Schwarzgemalte Fünfzigerjahre
Sie haben es sich bequem eingerichtet (wir stehen noch auf der Schwelle dazu). Sie führen langjährige Beziehungen. Die Kinderphase ist vorbei, die Zeit für Hobbys und Reisen kommt zurück – aber manchmal lassen sie sie verstreichen. Sie treffen die immer gleichen Leute und schauen viel TV. Sie entwickeln sich im Moment eher nicht weiter, kommt das später wieder? Noch geht es lange bis zur Pensionierung, aber es ist riskant, noch allzuviel an der Job-Front ändern zu wollen. Viele bewegen sich wenig, geistig und körperlich.
Auch unsere Sturm-und-Drang-Zeit ist vorbei, und unser Verständnis für eine gewisse Gemütlichkeit im Leben wächst. Aber wir wünschen uns doch, dass wir unsere Innigkeit nicht verlieren. Da wir schon erlebthaben, dass es normal ist, sich von einem wütenden, protestierenden Teenager in einen etwas gelasseneren Thirty-something zu verwandeln, fürchten wir uns sehr vor dem Fortschreiten dieses Prozesses. Endet er in Uniformität vor dem TV? Oder fühlt sich das dann auch ok an? Genau so ok wie es für uns heute ist, etwas weniger schwarz-weiss zu denken als vor zehn Jahren?










