3.11.2025
Oh ihr Weltspartage!
Ich gehe zur Sparkasse der Gemeinde, weil ich wieder Bargeld abheben muss. Dort ist eine relativ große Schlange an der Kasse. Ich hebe mein Geld am Geldautomaten ab und frage eine Dame, die neben mir steht, was das Besonderes ist.
Sie steht in der Schlange mit ihren zwei kleinen Kindern und ihren Spardosen. Die Sparkasse bietet eine kostenlose Einzahlung von Erspartem im Sparschwein auf ein bestehendes oder neues Girokonto.
Wir haben mehrere Schüsseln mit Cents, die Kinder auch. Ein Kind hat ein Sparkassen-Girokonto.
Wir überlegen schon lange, wie wir dieses Kleingeld loswerden und dabei die übliche (teure) Gebühr der Sparkasse umgehen können. Ich habe fleißig versucht, in den letzten Jahren (!) dieses Kleingeld beim Getränkemarkt, beim Bäcker und Gemüsehändler loszuwerden. Aber es ist sehr mühsam, der Berg wird nur langsam kleiner und man muss auch immer dran denken und schneller sein als das Rückgeld.
Die Gewerbetreibenden sind auch nicht immer glücklich mit dem Kleingeld. Der Getränkemarkt-Händler meinte als Einziger, es würde ihm nichts ausmachen, er würde jetzt 1x im Monat zur Filiale der Bundesbank 90 km weiter fahren und dort das Kleingeld einzahlen. Das würde dann später auf seinem Konto gutgeschrieben. Wir waren schon so weit, diese Möglichkeit selbst zu verwenden.
Zurück zu Hause trommle ich alle zusammen und wir holen das ganze Kleingeld aus verschiedenen Schüsseln und Verstecken. Jeder rechnet grob seinen Anteil heraus und wir fahren mit 7 kg Kleingeld zur Sparkasse.
Alles wird in eine große Plastiktüte der Sparkasse hineingefüllt, versiegelt und das Kind erhält einen Beleg mit der Seriennummer der Tüte. Das Geld müsste bald auf das Konto des Kindes überwiesen werden. Danach werden die Anteile der Geschwister wieder aufgeteilt.
(Alina Smithee)













