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Und ihr so? #jumping #Pfütze #malwiederanderssein #kindinmir #peterpansyndrome #whatdoyoumeanvideo #läuft #klitschnass #Fitness #raininthecity #kielerförde #bestplace
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der blaue Stuhl
Ist die Zeit der schmutzigen Witze vorbei? Es dauert länger als früher, bis man sich traut, stillose Dinge von sich zu geben. Am Arbeitsplatz: die Pausenraum-Witze sind handzahm, dauern eine Viertelstunde und dreimal so lange das darauffolgende Gelächter – wer spontan noch einen draufsetzt, ist dann sofort „die mit ihren Ideen“, huiuiui, und fortan wird einem bei jeder Begegnung ein Stoss in die Rippen und ein verschwörerisches Grinsen zugedacht. Bei Freunden zuhause: aufgrund ständiger Hörweite des Nachwuchses beschränkt man sich besser auf Müsli-und-Elefäntli-Witze, und sowieso, überlegs dir gut, (weibliches) baby.
Schmutzige Witze sind nur ein Beispiel, es ist ja nicht so, dass es zur Erhöhung des persönlichen Lebensglücks unbedingt solche braucht (um Himmels Willen). Es ist eher die dazugehörige Attitüde: man darf ab und zu logikbefreiten Blödsinn von sich geben, möglichst schnell und schlagfertig natürlich, und das Gegenüber wird das verstehen und mit ähnlich gestricktem Blödsinn antworten. Im Poker-Vokabular: „I see your gibberish, and I’ll raise you complete utter nonsense”. Das macht so Spass, weil es den Gesprächsfluss in Gang hält, und zu locker-unverbindlicher Vertrautheit führt - sich kennen lernen geht schnell und ungestelzt, ist gemütlich und verbrennt mehr Kalorien.
Ein echter Anlass, ein bisschen wehmütig zu werden, weil das in Zeiten von WG-Parties rund um den Küchentisch tatsächlich einfacher war. Umso grösser ist heutzutage die Begeisterung, wenn man unverhofft Gleichgesinnte entdeckt. Die muss man sorgfältig hegen und pflegen.