Stelle wie vorher, aber alles um ihn herum hat sich verändert. Ihm gegenüber schaut ein kleiner Junge traurig aus dem Fenster. Er scheint auf etwas zu warten. Hinter Scrooge und der Fee an seiner Seite ertönt plötzlich eine Stimme. „Dein Vater kommt heute nicht mehr, Scrooge,“ sagt ein Dienstmädchen, „du weißt doch, er feiert kein Weihnachten mehr, seit deine liebe Mama nicht mehr da ist.“ „Es ist aber meine Schuld, dass Mama nicht mehr da ist,“ seufzt der kleine Junge traurig, „das sagt mir Papa immer wieder.“ „Das ist niemandes Schuld,“ erwidert das Dienstmädchen, das sich geduldig zu dem kleinen Jungen hinunter beugt, „höchstens die des Schicksals.“ „Aber Schicksale kann man ändern,“ sagt der kleine Junge gerade noch, bevor der Raum erneut vor Scrooges Augen verschwimmt.
Diesmal landet Scrooge aus dem Strudel der Zuckerfee in der Werkstatt seines alten Lehrmeisters, bei dem er viele glückliche Jahre verbracht hat. Dort findet gerade eine Weihnachtsparty statt. Scrooge weiß sofort, welche Party das ist. Das ist der Abend, an dem er seine große Liebe Belle getroffen hat. Die beiden waren nie zusammen gekommen, weil er sich damals für seine Karriere und gegen sie entschieden hat. Er wittert eine zweite Chance und beschließt, die Sache wieder gut zu machen. Belle steht am anderen Ende der Werkstatt und lacht mit einer Freundin. Scrooge will sie gerade unterbrechen, als der Raum erneut beginnt, sich zu drehen. Mit einem Mal ist Scrooge wieder ein alter Mann und zurück in seinem Bett. „Wieso hast du das getan?“ schnauzt er die Zuckerfee an, „ich wollte doch gerade-„ „Du solltest etwas lernen,“ erwidert die Fee zwischen zwei weiteren Pirouetten, „ich hoffe, das hast du.“ Und mit einer weiteren Pirouette verschwindet sie auch schon wieder.
Am nächsten Abend will Scrooge endlich seine Ruhe, aber auch diesmal hat er kein Glück. Der Wind heult wie ein wild gewordener Werwolf vor seinem Fenster und schlägt die Äste einer Linde gnadenlos gegen das dünne Glas. Plötzlich springt das Fenster auf. Unter großem Protest und wilden Flüchen erhebt sich Scrooge von seinem Bett und läuft zum Fenster, doch einmal dort angekommen, traut er sich nicht, es wieder zu schließen. Draußen, mitten im Schneesturm, schwebt die ganz in weiß gehüllte Gestalt der Schneekönigin, die ihn mit kalter Miene anstarrt. Ihr Zauber hat keinerlei Macht über Scrooge, denn sein Herz war sowieso schon so starr und kalt, als wäre es zu Eis gefroren. Respekt hat Scrooge trotzdem vor ihr. Besonders, als sie zu sprechen beginnt. „Ich bin der Geist der gegenwärtigen Weihnacht,“ sagt sie mit einer Stimme, die klingt wie das Heulen des Windes, „und du musst etwas sehen.“ Die Schneekönigin schnipst einmal mit den Fingern und ein Tornado aus Eis und Schnee reißt Scrooge aus dem Fenster. Als er wieder zu sich kommt ist er in der kleinen, überfüllten Hütte, in der sein Bediensteter mit seiner Familie lebt. Alle seine Kinder rennen wild durch die Wohnung und spielen mit ihren kleinen Weihnachtsgeschenken, nur einer, der kleine Tim, sitzt auf dem Sofa und schaut seinen Geschwister traurig zu. Er sieht sogar so traurig aus, dass Scrooge fast, nur für einen Moment, meint, das Eis um sein Herz schmelzen zu spüren. Doch da ist der Moment auch schon wieder vorbei. Die Schneekönigin verschwindet zwischen tausenden tosenden Schneeflocken und Scrooge findet sich verblüfft in seinem Bett wieder. Scrooge denkt, jetzt hat er alles gesehen und überstanden. Doch der schlimmste Abend von Allen steht ihm noch bevor.“
Enno und Kira blicken Gottfried mit großen, weiten Augen an. „Warum denn?“ fragt Kira und Enno fordert ungeduldig, „Nun sag schon, Gottfried!“ Gottfried lässt genüsslich langsam einen der von Enno servierten Regenwürmer in seinem Schnabel verschwinden, erst dann erzählt er weiter.
„In der Ecke seines stockdunklen Zimmers erahnt Scrooge plötzlich eine verhüllte Gestalt mit einem pechschwarzen Umhang. Langsam und mit schleppenden Schritten kommt sie ihm näher und auch das Licht von Scrooges Nachtkerze macht den dunklen Besucher nicht heller, oder sichtbarer. Als die Gestalt den Kopf hebt, erkennt Scrooge verblüfft einen chiliroten Turborabenschnabel, der aus der Kapuze des Mantels hervorragt. „Ich bin der Geist der zukünftigen Weihnacht!“ verkündet der weise Turborabe mit erhabener Stimme, „und du kommst jetzt mit.“ Bevor Scrooge protestieren kann, hat der tollste, beste und größte Rabe schon seinen Turbodüsenmotor angeworfen und trägt den alten Mann in einem so wilden Ritt über die Dächer der Stadt, dass der für einen kurzen Moment ohnmächtig wird.“
„Mensch, Gottfried, jetzt übertreibst du aber!“ vermutet Enno mit gerunzelter Stirn. Kira kichert, als Gottfried eine Unschuldsmiene aufsetzt. „Übertreiben? Ich?“ sagt der Turborabe und schiebt sich genüsslich einen Flügel voll sahnegarnierter Regenwürmer in den Schnabel, „Niemals!“ Enno und Kira widersprechen ihm ausnahmsweise mal nicht, da sie hoffen, dass er dann schneller weitererzählt.
„Der Turborabe bringt Scrooge an einen sehr dunklen, kalten Ort. „Ist das wieder eine Erinnerung? Oder die Gegenwart?“ Fragt er den weisen Turboraben. „Sehe ich etwa so aus, als würde ich mich mit so etwas Langweiligem beschäftigen? Raben sind magisch. Wir können die Zukunft sehen. Und das hier ist deine, wenn du dein Schicksal nicht änderst.“ Als der Turborabe in die Luft abhebt und mit einer großen Stichflamme seines Turbodüsenmotors die Umgebung ausleuchtet, erkennt Scrooge wo sie sind. Auf einem Friedhof! Und da steht sein eigener Grabstein, direkt vor ihm, mit der Inschrift: In Erinnerung an Ebenezer Scrooge, den größten Griesgram der Stadt.“ Und als wäre das noch nicht genug Horrornachricht, sieht er daneben auch noch den Grabstein des kleinen Tim! „Das darf doch nicht sein!“ ruft Scrooge, „Was ist passiert?“ „Noch ist gar nichts passiert,“ antwortet der wunderschöne, weise Turborabe und landet neben dem alten Mann auf dem Boden, „Denn ich bin ja der Geist der zukünftigen Weihnacht. Wenn du dich änderst, muss das hier niemals passieren.“ Und das verändert alles. Der magische, wundervolle Turborabe hat dem alten Mann ein für allemal die Augen geöffnet.“
Enno zieht eine Augenbraue nach oben, Kira kneift die Augen zusammen. Ein bisschen skeptisch sind die beiden schon, denn sie wissen ja, dass Gottfried nicht gerade unvoreingenommen ist, wenn es um seine eigene Person geht. Aber die Geschichte gefällt ihnen zu gut, um sie hier zu unterbrechen. Also bleiben sie still und warten geduldig, bis Gottfried den nächsten Sahnehappen geschluckt und den Schnabel wieder zum Erzählen frei hat.
„Als Scrooge am nächsten Morgen aufwacht, weiß er sofort, was er zu tun hat. Er verdoppelt das Gehalt aller seiner Angestellten und lädt sie zu einem großen Weihnachts-Festmahl ein! Dort gibt es karamellisierte Käfer, schlagsahnebehäufte Regenwürmer und glasierte Kletterraupen in Massen! Sein edler Retter, der Turborabe, ist natürlich der Ehrengast. Nie hat es in der Doughty Street ein schöneres Weihnachtsfest gegeben! Und so lebten alle glücklich bis ans Lebensende und aßen jeden Weihnachtsabend zu Ehren ihres rettungsbringenden Turboraben ein paar Regenwürmer mit Schlagsahne.“
„In England verehren sie also Turboraben?“ fragt Kira skeptisch. Frau Winter, die genau in dem Moment aus der Küche kommt, mischt sich ein. „Nein, das tun sie natürlich nicht. Aber Geschenke dürfen sie dort auch auspacken. Genauso wie ihr jetzt. Seid ihr bereit?“ Die Geschwister springen auf. Sie können es kaum erwarten! Bei so viel Vorfreude vergessen sie glatt, an Gottfrieds Geschichte zu zweifeln. Und Gottfried beschwert sich gnädigerweise nicht darüber, dass Enno mit dem Servieren der Schlagsahneregenwürmer aufgehört hat. Er würde das mit dem Turboraben verehren eigentlich ganz toll finden. Aber Freunde zu haben ist fürs Erste auch ganz schön, denkt er sich. Vor allem, wenn sie sich so großartig über die kleinsten Dinge freuen können, wie Enno und Kira.
23. Türchen: Zimt-Nutella
Zu Haselnusscreme an sich müssen wir ja wohl nicht mehr viel sagen; egal ob man sie mag, oder nicht, kennen tut sie wohl jeder. Wer eine deutlich gesündere Variante ohne Palmfett, aber dafür mit echten Nüssen und Schokolade zaubern möchte, der lässt einfach den Zimt weg und zaubert sich ein Glas leckeres Nutella. Wenn das Nutella zur Winterzeit verschenkt werden soll, dann sollte noch etwas Zimt hinzugegeben werden – damit wird dem Aufstrich eine weihnachtliche Note verliehen.
Wer es richtig ausgefallen mag, kann die Creme auch aus weißer Schokolade und Kokos zaubern!
Luftdicht und dunkel im Kühlschrank aufbewahrt, ist das Nutella etwa 3 Wochen haltbar, man sollte es also nicht zu früh zubereiten sondern am besten frisch vorm Verschenken. Dann ist die Gefahr auch nicht so groß, dass man schon alles aufgegessen hat, wenn es soweit ist.
Zutaten für 2 kleine Gläser
150 ml Vollmilch
120 g Zucker
50 g Butter
30 g Kokosfett
1 TL gemahlene Vanille
100 g Zartbitterschokolade
50 g Vollmilchschokolade
100 g abgezogene Haselnüsse
2 TL Zimt
Zubereitung
Schritt 1 Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei niedriger Temperatur rösten. Anschließend etwas abkühlen lassen und in einem Multizerkleinerer fein mahlen.
Schritt 2 Die Schokolade in eine hitzefeste Schale oder Ähnliches brechen, dabei die Stücken möglichst klein machen. Dann die Milch mit dem Zucker in einem ausreichend großen Topf aufkochen lassen. Anschließend die Butter und das Kokosfett einrühren, bis sie komplett geschmolzen sind.
Schritt 3 Die Flüssigkeit noch mal aufkochen lassen und über die Schokolade gießen. Den Zimt hinzugeben und nun alles so lange kräftig mit einem Schneebesen rühren, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist. Als letztes die gemahlenen Haselnüsse ebenfalls unterrühren.
Die Nutellacreme in Gläser füllen, zuschrauben und ganz abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren!
22. Türchen: Adventspuzzle
Wie sieht euer idealer Schneemann aus? So wie der von Gottfried, wie sein geistiger Großvater Napoleon? Oder eher wie der von Enno und Kira, wie euer Lieblingstier? Da es in den letzten Tagen leider viel zu wenig geschneit hat, ist das mit den Schneemännern zur Zeit ein bisschen schwierig. Aber wenn ihr euch dieses coole Adventspuzzle ausdruckt und zusammenbastelt, macht das vielleicht zumindest annähernd genauso viel Spaß!
21. Türchen: Schneemann-Weihnachtskarte basteln
Ihr braucht:
Buntpapier (Schwarz, weiß und orange für die Karottennase)
Wattebällchen
Schwarze Knöpfe
Sonstige Verziehrungen (z.B. roten Glitter oder Schneeflocken)
Das weiße Papier einmal in der Mitte falten und einen Kreis darauf malen. Er muss auf dem unteren Rand gemalt werden, sodass beim Ausschneiden ein Doppelkreis entsteht, den man auffalten kann.
Aus dem schwarzen Papier einen Hut für den Schneemann ausschneiden
Den Hut auf eine Seite des Doppelkreises kleben. Die flache Seite des Kreises ist die Oberseite des Schneemann-Kopfes, sodass die Karte unten aufgeklappt werden kann.
Den Schneemann mit Wattebällchen und den Schwarzen Knöpfen und einer Karottennase verzieren
Auf die Innenseite der Karte können jetzt Weihnachtswünsche geschrieben werden!
20. Türchen: Weiße Trinkschokolade mit Orangenschale
400g weiße Schokoladen-Kuvertüre
Abgeriebene Schale von einer Orange (oder 2 Päckchen geriebene Orangenschale)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
Du brauchst etwas zum Zerkleinern der Schokolade!
Kalte Schokolade sehr fein in einem Küchengerät zerkleinern ODER einfrieren und mit einer Reibe kleinreiben
Mit der Orangenschale und dem Vanillezucker und einer Prise Salz mischen. Portionsweise in kleine Päckchen verpacken.
Zur Zubereitung mit heißem Wasser oder Milch aufgießen
4. Advent: Gottfried und der Nussknacker
Frei nach Tschaikowsky
Enno und Kira blicken gespannt auf die kleine, verzierte Kiste, die Gottfried ihnen präsentiert. „Kira, als ich du neulich zu Ennos und meinem Weihnachtsrap getanzt hast, ist mir etwas eingefallen. Vor ein paar Jahren war ich über Weihnachten in Russland, bei meiner Freundin Mascha. Sie hat mir diese Dose hier geschenkt. Und jetzt passt mal auf!“ Gottfried dreht an einem kleinen, silbernen Rädchen am hinteren Ende der Dose. Die Geschwister staunen nicht schlecht, als plötzlich der Deckel der Dose aufspringt und Musik zu spielen beginnt. Besonders Kira ist wie verzaubert von der kleinen Ballerina, die unter dem Deckel der Spieldose immer und immer wieder im Takt der Melodie Pirouetten dreht. „Das,“ erklärt Gottfried, „ist die Zuckerfee, die über ein Königreich voller Süßigkeiten herrscht. Dort gibt es karamellisierte Schneckenhäuser und in Puderzucker gewälzte Regenwürmer ohne Ende!“ Wären die beiden Kinder nicht so fasziniert vom Tanz der winzigen Ballerina gewesen, hätten sie sich bestimmt über Gottfrieds kulinarischen Geschmack empört. „Das ist wirklich wunderschön,“ meint Kira. Als Gottfried ihr die Spieluhr entgegen hält, streckt sie erst nur sehr vorsichtig die Hand danach aus, nimmt sie dann aber glücklich lächelnd entgegen. „Was war denn mit der Zuckerfee?“ fragt Enno neugierig. Gottfried lässt sich entspannt auf seine Regenwurm-Luftmatratze sinken. „Wollt ihr die Geschichte hören? Mascha hat sie mir mehr als einmal erzählt.“ Enno und Kira nicken eifrig. „Also gut,“ meint der Turborabe zwischen zwei Bissen Schlagsahnen-Regenwurm, „Märchenerzählmodus AN. Ho, ho, ho.“
„Die Geschichte fängt eigentlich gar nicht mit der Zuckerfee an, sondern mit einem kleinen Mädchen namens Clara, aus der wohlhabenden Familie Stahlbaum. Als zum ersten Mal seit langer Zeit ihr Patenonkel mit der Familie Bescherung feiert, hat er eine ganz besondere Überraschung für Clara und ihren großen Bruder Fritz dabei. Der Patenonkel ist nicht nur Uhrmacher, sondern auch Erfinder und hat es nun endlich geschafft, diese beiden Fähigkeiten zu vereinen. Seine aufziehbaren Figuren funktionieren fast genauso wie die kleine Ballerina in dieser Spieldose,“ Gottfried deutet auf die Dose in Kiras Hand, „Er hat seinen Figuren aus Holz das Tanzen beigebracht. Der Star des Puppenspiels ist ein prächtiger Nussknacker, in einer Uniform die so scharlachrot wie mein Turborabenschnabel ist. Aber Clara und Fritz, müsst ihr wissen, haben nicht so gern geteilt wie ihr beiden. Sie streiten sich um den Nussknacker, so lange, bis Fritz ihm schlussendlich den Kopf abreißt. Obwohl der Onkel den Nussknacker im Handumdrehen wieder zusammenflickt, hat Clara in der Nacht schlechte Träume.
Sie fühlt sich schuldig und träumt von einem unerbittlichen Kampf zwischen den vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten und einem gegnerischen Heer, das von eine Mäusekönig angeführt wird. Clara schreit laut auf – und bemerkt plötzlich, dass die kämpfenden Adeligen sie hören können! Jetzt, wo sie weiß, dass sie ihren Traum beeinflussen kann, gibt es für Clara kein Halten mehr. Obwohl sie gelernt hat, dass man sich in die Kämpfe von anderen Leuten nicht einmischt, kann Clara sich in der Nacht nicht zurückhalten. Sie wirft dem Mäusekönig ihren Hausschuh an den Kopf und entscheidet so den Kampf für den Nussknacker. Der turborabenrot gekleidete Soldat bleibt mit Clara allein zurück, um ihr zu danken. Doch sobald die beiden allein sind, passiert etwas Unglaubliches.“
Enno und Kira sehen Gottfried mit großen Augen an, der es genießt, die Spannung ein bisschen auszureizen. „Nun sag schon, Gottfried! Was ist passiert?“ Kiras bittender Blick erweicht schließlich den Turboraben. Er fährt fort:
„Der Nussknacker verwandelt sich auf einmal in einen jungen, hübschen Prinzen aus Fleisch und Blut! Er erzählt Clara, dass die Mutter des Mäusekönigs ihn vor langer, langer Zeit in eine Hässliche Holzpuppe verwandelt hat, um seiner Mutter eins auszuwischen. Allein das Mitgefühl eines unschuldigen Kindes sollte ihn wieder zurückverwandeln und ihm die Kraft geben, den Mäusekönig zu bezwingen. Um Clara zu danken, lädt der Nussknackerprinz sie in das Reich seiner Mutter, der Zuckerfee ein, die vor Freude, ihren Prinzen endlich wiederzusehen, in Tränen ausbricht. Die Zuckerfee veranstaltet ein fantastisches Fest, zu dem die verschiedensten Tänzer und Akrobaten aus allen Ländern der Welt eingeladen sind. Russische Tänzer führen zum Beispiel den Trepak auf, arabische Tänzerinnen glänzen beim Bauchtanz, Rohrflöten erscheinen und eine Gruppe chinesischer Akrobaten verblüfft alle Anwesenden.
Ganz in der Tradition des Reichs der Süßigkeiten bekommt Clara traditionelle Leckereien aus jedem Land. Der krönende Abschluss des Festes ist der Walzer des Nussknackers und der Zuckerfee, bei dem sie zu genau diesem Lied, das ihr gerade hört,“ Gottfried zeigt auf die Spieluhr in Kiras Hand, „ihre Pirouetten drehen. Nach dem Fest schicken die Zuckerfee und ihr Prinz die kleine Clara in ihrer schönsten Kutsche nach Hause. Das hat bestimmt ewig gedauert, so ganz ohne Turbodüsenmotor! Clara kommt jedoch trotz bloßer Rentiergeschwindigkeit zu Hause an, bevor die anderen Mitglieder ihres Haushaltes aufgewacht sind. Sie schleicht sich so heimlich und leise zurück in ihr Zimmer, dass keiner jemals merkt, dass sie weg war.“
Enno lächelt, während Kira noch immer fasziniert auf die Pirouetten drehende Ballerina blickt. „Und die Zuckerfee?“ fragt sie den Turboraben. „Die tanzt natürlich jeden Abend mit ihrem Nussknackerprinzen einen wilden Tango zwischen Karamellkäferbäumen und Rosinenregenwurmbüschen im Königreich der Süßigkeiten! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.“
18. Türchen: Regenwurm-Vanillekipferl
300 g Mehl
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g enthäutete, gemahlene Mandeln
250 g weiche Butter
3 Eigelb
100g Puderzucker, mit 1 Päckchen Vanillezucker vermischt
Das Mehl in Rührschüssel, übrige Zutaten hinzufügen. Mit Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den Teig zu zwei dünnen Rollen formen, jede Rolle in Folien oder Backpapier wickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen.
Von den Rollen kleine, gleichmäßige Stücke abschneiden und diese zu Kipferl (bzw. zu kleinen Regenwürmern) formen. Auf das Backblech legen und kaltstellen
Die Regenwurm-Kipferl im vorgeheizten Ofen nach Sicht hell backen. Noch heiß mit Puderzucker bestreuen. VORSICHT: sie brechen leicht.
17. Türchen
„Gottfried, Gottfried!“ ruft Kira aufgeregt und zieht so fest am Flügel ihres Turborabens, dass der unter einem lauten Protestgrummeln unsanft aus seiner Siesta aufwacht. Gottfried versucht, sich nochmal umzudrehen und zu seinem Traum, in dem Flamingodamen in einem Schloss aus Schnee und Eis mit ihm Tango tanzen zurückzukehren. Aber Kira lässt nicht locker. „Schau doch!“ ruft sie freudig, „Die ganze Welt ist in Watte gepackt! Das ist sooo schön!“
Widerwillig öffnet Gottfried erst ein Auge, dann das andere, doch jetzt kann er sicher nicht wieder einschlafen. Kiras Freude ist ansteckend und auch Enno, der sich gerade an einer beschlagenen Fensterscheibe die Nase plattdrückt, scheint ähnlich begeistert von dem Schneeschauer, der in der Nacht den Containerpark in ein weißes Winterwunderland verwandelt hat. „Wetten, mit meinem Schlitten werde ich schneller den Hügel hinabsausen, als du fliegen kannst, Gottfried?“ Mit einem Schlag ist der Turborabe hellwach. „Waaas! Niemals! Mit der Klapperkiste kommst du niemals auf 320 Turbo-RS!“ Enno grinst herausfordernd. „Du unterschätzt meine Ingenieurskunst!“ verkündet er stolz.
Enno hat im letzten Jahr seinen Schlitten selbst zusammengebaut, aus ein paar alten Stahlrohren und Brettern, die die Heimleiterin aus ihrer Werkstatt aussortiert hatte. Der Schlitten sieht wirklich gut aus, und ist von denen der anderen Kinder nur dadurch zu unterscheiden, dass Enno und Kira, ganz nach Gottfrieds Geschmack, dem vorderen Lenkbalken einen flamingopinken Anstrich verpasst haben. Ebendieses „Flamingomobil“ holt Enno jetzt unter einer Abdeckung hinter ihrem Wohncontainer hervor.
Als er zurückkommt, sind seine Haare und sein Pyjama übersät mit winzig kleinen Schneeflocken, die bereits zu schmelzen beginnen, als er die Tür hinter sich schließt. „Enno!“ ruft Kira besorgt, „du kannst doch so nicht durch den Schnee laufen, Papa sagt, davon wird man krank!“ „Hohoho, für unser Wettrennen braucht er sowieso eine ganz andere Ausrüstung!“ meint Gottfried. Ennos Augen leuchten bereits vor Vorfreude, aber Kira ist zurückhaltender. „Denkt ihr wirklich, das ist eine gute Idee?“ „Na klar!“ beteuert Enno voller Überzeugung, „So schönen Schnee haben wir vielleicht den ganzen Winter nicht mehr, richtig, Gottfried?“ „Na klar! Das Wetter ist turborabentastisch zum Schlittenfahren!“
Damit ist das Wettrennen endgültig beschlossene Sache. Enno und Kira ziehen sich ihre wärmsten Wintersachen an und Kira überredet sogar Gottfried, sich von ihr einen turborabenroten Schal um den Hals wickeln zu lassen. Auf dem Weg zum Schlittenberg versuchen Enno und Kira, mit der Zunge Schneeflocken zu fangen und Gottfried bedauert, dass nicht stattdessen Regenwürmer in Zeitlupe vom Himmel fallen. Oben angekommen, stellen sich Gottfried, Kira und Enno an die Kante des Hangs.
„Bereit?“ fragt Kira. Enno ruft „Ja!“ Gottfried lacht ein tiefes „Ho, Ho, Ho!“. Also hebt Kira ihre Hände. „Auf die Plätze, fertig-“ und auf „los!“ klatscht sie über ihrem Kopf die Hände zusammen. Enno stößt sich vom Boden ab und beginnt mit einem Freudenschrei, den Hang hinabzusausen. Gottfried lässt seinen Turbodüsenmotor aufheulen. Er ist sich so sicher, Enno einholen zu können, dass er beschlossen hat, ihm einen kleinen Vorsprung zu gewähren. Doch gerade, als er mit 320 RS voraus seinem Freund hinterherdüsen möchte, beginnt der Motor an zu stottern – und geht schließlich mit einem besorgniserregenden Rummeln ganz aus.
Kira schlägt die Hände vor dem Mund zusammen, Gottfried ist alles andere als begeistert. Enno ist mittlerweile bereits am Fuß des Hügels angekommen und zieht seinen Schlitten mit einem breiten grinsen wieder den Hang hinauf. „Startschwierigkeiten?“ fragt er seinen Turboraben herausfordernd. Gottfried schnaubt. „Ich könnte jetzt einen guten Ingenieur gebrauchen, selbst wenn der ein kleiner, frecher Junge ist.“ Enno lacht nur. „Du und dein Turbodüsenmotor, ihr braucht keinen Ingenieur, nur etwas Wärme. Du hattest ihn die ganze Nacht vor der Tür stehen, oder? Bei diesen Temperaturen fühlt sich selbst ein Motor ohne Schal und Mütze nicht wohl.“ Kira kichert, Gottfried verschränkt nur die Flügel vor der Brust. Er hat mehr Angst um seinen wertvollsten Besitz, als er zugeben will. „Ein bisschen Wärme und er wird wieder, sagst du?“
Enno lächelt beschwichtigend. „Na klar! Großes Turborabenfreundehrenwort!“ Das bringt selbst Gottfried wieder zum Lachen. „Hohoho! Aber was wird jetzt aus dem Wettrennen?“ Enno positioniert seinen Schlitten nochmals am Rand des Schlittenberges. „Steig auf, dann zeig ich‘s dir!“ Gottfried nimmt umständlich Platz. Enno stößt sich so schnell vom Boden ab, dass Gottfried vor Schreck nach oben flattert und gerade noch Ennos Kapuze mit dem Schnabel zu fassen bekommt, bevor der in schnellem Tempo nach unten saust.
So toll wie Turbodüsenmotorfliegen ist die Schlittenfahrt natürlich nicht, aber als ihm so der Wind und die Schneeflocken um den Schnabel wehen, muss selbst Gottfried zugeben, dass Schlittenfahren eine großartige Freizeitbeschäftigung ist. Ganz egal, wer dabei am schnellsten den Hang runterfährt.
16. Türchen
Hohoho! Dieses Jahr gab es schon einige tolle Schneetage, an denen Kinder und Turboraben im Schnee herumtollen und sich rabenstarke Schneeballschlachten liefern konnten. Enno sagt zwar, er gewinnt immer, aber er hat sich ja auch noch nicht auf eine Revanche eingelassen! Wenn ihr durchgefroren und nass nach Hause kommt, heißt das aber nicht, dass das Schneevergnügen aufhören muss: mit diesem tollen Puzzle könnt ihr euch aufwärmen und euch auf die Revanche vorbereiten!
Tipp von mir: Klebt das ausgedruckte Bild doch auf den Karton-Hintergrund eines Collegeblocks auf, bevor ihr es ausschneidet, dann hält das tolle Advents-Puzzle noch viel länger!
15. Türchen
Für die "Käsesoße"
2 EL Margarine
1 Knoblauchzehe
200 Milliliter Weißwein
200 Milliliter Hafermilch (oder Mandelmilch)
100 Milliliter Gemüsebrühe
4 EL Hefeflocken
2 EL Senf
2 EL Rapsöl
5 EL Mehl
Salz, Pfeffer
Muskat
Beilagen
Weißbrote
500 Gramm Weintrauben
200 Gramm Champignons
Oliven
Mixed Pickles
400 Gramm Kartoffeln (vorgekocht)
Zubereitung
Die Knoblauchzehe schälen und klein schneiden. Margarine in einem Topf erhitzen und den Knoblauch kurz darin anschwitzen. Mit Wein, Hafermilch und Gemüsebrühe ablöschen, anschließend die Hefeflocken, Senf und Öl unterrühren.
Das Mehl unter ständigem Rühren dazugeben, sodass keine Klumpen entstehen, aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Wenn der vegane Käse zu dickflüssig sein sollte, einfach noch etwas Hafermilch hinzufügen. Ist die Masse zu flüssig, könnt ihr noch mehr Hefeflocken einrühren.
Das vegane Käsefondue in einen Fonduetopf füllen. Brot und Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und in Schälchen rund um das Fonduegerät anrichten.
14. Türchen
Dafür brauchen Sie:
Tannenzapfen
Acrylfarben
Zahnbürste
gelben Tonkarton
Heißkleber
Und so geht’s:
Malen Sie den Tannenzapfen mit grüner Acrylfarbe aus und lassen Sie sie komplett trocknen.
Mischen Sie nun eine kleine Menge rote Farbe mit Wasser. Tauchen Sie eine alte Zahnbürste in die Mischung und bespritzen Sie den Zapfen.
Wiederholen Sie den letzten Schritt mit anderen Farben.
Schneiden Sie einen kleinen Stern aus gelbem Tonkarton und kleben Sie diesen auf die Spitze des Tannenzapfens.
13. Türchen
Zutaten
Teig
300 g Lebkuchen mit Schokoladenüberzug (ungefüllt)
etwa 3 EL Orangenlikör
Zum Verzieren
1 Pck. Kuchenglasur (Winter)
1 Pck. Winter Streudekor
Nach Belieben, Dr. Oetker Dekor-Konfetti
Außerdem
etwa 12 Holzspieße
Zubereitung
Kuchenglasur im Wasserbad nach Packungsanleitung schmelzen.
Lebkuchen grob zerbröseln und mit Orangenlikör mit den Händen zu einer einheitlichen Masse verkneten. Etwa 12 gleich große Kugeln formen. Glasur in eine kleine Schale füllen. Einen Holzspieß ca. 2 cm tief in die Glasur eintauchen und sofort in eine Kugel stecken.
Diese dann in der Glasur wenden und wenn die Glasur anzieht, mit den Dekoren verzieren. Überzogene Kugeln zum Festwerden am besten in einen Styroporblock stecken oder auf ein mit Backpapier belegtes Brett stellen (dann zwischendurch umsetzen).
Mit den weiteren Kugeln genauso verfahren. Hinweis: Wenn die Glasur fest wird, kann diese wieder erwärmt werden. Kugeln bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.
Tipps
Anstelle von Orangenlikör können Sie auch Orangensaft nehmen.
Kuchenlollis können etwa 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden
12. Türchen: 3. Advent
Frei nach Hans Christian Andersen
„Oh nein!“ ruft Kira kleinlaut. Enno, Gottfried und sie haben es sich gerade auf dem Bett ihres Wohncontainers so richtig gemütlich gemacht. Während Enno fleißig ihre selbstgebackenen Plätzchen mampft, hat Kira sich gerade einen Becher Vanillepudding aus dem Kühlschrank geholt. „Jetzt habe ich den Löffel vergessen,“ sagt das kleine Mädchen enttäuscht und windet sich mühsam aus ihrem kuscheligen Kissen- und Deckenberg, als Gottfried sie stoppt. „Warte mal, Kira. Ich habe da vielleicht was für dich.“ Enno und Kira staunen nicht schlecht, als Gottfried ein Geheimfach an seinem Düsenmotor öffnet und einen kleinen, silbernen Gegenstand herauszieht. Es ist ein silberner Löffel mit einem wunderschön verzierten Griff! „Wow!“ ruft Enno und Kira meint nur kleinlaut: „Der ist doch viel zu schön, um damit Vanillepudding zu essen.“ „Ach, Quatsch mit Regenwurmsoße! Wie kommst du denn darauf? Meine sehr gute Flamingofreundin Kaja aus Polen hat mir darauf immer Würmer mir Ameisensauce serviert.“ „Igitt! Gottfried!“ ruft Enno, während Kira das silberne Souvenir mit einem vielsagenden Blick zurückgibt und sich einen anderen Löffel aus der Küche holt. „Ihr wisst ja gar nicht, was ihr verpasst! Dieser Löffel ist uralt!“ „Uralt?“ fragt Enno belustigt, „So alt wie dein geistiger Großvater, Napoleon?“ Enno weiß mittlerweile sehr genau, dass sein Turborabe manchmal zu Übertreibungen neigt, und seine Behauptung, Napoleons Enkel zu sein, ist eine davon. „Na, jedenfalls viel älter als neunmalkluge Kinder!“, verkündet Gottfried leicht beleidigt und bringt Enno und Kira zum Lachen. „Hinter diesem Löffel steckt eine ganz neue, großartige Geschichte!“ „Erzähl, Gottfried!“ ruft Kira begeistert. „Also gut, dann schalte ich wieder in den Märchenerzählmodus. Seid ihr bereit?“ Die Geschwister nickten eifrig.
„Kajas Ur- Ur- ich bin mir nicht ganz sicher wie viele Ur-s es waren, aber es waren auf alle Fälle einige, jedenfalls, Kajas Urgroßmutter hatte einen Löffel genau wie diesen. Um ihrem kleinen Sohn zu Weihnachten eine Freude zu machen, ließ sie den Löffel einschmelzen und von einem Zinngießer zu fünfundzwanzig genau gleich großen und gleich aussehenden Zinnsoldaten fertigen. Alle sahen mit starrem Blick nach vorn, hatten ihre Gewehre auf den Schultern und trugen eine Uniform, die in Rot, Blau und Goldfarben angemalt war.
Als der kleine Junge am Weihnachtsabend die Kiste mit den Zinnsoldaten öffnet, strahlt er vor Freude und stellt alle Zinnsoldaten in einer Reihe auf dem Wohnzimmertisch nebeneinander. Alle Soldaten blieben stramm auf dem Platz stehen, den ihr kleiner Oberkommandant ihnen zugewiesen hatte, nur einer fällt sofort um. Ihn aufzustellen ist schwierig, denn beim Gießen dieses letzten Zinnsoldaten war das Material knapp geworden und so hat er nur ein einziges Bein. Er muss weit weg von den anderen Soldaten, auf einer Kommode im Zimmer des Jungen übernachten, wo ihm einige Holzklötze das fehlende Bein ersetzen.
Als es Nacht wird und das Mondlicht genau richtig durch das Fenster fällt, bemerkt der einbeinige Soldat etwas ganz Besonderes auf der Kommode gegenüber. Die kleine Schwester seines Besitzers hat zu Weihnachten ein wunderschönes Schloss aus Papier bekommen, das nun im weißen Licht des Mondes strahlt. Durch die Fenster sind prächtige Papiersäle sichtbar, die Papierbäume vor dem Eingang scheinen silbern zu glitzern und spiegeln sich wie Eiszapfen im kleinen Spiegel vor der Tür, den das Mädchen als See in den Garten gepflanzt hat. Auf dem See schwimmen elegante Schwäne aus Wachs, aber der Zinnsoldat hat kein Auge für sie. Mitten in der Tür des Schlosses ist eine kleine Papierdame in weißem Kleid, nur sichtbar, weil das blaue Band um ihre Schultern sie von der restlichen Szenerie abgrenzt. Sie beginnt, um die Bäume und den See zu tanzen und für einen Moment, als sie in einer kunstvollen Pirouette ein Bein nach oben wirft, sieht es fast so aus, als ob auch sie, wie der tapfere Zinnsoldat, nur ein einziges Bein hat. Der Soldat will jetzt nichts mehr, als dieses wundervolle Mädchen kennenzulernen, doch sie lebt in einem Schloss und er in einer Holzkiste mit vierundzwanzig Brüdern. Er traut sich nicht, sich der Tänzerin auch nur zu nähern. Deshalb legt er sich hinter eine Schnupftabakdose, die auf dem Tisch liegt, und beobachtet die vornehme Dame aus der Ferne. So liegt er viele Stunden du beobachtet das Mädchen beim Tanzen, bis die Uhr 12 schlägt und plötzlich der Deckel der Schnupftabakdose aufspringt. Aus der Schachtel kommen zuerst zwei tiefrote Beine, dann ein ebenso roter Schnabel und zuletzt ein ganzer, kleiner Turborabe hervor. „Lass das lieber,“ meint der Turborabe zum Zinnsoldaten, „das ist doch viel zu schwierig mit so einem Mädchen. Such dir lieber eine nette Flamingodame.“
„Jetzt schwindelst du aber, Gottfried“, ruft Enno. „Damals hast du ja noch gar nicht gelebt. So alt bist du bestimmt nicht!“„Natürlich habe ich nicht nur einen geistigen Großvater wie Napoleon, ich habe auch einen echten Ur- Ur- Urgroßvater,“ antwortet Gottfried, „und der war so klein, dass er sich vor vorlauten Kindern in Schnupftabakdosen verstecken konnte!“ Als ihm weder Enno noch Kira widersprechen, brummt Gottfried zufrieden und erzählt weiter.
„Der Zinnsoldat hört natürlich nicht auf den Turboraben. Nicht einmal, als er ihm eine weitere weise Botschaft verkündet, die ihm eine lebensgefährliche Zukunft prophezeit, falls er die Tänzerin nicht sofort vergisst. Also verschwindet der Turborabe wieder in seiner mit Schlagsahne und Regenwürmern gefüllten Tabakdose und der Soldat schaut die ganze Nacht der Papierprinzessin beim Tanzen zu. Am Morgen kommt sein Besitzer, der kleine Junge freudenstrahlend in das Zimmer und beginnt, mit seinen Zinnsoldaten zu spielen. Aber da ihm der einbeinige Mitstreiter immer wieder umfällt, stellt er unseren tapfere Zinnsoldaten auf das Fensterbrett. Da passiert das Unglück. Eine Böe ergreift das Fenster, schlägt es auf und katapultiert den Zinnsoldaten in hohem Bogen nach draußen. Er fällt so schnell, dass ihn nicht einmal der Turborabe, der ihm natürlich todesmutig hinterherspringt, vor dem unsanften Aufprall auf dem Boden bewahren kann. Mit seinem einen Bein bleibt er zwischen zwei Pflastersteinen stecken und ist dort so gut versteckt, dass ihn das Dienstmädchen und der kleine Junge auch nach langer Suche nicht finden. Einen ganzen, unsanften Platzregen verbringt der Zinnsoldat im Asphalt, dann entdecken ihn zwei kleine Jungen und nehmen ihn mit. Danach landet er im Fluss, wo ihn eine böswillige Ratte herausfischt und fast auffrisst, wenn er sich nicht im letzten Moment auf ein vorbefahrendes Papierschiffchen gerettet hätte. Der Zinnsoldat fährt also den ganzen Fluss hinab und landet an einem Wasserfall, stürzt herunter und wird dann von einem großen Fisch verschlungen. Starr vor Schreck schläft der Zinnsoldat ein. Als er wieder aufwacht, ist er, wie durch ein Wunder, in der Küche seines Zuhauses. Der Zinnsoldat hätte nicht glücklicher sein können, in seinen Augen hat sich die ganze Irrfahrt jetzt gelohnt, denn nun kann er endlich seine geliebte Tänzerin wiedersehen! Der Turborabe, der in der Küche genüsslich ein paar gebratene Borkenkäfer verspeist, bemerkt natürlich sofort, dass der Zinnsoldat wieder da ist. Er packte ihn in seinen großen, roten Schnabel und trägt ihn zum Schloss der Papierprinzessin hinauf. Die Papierprinzessin und der Zinnsoldat sehen sich an und alles ist klar.“
„Hä?“ fragt Enno verwirrt, „was ist klar?“ Auch Kira ist nicht überzeugt: „Das kann doch nicht das Ende sein, Gottfried!“ „Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich denke, das versteht ihr erst, wenn ihr selbst mal eine so tolle Flamingodame wie meine Kaja, kennenlernt.“ Die beiden Geschwister verdrehen die Augen und konzentrieren sich wieder auf ihre Süßigkeiten. Aber, noch am selben Abend, bastelt Kira eine kleine Tänzerin aus Papier und stellt sie neben Ennos Plastik-Feuerwehrmann. Er ist zwar kein ein Zinnsoldat, aber, wie Kira findet, trotzdem standhaft. Und definitiv ein wahrer Held.
11. Türchen
Für ca. 20 Stück
250 g Toastbroat-Scheiben
1 Eiweiß
1 Prise Salz
40g Sesamsamen
40g Mohn
150 ml Rapsöl
Herzausstecher
Toastbroat auf ein Brett legen und mit dem Ausstecher Herzen austechen. Eiweiß, 2 EL Wasser und1 Prise Salz in einen tiefen Teller geben und verquirlen. Sesam und Mohn auf je einen kleinen Teller schütten.
Brotherzen nacheinander mit einer Seite in Eiweiß tauchen. Dann in Sesam oder Mohn legen und überschüssige Samen abschütteln.
Croutons in heißen Öl in einer Pfanne goldbraun braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
10. Türchen: Korkengel (oder Raben)
Du brauchst:
Flaschenkorken
Holzkugeln aus dem Bastelbedarfsladen
Breites Geschenkbank (aus Satin oder ähnliches)
Band für die Aufhängung
Buntpapier
Flower Hair für die Haare des Engels (öder etwas ähnliches z.B. gefärbte Wolle)
Zahnstocher
So gehts:
Den Zahnstocher in den Korken stechen, das obere Ende etwas kürzen.
Das Band für die Aufhängung an den Spieß knoten
Die Kugel über das Band bis an den Korken schieben
Eine kleine Schleife um den Hals des Engels binden
Die Haare des Engels oben festkleben
Das breite Geschenkband zu einer Doppelschleife binden und mit dem schmalen Band zusammenbinden, die fertigen Flügel am Rücken des Engels festkleben
Mit Sternen aus dem Tonpapier verzieren und mit einem schwarzen Stift das Gesicht des Engels malen.
9. Türchen: Adventspuzzle zum Ausdrucken und Ausschneiden!
Einfach dieses Bild in DIN A4 oder größer ausdrucken, auf einen Karton, zum Beispiel die Rückseite eines Blocks, aufkleben, entlang der Linien ausschneiden und mit viel Spaß wieder zusammensetzen!